Genmais-Studie in der Kritik

Kürzlich habe ich hier im Blog über eine Genmais-Ratten-Studie geschrieben. Die hat mittlerweile für viel Wirbel unter Forschern gesorgt und die Diskussion um die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa angeheizt. Nun üben Experten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) Kritik an der Untersuchung französischer Wissenschaftler: Sie sei schlichtweg nicht aussagekräftig, weil sie handwerkliche Mängel aufweise. Deshalb – und weil heute auch „Max“ meinen Blogbeitrag kommentiert hat – will ich noch einmal kurz auf das Thema eingehen.

Die Forscher der Efsa monieren unter anderem die viel zu geringe Zahl von Versuchstieren bei der Studie. Außerdem würde die Rattenart, mit der die Tests durchgeführt wurden, sowieso vergleichsweise oft an Krebs erkranken. Die Efsa bemängelt auch fehlende Daten zum Futter und zu den Schäden, die während der zweijährigen Untersuchung bei den Tieren auftraten. Jetzt haben die Autoren der Studie die Möglichkeit, Daten nachzuliefern. Die Efsa will Ende Oktober eine neue, ausführlichere Stellungnahme zu der Untersuchung abgeben.

Vor der Efsa hatten auch schon das deutsche Bundesamt für Risikobewertung und verschiedene Wissenschaftler die Studie kritisiert.

 

1 Kommentar in “Genmais-Studie in der Kritik

  1. Wer sich mal ein bischen mit Statistik beschäftigt hat weiß, dass eine Gruppe von 200 Tieren, die man dann auch noch in fünf und mehr Gruppen aufteilt, kaum für valide Aussagen eignet. Der reine Zufall, ob ein einzelnes Tier Krebs bekommt oder nicht verfälscht das Ergebnis signifikant. Dazu kommt, dass mehrere verschiedene Randbedingungen gesetzt wurden, Genmais ja/nein, Roundup ja/nein, so dass ein Resultat keiner dieser Randbedingungen konkret zugeordnet werden kann. Ohne die Studie in aller Tiefe studiert zu haben deutet tatsächlich viel darauf hin, dass sie handwerklich eher mangelhaft ist.

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