Teilerfolg in Sachen Tierversuche

Tierschützer sind aus ethischen Gründen strikt gegen Tierversuche. Sie können sich immerhin darüber freuen, dass ab heute in Europa keine Kosmetika mehr verkauft werden dürfen, die an Tieren erprobt wurden. Davon sind sowohl in Europa als auch anderswo hergestellte Schönheits- und Pflegemittel betroffen. Allerdings muss man davon ausgehen, dass es auch weiterhin Möglichkeiten gibt, das Verbot zu umgehen. Tierversuchsgegner weisen darauf hin, dass für Inhaltsstoffe, die auch in anderen Bereichen zur Verwendung kommen, das Chemikalienrecht gilt. Und dieses erlaubt Tierversuche nach wie vor.

Zum Thema Tierversuche gibt es ein paar ganz interessante Zahlen: So mussten im Jahr 2011 fast drei Millionen Wirbeltiere für Tierversuche herhalten, das waren knapp zwei Prozent mehr als im Jahr 2010. Im Jahr 2000 lag die Zahl der Versuchstiere noch deutlich niedriger, nämlich bei 1,8 Millionen. Die starke Zunahme  ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren mehr genetisch veränderte Mäuse für die Forschung gezüchtet wurden.

Und so setzten sich die Versuchstiere zusammen: Der größte Anteil, nämlich 85 Prozent, waren Nagetiere, vor allem Mäuse und Ratten. Bei sieben Prozent handelte es sich um Fische, bei vier Prozent um Vögel, und Kaninchen machten drei Prozent aus. Fast 75 Prozent aller Versuchstiere dienten einer gezielteren Erforschung von Krankheiten.