Es war ein Spielunfall

Letzte Woche habe ich hier über den plötzlichen Tod von Tiger Cornelius im Tiergarten Nürnberg geschrieben. Auf den Beitrag gab es ein ungewöhnlich großes Echo. Nachdem die Todesursache unklar war, wurde das tote Tier beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen obduziert. Nun liegt der Obduktionsbericht vor.

Es war demnach tatsächlich eine Rauferei zwischen den beiden sechs Jahre alten Brüdern Cornelius und Claudius, die zum Tod von Cornelius führte. Der Befund des Landesamts gibt als Todesursache ein Trauma im Halsbereich von Cornelius an, in dessen Folge sich ein Halswirbel verschoben hat, außerdem Blutungen im Hals-Kopf-Bereich. Allerdings konnte man bei der Sektion nicht mehr klären, ob die Bisswunde im Hals-Kopf-Bereich entstanden ist, als Claudius seinen Bruder aus der Felshöhle herausziehen wollte, in die Cornelius gekrochen war, oder ob sie beim Spiel der zwei Tiger entstand.

Zwischen den beiden Tigern kam es oft zu spielerischen Raufereien, die aber nie so aggressiv verliefen, dass einer von ihnen Verletzungen erlitt. Auch am 16. Oktober gab es keine Anzeichen für einen ernsthaften Streit zwischen Cornelius und Claudius.