Der Tiergarten: ein Besucher-Magnet

Die Löwen und Tiger im Raubtierhaus des  Nürnberger Tiergartens haben neue, „märchenhafte“ Mitbewohner, über die sich vor allem auch alle Ornithologen freuen dürften: Dort hält der Zoo neuerdings drei Elfenblauvögel-Paare, die auch unter dem Namen Türkissirenen bekannt sind. Diese Singvögel leben in freier Wildbahn in Südostasien und gehören zur Familie der Feenvögel. Ihren Namen tragen sie zurecht – wegen ihres Federkleids: Die Männchen haben ein glänzend schwarzes, teilweise leuchtend kobaltblaues Gefieder, die Weibchen sind türkisfarben und haben graue Flügel. Beide Geschlechter besitzen rote Augen und werden 21 bis 26 Zentimeter groß. In den dichten Tropenwäldern Südostasiens sind diese Vögel meist hoch in den Baumwipfeln in kleineren Gruppen unterwegs. Sie suchen dort nach Früchten, fressen aber auch Insekten und Spinnen. Die Weibchen bauen ihre Nester aus Zweigen, Moos und Wurzeln in den Astgabeln der Bäume; sie legen zwei bis vier Eier, die sie allein ausbrüten. Von den Männchen werden sie aber bei der Fütterung der Jungen unterstützt.

Die Elfenblauvögel hat der Tiergarten von einem holländischen Züchter übernommen. Sie mussten wie alle Vögel, die Zoologische Gärten von Privatpersonen übernehmen, erst einmal in Quarantäne – das heißt im Fall des Tiergartens: 30 Tage Gut Mittelbüg. Als nächstes wurden zwei Paare im Betriebshof einquartiert und ein Paar zur Eingewöhnung in der Voliere hinter der Kunstfelswand des Raubtierhauses. Die Vögel haben sich inzwischen akklimatisiert und haben auch kein Problem, die Glasscheiben zu erkennen. Für die Besucher sind die Elfenblauvögel nicht nur eine optische Bereicherung: Auch ihre Gesänge sind einen Abstecher ins Raubtierhaus wert.

Und noch etwas durchaus Erfreuliches gibt es aus dem Tiergarten zu vermelden: Im ersten Quartal dieses Jahres hat der Zoo einen Rekordbesuch verbucht. Allein im März waren es 96.350 Besucher (Vorjahr 50.372, Fünf-Jahres-Durchschnitt 55.653 Besucher), und das ganze erste Vierteljahr war mit 175.596 Besuchern das beste in der Geschichte des Tiergartens. Auch der schon im vergangenen Jahr florierende Verkauf von Dauerkarten hält weiter an: Heuer wurden bereits 2159 Dauerkarten verkauft (Vorjahr: 1450).

So viel zu den ewigen Zweiflern, die dem Tiergarten schon das Ende voraussagen und behaupten, die Einrichtung würde in der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert!

2 Kommentare in “Der Tiergarten: ein Besucher-Magnet

  1. Totgesagte leben länger…endlich wieder äußerst erfreuliche Nachrichten aus dem Tiergarten. Kritiker werden zwar sicher eine Manipulation vorwerfen, jedoch entspricht das auch nicht dem Bild, dass sich einem ergibt, wenn man am Wochenende im Tiergarten ist. OBWOHL es keinerlei „Knuffel“ Faktoren wie Babies gibt.

  2. Ich freu mich riesig. Zeigt sich doch, dass solche, die nur Google-Wissen vorweisen können und den „Gesunden Menschenverstand“ ausschalten oder gar nicht haben, auf Dauer die schlechteren Karten haben.

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