Wohin mit Schnute und Maxi?

In Berlin begegnet man auf Schritt und Tritt dem Berliner Bären in allen Variationen. Das Wappentier der Stadt ist bei den Einwohnern aber auch in Form von echten Tieren besonders beliebt. In der Hauptstadt leben nicht nur in den beiden Zoos Bären. Es gibt auch die zwei Stadtbären – respektive Stadtbärinnen – Schnute und Maxi.

Die beiden alten Bärendamen haben schon 31 bzw. 26 Jahre auf dem Buckel und leben seit 1986 in einem Zwinger im Köllnischen Park, in der Nähe des Märkischen Museums. Der Bärenzwinger ist noch viel älter als die Tiere. Er stammt aus dem Jahr 1939. Tiergehege aus dieser Zeit entsprechen nicht den Anforderungen, die der Tierschutz heute stellen würde. Und so fordern Tierschützer eine artgerechtere Unterbringung von Schnute und Maxi in einer neuen Anlage. Sie haben sich zum „Berliner Bärenbündnis“ zusammengeschlossen, das Freiheit für Schnute und Maxi fordert.

Doch der Berliner Bezirk Mitte hat kein Geld und muss sparen. Deshalb gibt es Pläne, die zwei Braunbären ganz abzugeben. Zur Diskussion steht ein Park in Mecklenburg. Diese Überlegungen haben wiederum den Verein der Berliner Bärenfreunde auf den Plan gerufen. Sie räumen zwar ein, dass der Zwinger zu klein ist, möchten aber trotzdem, dass Schnute und Maxi bleiben, wo sie sind. Schließlich seien sie seit Jahrzehnten an ihre Umgebung gewöhnt. Sie seien auch zu alt für einen Umzug, man könne ihnen zum Beispiel keine Narkose mehr zumuten.

Das Bärenthema hat sich längst zum Politikum entwickelt, die Emotionen auf beiden Seiten kochen hoch. Der Bezirksbürgermeister befindet sich in einem Dilemma. Denn egal, wie die Entscheidung ausfällt – immer wird es auf einer Seite erboste Kritik daran geben.