Veitshöchheim ist überall

Der Tiergarten Nürnberg bietet nicht nur seinen Zootieren – am Schmausenbuck werden rund 280 verschiedene Arten gehalten – ein Zuhause. Da es ein Landschaftszoo ist, der mitten im Reichswald liegt, leben natürlich auch viele heimische Tierarten dort, angefangen von Vögeln über Nagetiere bis hin zu Amphibien. Und natürlich jede Menge Insekten, die dort wegen der großen Pflanzenvielfalt beste Voraussetzungen vorfinden.

In den Souvenirläden des Tiergartens kann man eine Samenmischung kaufen, die sich „Veitshöchheimer Bienenweide“ nennt – eine besonders blütenreiche Mischung, die aus mehr als 40 ein- und mehrjährigen Wild- und Kulturarten besteht  – eine ideale Heimat für Schmetterlinge und Co.  Die verschiedenen Pflanzen blühen von April bis November, so dass man sich immer wieder an neuen Blüten freuen kann. Zusammengestellt wurde die Mischung von der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim. (Wahrscheinlich ist der Ort den meisten eher durch die „Fastnacht in Franken“ bekannt.) Die Samenmischung enthält zum Beispiel Buchweizen, Borretsch, Dill, Färberkamille, Fenchel, Wilde Malve, unterschieliche Kleesorten, Johanniskraut, Klatschmohn, Kornblumen, Margeriten, Luzerne, Schafgarbe, Wiesensalbei und Sonnenblumen, um nur die Bekanntesten zu nennen.

Ich habe vor meiner Abreise nach Italien, die mittlerweile schon drei Wochen zurückliegt, ein Tütchen mit der Mischung als Andenken an den Tiergarten geschenkt bekommen. Hier in Bolsena habe ich zum Glück eine Terrasse, auf der ich schon verschiedene Blumen angepflanzt habe. In einem Blumenkasten habe ich den Samen der Bienenweide ausgesät. Wir hatten in den letzten beiden Wochen hier allerdings wesentlich schlechteres Wetter als zu Hause in Mittelfranken, so dass es etwas gedauert hat, bis die Samen aufgegangen sind. Aber nun sieht man  schon die ersten Pflänzchen, und ich bin gespannt, ob daraus eine so bunte Wiese wird wie auf diesem Foto, das auf der Samentüte abgebildet ist. Eines weiß ich allerdings jetzt schon: Ein Känguru wird hier nicht im Kasten mit der Bienenweide herumspringen – schade eigentlich!