Herbe Niederlage für den Tierschutz!

Ich habe über das Thema schon mehrmals in meinem Blog geschrieben, zuletzt hier: über die umstrittene Haijagd vor der australischen Westküste. Proteste und Klagen von Tierschützern und Teilen der Bevölkerung gegen die Jagd haben offenbar nichts genützt. Das Fischereiministerium hat sich über all das hinweggesetzt und nun gemeldet, dass 172 Haie gefangen und 50 von ihnen getötet wurden. Außerdem hat man 90 Haie gekennzeichnet, bevor sie man sie wieder ins Meer zurückgelassen hat.

Die australische Regierung hatte im Januar nach mehreren tödlichen Hai-Angriffen auf Schwimmer und Surfer in den vergangenen Jahren beschlossen, bestimmte Arten von Haien – darunter Weiße Haie, Tiger- und Bullenhaie –  bzw. Haie, die größer sind als drei Meter, zu töten. An den acht beliebtesten Badestränden der Westküste wurden 60 Köderleinen ausgelegt und nun, nach drei Monaten, Ende April wieder eingeholt. Die Politiker verweisen stolz darauf, dass der größte Hai, der viereinhalb Meter lang ist, am Floreat Beach angebissen hat. Aus dem Fischereiministrium verlautet, es habe sich bei den Köderleinen um eine behutsam umgesetzte Maßnahme gehandelt. Nun würden sich Schwimmer, Surfer und Taucher an den Stränden von Perth und im Südwesten wieder sicher fühlen.

Ich glaube aber nicht, dass es da eine absolute Sicherheit geben kann. Die genannten Haiarten haben einfach ihren angestammten Lebensraum in diesen Küstengewässern. Sie müssen sterben, damit Menschen ihrem ungetrübten Freizeitvergnügen nachgehen können und damit die vielen Touristen, die an diese Strände drängen, nicht verschreckt werden. Wer aber in solchen Gegenden unbedingt seinen Sport ausüben will, muss meiner Meinung nach ein gewisses Risiko in Kauf nehmen. Profitgier und der Irrglaube des Menschen, uneingeschränkt über die Natur herrschen zu können, haben wieder einmal gesiegt – leider. Eine herbe Niederlage für den Tierschutz!