Jeder blamiert sich, so gut er kann!

Wenn es um die Delfinlagune im Tiergarten Nürnberg geht, sehen die Tierschutzaktivisten der Delfin- und Walschutzorganisation ProWal grundsätzlich rot. Doch die Haltung von Tümmlern in Delfinarien oder Zoos abzulehnen und gegebenenfalls dagegen zu protestieren, ist eine Sache. Eine andere ist es, Kampagnen gegen die Lagune bzw. den Tiergarten zu reiten, die an den Haaren herbeigezogen sind. Genau das tun  Mitglieder von ProWal derzeit: Sie versuchen dem Tiergarten ein „Müllproblem in der Delfinlagune“ anzuhängen und verschicken das Ganze als Pressemitteilung an die Medien.

Angeblich, so ist in der Meldung zu lesen, liege in der Delfinlagune überall Müll herum, von Essensresten über Alu-Verpackungen und Getränkeflaschen bis hin zu Zigarettenkippen. Liest man die Mail, denkt man erst: Mein Gott, warum lassen die Verantwortlichen so etwas zu? Dann beginnt man, die als Beweis an die Mail angehängten Fotos durchzuklicken. Und findet dann zum Beispiel dieses Bild. Auf anderen Fotos sind etwa ein einzelner weggeworfener Strohhalm, ein Heftpflaster oder ein paar Zigarettenkippen zu sehen. Keine Müllberge, sondern ganz vereinzelte kleine Gegenstände, die im Gras, am Rand eines Zauns oder zwischen den Zuschauerbänken liegen. Nicht etwa in den Wasserbecken der Lagune, in denen sich die Delfine aufhalten.

Behauptet wird in der „Pressemitteilung“ auch, es gebe keine „Putzkolonnen“, die sich des Problems annehmen. Tatsache aber ist, dass Tierpfleger, die im Bereich von Delfinlagune/Manatihaus arbeiten, jeden Morgen mit Schippe und Besen unterwegs sind und Abfall vom Vortag sowie Kippen zusammenkehren, die neben die Aschebehälter gefallen sind. Nach den öffentlichen Vorstellungen in der Lagune gehen die Ordner der für den Tiergarten tätigen Sicherheitsfirma durch die Sitzreihen und räumen liegengelassene Flaschen, Servietten, Eisverpackungen usw. weg. Übersehen sie dabei irgendwo ein Papierchen oder einen Eisstiel, schädigt das die Tiere noch längst nicht, denn die schwimmen in den Wasserbecken und kommen nicht an Land.

Wenn Besuchern etwas ins Wasser fällt – wie zum Beispiel kürzlich im Manatihaus eine Baseballmütze -, holen Tierpfleger oder Taucher diese Gegenstände heraus. Die meisten Zoobesucher sind aber laut Tiergartenleitung sehr vernünftig und schmeißen nichts bewusst ins Wasser oder in die Gehege. Und sollte in der Lagune mal ein kaputter Ball herumschwimmen, dann handelt es sich in der Regel nicht um gefährlichen „Plastik-Müll“, wie von ProWal behauptet, sondern um ein Spielzeug der Delfine: Wie kleine Kinder machen die auch mal etwas kaputt, wenn sie darauf herumbeißen.

Alles in allem kann ich zu dieser „Pressemitteilung“ nur sagen: Jeder blamiert sich, so gut er kann!

73 Kommentare in “Jeder blamiert sich, so gut er kann!

  1. Ich finde es auch nur lächerlich, was sich Andreas Morlok von ProWal da leistet. Und dafür werden Spenden gesammelt …

  2. Das mit der Sicherheitsfirma funktioniert übrigens so gut, dass ich letztens sicheren Standes auf einen Stein war und man mich freundlich bat „Können Sie da bitte hinunterkommen?“.

    „Aber gern!“

    So viel zum Thema „Da läuft keine Sau rum, passt auf und macht sauber“. Ich hab derweil noch nie bewusst weder eine Kippe noch Müll herumschwimmen sehen und ich bin fast jedes Mal in der Lagune. Eher lauf ich mal einen älteren Herr und seinem Enkel hinterher, weil er seine Kompaktkamera hat liegen lassen…aber Müll?

    Mit nichten!

    Was soll’s! So lügt sich jeder seine Geschichte so lange zu Recht, bis es einem passt. Sooo neu ist das leider nicht.

    Allen Unkenrufen zum Trotz ist nämlich die Lagune bei gutem Wetter brechend voll. Glücklicherweise!

    In diesem Sinne,

    Stephan

  3. „ProWal“ bestätigt nur, was Insiderinformationen nach immer mehr zum Problem wird: Die breit verstreuten Müllhinterlassenschaften im Tiergarten nach einem gut besuchten Tag! Ein wahrlich trauriges Spiegelbild heutigen Konsum- und Freizeitverhaltens, Zeugnis eines mangelhaften Umwelt- und Tierverständnisses seitens der Besucher. Gerade unkontrolliert entsorgter Abfall birgt für Tiere eine große Gefahr, egal ob im Zoo, in der heimischen Natur oder weitab in fernen Tourismusgebieten. Der vom Tiergarten propagierte „Bildungsauftrag“ verkehrt sich angesichts solcher Verhaltensweisen wieder einmal zum Auslaufmodell, die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit könnte nicht größer sein. Kein Wunder auch, dass man dank Panoramascheibe scharf auf Delfinfotos ist, notfalls halt mit Blitzlicht, obwohl verboten und schädlich für die Tiere! Kann bzw. darf der Tiergarten auf solche Besucher und deren Lob stolz sein?

    • @Tier- und Umweltfreund,
      stolz brauchst du auf deinen Kommentar auch nicht zu sein, kein Wunder so allgemein er gegen alles, insbesondere gegen den Tierpark gerichtet ist. Was ist denn mit dem Erziehungsauftrag den die Eltern haben? Soll der Tierpark den übernehmen?

  4. Sie waren noch nicht sonderlich häufig im Tiergarten oder?

    Ich hab nun in Deutschland einige Zoos und Tiergärten besucht und der Tiergarten braucht sich ob seiner Sauberkeit und Ordentlichkeit nicht zu schämen, es ist stets gut aufgeräumt und sogar der Split vom Winter wird bei wärmeren Temperaturen zeitnah weggekehrt. Bei einem Areal von 70ha ist das auch keine leichte Aufgabe. Natürlich kann nie einem Menschen sofort jemand hinterherlaufen und eventuell und vielleicht auch unabsichtig fallengelassenen Müll aufnehmen. Das geht einfach nicht und da tut eine Portion Realismus gut, genauso wie bei der Lagune:

    Gute Fotos durch die Scheibe in der Lagune zu machen ist nur bei sehr gutem Wetter mit strahlenden Sonnenschein möglich. Diejenigen, die besseres Equipment für ihr Hobby einsetzen wissen, dass es nichts bringt eine Scheibe anzublitzen, weil es genau das Gegenteil von dem bringt, was man eigentlich vor hatte und diejenigen die es trotzdem tun, bauen da nicht Blitzgeräte von Baustrahlerqualitäten auf und die wenigsten zünden einen leistungsstarken Blitz dort unten.

    Die jenigen, die da blitzen machen das mit einer Lichtleistung von einer LED (iPhone Fotografen) oder mit der minimalen Lichtleistung des eingebauten Blitzes der Kompaktkamera. Selbst das jedoch ist selten…ansonsten würde die Security inzwischen öfter da unten längs laufen und das kontrollieren. Im Gegenteil: Wenn man auf den Weg da nach unten einen trifft, wird man immer ermahnt „Bitte nicht blitzen“.

    Was soll der Tiergarten dann also Ihrer Meinung nach tun?

    Fragt sich,

    Stephan

  5. Mit solchen Aktionen tut sich diese „Tierschutz-Organisation“ sicherlich keinen Gefallen. Das deutet auf wenig strukturiertes Handeln und auch auf eine gehörige Portion an mangelnder persönlicher Reife hin.

    Ich bin selber Mitglied einer erfolgreichen Gruppe, zum Schutz bedrohter Raubkatzen und habe vor 2 Monaten das erste Mal den Tiergarten besucht.
    Der Zufall (und der Lärm der Leute) trieb mich nachmittags dann nochmal zur Lagune, wo ich mir den Rest der Vorstellung ansehen konnte.
    Direkt im Anschluß liefen die Ordner durch die Reihen und pickten jeden noch so kleinen Müllrest auf.

    Hut ab, liebe Verantwortliche !

    Daher kann ich nur sagen, solche Schmierenkampagnen sind schlichtweg nur eins: Müll 😉

  6. Halten wir doch Folgendes fest:
    1. Die Beliebigkeit der heutigen Menschen und eben solcher auch als Besucher von Zoos, Feizeitparks, Urlaubsgebiete usw. lässt sich deutlich an dem Müll ablesen, der oft hinterlassen wird. Ich selbst weiß dies aus einer Insiderquelle bezügl. Tiergarten Nbg., dass eben an stark besuchten Tagen deutlich unkontrollierte Müllhinterlassenschaften zu beseitigen sind. Sicher, bei der Delinanlage – die ja zu Recht kritisch im öffentlichen Fokus steht – wird selbstredend mehr aufgepasst.
    2. So, wie heute die Mehrheit der Eltern mit ihren Kindern in den Zoo gehen, kann man sicher nicht von einer vorbildlichen Erfüllung eines „Erziehungsauftrags“ sprechen. Schauen Sie genau hin und Sie werden mir recht geben. Die Kinder wollen am schnellsten zum Streichelzoo oder die Spielgeräte ausprobieren.
    Abgesehen davon: Bildet man sich, wenn man z.B vor der Voliere steht und dort liest „Jäger der Lüfte“ und dann sitzt der arme Greifvorgel den ganzen Tag auf einem Ast ….??? Oder: Kennen Sie ihn, den „Turbo der Savanne“? So steht es vor dem Gepard-Gehege – und dann schauen Sie sich mal den Geparden an, nur noch traurig!
    3. Überhaupt frage ich mich, warum Menschen einerseits in den Zoo gehen, um gegen Geld Tiere anzuschauen, aber tagtäglich Tiere essen bzw. deren Produkte (aus)nutzen? Der Delfin ist wohl mehr wert als der arme Thunfisch aus dem Meer? Nein, mein Wertesystem funktioniert so nicht und ich bin davon überzeugt, dass meine moralischen und ethischen Koordinaten die richtigen sind!!!

    • @Tier- und Umweltfreund,
      „Nein, mein Wertesystem funktioniert so nicht und ich bin davon überzeugt, dass meine moralischen und ethischen Koordinaten die richtigen sind!!!“

      Vielleicht ist das auch der Grund, wieso man Sie nicht ernst nimmt? Schon mal daran gedacht 😉

      Das einzige, wovon Sie mich überzeugen ist, dass sie scheinbar sehr selten im Tiergarten sind oder aber in einem anderen Paralleluniversum leben als ich.

      Meint,

      Stephan

      • @Stephan, na ja, wer sein moralisches Wertesystem daran orientiert, dass man schließlich das Fleisch mit Würde isst, aber der gewaltsame und unnötige Tod eines Tieres hierbei aus dem Wertesystem ausgeblendet wird, dem kann ich ohnehin nicht folgen. Echte Empathie für Tiere – wohl eher nur beim Hobbyfotografieren im Zoo, das Tier wird halt je nach Situation als Mittel zum Zweck degradiert!

        • @Tier- und Umweltfreund,
          Genau aus dem Grund – weil sie anderen vorschreiben wie sie zu denken haben – gehören sie in die Sparte der … (der gewählte Begriff verstößt gegen unsere Netiquette) und genau deswegen kann man Sie auch nicht ernst nehmen. Aber lassen wir das.

    • @Tier- und Umweltfreund,
      Ich möchte nur etwas zu Ihrem 1. Punkt sagen:
      Hörensagen – und somit irrelevant!

    • @Tier- und Umweltfreund, genauso ist es.Der Affe ißt seinen eigenen Kot und das Publikum kreischt und ist begeistert.So kann man billig Freude machen….aber nicht vergessen…pssst..alles Artenschutz, denn in Freiheit sterben ALLE.Übrigens werden in Afrika Löwen gezogen, damit Bekloppte Jäger aus aller Welt sie abschießen.Die Tiere sind träge und fast zahm.Über sowas sollte man mal aufklären.

    • @Tier- und Umweltfreund, also ob ein Gepard in der Wildniss 24 Stunden am Tag herumrennt einfach so weil er eben so schnell ist. Weißt du wie viel Energie Geparden benötigen, wenn sie rennen? Sie machen das nur wenn sie Nahrung benötigen und Jagen. Und selbst dann, wägen die Tiere genau ab, wie die CHancen stehen, das Tier zu erlegen. Und wenn die Tiere satt sind warum sollen sie dann noch groß herumrennen? Und der Platz bzw die Größe des Geheges der Geparden reicht bei weitem aus.

      • @Kevin, Genau.Diese Sprints gehören zum Geparden.Darauf sind Körperbau und Anlagen miteinander abgestimmt und das wäre artgerecht.Kann man also das Tier nicht dementsprechend halten.Gehört es nicht in den Zoo.Oder in den Pool ?Delfin, denn ein Pool ist kein Meer!

    • @Tier- und Umweltfreund, so wie ich das sehe, haben Sie keine Ahnung über Tier-Bedürfnisse. Jedes Tier bewegt sich in freier Wildbahn dann, wenn es etwas zu essen sucht. Warum sollte ein Adler seine gesamte Energie verbrauchen, um in der Voliere zu fliegen, wenn er keinen Grund dazu hat? Warum soll ein Gepard herum rennen, wenn seine Beute ihm aufgetischt wird. Seien Sie mal ehrlich; Würden es Ihnen denn nicht gefallen, wenn Sie eine schicke Wohnung und einen Garten hätten, in dem sie jeden Tag machen können, was sie wollen, und Menschen kommen jeden Tag zu ihnen, putzen das Haus, machen auch draussen sauber, und geben Ihnen ihr Essen? Natürlich dürfen wir Tieren nicht Menschen-Bedürfnisse geben, also stellen Sie sich noch etwas tierischer vor.
      Zoos sind nicht so böse, wie einige behaupten, ohne Zoos könnten schon einige Tierarten auf unserem Planeten fehlen, z.B. Przewalski-Pferde, die nur dank dem Zoo München und dem Zoo Prag überlebt haben.
      Ein Gepard rennt nicht rund um die Uhr in seinen Sprints. Wenn er kann, probiert er auch in freier Wildbahn so wenig wie möglich zu sprinten. Sein Körper ist zwar an einen Sprint abgestimmt, aber das hilft ihm nur bei der Beute-Jagd. Im Zoo muss er nicht jagen, dann muss er auch nicht sprinten. Das gleiche gilt für die Delfine. Jedes Tier bewegt sich nur da hin, wo er hin muss. Da die Delfine in Zoos nicht weit schwimmen müssen, brauchen sie auch nicht das „grosse weite Meer“.

      • @Zoopfleger, starker Tobak!!!
        1. Tiere haben durch die Evolution Eigenschaften und Veranlagungen, die sie zum Jagen, Fressen usw., also zum Überleben brauchen. Diese Veranlagung will genutzt und erhalten sein, sonst leidet ein Lebewesen. Auch wir Menschen leiden ja heute unter vielen Zivil.sationskrankheiten durch Bewegungsmangel. Ihr Bsp. mit der schicken Wohnnhg etc. geht also voll daneben, selbst Sie würden weiterhin in den Urlaub fahren und sonstige Ausflüge machen und nicht nur in der Wohnung nebst Garten bleiben!!
        Jeden Tag sterben naturbedingt, aber zum größtenteil menschenbedingt Tierarten aus. Die von uns Menschen „ausgewählten“ wenigen Tierarten können evtl. im Zoo erhalten werden, aber nicht um der Tiere willen,, sondern doch nur um uns Menchen willen. Auswildern geht ohnehin kaum. Ihre Kenntniss über Tiere begründen sich ausschließlich aus der Sicht und Rechttfertigung eines Zoopflegers, sind also nicht objektiv. Wer sägt schon an dem Ast, auf dem er sitzt??? Ich bin neutral, orientiere mich an der Natur und an guten Dokufilmen, in denen ich dass natürliche Verhalten der Tiere gut sehen kann. Im Tiergarten habe ich mal Vera und Flocke über lange Zeit gefilmt. Das Ergebniss: Sie liefen hin und her, hin und her … Man nennt so was Stereotypen!!!

        • @Tier- und Umweltfreund, das stimmt, aber nur, weil sie es in freier Wildbahn brauchen. Denken Sie, dass ein Kondor in freier Wildbahn freiwillig fliegt? Er schafft es nicht einmal ohne Hilfe des Windes. Dann kann er im Zoo glücklich sein, dass er sich das nicht antun muss. Auch der Gepard rennt nur zum jagen, auch das ist ein riesiger Kraftakt. Die Verlangung muss nicht genutzt werden, wenn es nicht nötig ist. Dem Menschen hat die Evolution ein grosses Gehirn gegeben, damit er besser jagen kann. Was ist passiert? Er zettelt Kriege an, er zerstört die Umwelt und rottet Tiere aus. Ausserdem erfindet er Sachen, die das eigentliche Ziel der Evolution für den Menschen nicht nutzt. Wir haben damit überlebt, und den Tieren wird das auch nichts ausmachen.
          Zu den Ferien, ich lebe seit 25 Jahren an einem Ort, mit Haus und Garten, und war in meinem ganzen leben nicht im Urlaub.
          Die Tiere im Zoo werden auf gar keinen Fall „wegen des Menschen willen“ gezüchtet. Durch den Zoo wurden Przewalski-Pferde, Mendesantilopen und Waldrappen gerettet und wieder ausgewildert. Wenn sich auch ein Zoo-besucher genug interessiert, kann er bei jedem Tier Dinge lernen, die sie noch nicht wussten, der Zoo gibt auch Bildung.
          Ausserdem bin ich sehr objektiv. Ich war früher auch ein Mensch, der gegen Zoos war. Ich war in Afrika (wo ich eine Elefanten-Schlachtung miterleben musste), in Circusen und in Zoos. Ich habe überall recherchiert, habe gesehen, wo es den Tieren am besten geht, und habe darum später eine Ausbildung zum Tierpfleger gemacht. Ich weiss, wie es den Tieren wo geht.
          Zu den Dokus, Sie wissen schon, dass die Tier-Filmer in diesen Gebieten Monate lang filmen, um die gewünschten Bilder zu bekommen. In Afrika habe ich ein Film-Team getroffen, die mir genau das sagten, was zu Vera und Flocke passte. Die Löwen sind immer hin und her gegangen, was aber eben actionlos ist, und das nicht in den Film kommt. Auch Tiere in freier Wildbahn machen dass, es ist also kein reines „Zoo-Problem“. Darf ich auch fragen, wie lange sie beim Gehege der Eisbären waren? Und wie oft? Stereotyp nennt man es, wenn das die Tiere Tag für Tag tun, den ganzen Tag über. Als ich da war, waren die Eisbären meistens im Wasser, am spielen und am toben. Manchmal auch am schlafen. Die meisten Raubtiere laufen dann hin und her, wenn das Futter erwartet wird. Das nennt man dann nicht Stereotyp.

  7. Kann mal jemand, der in der Nähe von Radolfzell wohnt, bei Morloks Wohnung (Adresse im Impressum von ProWal) vorbeigehen und gucken, ob er vor der eigenen Haustür auch schön seinen Müll weggeräumt hat? Ich bin in Sorge. Er könnte u- U. zu Schaden kommen :o)

    • @Rüdiger, Und das hat jetzt mit den Delfinen zu tun? Starkes Argument, ganz stark!;-)

  8. Die spinnen doch mittlerweile. Da gibt es weit verdreckte Orte und der Tiergarten gehört zu 100 % nicht dazu!!! Wir gehen mindestens 1 mal im Jahr in den Tiergarten und mir ist noch nie ein vermüllter Tiergarten aufgefallen. Nur hin und wieder ein paar kleine Haufen, die schnell aufgeräumt sind.

  9. Also ich möchte dazu sagen, dass Müll nicht nur im Tiergarten hinterlassen wird. da wird er jedenfalls weggeräumt. Gehen Sie mal durch die Strassen mit offenen Augen. Es ist teilweise eine Gefährdung für Kinder was da so alles rumliegt. Angefangen von Hundesch… Die man als Halter ja wohl problemlos entsorgen könnte wenn man denn wollte, aber sich bücken, ne Plastiktüte nehmen und die Hinterlassenschaft in den nächsten Mülleimer werfen is ja nicht, bis zu zerbrochenen Flaschen die irgendwer mal eben so stehen lässt und der nächste damit Fußball spielt bis sie zerbricht oder Kaugummi oder oder oder….. Es ist sehr einfach da zu monieren wo viele Leute zusammenkommen. Wo es Menschen gibt gibt es Müll. Würde jeder seinen Müll entsorgen wären unsere Städte sauberer und auch in der Lagune nach den Vorstellungen wäre der Einsatz von Putz- und Aufräumpersonal unnötig. Der Tiergarten Nürnberg sieht auf jeden Fall sauberer aus wie die Stadt Nürnberg, obwohl es wahrlich genug Abfallbehälter gibt!

  10. Dass die Müllhinterlassenschaften aus Tierschutzsicht nicht das Hauptproblem sind, dürfte jedem klar sein, wenngleich sich hier wie in den oben geschilderten Fällen die Oberflächlichkeit und Beliebigkeit heutiger Verhaltensweisen ganz klar zeigt.
    Ebenso sind hier – wie wäre es anders zu erwarten – Antworten zu lesen, die sich in Allgemeinplätzen verlieren und weniger durch konkrete, gute Argumentation glänzen (u.a. @Stephan Koch).

    Der in sich logische und ethische Widerspruch von „begeisterten“ Zoo-Besuchern sowie deren ungenremster Fleisch- und Fischkonsum scheint sicher ein irdisches Paradoxon, das auch in Paralleluniversen nicht zu lösen ist 😉

    Allen, die sich unvoreingenommen eher an Argumenten und weniger an Pauschalierungen orientieren wollen, sei der gut sortierte Fachbuchmarkt empfohlen. Besonders zwei Neuerscheinungen sind hierbei geradzu prädestiniert:
    1. „Persönlichkeitsrechte für Tiere“ von Dr. Karsten Brensing
    2. „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Prof. Melanie Joy

    Wer sich nicht nur für einen Zoobesuch Zeit nimmt, sondern seinen Horizont fach- wie sachlich erweitern möchte, sei diese Bücher wärmstens empfohlen. Danach wird man über sich und die Tiere – v.a. auch im Zoo – anders denken!
    Sicher, eine gute Portion Selbstkritik und -erkenntnis sowie die Bereitschaft zu Veränderungen in eigenen Denk- und Verhaltensweisen sind dazu schön notwendig …

    • @Tier- und Umweltfreund,
      Sie betreiben hier, wie übrigens sehr viele sogenannte Tierschützer, eine sehr polemische und auf Emotionalität der Rezipienten basierende Diskussion, die meiner Meinung einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhält.
      1.) Sie maßen sich an, zu wissen, das der „begeisterte Zoobesucher“ einen „ungebremsten Fleischkonsum“ hat. Sie kennen also die „Zoobesucher“ alle persönlich?
      2.) Werfen Sie den Nutzern hier vor, sich in „Allgemeinplätzen zu verlieren“ und sprechen doch selber davon, daß „die Oberflächlichkeit und Beliebigkeit heutiger Verhaltensweisen ganz klar zeigt“ (allgemeiner geht es kaum) noch dazu ich keinerlei Verbindung zwischen der Beliebigkeit von Menschen (was ist das?) und deren Verhalten im Umgang mit Müll herstellen kann. (Bitte um Literaturhinweise)
      3.)Sie kritisieren die Wildtierhaltung im Allgemeinen und im Speziellen in Zoos. Was hat das Erziehungsverhalten von Eltern („So, wie heute die Mehrheit der Eltern mit ihren Kindern in den Zoo gehen, kann man sicher nicht von einer vorbildlichen Erfüllung eines “Erziehungsauftrags” sprechen.“) mit dem (im Übrigen im Nürnberger Zoo hervorragend durchgeführten) Bildungsauftrag eines Zoo zu tun? (Bitte nennen Sie mir Studien, die dies ins Verhältnis setzen!)
      4.) Was verstehen Sie unter einem „armen Greifvogel“? Das ist eine in meinen Augen völlig unzulässige Übertragung unseres zivilisatorischen Ideals vom Leben. (Die arme Gazelle wird vom Bösen Löwen gerissen… oder die grausame Katze spielt mit der armen Maus) Unzulässig deshalb, weil eben Tiere NICHT die besseren Menschen sind. Es tut Tieren gut, ein Tier zu sein, Tiere haben in Ihrem verhalten ganz konkrete Triebfedern (die der Mensch auch hat) beim Menschen kommt nur noch ein Grad an Abstraktionsfähigkeit und Intelligenz hinzu, den es eben in diesem Umfang nicht beim Tier gibt. Sonst würden wir diese Diskussion hier wahrscheinlich nicht führen.
      Doch zurück zum „traurigen Geparden“: Ein Gepard ist (oder hat sich als Art) an seine Umwelt angepasst um dort zu überleben und (das Wichtigste!) zu reproduzieren. All seine Eigenschaften erlauben ihm genau das. (Ist der Begriff genetische Fitness ein Begriff für sie?) Seine Streifgebiete richten sich danach, wie sein Jagderfolg ist. Kann er täglich aufgrund hoher Beutedichte Wild schlagen schrumpft sein Aktionsradius immens, weil er das Bedürfnis „Nahrung“ gestillt hat. Er wird nicht aus „FUN“ oder zu „Wellnesszwecken“ oder zur „Selbstfindung“ mal eben noch ein paar Kilometer rennen… In artgerechter Tierhaltung in Zoos werden dem Tier im besten Fall genau diese Faktoren geboten. Noch dazu medizinische Versorgung, Wärme, Unterschlupf, kein Feinddruck, sicheres Revier usw.) Die führt in der klassischen Zoologie zu dem Phänomen, das es immer zwei Altersangaben für die Lebenserwartung gab /gibt: Eine in „menschlicher Obhut“ und eine in der „freien Wildbahn“. Die Lebenserwartung in Freier Wildbahn ist aus den oben genannten Gründen bei den gängigen Zootieren fast immer geringer als im Zoo.
      Und noch etwas: Durch das wachsende „Schlechte Gewissen“ der zivilisierten Menschheit ist man ja (zum Glück) weit ab von der Klassischen Zootierhaltung und ihren kleinen Gitterkäfigen gekommen. Mit dem Ergebnis, dass sich in den modernen Zoos mit naturnaher Gruppen Tierhaltung, mixed exhibits usw. die Lebenserwartungen der einzelnen Tiere vieler Arten wieder näher an die Ihrer wildlebenden Verwandten annähert.
      Abschließend möchte ich feststellen, daß das an und für sich noble Ansinnen des Tierschutzes, nämlich Tieren in unzumutbaren Haltungsbedingungen, schrecklichen Hygienischen Bedingungen oder mangelnder Sachkunde der Pfleger zu helfen, von den gegenwärtig agierenden Tierschützern und deren Vereinigungen mit fast schon faschistoider Starsinnigkeit und Demagogie in den Dreck gezogen wird. Tierschutz ist mittlerweile eine Gelddruckmaschine und sollte von jedem einzelnen KRITISCHST hinterfragt werden. Ich empfehle jedem die Webseiten http://www.petatotettiere.de/ und http://www.doggennetz.de. Nach sorgfältiger Lektüre wird Ihre Sicht auf den „Tierschutz“ nicht mehr die gleiche sein. Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen machen sondern denken Sie selber nach! Tiere haben Persönlichkeit, und Charakter. Sie berühren uns emotional. Aber das schließt in meinen Augen eine artgerechte und sachkundige Haltung in Zoos oder auch in Privathand nicht aus! Solange wir als „Menschheit“ im allgemeinen die Lebensräume zerstören, können Zoos, Universitäten und private Projekte durch ex situ und in situ Forschung, Schutz und auch Zucht das Aussterben dieser Arten noch verhindern. Und ja, auch Menschen die Fleisch essen, haben eine Berechtigung zu leben! Der Mensch ist evolutionär ein Allesfresser! Für die Entartungen einer zivilisatorischen Gesellschaft kann die Evolution nix, da ist jeder Einzelne selber gefragt.
      Mit tierfreundlichen und zoofreundlichen Grüßen,
      Ein Mensch

      Durch ein Versehen wurde dieser Kommentar erst heute veröffentlicht – ich bitte um Entschuldigung! uwo

    • @Tier- und Umweltfreund, die meisten Forschungs-Ergebnisse, aus denen Herr Brensing seine Forderung begründet, Tieren Persönlichkeitsrechte zuzugestehen, stammen übrigens aus Delfinarien …

      • @Susanne, jau, das wissen wir.Hat er kein Geheimnis daraus gemacht.Und jetzt kommt es : Ric O’Barry, der gegen das Delfinschlachten kämpft und gegen Delfinarien ist, war der Trainer der Flipper darstellenden Delfine.Und genauso hat er gemerkt und erforscht, wie es ihnen wirklich geht.

        • @Nadine Hommann, Ich kenne da eine andere Variante, die O’Barry selbst in einem seiner Bücher schreibt. Nachdem die Filmarbeiten zu Ende waren, hatte er keinen Job mehr und konnte somit auch seinen Porsche (den hatte er sich tatsächlich von seinem Honorar gekauft) nicht mehr finanzieren. Um die Delfine kümmerte sich niemand mehr, nachdem die letzte Filmklappe gefallen war. Erst als es einem Delfin – Kathy – ganz schlecht ging, kam O’Barry zurück und das Tier – das offenbar schon sehr geschwächt und vielleicht auch krank war – starb. Erforscht hat er weniger, wie es den Delfinen wirklich geht. Sonst hätte er nicht 10 Jahre lang gebraucht, dies zu erkennen. Wie gesagt, nach den 10 Jahren gab es keine Verdienstmöglichkeit mehr mit den Delfinen und erst dann kam plötzlich seine Erleuchtung …
          Dass Karsten Brensing mit all den wissenschaftlichen Ergebnissen aus Zoos (nicht nur aus Delfinarien)sein Erstlingswerk füllt, ist ja nicht weiters verwerflich. Mir stößt nur übel auf, dass er keine Gelegenheit auslässt, zynisch über die Delfin-Experten, die schon jahre- und in manchen Fällen sogar jahrzehntelang mit den Tieren zu tun haben, zu schreiben, als ob das die größten Laien wären. Er selbst schreibt dagegen von intelligenten Elstern und Affen, obwohl er in seinem Statement im Bundestag am 15. Mai Folgendes kundgetan hat (Zitat): „Ehrlich gesagt, habe ich kaum von etwas anderem Ahnung“ (als von Delfinen).

      • @Susanne:Irgendwie kennen sich alle mit Delfinen aus , aber wer hat den wirklich mit einem gesprochen? Ric O Barry hat sich immerhin nach Taiji bewegt und für ordentlich Rummel gesorgt.Wer kann das hier noch von sich behaupten?Wenn ich sehe das es aktuell noch Tiere gibt, die aus Wildfängen stammen, wird mir schlecht.Der Mensch sollte sich schämen, Natur zu spielen und sich daraus zu bedienen wie in einem Selbstbedienungsladen und dann noch ohne zu bezahlen.Und lassen Sie mich bitte mit diesem Schrott in Ruhe, vom happy Flipper im Delfinarium.Wäre ich auf Valium auch.lach

        • @Nadine Hommann, zum Glück kommen die deutschen Delfinarien seit über 20 Jahren ohne Wildfänge aus. Alle dort gehaltenen Wildfänge stammen noch aus der Gründungszeit der Delfinarien. Die meisten in Nürnberg und Duisburg gehaltenen Großen Tümmler sind bereits Nachzuchten. Einige davon sogar in zweiter Generation!!!
          Was soll das mit dem Valium? Plappern Sie da irgendeine reißerische Kampagne von Laien (was Delfine und Veterinärmedizin angeht) nach?

        • @Nadine Hommann, ich glaube wir wissen beide, von was wir sprechen.Glorifizieren Sie es weiter…es wird seinen Weg laufen und am Ende wird der Delfin siegen.Nur er allein weiß, wo er sich wohl fühlt und dort gehört er hin, denn dafür ist er gemacht.Viel Spaß noch!

        • @Nadine Hommann, Sie schreiben nur der Delfin weiß, wo er sich wohl fühlt. Sie hätten eher schreiben sollen „Nur ich weiß, wo sich der Delfin wohl fühlt.“ Denn das ist alleine Ihre Interpretation und Meinung. Meiner Meinung nach fühlen sich die Großen Tümmler in Nürnberg sehr wohl

  11. Oh ich esse gerne Pferdefleisch Hai Schwein Rind Pfau fast jede art von Fisch soll ich das alles nicht mehr essen weil ich an die Tiere denken soll ??? Und dann nur noch Salat essen ne ich esse doch meinen essen nicht sein essen weg .

    • @Andreas Kupsch, wo ist denn ein Hai Salat? Lol.Und seit wann essen Vegetarier denn nur Salat? Top Kommentar…weiter so, dann wird es nicht langweilig! 😀

  12. Also, ich finde es einfach nur eine Blamage, Delfine in einem Zoo zu halten oder dafür Geld zu bezahlen, den empfindlichen Tieren beim Clownspielen, zuzuschauen.Einfach mal in Ägypten gucken wie toll die Tiere sich frei bewegen und in der Familie leben und schon hat sich das Thema Delfinarium erledigt.Wo ist denn die tolle Pflege, wenn die Tiere sich nicht integrieren? Gibt es eine Art Gnadenbucht, wo die Tiere, wenn auch gefüttert ihre Rente geniessen können? Nein…sie werden weitergereicht ins nächste Delfinarium, denn die Tiere reisen natürlicherweise auch so gerne.Erst neulich hab ich eine Gruppe Großer Tümmler auf dem Flug nach Holland getroffen…haben sich glatt in der ersten Klasse breitgemacht.Im Zoosind sie gute Geldeinbringer, quasi die VIPs unter den Zootieren.Leider haben sie diesen Status aber nur in der Beliebtheit.Mit dem Müll das kann ich nicht beurteilen, aber da bestimmt 50% ihren Müll aus dem Auto werfen, denke ich, dass es woanders genauso ist, denn der Mensch ist definitiv nicht so intelligent wie der Delfin in dieser Sache, eigentlich ist da jedes Tier schlauer, weil keines den Lebensraum von sich selber zerstört und schon gar nicht den zukünftigen der Nachkommen.Gerade Kippen landen doch überall oder hat jeder einen tragbaren Aschenbecher dabei? In zehn Jahren ist das Delfinarium zu.So….!

    • @Nadine Hommann, In Ägypten sowie in anderen Whale-Watching-Ländern wird inzwischen schon zu sehr „geguckt“. Die Delfine dort sind zum Teil gestresst und beenden ihre eigentliche soziale Beschäftigung, wenn die Schnorchler ankommen und grabschen wollen. Etliche Tiere weisen Propeller-Verletzungen auf.
      Wir Menschen produzieren jede Menge Müll, da gebe ich Ihnen Recht. Doch auch Lärm ist Müll. Den machen die Boote, wenn sie den Delfinen hinterher jagen. Ich möchte außerdem nicht wissen, wie viel Müll bei WW-Ausflügen ins Meer geworfen wird …
      Eine Gnadenbucht braucht man für die Nürnberger Delfine nicht. Das ist auch nicht das Thema hier.

      • @Susanne, waren wir schon da? Also ich kenne es mit Distanz und nicht anfassen in einer überschaubaren Gruppe.Das es von anderen wahrscheinlich wieder übertrieben wird ist traurig.Auch das liebe Geld, wie im Zoo.Nur haben die Tiere eine Fluchtmöglichkeit.Das Thema Gnadenbucht ist für MICH sehr wohl ein Thema, weil die Tiere teilweise verschickt werden wie Zalando Pakete und es verdient haben, wenn ein Delfinarium schliesst, einen Altersruhesitz zu bekommen, wo sie nicht, den Kasper machend, in einem Pool herum hüpfen.Bei Geklatsche und Gekreische (remember Müll=Krach).Und wenn hier andere über ihre Fleischgelüste, als Thema, sprechen, dann kann ich das wohl auch dieses Thema anschneiden.Oder sind wir hier jetzt Admin?

        • @Nadine Hommann, ich war tatsächlich schon in Ägypten und auch an anderen Whale-Watching-Orten. In den letzten Jahren werden immer mehr Kritiken an den Anbietern laut. Außerdem weiß man durch Beobachtung inzwischen mehr über die Delfine, die sich durch allzu viele menschliche Besucher gestört zeigen. Auch wenn viele Laien das gar nicht wahrnehmen. Auch ortstreue Delfine bleiben in ihrem Revier, deshalb hinkt das Argument Fluchtmöglichkeit. Sie sind oft dauernd am Flüchten, was sehr viel Energie kostet.
          Für mich machen die Delfine in Nürnberg oder Duisburg nicht den Kasper. Sie mögen es meist sehr gerne, zu zeigen, was sie alles draufhaben. Und wenn sie mal nicht mitmachen wollen, ist das auch kein Problem. Kein Delfin wird gezwungen. In der modernen Delfinhaltung lässt man die Delfine sogar selbst „Kunststücke“ erfinden, die dann durch Belohnung verstärkt und in die Vorführung mit eingebaut werden. Einem Delfin ohne Beschäftigung blüht das ähnliche Schicksal wie Kathy (siehe oben) …

      • @Susanne, aha, also sollen die Delfine sich glücklich schätzen, dass sie im Delfinarium leben.Hahaha.Die freien Delfinschulen bestehen aus mehreren Generationen, was ja in den Delfinarien nicht so ganz klappt.Komisch.Trotz angeblich hoher Sterberate der Kälber in Freiheit, sind immer akzeptable Zahlen von Jungtieren vertreten.Was dafür sorgt, daß der Tümmler kein, vom Aussterben, bedrohtes Tier ist.Wenn dann der Zoo diese Tiere beschützt und in oberwichtigen Aufzuchtsprogrammen herumgurkt und Natur spielt, hätte ich den super Tip.Einfach lieber in Freiheit leben lassen, dann klappts auch in mehr als 2 Generationen.Aber ich vergaß…Tierbabys lassen sich so gut vermarkten, da wird immer gleich ordentlich die Werbetrommel gerührt, wenn was Kleines geboren wurde.

        • @Nadine Hommann, wir brauchen keine neuen Delfinarien mehr in Deutschland. Aber die beiden letzten sollen bleiben, da es den Delfinen dort recht gut geht. Leider geht die Tendenz weltweit in eine andere Richtung. Schwimmen-mit-Delfinen-Einrichtungen u.Ä. sprießen wie Pilze aus dem Boden … :o(
          Die Betreiber der deutschen Delfinarien lassen die Delfine schon lange in der Freiheit, da seit über 20 Jahren kein Wildfang mehr dazugekommen ist. Ich glaube, Ihren „Tipp“ geben Sie da an der falschen Stelle ab.
          Es leben übrigens schon Delfine in zweiter Generation im Duisburger Delfinarium.
          Tierbabys kommen überall gut an – auch in der Haustierhaltung …

      • @Susanne, ich weiß, daß die Delfine dort in 2.Generation leben.Warum gibt es noch keine 3.Generation?

        • @Nadine Hommann, ganz einfach, die Delfinhaltung ist noch gar nicht so alt in Deutschland. In den USA gibt es bereits Nachzuchten in der dritten Generation. Dort werden Delfine auch schon länger gehalten als in Deutschland.

      • @Susanne, ahaaaaaa…und die toten Babys der Nachzuchtversuche? Oder zählen sie nicht?Anke wurde 5 mal international transportiert und hatte 2 Totgeburten und das ist tierfreundlich? Sorry, aber soviel kann ich gar nicht essen, wie ich mich deswegen übergeben möchte.Was geht in so einem Tier vor, wenn man ursprünglich im Meer gelebt hat und dann hin und her zieht?

    • @Nadine Hommann, Delfine in freier Wildbahn leben eben anders als in Delfinarien. Wenn ich mir ihren letzten Kommentar durchlese, sage ich mal folgendes: 2 Totgeburten bei einem Delfin sind traurig, aber im letzten Jahr wurden mehr als 10.000 Delfine tot geboren, mehr als 50.000 Delfine wurden getötet, ob durch Fischfang, Krankheiten oder Müll im Meer. Ausserdem haben diese Tiere nie im Meer gelebt, sie sind schon in einem Delfinarium oder in einem Zoo geboren, das heisst, sie kennen das Meer nicht, also wissen sie nicht, was da ist. Diese Delfine kennen nur ihr Becken, was für sie ihr grosses Zuhause ist.

  13. Die Meeresakrobaten mal wieder.Warum wundert mich das nicht? Und natürlich mit dem beliebten Argument Spendengelder.Falls es noch nicht aufgefallen sein sollte:Bei vielen Themen spaltet sich die Nation! Was die einen befürworten, kritisieren andere stark.Sehr gut zu beobachten in der Politik.Spendengelder werden von Menschen gegeben, die von einer bestimmten Sache überzeugt sind und dieses finanziell unterstützen will.Natürlich findet diesen Weg ein anderer Mensch völlig unmöglich.So ist das bei uns Menschen.Wir sind alle verschieden und jeder macht mit seinem Geld, was er möchte (Schuldenabträge und Pflichtabgaben ausgenommen).

    • @Nadine Hommann, Wissen Sie eigentlich, ob Andreas Morlok die Plastik-Uniformen und Müll-Sammel-Utensilien, mit denen er sich medien-wirksam ablichten ließ und die übrigens auch wieder entsorgt werden müssen, von Spendengeldern finanziert hat? Und wer zahlt seinen Eintritt in den Tiergarten, den seine Anhänger doch ablehnen …

      • @Susanne, Fr. G. Melden sie sich doch einfach mal zu so einer Aktion an, dann wissen sie es. Eintritt zahlen sie bspw. sicher nicht im Tiergarten so engagiert sie immer wieder für den Tiergarten sind 😉 Ach und mit ihren wüsten Theorien über Menschen wie eben Ric O’Barry sollten sie sich zügeln. Sie verklagen doch auch gerne Leute, die sich sich ihnen gegenüber kritisch äußern und Rufmord ist kein Kavaliersdelikt …..

        Es soll ja schon mal ein Delfin an Müll erstickt sein und auf einigen Fotos sah man ja, dass größerer Dreck im Becken schwamm (dazu muss kein Tier an Land kommen)….und wenn die Putzkolone erst morgens kommt, hat der Müll ja ne ganze Weile Zeit um vom Wind ins Wasser geblasen zu werden.

  14. Ja und nun? Läuft das in anderen Organisationen anders? Ist doch gut angelegt.Gott sei Dank ist jeder Spender geschäftsfähig und kann das für sich selbst entscheiden.Die Nummer mit den Spenden ist jetzt aber auchsehr ausgelutscht.Wer spenden möchte, wird das weiterhin tun und wer sich darüber totlachen möchte, wird nicht davon abgehalten.Liebste Grüsse, Nadine Hommann

  15. liebe Delfin und Walschutzorganisation PROWAL. Mach eurem Namen doch mal alle Ehre und schützt diese Tiere. In der Delfin-Lagune sind die Tiere geschützt unter optimaler ärztlichen Versorgung. Und selbst wenn mal eine Kippe im Wasser liegen sollte (was ich bisher noch nie gesehen habe), schaut euch mal unsere Meere an !!!! Was da an Müll und Müll-partikeln in den Meeren schwimmt. http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article113267974/Plastikpartikel-koennen-Menschen-schaden.html

    da geht es den Delfinen in der Lagune in diesem Wasser 10.000 Mal besser. Außerdem fangt doch da mal an wo es den Tieren wirklich am meisten schadet, also bei solchen Delfinschlachtungen in Japan oder Dänemark. Da müsst ihr mal Anfangen zu schützen !!!!. Wenn wir Pech haben gibt es in 30 Jahren Delfine nur noch in Zoos. Dann können wir froh sein das wir vielleicht mit Hilfe der Zoos wieder eine Delfinpopulation in den Meeren aufbauen können.

    • @Kevin,Taiji ist ein guter Tip.Die Situation , vor Ort, ist dort sehr schwierig.Alle sind dabei…wo bist Du?

  16. Fangt erst einmal an die Delfinschlachtungen und Tötungen abzuschaffen bzw. zu verhindern. Oder die Safari-Jäger in Afrika in den Griff zu bekommen. Dann kann ja darüber nachgedacht werden ob Zoos nötig sind. Aber aktuell ist einfach so, es werden ja schon Tiere in Zoos getötet um an Elfenbein, Fell und andere Ressourcen zu kommen. Von daher sind ZOOs im Moment die EINZIGE Lösung zur Erhaltung unserer Tierwelt

    • @Kevin, sorry, aber so einen Blödsinn hab ich noch nie gelesen.Erstmal warum müssen wir die ganze Welt retten, wenn meine Einstellung ist, daß ein Delfinarium ein ungeeigneter Ort ist für artgerechte Haltung.Beim Thema Weltrettung und Tierrettung sollte jeder jawohl mal seine vier Buchstaben bewegen, denn schließlich ist es auch von jedem die Heimat.Das mit den Zoos erzähle mal den Leuten in den Tierreservaten und Aufzuchtstationen.Ich denke, die könnten etwas sauer werden! Lol

    • @Kevin, warum es keine Ende der blutige Delfintreibjagden in Taiji gibt ist eine ganz simple Rechnung in der Marktwirtschaft: die Nachfrage regelt das Angebot! Ergo: solange es genügend Menschen gibt, die in Delfinarien rammeln, solange wird es eine Lobby wie in Taiji geben. Im übrigen sind die toten Delfine suf dem Markt nur ca. 700 $ wert…für einen lebendigen Delfin ist der Betrag schon min. 5-stellig. Wieso, weshalb und warum erklärt ihnen der Film The Cove ganz genau.

        • @Rüdiger, keiner und muss es auch nicht – ist auch nicht relevant. Es ist teilweise nicht mehr nachvollziehbar über wieviel Ecken ein Delfin ins Delfinarium kommt. Fakt ist aber, dass dieses Prinzip der Marktwirtschaft sich eben auch daraif projizieren lässt. Wer weiß, denn schon ganz genau, wohin diese geldgierigen Japaner die Tiere verschiffen. Einige gingen nach Russland, viele in die Türkei und so wurden auch europäische Käufer fotografiert. Das in dt. Delfinarien auch Wildfänge leben ist ihnen aber hoffentlich klar?!

        • @Rüdiger, Schon mal gegoogelt wie die Wildfänge aus Florida gefangen wurden? Kann man stressfrei artgerecht einen Wildfang machen? Ist da Florida besser als Taiji gewesen, ausser das der Rest nicht geschlachtet wurde?

        • @Rüdiger, du hast natürlich Recht: In Deutschland gibt es keinen einzigen Delfin aus Taiji. Die Großen Tümmler in Nürnberg und Duisburg gehören zu den Atlantischen Tümmlern, die aus Taiji gehören zu den Pazifischen Tümmlern, die ganz anders aussehen (sie bekommen z.B. Flecken, wenn sie älter sind).

        • @Rüdiger, Und was macht den Unterschied des Wildfangs? Wurden diese mit Yoga und Entspannungsübungen aus dem Meer geklaut? Lach

        • @Susanne: Recht mit was? Das ihr immer so tut als wäre kein Wildfang in Deutschland? Es ist erstmal völlig egal aus welchem natürlichen Lebensraum der Delfin kommt. Es ging hier auch nicht entscheidend um die Äußerlichkeiten. Also manchmal frag ich mich echt…..

  17. Es ist bedauerlich und z.T. beschämend, wie hier diskutiert wird: unvollständig, aus dem Zusammenhang gerissen, fehlinterpretiert, auf weit entfernte Fehlentwicklungen verweisend usw. Sachdienlich und zielführend ist das sicher nicht. Schlimm wird es allerdings dann, wenn sich ein Hr. Stephan Koch in Ermangelung guter Argumente sich zu Aussagen wie „gehören sie in die Sparte der …“ (der gewählte Begriff verstößt gegen unsere Netiquette) versteigt.
    Dass die Blog-Verantwortlichen derartiges zulassen, zeigt auch, welche Qualität und welches Niveau man diesem Blog zuzubilligen gedenkt. Für mich ein Grund, hier keine Zeit mehr zu verschwenden.
    Obwohl ich kein Freund des Nbg. Tiergartens in seiner heutigen Form bin, bedauere ich es für ihn, teilweise ein solches Publikum zu haben!

    • @Tier- und Umweltfreund,
      es ist immer problematisch, in die Diskussion in einem Blog einzugreifen. Löscht man Kommentare, heißt es, man würde die Meinungsfreiheit einschränken. Außerdem kann ich leider nicht rund um die Uhr – viele der Kommentare hier werden ja nachts geschrieben – die Diskussion verfolgen. Ich bin bei der Nürnberger Zeitung vollzeit als Lokalredakteurin beschäftigt, muss mich also bei meiner täglichen Arbeit auch mit ganz anderen Themen als mit Tieren bzw. Tiergarten beschäftigen und schreibe für dieses Blog zusätzlich. Normalerweise greife ich dann ein, wenn es persönliche Angriffe auf einen Kommentar gibt.

  18. Immer die gleichen Stereotype von Rüdiger und Susanne – beides unbelehrbare Befürworter unnatürlicher und artfremder Tierhaltung, die sich selbst nur durch Betreiben diverser Zoo-Seiten selbst verwirklichen wollen und dafür gerne auch den Weg über Tierleichen gehen.

    • @Michael Kohlhaas,
      jetzt aber Vorsicht!
      Weder Susanne noch ich gehen den Weg über Tierleichen!
      Ich gebe Ihnen momentan noch die Chance, Ihre letzte falsche Behauptung richtigzustellen.

    • @Michael Kohlhaas, au wei.Du hast bestimmt gleich den Anwalt im Nacken.lol.

      • @Nadine Hommann, Oh, oh, oh, dieser Beitrag zeigt einmal mehr, dass Richtigstellungen einfach nicht gerne gesehen werden bei den Delfinariengegnern. Sie könnten ihr Weltbild erschüttern …

        • @Susanne, Da Sie Ihre Meinung über Herrn Ortmüller und Delfinariengegner ja auch überall niederschreiben, dürfen das andere sicherlich auch.Gott sei Dank haben wir in Deutschland freie Meinungsäußerung, die Sie mit Ihrer Delfinarium Deutschland Glorifizierung ja auch nutzen? Schönen Abend noch!

  19. @Steffen, Du sagst es „Lärm der Leute“also akustischer Müll, wie Susanne mir jetzt bestätigen wird! Artgerecht? Delfingerecht?

  20. Dann sage ich auch mal etwas dazu.

    Zum Müll: Als ich im Tiergarten war konnte ich keine Müll-Spuren entdecken. Und sogar bei meinem zweiten Besuch war alles wunderbar sauber. Darüber hinaus kann man eine Brezel am Boden der Tribünen (also nicht mal bei den Delfinen drinnen) nicht als Müll-Chaos bezeichnen.

    Zu den Delfin-Themas:
    Die „Show“ ist alles andere als Clownerie und Qual. Diese Tricks, die die Tiere lernen, machen sie freiwillig. Das ist ihre Art zu spielen. Die Trainer können somit die Tiere beschäftigen und auch dazu trainieren, falls man einen Gesundheits-Check gemacht werden muss. Die Zoos können den Besuchern durch die Show die Delfine näher bringen, und somit die Interesse steigern.

    Auch ein Thema ist die Psychologie des Delfines. Jemand behauptet, dass dieses Tier so schlau ist, dass es in kleinen Becken leidet.
    a) Hat das nichts mit der Intelligenz zu tun
    b) Die Delfine leiden auch gar nicht.
    Tieren werden oft Menschliche Fähigkeiten zugesprochen, aber das ist nicht so. Ein Tier kann nicht so was denken, wie:“ Hier ist es so klein, ich will ins Meer, es ist nicht mehr auszuhalten. Ich kriege jeden Tag was zu essen, ich bin gesund, habe keine Feinde, es ist so „schrecklich“. Sowas denkt nämlich der Mensch. Der Delfin denkt:“ Fisch, Familie, Zuhause, keine Feinde, schönes Leben“.

    Auch der Platzmangel ist grundsätzlich falsch. Diese Delfine sind in Delfinarien oder in Zoos geboren, somit ist das auch ihr Zuhause. Sie wissen nicht, dass es da draussen das grosse, gefährliche Meer gibt, also denken sie, ihr Becken ist das grösste überhaupt. Die waren Tierschützer, sollten sich nicht darum kümmern, die Delfinarien zu schliessen (In denen es den Tieren sehr gut geht), die sollten sich darum kümmern, dass Delfine in freier Wildbahn nicht in Fischfangnetze geraten, nicht abgeschlachtet werden, nicht mehr gejagt werden. Das ist Tierquälerei, nicht die Delfinarien.
    Seien Sie mal ehrlich, alle, die etwas gegen Delfinarien haben. Wären Sie denn nicht glücklich, wenn sie ein Haus mit einem schönen Aussenbereich hätten, sie jeden Tag gefüttert werden, jeden Tag beschäftigt werden, und auch noch nach ihnen sauber gemacht wird? Sie müssen nichts machen, und hätten 24 Stunden am Tag Freizeit, Sie könnten tun, was Sie wollen, ihr ganzes Leben lang. Genau, dass ist wirklich Quälerei. Schrecklich.

  21. @Zoopfleger/17.juni (weiter oben): Ihre Argumente in Ehren, aber sie entbehren zum großen Teil jeglicher Objektivität! Auf alles einzugehen fehlt mir hier die Zeit und diese Plattform ist dafür auch nicht der geeignete Ort. Abschließend sei nur auf 3 Punkte eingegangen: 1. Ein Greifvogel ist naturbedingt nicht dazu da, Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr für Jahr nur auf einem Ast zu sitzen und auf sein Fressen zu warten, sondern um zu fliegen! Dass er dies nur in der Wildnis zu tun braucht und im Zoo dies plötzlich irrelvant sein soll, ist völlig absurd! 2. Sie gehen wohl nie Einkaufen, treffen sich nie mit Bekannten und Freunden, unternehmen nie Ausflüge usw. usw. Ihre persönliche Schilderung stellt wohl schon einen extrem verengten Blick auf ihr Privatleben dar, kein Mensch würde freiwillig so leben wollen. Ähnlich bei den Tieren: Trotz Gefahren in der Wildnis (leider größtenteils durch Menschen) ist es für ein Wildtier allemal besser, in der Wildnis zu leben als an einem so künstlichen Ort wie den Zoo. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Manche Tiere im Zoo zu halten, ihre Art zu schützen oder Tieren wie aktuell den Störchen zu helfen, ist nicht verkehrt oder sogar notwendig. Aber wir haben zuviele Tiere – v.a. Wildtiere – in den Zoos, die da einfach nicht hineingehören (Eisbären, Affen, Tiger, Delfine, Greifvögel usw.). Auch Ihre traurigen Erfahrungen vor Ort in den natürlichen Habitaten der Tiere tragen dazu bei, dass Sie aufgrund einer menschl. Gefühlslogik den Zoo als Schutzzone und somit als gerechtfertigt sehen. Aber eben ein Trugschluss, denn auch verstecktes Leid wie Monotonie, unnatürliche soziale Zwangsvergesellschaftungen, immer wieder Transporte, i.d.R. zu enge Gehege oder Becken usw. sind als lebenslange Begleitumstände unzumutbar! 3. Stereotypen: Wir waren seinerzeit über 3 Stunden im Zoo und hatten Vera und Flocke beim Hin- und Herwandern angetroffen, gefilmt, haben andere Gehege zwischendurch besucht und immer wieder trafen wir sie während ihrer – wissenschaftlich übrigens nachgewiesenen – stereotypen Verhaltensweise an! Ich kenne einen promovierten Zoologen, der Tiergärten nicht nur durch die Sonnenbrille sieht. Er sagt ganz deutlich, wenn Zoos solche Stereotypen als falsche Behauptung hinstellen, lügen sie ganz klar und eine weitere sachdienliche Diskussion ist kaum mehr zu erwarten! Es gibt ein sehr beliebtes Greepeace-Magazin, das unabhängig – weil ohne Anzeigen – ist; die aktuelle Ausgabe 4/2013 widmet sich schwerpunktmäßig Tieren und gleich auf der Titelseite steht: Zoos ssind nicht mehr zeitgemäß!!! Im Heft werden dann – für den Fall, dass man glaubt, unbedingt einen Zoo besuchen zu müssen – zumindest noch 10 Tiergärten als empfehlenswert aufgelistet: Nürnberg gehört nicht dazu. Klar, nur eine schöne Landschaft und Tiere als Statisten ist eben zu wenig, von der neuen Delfinanlage ganz zu schweigen. Zu meinen o.g. Buchtipps deshalb das Magazin als weiterer heißer Tipp zum Lesen, Bilden und Horizonterweiterung! Als letzter Satz hier von mir ein Zitat von Max Planck: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“ – dem habe ich nichts hinzuzufügen!

    • @Tier- und Umweltfreund, @Tier- und Umweltfreund, 1: Ich habe nie gesagt, dass der Greifvogel im Zoo nur sitzt. In den meisten Zoos gibt es schon so grosse Volieren, dass der Vogel sich bewegen kann, wie er will. Aber er braucht im Zoo nicht so viel Platz wie in freier Wildbahn, also ist ihm auch die Voliere recht. 2. Im Zoo ist es längst nicht mehr so künstlich, wie früher. Die Anlagen in Zoos sind heutzutage schon sehr gut gemacht. Ihre Meinung, dass Eisbären, Affen, Tiger und Greifvögel nicht in den Zoo gehören, sage ich mal dass hier: Eisbären, in freier Wildbahn werden sie dank des Menschen bedroht, der Platz zum leben schrumpft. Im Zoo, wird er gehalten und auch gezüchtet, somit kann diese Art auch gerettet werden. Affen, Brazza-Meerkatzen wurden dank den Zoos wieder ausgewildert und gerettet, Drills waren mal in freier Wildbahn ausgestorben, dank den Zoos, gibt es die Tiere wieder in Freier Wildbahn. Tiger, Für Java-Tiger und Bali-Tiger ist es leider zu spät, aber 1995 gab es knapp 1500 Tiger in freier Wildbahn. Jetzt sind es mehr als 3000. Amur-Tiger werden sehr erfolgreich in Zoos gezüchtet. Auch ich habe Grenzen, meiner Meinung nach sind zum Beispiel Orcas in Zoos fehl am Platz, die sind einfach zu gross. 3. Natürlich kann es sein, dass sich Tiere so verhalten. Allerdings geht das nicht auf schlechte Haltung zurück. Auch die Tiere in freier Wildbahn machen sie das. Zu dem Zitat von Max Planck: Das glaube ich nicht. Zoos nur in Deutschland haben jährlich mehr als 20-30 Millionen Besucher, in Europa sind es mehr als 150 Millionen. Wenn man Peta nicht dazu rechnet, sind es viel weniger Zoo-Gegner. Also ist die Frage, welche Gegner werden aussterben, die Zoo-Freunde oder die Zoo-Gegner? Bei diesem Thema werden alle heranwachsenden Generationen noch genau so wie wir diskutieren. Um diese Diskussion jetzt mal im Frieden zu beenden, sage ich mal das: Jedem seine Meinung, einige sehen es so, einige so, fakt ist, es wird immer Zoo-Freunde und Zoo-Gegner geben, wie dieser Kampf zu ende geht, werden wir zwei nicht mehr erleben.

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