Einfach goldig, diese Fliege!

Noch hat das neue Jahr gar nicht begonnen, da wurde schon das „Insekt des Jahres 2014“ gewählt. Den Titel haben renommierte Insektenexperten und Tierschützer vergeben – und zwar an die Goldschildfliege (Foto: Julius-Kühn-Institut). Wahrscheinlich weil Insekten nicht unbedingt als „sexy“ gelten und auch keine Kuscheltiere sind, halten sich manche Medien mit der Berichterstattung darüber zurück. Aber wozu gibt es schließlich mein Tier-Blog? Hier sind alle Tiere gleichberechtigt, und deshalb soll auch die Goldschildfliege nicht vernachlässigt werden, schließlich gehört sie zu den schillerndsten Figuren unter den Insekten.

Als „echten Prachtbrummer“ bezeichnen Insektenkundler das Tier, denn mit einem Zentimeter Körperlänge, mit über zwei Zentimetern Flügelspannweite, ihrem golden schimmernden Rücken, den orangenen Flügeln und den riesigen roten Augen ist sie nicht zu übersehen und trägt ihren Namen zu Recht. Allerdings: Die Weibchen sind bei weitem nicht so farbenprächtig wie die Männchen, wie so oft in der Natur.

Man weiß schon eine Menge über diese Tiere, aber noch längst nicht alles. Sie leben vor allem an sonnigen Waldrändern und ernähren sich hauptsächlich von Blütennektar. Ihre Eier legen sie in Wanzen hinein, die von den Larven nach und nach von innen her aufgefressen werden. Die Forscher tappen aber noch immer im Dunkeln, was die Themen Verpuppung und Überwinterung bei der Goldschildfliege angeht. Doch das finden sie bestimmt alles bald heraus. Wenn mehr über den Lebenszyklus der Fliege bekannt ist, werde ich es auch hier im Blog vermelden.