Menschliche Größe

Das nenne ich menschliche Größe: Die Mutter eines Hai-Opfers in Australien will gegen die umstrittene Jagd auf  Haie durch die Behörden vor Gericht ziehen, um diesem Treiben ein Ende zu setzen. Sharon Burden heißt die Dame. Ihr 21-jähriger Sohn wurde vor drei Jahren bei einem Hai-Angriff getötet. Trotzdem stemmt sich die Mutter gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Sea Shepherd gegen die grausame Hatz auf die Raubfische an den Küsten Westaustraliens und erhebt Klage. Ich habe vor ein paar Wochen das Thema Hai-Jagd in Australien hier bereits ausführlich behandelt – nun hat es wieder an Aktualität gewonnen.

Nach der Debatte im Dezember sind die Australier vor vier Wochen wegen eines tödlichen Angriffs zur Tat geschritten und haben begonnen, Haie zu töten – obwohl dadurch ein Gesetz zum Schutz des Weißen Hais verletzt wird. Darauf wiesen die Tierschützer in letzter Zeit immer wieder hin – doch ohne Erfolg. Seit Beginn der Jagd wurden bereits Dutzende Raubfische getötet, allerdings keine Weißen Haie, deren Bestand stark bedroht ist. In ganz „Down Under“  haben Menschen in letzter Zeit gegen die Hai-Hatz protestiert.

Die Frau, die sich nun trotz ihres schweren Verlustes so couragiert für die Tiere einsetzt, begründet das so: Sie sei beunruhigt, jetzt ausgerechnet an dem Meeresabschnitt  mit Fangvorrichtungen konfrontiert zu werden, an dem damals ihr Sohn umkam. Sie fühlt sich außerdem verpflichtet, „alles in der Natur zu schützen“, sagte sie dem Onlineportal „WAtoday“.  Respekt vor dieser Haltung!

2 Kommentare in “Menschliche Größe

  1. Auch ich habe großen Respekt vor der tapferen Haltung von Sharon Burden.

    Etwas ganz anderes:
    Ein wenig macht es mich traurig, dass Sie heute nicht an den Internationalen Welteisbärtag gedacht haben. Diese prachtvollen Tiere sind in höchster Gefahr. Man muss nur daran denken, dass clevere Geschäftemacher den Inuit ihre Jagdlizenzen für Eisbären (wahrscheinlich billig) abkaufen und meistbietend an abartige Zweibeiner weiterverkaufen, denen noch ein toter Eisbär in ihrer Sammlung fehlt.
    Es ist zum heulen und nichts wird dagegen unternommen.

  2. @ heidi z.,
    tut mir leid – aber ich kann nicht alle Tierschutz-Daten berücksichtigen. Ich denke, dass ich sonst das Thema Eisbären nicht vernachlässige.

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