Die skurrilsten Arten

Immer wieder schreibe ich in diesem Blog über Tiere. die neu entdeckt werden. Die Universität von Arizona in Tempe veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den zehn skurrilsten Entdeckungen des vergangenen Jahres im Tier- und Pflanzenreich. Ein paar Beispiele davon möchte ich vorstellen – da es sich hier um ein Tier-Blog handelt, natürlich nur Tiere, keine Pflanzen.

Auf die aktuelle Liste hat es  u.a. das hier abgebildete Tier (Foto: MBARI/dpa) geschafft. Es handelt sich um einen fleischfressenden Schwamm mit dem schönen Namen Chondrocladia lyra, der in über drei Kilometern Tiefe vor der Küste von Kalifornien lebt. Den Wissenschaftlern haben es die harfenähnlichen Arme des Schwammes angetan. Auch ein nur sieben Millimeter großer Frosch wurde auf die Liste gesetzt: Paedophryne amanuensis ist das kleinste Wirbeltier der Welt und lebt im Regenwald von Papua-Neuguinea. Das Lesula-Äffchen, über das ich hier auch schon einen Beitrag veröffentlicht habe, taucht wegen seiner menschenähnlichen Augen auf der Liste auf. Die männlichen Vertreter zeichnen sich außerdem durch einen leuchtend blauen Streifen auf dem Allerwertesten und dem Geschlechtsteil aus.

Auf der von den Forschern erstellten „Hitliste“ findet man auch eine fluoreszierende Kakerlake (Lucihormetica luckae), die auf dem Vulkan Tungurahua in Ecuador vorkommt. Sie war zwar schon vor 70 Jahren entdeckt worden, wurde aber erst 2012 als neue Art beschrieben. So könnte es sein, dass das Insekt mittlerweile schon ausgestorben ist. Und noch ein letztes Beispiel, das auf der Liste steht: eine Florfliege. Dieses Insekt hatten Biologen auf der Internetseite des Fotodienstes Flickr entdeckt – und es machte sie stutzig. Auf Umwegen identifizierten sie es schließlich als neue Art, der sie den Namen Semachrysa jade gaben. „Jade“ deshalb, weil die Tochter des Fotografen so heißt.