Gibbons: die Tierstars des Jahres 2015

Unglaublich, wie die Zeit dahinfliegt. Das neue Jahr ist schon wieder fünf Wochen alt. Für mich heißt das: Allerhöchste Eisenbahn, einen Beitrag zum „Gibbon-Jahr 2015“ zu schreiben, das die WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) ausgerufen hat. Bei Facebook bin ich auf einen interessanten Text über diese Affen gestoßen, verfasst von Andreas Jakesch, veröffentlicht in der Gruppe Die Besten Zoos der Welt:

Gibbons sind eine Familie der Primaten und beschreibt baumbewohnende Primaten, die in Südostasien leben. Gibbons sind die Schwestergruppe der Menschenaffen und werden daher auch als kleine Menschenaffen bezeichnet. Gibbons erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 90 cm und einem Gewicht von bis zu 13 kg. Der Siamang ist dabei die größte Art. Gibbons sind tagaktive Waldbewohner die streng territorial leben. Ihre Reviere können bis zu 50 ha groß sein. In den Revieren lebt jeweils ein Paar mit seinem Nachwuchs. Gibbons leben monogam. Ihre Hauptnahrung sind reifes Obst und andere pflanzliche Kost. Tierische Kost nehmen sie nur selten zu sich. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Indien, Myanmar, China über Indochina und Malaysia bis nach Java und Borneo. Ihr bevorzugter Lebensraum ist der Tropische Regenwald. Aufgrund von Bejagung und dem massiven Verlust ihres Lebensraumes, sind alle Arten vom Aussterben bedroht.

Gibbons werden in Vier Gattungen unterteilt.
# Symphalngus – einzige Art ist der Siamang
# Nomascus – Schopfgibbons – 7 Arten
# Hoolock – einzige Art ist der Weißbrauengibbon
# Hylobates – Kleine Gibbons – 7 Arten

In unseren Zoos (Deutschland, Österreich und die Schweiz):

Derzeit kann man in unseren Zoos acht Arten der Gibbons sehen. Mit 37 Haltungen ist der Weißhandgibbon die häufigste Art. Die weiteren Arten sind der Siamang (12 Haltungen), Nördlicher Weißwangengibbon (4), Kappengibbon (3), Borneogibbon (2), Südlicher Gelbwangengibbon (2), Silbergibbon (1), Carpenter-Weißhandgibbon (1), und der Schlankgibbon (1).

Für Fans von Tiergärten finde ich besonders den letzten Absatz sehr informativ und übersichtlich, denn Zoobesuche lassen sich damit gut planen. Doch so viel Spaß es auch machen mag, diese Tiere live und aus nächster Nähe zu sehen und vielleicht auch zu riechen, sollte man dabei eines nicht vergessen: Alle Gibbonarten gelten als in ihrem Bestand gefährdet oder bedroht. Auch deshalb will der Weltzooverband in diesem Jahr die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Affen lenken. Dabei kann man ihn nur unterstützen.