Giraffendrama im Zoo Dortmund

Giraffen leben gefährlich: Wenn sie umkippen, kann das ihren Tod bedeuten. Genau dieses Schicksal ereilte jetzt den Giraffenbullen Tamu im Dortmunder Zoo.

Das Drama ereignete sich in der vergangenen Nacht. Die Giraffen des Zoos schliefen wie üblich im Giraffenhaus – im Stehen, so wie Giraffen das immer tun. Als der fünf Jahre alte Tamu aufwachte, hatte er offenbar einen Krampf im Bein, verlor deshalb das Gleichgewicht und stürzte. Dabei zog er sich zunächst keine schweren Verletzungen zu.

Das Problem war aber, dass Tamu nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen konnte. Zoomitarbeiter alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute versuchten stundenlang gemeinsam mit Tierpflegern, das Tier mithilfe von Luftkissen und Bandschlingen wieder aufzurichten – aber ohne Erfolg. Und so blieb Tamu zu lange liegen.

Für Giraffen bedeutet langes Liegen in einer Position meistens das Todesurteil, denn ihr Kreislauf kann dabei zusammenbrechen. Wenn die bis zu einer Tonne schweren Tiere liegen, drückt ihr großes Gewicht nämlich auf die Nervenbahnen. Tamu stand bei der Rettungsaktion außerdem unter riesigem Stress – beides zusammen führte schließlich zu seinem Tod. Ein trauriger Tag für den Zoo Dortmund. Dort leben nun noch sechs Giraffen: fünf weibliche Tiere und ein Bulle.