Ich bin dann mal in Bolsena!

Ich bin dann mal in Italien: In meiner Arbeit bei der „Nürnberger Zeitung“ lege ich für ein Jahr eine Pause ein und verbringe Frühjahr, Sommer und Herbst in Bolsena. Und so sieht meine Wahlheimat aus: die kleine Stadt Bolsena, 110 Kilometer nördlich von Rom am wunderschönen Lago di Bolsena gelegen. Der mittelalterliche Ort hat ungefähr 4000 Einwohner, eine Burg, mehrere Kirchen – und immerhin 60 Bars, Cafés und Restaurants. Das ist selbst für jemanden wie mich, der sonst in Fürth lebt und an die Vorzüge der dortigen legendären Kneipendichte gewöhnt ist, ziemlich beeindruckend!

Der Ort ist von sanften Hügeln umgeben, Olivenhaine und dichte Eichenwälder prägen das Landschaftsbild. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen, bevor es zu warm wird, viele Wanderungen in dieser Gegend unternehmen kann. Der See selbst ist fast um ein Drittel größer als der Chiemsee, nur wesentlich tiefer. Er ist vulkanischen Ursprungs und gilt als der sauberste Binnensee Europas. Deshalb schwimmen jede Menge Fische darin herum, die in den Restaurants auf die köstlichste Art und Weise zubereitet werden, zum Beispiel der „Coregone“.

Natürlich gibt es in diesem „Dreiländereck“  – Toskana, Umbrien und Latium treffen am Lago di Bolsena aufeinander – auch herrliche Weine wie Merlot, den weißen „Est! Est! Est!“ und den süßen Dessertwein „Aleatico di Gradoli“. Manche Einwohner von Bolsena, die ich bei meinen früheren Besuchen dort kennengelernt habe, stellen, obwohl sie keine Weinbauern sind, auch ihren eigenen Wein her, füllen ihn in Mineralwasserflaschen ab und verschließen sie dann mit Kronkorken. Ich habe schon das eine oder andere Glas „aqua rossa“ genießen dürfen.

So – genug geschwärmt für den Anfang! Jetzt muss ich mich erst mal in den nächsten Tagen in der gleich unterhalb der Burg gelegenen Ferienwohnung einrichten, die ich bis in den Herbst hinein gemietet habe. Ich hoffe, dass ich im Laufe der kommenden Monate am Leben der Einwohner von Bolsena teilhaben kann, weniger als Touristin, sondern als eine von ihnen, an ihrem Alltag und ihren Festen – und davon gibt es hier am See jede Menge, so viel kann ich schon mal verraten!

3 Kommentare in “Ich bin dann mal in Bolsena!

  1. Dann müssen sich die Greuther-Weiber jetzt also zu zweit „durchschlagen“. Aber ein halbes Jahr, das geht schnell vorbei. Bis dahin ist die Spielvereinigung wieder in der Bundesliga, steht in Fürth die „Neue Mitte“. Und es gibt bestimmt auch aus der Distanz von 1000 Kilometern einiges zum Thema Fußball zu bloggen. Stimmt’s?

  2. @ Kiki,
    stimmt! Und ich habe sogar schon das erste Thema im Auge. Aber jetzt drücke ich erst mal am Freitagabend der SpVgg gegen Dynamo Dresden die Daumen. Da muss doch ein Sieg drin sein!

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