Papageien zu Ostern – warum nicht?

Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht aus dem Tierreich – passend zu Ostern, aber nicht abgedroschen wie Meldungen über Osterlämmer  und -hasen: In Schöneiche (Brandenburg) ist eine Nachzucht vom Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) gelungen. Die äußerst seltene, in der Wildnis als ausgestorben geltende, Papageienart war in Brasilien heimisch, bevor ihr natürlicher Lebensraum nach und nach zerstört wurde. Auch der Tierhandel ist mit verantwortlich für das Aussterben dieser Vögel in der Natur.

In Zuchtstationen lebten derzeit weltweit rund 90 Spix-Aras. Die brasilianische Regierung möchte diese Papageien nach und nach durch Wiederansiedlungsprojekte auswildern. Der Brandenburger Verein beteiligt sich am Zuchtprogramm dafür; in Schöneiche leben derzeit sieben erwachsene Spix-Aras. Die Vereinsmitglieder können auf einige erfolgreiche Nachzuchten in den vergangenen Jahren verweisen. Vor einigen Tagen sind dort wieder zwei Küken geschlüpft: ein Hahn und eine Henne, die auf die Namen Tiago und Carla getauft wurden. Der Verein zur Erhaltung bedrohter Papageien ist zurecht stolz auf diesen erneuten Erfolg. Die beiden Küken haben noch keine Federn und werden per Hand aufgezogen – mit einem eigens für sie zusammengemischten Brei, den sie alle zwei Stunden gefüttert bekommen. Damit sich die Papageienjungen gut entwickeln, steckt man sie noch den größten Teil des Tages in den Brutkasten.

Spix-Aras spielen übrigens auch in dem gerade angelaufenen Animationsfilm „Rio 2 – Dschungelfieber“ mit.