Die eigentlichen Erfinder der La-Ola-Welle

Sie gehören auch im Tiergarten Nürnberg zu den Lieblingen der Zoobesucher: Präriehunde. Die in Nordamerika beheimateten Nagetiere sind Verwandte der europäischen Murmeltiere. Ihr Gehege am Schmausenbuck befindet sich dort, wo früher einmal das Badebecken der Flusspferde war – direkt am gleichnamigen Haus.

Fußballfans in aller Welt kennen die sogenannte La-Ola-Welle. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wer sie erfunden hat. Wir Tierfreunde aber wissen schon lange: In Wahrheit waren es die Präriehunde. Wenn es ein Mitglied einer Kolonie plötzlich auf die Hinterbeine hochreißt, macht ihm das ein Tier nach dem anderen nach, so dass es wie die „Welle“ beim Fußball aussieht.  Kanadische Forscher sind nun der Frage nachgegangen, warum die Präriehunde das tun – schließlich sind sie doch gar keine Fußballfans.

Bisher mussten mehrere Erklärungen dafür herhalten: Die Tiere würden damit ihr Territorium markieren, es würde Entwarnung nach einer Gefahr bedeuten oder zeige einfach eine stärkere soziale Bindung einzelner Koloniemitglieder zu ihren Nachbarn. Wissenschaftler in Winnipeg haben diese Annahmen jetzt entkräftet. Sie haben genau beobachtet, was die Tiere tun, wenn sie so eine Welle ins Rollen gebracht haben. Dabei stellten die Biologen folgendes fest: Je mehr Artgenossen mitmachen und je länger die „Welle“ deshalb dauert, desto länger geht das Tier danach auf Futtersuche. Die Kolonie ist während dieser Zeit besonders wachsam, so dass sich das Einzeltier sicherer fühlen kann als sonst. Die Stdie wurde jetzt  im Fachjournal „Proceedings of the Royal Society B“ veröffentlicht.