Der Zoo – nichts als ein Knast für Tiere?

Zwischenablage01Frank Albrecht, Vorsitzender von „EndZoo Deutschland“, hat auf Einladung des Vereins „Menschen für Tierrechte Nürnberg“ einen Vortrag gehalten: „Zoo – Luxuspension oder Knast?“ Der Verein EndZOO wurde 2012 gegründet und hat in Deutschland acht Mitglieder; sieben sind es in unserem Nachbarland bei „EndZOO Österreich“.

In seinem Vortrag im Nachbarschaftshaus Gostenhof warf Albrecht den herkömmlichen Medien vor, sie würden zu wenig über Zoos – für ihn nichts als „Unrechts-Institutionen“ – berichten. Das Internet tröstet Albrecht über den sonstigen Mangel an publizistischer Aufmerksamkeit allerdings hinweg. Denn im Netz lassen sich angebliche Missstände in Zoos und Tiergärten viel einfacher verbreiten – und das sogar unabhängig davon, ob sie der Wahrheit entsprechen oder nicht. Übrigens: Das Internet bezeichnet der Tierrechtler nicht als Medium, was mich denn doch irgendwie erstaunt. Was soll das Internet sonst sein?
EndZOO versteht sich selbst als Tierrechts-Organisation mit klar gesetztem Ziel: dem möglichst schnellen „Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften“. Das soll nicht durch Freilassen von Zootieren geschehen, wie dem Verein manchmal unterstellt wird. Die Mitglieder wollen vielmehr Zoos und Tiergärten abschaffen. Dahin möchte schrittweise kommen: Durch Zuchtstopp, Auswilderung von Tieren, bei denen das noch möglich ist, natürlichen Tod von Zootieren (die dann nicht mehr durch neue ersetzt werden), oder Einschläfern von kranken und altersschwachen Tieren, die so von ihren Leiden erlöst werden.
EndZOO will auch „die ständigen Unwahrheiten, Missstände oder Verstöße, die eine Gefangenschaft in Zoos, Wild-, Tier- oder Safariparks unweigerlich mit sich bringt, öffentlich machen“. Zootierhaltung könne nie art- oder tierschutzgerecht sein, eher müsse man von „tiergerechter Inhaftierung“ sprechen. Mit Zoodirektoren geht EndZOO besonders hart ins Gericht: Sie seien „nicht nur penetrante Ignoranten bestehender Tierrechte, sondern auch geschickte Vertuscher und Verklärer ihres eigenen Tun und Handelns“ und würden der Öffentlichkeit „unbeirrt eine andauernde Gehirnwäsche verpassen“.
Mit der „Inhaftierung und Zurschaustellung“ von Lebewesen habe man sich in Tiergärten „fünf Zoo-Märchen“ ausgedacht, die folgendermaßen heißen: „Naturschutz“, „Bildung“, „Tierschutz“, „Artgerechte Zoohaltung“ und „Artenschutz“. Diese Märchen will EndZOO durch die Gegenüberstellung mit der bitteren Realität entzaubern. Die Zeit der reinen Zurschaustellung von Tieren in Zoos sei, so behauptet EndZoo, längst nicht vorbei. Tierparks würden sich gern als „moderne Arche Noah“ präsentieren, doch das sei erstunken und erlogen. Selbst Gehege ohne Gitterstäbe, Zäune und Betongraben würden die Besucher nur über die Gefangenhaltung hinwegtäuschen.

Was halten Sie von diesem Verein? Sind Sie der Meinung, ein kleines Häuflein überengagierter Tierrechtler soll es in der Hand haben dürfen, Zoos und Tiergärten dichtzumachen? Der teils äußerst verquasten Argumentation der Vereinsmitglieder stehen schließlich Millionen von Zoobesuchern gegenüber, die sich am unmittelbaren Kontakt mit den Tieren erfreuen. Fernsehen, Internet und andere Medien können das nicht ersetzen. Und auch heute kann sich längst nicht jeder eine Reise dorthin leisten, wo die in Zoos gezeigten Tiere in freier Wildbahn leben – mal ganz abgesehen davon, ob das aus Umwelt- und Naturschutzgründen überhaupt wünschenswert wäre!

57 Kommentare in “Der Zoo – nichts als ein Knast für Tiere?

  1. Ich sehe das ähnlich wie Ute. Wenn die vielen Millionen Menschen, die jedes Jahr die Zoos besuchen, plötzlich alle ins natürliche Habitat der Tiere reisen würden, dann hätten wir bestimmt bald einen Natur-Kollaps zu beklagen (der ja auch jetzt schon in vielen Teilen der Erde zu beobachten ist).
    Ein Buch und eine Fernsehsendung können einen Zoo-Besuch nicht ersetzen, denn in einem Zoo werden alle Sinne angesprochen. Und am besten lernt und erfährt man etwas über seine Umwelt, wenn man sie sehend, hörend, riechend und betastend erkunden kann. Die Didaktik ist ja ein Auftrag der Zoos, der meiner Meinung nach immer besser erfüllt wird.
    Jeder Zoo-Besuch ist anders und bringt einen immer wieder zum Staunen, denn die Tiere verhalten sich nicht immer gleich. In einem Buch oder in einem Video, das man sich öfter anschaut, sieht man immer wieder die gleichen Bilder und Szenen. Das Tier wirkt quasi wie „eingefroren“ und der Betrachter erfährt nicht, dass das gleiche Tier z.B. ein ganz gegenteiliges Verhalten zeigen kann als im Buch oder im Video präsentiert wird.

  2. Werte „Susanne“, wenn aus ethischer und moralischer Sichtweise das für Zoo-Gefangenschaften gilt und gerechtfertigt sei, was sie da geschrieben haben, dann gilt auf jeden Fall auch Folgendes: „Ein Buch und eine Fernsehsendung können einen Besuch eines Welthungerlandes nicht ersetzen, denn nur in einem Elendsviertel eines Welthungerlandes werden alle Sinne angesprochen. Und am besten lernt und erfährt man etwas über den Welthunger, wenn man ihn sehend, hörend, riechend und betastend erkunden kann. Die Didaktik ist ja ein Auftrag der Werlthungerhilfe, der meiner Meinung nach immer besser erfüllt wird. Jeder Slumbesuch ist anders und bringt einen immer wieder zum Staunen, denn die Hungernden verhalten sich nicht immer gleich. In einem Buch oder in einem Video, das man sich öfter anschaut, sieht man immer wieder die gleichen Bilder und Szenen. Das hungernde und ausgemergelte Kind wirkt quasi wie “eingefroren” und der Betrachter erfährt nicht, dass das gleiche hungernde Kind z.B. ein ganz gegenteiliges Verhalten zeigen kann als im Buch oder im Video präsentiert wird.“ Also stellen wir doch ein paar ausgehungerte Kinder auf einem Markt aus, denn nur in real können sie uns emotional erreichen und dazu bewegen etwas gegen die Hungersnöte auf dieser Welt zu tun. Nur ein paar wenige ausgehungerte Kinder! Denn „wenn die vielen Millionen Menschen plötzlich alle in die Welthungerländer der Hungernden reisen würden, dann hätten wir bestimmt bald einen Kollaps zu beklagen. Übrigens, wo sehen sie in Zoo-Gefangenschaft ein Raubtier jagen, einen Elefanten wandern oder einen Pelikan fliegen? Ihre Ausrede hierzu wird ebenso merkwürdig ausfallen, wie ihre Ansicht von der Zurschaustellung von nicht-menschlichen Tieren. Sie hätten wirklich den Vortrag besuchen sollen.

  3. Frank Albrecht war schon immer gut darin Vergleiche zu Papier zu bringen, auch wenn sie nicht passen. Interessant finde ich das er auf einen Kommentar und nicht auf den Artikel eingeht.

    Diese Minivereine soll man nicht überbewerten, sie sind nur lästig. Das war es dann. Es sind halt Menschen, die ihre eigene Meinung zur Lebensaufgabe gemacht haben und aggressiv vertreten.. Sie haben damit evtl. auch die Möglichkeit gefunden ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

    Vielmehr stört mich, die totale Intransparenz des Vereins. Es wird so getan, ob diese „Organisation“ ein „Riesenverein“ wäre, dabei ist ENDZoo eine One-man-Show. Es gibt keine Angaben zu Mitgliederzahlen, Finanzen, Satzung auf der Homepage. Gerade ein Verein, der von der „Gegenseite“ Transparenz fordert sollte hier mit guten Beispiel voran gehen.

    Das diese „Internationale Organisation“ keinen Rückhalt in der Öffentlichkeit findet sieht man ja an der geringen Übernahme der Pressemeldungen in den Medien. ENDZoo muss ja mit Kommentaren zu Artikeln seine „Message“ verbreiten. Desweiteren kann man die mangelnde Akzeptanz an den geringen „Likes“ bei Facebook sehen, obwohl ich dies nicht überbewerten will.

    Wie schon gesagt lästi, sonst nix.

  4. Ich gehe da vollkommen mit Dir überein, und das kann man ja auch selbst feststellen: Fernsehsendungen und gut gemachtes Material im Internet konsumiert man eher…bei Büchern kann man sich dann noch, wenn man mit einen gewissen Eigeninteresse an das Material herangeht und sich noch tiefer reinarbeitet…

    Aber seien wir doch auch mal realistisch: Die Menschheit wird sich immer weiter ausbreiten und die Habitate, die mal existierten – besonders erschreckend bei den asiatischen Löwen zu sehen – schrumpfen auf ein Minimum zusammen und dann kommt auch noch Leichtsinn dazu wie die Tatsache, dass man auf Sumatra das Gehege für einen Tiger nicht komplett zusperrt…und man sich dann Tags drauf wundert, wieso man im Gehege dann nur noch eine Blutlache findet, anstatt das Tier…das dann den werten Schützen wohl um die 100US$ gebracht haben könnte.

    Nein: Meiner Meinung nach gibt es nichts, was ferner auseinanderliegt als der Vergleich Zoo und Gefängnis, da selbst in den schlechteren Anlagen in Deutschland – davon gibt es leider auch noch einige – immer noch Menschen arbeiten und diese immer noch ein Herz für ihre Tiere haben. Empathie ist in unserer heutigen Gesellschaft zwar kleingeredet, aber sie ist noch da und solange es empathische Menschen gibt, solange man durch den Tiergarten läuft und neben gestreßten Eltern vor allen faszinierte Erwachsene und vor allen Kinder sieht…hat der Zoo seinen Bildungsauftrag erfüllt. Denn nur die persönliche Erfahrung ist die, die sich ein ganzes Leben lang einbrennt.

  5. Herr Albrecht,

    in einem haben sie recht, wir würden alle vermutlich mehr für hungernde Menschen spenden und uns für Flüchtlinge einsetzen, wenn wir ihre Not hautnah in der Realität und nicht nur aus der Distanz oder mit Hilfe von Medien erleben würden. Ich habe schon mit Menschen gesprochen, die vor Ort in Flüchtlingslagern waren, und gespürt, wie betroffen sie von dem waren, was sie erlebt haben. Aber ihr Vergleich ist einfach geschmacklos. Das Leid von Menschen mit der Haltung von Tieren zu vergleichen, zeigt eine Menschenverachtung, die abstoßend ist. Mir ist klar, dass sie provozieren wollen und durch diese widerlichen Vergleiche für ihre Sicht der Dinge werben wollen. Doch alleine, dass sie glauben, solche Methoden anwenden zu müssen und zu dürfen, diskreditiert sie.

    Und so ganz nebenbei, besuchen sie mal Pairi Daiza oder den Zoo in Branfere, da können sie Pelikane fliegen sehen. U.a. im Safari Park Stutenbrock oder im Zoo et parc de Thoiry gibt es eine Beuteanlage für Geparde, die es möglich macht, die Tiere bei der Jagd zu erleben, das gleiche gibt es in für Luchse u. a. im Gaia Zoo und in großen Anlagen wie in Beauval für Elefanten oder im Whipsnade für Nashörner, kann man durchaus beobachten wie die Tiere im Laufe des Tages wandern. Sie sollten bei ihren Zoobesuchern mal ohne Scheuklappen die Tiere beobachten.

  6. Habe ich in meinem Vortrag das Internet als Teil der Medien verneint? Nein! Habe ich den Medien den Vorwurf gemacht, „zu wenig über Zoos zu berichten“? Nein! Will EndZOO „kranke und altersschwache Tiere“ einschläfern und „sie somit von ihren Leiden erlösen“? Nein! EndZOO will „Tod durch „aktive Sterbehilfe“ (weitestgehende Leidminderung) BEI unheilbarer Krankheit ODER erheblichen Altersleiden, die mit nicht mehr zu lindernden erheblichen Leiden und Schmerzen einhergehen! Würde das „kleine Häufchen“ EndZOO, wenn „sie es in der Hand hätten“, Zoos dicht machen? Nein! Denn EndZOO klärt auf, möchte die Menschen mit dem Mittel der Meinungsfreiheit über das Unrecht das Zoo-Gefangenschaften aufklären und freiwillig dazu bewegen u.a. den Erhalt Lebensräume statt einer verschwenderischen und ineffektiven Zoo-Gefangenschaft zu finanzieren. Und lagen Millionen BesucherInnen, die sich an den rassistischen Völkerschauen ala Hagenbecks „erfreuten“, aus heutiger Sicht richtig nur weil sie gegenüber einem „Häufchen“ Moralisten der damaligen in der Überzahl waren? Waren nicht auch Menschen- und FrauenrechtlerInnen einst in der Minderheit? Und doch! Medien können Zoo ersetzen. Denn sie zeigen das natürliche und reale Verhalten einer Tierart, welches man in Zoo-Gefangenschaft jedoch nur auf den Gegehegetafeln zu lesen bekommt. Und warum wird hier im Blog von einem zookritischen Vortrag berichtet, aber dessen Inhalt nicht in einem einzigen Punkt wiedergegeben? Weil dort die Missstände, Absurditäten, Märchen und Fakten der Zoo-Zurschaustellung detailliert genannt wurden? So der von mir genannte Missstand, dass junge Geparden aufgrund einer mangelhaften Ernährung 2012 im Tiergarten erheblich erkrankten? Natürlich, die „Millionen Zoobesucher“ sollen doch von einem Häuflein von „überengagierte Tierrechtler“ nicht erfahren, das die vermeintliche „sichere Zoo-Obhut“ erhebliche Kratzer auf dem ach so glänzenden Lack aufweist. Und kein einziger echter Tierrechtler hat jemals die Menschheit aufgefordert, die Zoos zu schließen um anschließend in Massen die Natur nieder zu trampeln. Solch eine ethisch und moralisch verwerfliche Argumentation kann nur von Menschen kommen, die die ethisch moralische Verwerflichkeit einer Zoo-Gefangenschaft nicht erkennen oder erkennen wollen. Übrigens auch ein Teil meines Zoo-Vortrages!

  7. Zu den ausreden.

    Elefanten wandern aufgrund dessen das sie viel Futter brauchen und in der Natur die Flächen einfach abgewendet haben wenn sie weiter ziehen. Im Zoo brauchen sie das nicht tun da sie ihr Futter vor Ort in ausreichenden Mengen bekommen.
    Das gleiche gilt für Pelikane.
    Die Jagt von Raubtieren ist notwendig zum fressen. Würde ein Löwen oder ein Tiger aber Frischtotes Tier kn der Natur vorfinden würde er ebensowenig jagen.
    Das hat was mit dem natürlichen Drang zu tun Energieverbrauch sparen.
    Dagegen sind Zootiere öfter verspielt …wenn ein Löwenrudel on der Natur eine Woche kein Fleisch bekommt ist da abgesehen von einem leichten Spieltrieb von Jungtieren Energiesparmodus auf hohem Niveau angesagt

    Das Beispiel der hungernden Kinder ist garnicht mal so falsch.
    Klar würde man viel besser die Zustände dort sehen wenn man einmal da ist und würde mit allen Sinnen begreifen was Slums eigentlich wirklich sind und bedeuten.
    Andererseits finde ich es wirklich lächerlich wenn kaum zwei Hand voll Leutchen seit gut 3 Jahren nichts anderes erreicht haben als ein genervtes seufzen wenn man doxh mal wieder von ihnen hört. Auch der Vergleich zu wildtieren im ursprünglichen Lebensraum zu hungernden Menschen ist ziemlich schwach denn sie bezeichnen die Wildtieren als hungernd und leidend (immerhin War das in Ihrem Vergleich ja die Assoziation mit den Wildtieren)…so gesehen heißt es auch das man den Wildtieren helfen muss und da man das vor Ort nicht ermöglichen kann ohne Millionen Menschen allein aus Deutschland dorthin zu schuppen…. soweit waren wir schon
    Allerdings hinkt der Vergleich. ..und zwar: laut ihrer Aussage sollte man hungernde Menschen auf den Markt ausstellen. Mit anderen Worten. Man nimmt die leidenden Wildtiere und packt sie in einen Zoo.

    Fällt ihnen da schon was auf? Ixh helfen Ihnen mal.

    Abgesehen davon, dass bereits seit etlichen Jahren in Deutschen Zoos so gut wie keine Wildfänge mehr neu dazu kommen (die Ausnahmen beziehen sich auf Verletzte und in der Natur langftistig nichtmehr überlebensfähige Induviduen)
    Sagt ihr Beispiel ja auch dass man die Tierhaltung auslaufen lassen sollte durch Zuchtstopp, Auswilderung und Einschläfern Alter und Kranker.

    Ziehen wir da mal den Vergleich zu ihren Hungernden
    Zuchtstopp. Vierbieten wir also allen Menschen Kinderzimmer zeugen. Nur blöd das in solchen Ländern Kinder ihre Eltern im Alter mitversorgen müssen. Das würde also das Unmittelbare Todesurteil für alte Menschen ….klingt erstrebenswert *Ironie aus*

    Auswilderung: die auf dem Markt ausgestellten Menschen sind kein schöner Anblick und sollen wieder zurück dahin wo sie eigentlich herkommen. Also zurück ins Armenviertel..ja damit hat man sicher was erreicht.
    Um es auf den Zoo zu übertragen: nehmen wir zoo geborene oder Wildfänge und packen sie in ihren angestammten Lebensraum. Klingt gut. Nur blöd dass der Lebensraum von vielen Tieren immer mehr zerstört wird. Die wenigstens Arten können nachhaltig erhalten werden (damit meine ich ausschließlich die Wildbestände) da Wälder zu Plantagen umgegärtnert werden oder Steppen trockener Werden weil man Flüsse staut oder direkt umleiten. Bevor ich es als Tierschützer verantworten könnte irgendein Tier auszuwiödern würde ich dafür sorgen dass es dort auch leben und Überleben kann ohne in einigen Wochen erschossen erschlagen oder andererweitig umgebracht zu werden. Sie wollen Ihren hungernden vom Markt doxh sicher auch in ein schönes Zuhause schicken. Sonst hätten sie ja garnichts erreicht (…is ja auch immernoch so)

    Einschläfern
    Das klingt doch toll. Die alten Menschen die dank dem Zuchtstopp ja keine Kinder mehr haben können jetzt einfach ohne zu fragen eingeschläfert werden um ihrem ach so großen Leiden ein Ende zu machen.
    Jetzt is da mein Problem.
    Sie bezeichnen sich und ihre 6 gefährden als TIERRECHTLER
    Was also gibt ihnen das Recht zu entscheiden welches Tier so alt ist das es leidet??
    Tiere werden aus Krankheitsgründen eingeschläfert wenn es keine Aussicht auf erfolgt gibt um das leiden zu verkürzen. Das macht man bei jeder Katze von Oma Edeltraud beim Tierarzt.
    Doch wann ist ein Tier zu alt ? Wann hört leben auf und fängt leiden an? Bei Elefanten mit 40…50..oder gar 60? Oder ist ein Löwe mit 15 alt? Oder doch erst bei 20?
    Beenden die das Leben ihrer Beispielshungernden mit 60? Mit 80? Oder dürfen sie nicht doch 100 Jahre alt werden? Und leidet ein 70jähriger weil er Diabetis hat? Oder erst bei Rheuma und Arthritis??

    Mein Fazit.
    ihr Kommentar spiegelt wieder was ich bisher auch über diesen Verein gedacht habe.
    Fragwürdige Argumente auf Reaktionen die euch nicht passen und die, Wie ich hier wohl aufzeigen konnte, Nichtmal sonderlich gut gewählt sind und nur radikal und dramatisierend wirken sollen.
    „Viel Wirbel um Nichts“ – diese Redewendung passt ganz gut.
    Bisher War nämlich außer Vorträgen und Reden kein Einziger sinnvoller Ansatz dabei wie man Tierarten nachhaltig erhalten könnte ohne sie in einem Zoo zu zeigen.
    Bitte machen Sie sich erst wieder wichtig wenn es ihnen gelungen ist Regenwälder vor der Rodung zu bewahren oder wenn sie einen Weg gefunden haben wie Pole nichtmehr unterm Arsch von Eisbär Pinguin Robbe und co wegschmelzen

    Schönen Tag noch

  8. …….Solch eine ethisch und moralisch verwerfliche Argumentation kann nur von Menschen kommen, die die ethisch moralische Verwerflichkeit einer Zoo-Gefangenschaft nicht erkennen oder erkennen wollen. ……..

    Herr Albrecht, wer bestimmt denn die ethischen und moralischen Werte??? Doch wohl keine Einzelperson, sondern die einzelne Gesellschaft für ihren Bereich. Diese Werte sind in Deutschland wahrscheinlich auch anders wie in China.

    Das was Sie betreiben ist missionieren. Das ist viel mehr wie informieren.

  9. Endzoo „international“ die traurigste Organisation seitdem es radikale Tierrechts-Organisationen gibt!

    international beschränkt sich übrigens auch nur auf Deutschland und Österreich.. Da kann man meiner Meinung nach nicht von international sprechen!

    Diese One-Men Show wird von Tag zu Tag jämmerlicher, die lächerlich geringe Medienpresenz in der Öffentlichkeit ist fast bemitleidenswert!

    Nicht vorhandene Fachkenntnis zeichnet EndZOO und Albrecht aus, keine Ausbildung, Studium oder sonstige Fachkenntnis in den Bereichen Biologie, Zoologie, Tiergartenbiologie, Wildtierhaltung und Pflege, Natur und Artenschutz sind Beleg genug um zu beurteilen ,dass dieser Mensch leider überhaupt keine Ahnung vom Thema Zoo hat!

    Vielleicht sollte Herr Albrecht wieder als Fenstermonteure arbeiten?! „Schuster bleib bei deinen Leisten“

    Die tägliche Arbeit in zoologischen Gärten ist eine für die Gesellschaft wichtige Bildung, danke an alle Menschen die sich durch die Arbeit im Zoo für Tiere Einsetzen und Tausende Menschen täglich sensibilisieren.
    Denn nur wer Tiere kennt, liebtbznd erlebt hat, wird sich auch für deren Schutz einsetzen!

  10. Menschenschauen sind aus heutiger Sicht in dieser Form bestimmt verwerflich, aus damaliger Sicht durchaus normal.

    Menschenrechte erkämpfen, Frauenwahlrecht erkämpfen ist gut, sehr gut sogar. Aber dies haben die Menschen für sich getan und es waren Menschen, keine Tiere. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Sollte man das nicht erkennen, dann sollte man sich im Spiegel betrachten und ein Foto eines Gorillas nehmen und vergleichen.. Dann sieht man den Unterschied, trotz 99% Übereinstimmung. Ein Mensch bleibt ein Mensch

    Natürlich sollen auch Tierrechtler informieren. Das stehe ich auch jedem Fundamentalisten zu. Das dürfen auch Islamisten, Nationalisten. Das ist freie Meinungsäußerung, auch wenn manchmal schwer zu ertragen ist. Fundamentalisten kennen nur schwarz-weiß Denken, keine Grautöne.

    Zurück zur Ausgangsfrage: Was halten Sie von diesem Verein?

    Nichts!!! Ein Verein, der so radikale Meinungen vertritt und nicht die Ansprüche einhält, die er von anderen fordert ist nicht diskutabel. ENDZoo fordert die Offenlegung aller möglichen Unterlagen der Zoo, verweigert aber selbst Transparenz zu zeigen. EndZoo sagt aber auch nicht, dass gerade Frank Albrecht sehr zu der Verweigerungshaltung der Zoos beigetragen hat, indem er selber die Ergebnisse dieser Unterlagen (die es früher öffentlich gab) benutzte um mit falschen Interpretationen diese Zoos zu schaden.

    Gute Beispiele sind in heutiger Zeit der WDSF und PETA. Es wurde Akteneinsicht in Nürnberg eingeklagt und jede noch so kleine „Unregelmäßigkeit“, aus Sicht von Laien oder aus dem Zusammenhang gerissen, in der Öffentlichkeit vermarktet. PETA hat, unter falschen Grundlagen, eine Presseauskunft erreicht und vermarktete diese ebenfalls in der Öffentlichkeit.

    Dies ist unlauteres Gebaren und das lehne ich ab.

  11. Mit wem sollte denn diese Diskussion statt finden ??FA etwa?? Da fahr ich lieber in den Zoo und lausche den Erklärungen der Besucher-das ist dann wenigstens immer wieder wirklich lustig

  12. Stimmt Marga. Frank Albrecht ist nicht nur diskussionsunfähig, sondern auch noch beratungsresisdent.

  13. Vielleicht sollte sich Herr Albrecht mal über folgenden philosophischen Ansatz nachdenken. Wir kommen „dank“ unseres Wachstumshungers und der damit einhergehenden Umweltzerstörung bald an einem Punkt an dem Wir (die Menschheit) entscheiden müssen welche Arten wir erhalten wollen und können und welche wir aussterben lassen müssen. Wollen wir alle Arten außer den „Nutztieren“ aussterben lassen. Dann sollten wir die Zoos abschaffen. Wenn nicht möchte ich Herr Albrecht bitten zurückzutreten und sich um den Umweltschutz vor Ort kümmern. Aber ich behaupte mal damit kann er nicht genug Spenden generieren. Ich für meinen Teil möchte meinen Enkel nicht erklären warum wir so viele Arten haben aussterben lassen.

  14. Wieder einmal geht es den Damen und Herren hier um ihren geliebten Zoo!

    Jeder möchte seine Bedürfnisse befriedigen. Manche möchten sich journalistisch hervortun. Andere möchten Anerkennung dafür, was sie für tolle Fotos machen. Mit teuren Fotoausrüstungen geht der Zoobesucher auf die Pirsch. Kommt nach Hause und stellt seine Fotos online und hofft auf eine Resonanz. Die Hobbyfotografen unterhalten sich auch kaum noch über die Tiere, vielmehr geht es um die Einstellungen der Kameras oder zur Schaustellung ihrer teuren Fotoausrüstung und wie gut man dies in Griff hätte.

    Ich war bis vor wenigen Monaten genauso!
    Noch heute zieren Fotos von mir die Homepage des Tiergarten Nürnbergs und ich habe mich über EndZoo lustig gemacht.

    Aber bedingt dadurch, dass ich mich mit den Tieren in den Zoos emotional verbunden fühle, machte ich eine Wandlung durch. So begann mich in den Zoos über deren Sichtweise zu informieren.
    Dabei habe ich erfahren, wie verlogen diese Zoowelt ist.

    Sie bedien(t)en sich Jahre lang mit Tieren aus der Natur. Wie Wildtiere mussten ihr Leben lassen bei den Transporten? Viel zu viele Tiere starben viel zu früh hinter viel zu engen Käfigen?
    Jeder, der Tiere aus einem Zoo auswildert wird beschimpft und muss teils sogar um sein Leben fürchten. Geschweige denn die vielen Tierschützer, die ihr Leben schon lassen mussten. Darüber erfährt man nichts in den Zoos. Dennoch bezeichnen sich Zoos als Artenschützer?

    Man vermittelt den Zoobesuchern auch keine Bildung.
    Bei meinen Zoobesuchen erklärten mir ausgerechnet Kinder die Zoowelt. Sie fragen uns Erwachsene, warum ein Gorilla so traurig aussieht oder warum ein Tier vor Sorge oder Verlust seines langjährigen Gefährten jämmerlich schreit.

    … und die Tiere?
    Sie sitzen vollgepumpt mit Medikamenten apathisch hinter Glas oder Gitterstäben und schauen einen mit traurigen Augen an.
    Ich soll Begeisterung für die Institution Zoo zeigen?
    Delfine fressen keine toten Fische in den Meeren.
    Primaten werden mit zunehmenden Alter depressiv in der Natur und starren vor sich hin.
    Raubtiere werden in der Natur auch nicht mit Zirkusmethoden ihrer Persönlichkeit beraubt.

    Zoos vermitteln bei vielen Privatleuten den Wunsch auch ein Wildtier im heimischen Wohnzimmer oder Garten zu halten. Der Handel mit Wildtieren floriert nicht mehr ausschließlich und noch immer für und in den Zoos, sondern beim Nachbarn nebenan.

    Kein Zoobesuch vergeht, ohne dass ich Tiere leiden sehe. Bei dem Vortrag von Frank Albrecht bin ich am Freitag aus diesem Grund auch emotional geworden. Vielleicht erhoffte ich mir, dass Herr Albrecht anhand dieses Leides noch heftiger gegen die Zoos angehen würde. Aber nichts dergleichen passierte. Ich wurde sogar zurück gepfiffen von ihm.
    Mit diesen Methoden argumentiere EndZoo nicht. Sachlich und ruhig erklärte er mir die Sicht seiner Dinge.

    Vor allem habe ich aber Eines in den letzten Monaten gelernt. Meine ehemaligen Zoobekannten und Mitarbeiter des Tiergarten Nürnberg haben mich angelogen. Sie legen Herrn Albrecht und EndZoo Worte und Taten zur Last, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind und nicht der Wahrheit entsprechen.

    Aber so sind sie eben, jeder der die Institution Zoo in Frage stellt, wird gnadenlos ins Abseits manövriert. Das ist eben der Preis, den ein „Tierrechtler“ für sein Engagement zahlen muss.

  15. So wie die Autorin dieses Artikels äußern sich hier lauter Menschen, die den Vortrag ganz offenkundig nicht miterlebt haben, sondern vor allem ihre vorgefertigten Negativ-Urteile reproduzieren. Diffamierungen wie die von Zoofreund, Tierrechtler auf eine Stufe mit Islamisten, also potentiellen Gewalttätern, zu stellen und Fehlinformationen – zu WDSF und PETA – inbegriffen.

    Einstellungen, wie sie hier geäußert werden, machen eine Diskussion über die Institution Zoo zwar schwierig, können sie aber nicht verhindern.

    „Bitte machen Sie sich erst wieder wichtig wenn es ihnen gelungen ist Regenwälder vor der Rodung zu bewahren oder wenn sie einen Weg gefunden haben wie Pole nichtmehr unterm Arsch von Eisbär Pinguin Robbe und co wegschmelzen “
    Seltsam, dass Sie die Bewältigung einer solchen globalen Mammutaufgabe gerade von denjenigen erwarten, denen Sie eigentlich nichts zutrauen. Und zugleich bezeichnend für die Selbstgefälligkeit, mit der bisher mit Kritik umgegangen wird. Ich bezweifle allerdings, dass diese Wagenburg-Mentalität zukunftsträchtig ist.

    Michael: Vermutlich ist Ihnen nicht bekannt zu sein, dass die Zoos bisher sehr wenige Arten vor dem Aussterben gerettet haben sowie nur wenige wirklich bedrohte Arten halten und wie gering der Anteil des Spendenaufkommens ist, das Zoos für den Schutz wildlebender Arten ausgeben. Ich für meinen Teil möchte nachfolgenden Generationen nicht erklären müssen, dass viele Arten nur noch im Zoo zu besichtigen sind, weil wir nicht bereit waren, in den Schutz der Natur zu investieren, sondern uns lieber teure zoologische Einrichtungen geleistet haben, die mehrheitlich als Freizeitspaß angesehen werden.

  16. Ich hoffe doch, Frau Meyer, dass sie nicht mehr in den Zoo gehen. Dies wäre eigentlich für Ihre Psyche unverantwortlich.

    Wahrscheinlich haben tausende Tiere in der Vergangenheit ihr Leben für Zoos gelassen. Wann war das? Vor langer Zeit. Heute ist das die Ausnahme. Es starben auch viele Tiere zu früh in den Zoos. Wann war das? Vor langer Zeit. Heute haben die Zoo, durch Forschung in den Zoos, gelernt und lernen weiter. Vielleicht lernen die Zoos auch weitere Tierarten auszuwilden. Nie, wie Tierrechtler sagen,das sollte man nie sagen. Man muss es lernen und dann versuchen.

    Was soll der Quatsch mit den Tierschützern die ihr Leben lassen mussten, weil sie Tiere ausgewildert haben sollen? Das erschließt mich nicht. Da wäre ich für ein paar Beispiele dankbar, wenn möglich Tierschützer aus Deutschland.

    Wo sitzen denn die Tiere vollgepumpt mit Medikamenten hinter Glas? Was heißt denn vollgepumpt? Ab welcher Menge fängt die an? Sollen Tiere keine Medikamente bekommen. In diesem Punkt hat Colin Goldner bei Ihnen ins schwarze getroffen. Leider hat er von Tiermedizin keine Ahnung und das WDSF erst Recht nicht. Natürlich fressen Delfine im Meer keinen toten Fisch. Warum auch? Mir wäre es auch lieber wenn die Delfinarien lebenden Fisch bei den Delfinen füttern würde. Das wäre natürlicher. Das trifft auch für Löwen und sonstige Raubtiere zu. Das wäre artgerecht. Leider spielen da die Tierschützer, die Tierrechtler und die Bevölkerung nicht mit. Aus diesem Grund ist Lebendfütterung in Deutschland verboten. Die Tierschützer verhindert so das artgerechte Leben der Tiere.

    Die vermittelt den Zoobesuchern auch keine Bildung? Ich dachte Sie wären jahrelang im Zoo gewesen? Keine Schilder gelesen. Nie mit einem Tierpfleger gesprochen? Nie an einer Führung teilgenommen? Nie etwas gelernt? Ja, da scheint der Zoo bei Ihnen seinen Auftrag nicht erfüllt zu haben. Ich hoffe doch ein bedauernswerter Einzelfall. In England gab es eine Studie in der steht, dass 38% der Jugendlichen, die einen Zoo besuchten für das Thema Tier, Artenschutz und Umweltschutz sensibilisiert wurden. 38% Lernerfolg also, dass ist mehr als mancher Lehrer in einer Schule von sich behaupten kann.

    Ich respektiere Ihre Meinung und beglückwünsche die Tierrechtler für ihre gelungene Arbeit.

  17. Wir haben in unserer Gegend keinen Zoo und ich habe noch nicht beobachten können, dass ganze Horden von Menschen die Natur überrennen und sich in Naturschutzgebieten breit machen und alles Leben um und im Naturschutzgebiet platt wälzen.
    Und Frau Gugeler, die die Delfine im Nürnberger Tiergarten mehr oder weniger oft besucht, reist dennoch in der Welt herum, um an Delfinwatching-Touren teilzunehmen und damit in die Habitate der Tiere einzudringen. Gilt der Anspruch für Sie und Ihren Mann, der ebenfalls durch die Welt jettet und in die Habitate eindringt, nicht, Frau Gugeler?
    Damit wäre das Argument, dass Menschen wie Ihnen ein Zoo reicht, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ad absurdum geführt.

    Was lerne ich denn groß über ein Tier wie ein Gorilla im Tiergarten Nürnberg, wenn es fast bewegungslos und apathisch im Betongefängnis sitzt oder mit einem Plastikkanister spielt?

    JEDE Dokumentation über die natürlichen Habitate und die natürliche Lebensweise bringt mir ein Tier näher, als es jemals ein Zoo könnte.
    Ich war mit 10 Jahren das erste und das letzte mal in einem Zoo. Und heute setze ich mich für die Tiere ein. Vielleicht mehr als das Gros der Zoobesucher.
    Ich erinnere nur an die Umfrage, in welcher Menschen den Zoobesuch als reines Freizeitvergnügen mit 98 % angegeben haben.
    Das spiegelt sich dann auch sehr gut in der Argumentation wieder, die immer wieder gern hervorgekramt wird. Der Mensch breitet sich aus und vernichtet wertvolle Regionen wie die Regenwälder. Trotz Zoos und vieler Zoobesuche ?!
    Die einen brauchen ihr Freizeitvergnügen und andere die Anerkennung ihrer fotografischen Fähigkeiten, sofern vorhanden. Da werden Tiere auf Bildern mit Karnevalskappen versehen und in einem Maße vermenschlicht, wie es den Tierschützern immer gerne vorgeworfen wird. Hauptsache, meine ‚Freunde‘ zollen mir Anerkennung für das beste Zoobild oder den schnellsten Schuss, wenn mal wieder ein neues unschudliges Fellknäuel in der Zoogefangenschaft zu begaffen ist.

    Gorillas, um bei dem Beispiel zu bleiben, gehören in ihr natürliches Habitat. Hier zu argumentieren, dass Zoos irgendwann der letzte Ausweg sind, tut dann wirklich weh.
    Dann brauchen wir uns keine Gedanken machen und können weiter hirn- und gedankenlos in die Konsumtempel rennen und können guten Gewissens die Firmen und Konzerne unterstützen, die die natürlichen Habitate auf dem Altar der Gewinnmaximierung zerstören.
    Wenn wir uns nicht ändern, dann sägen andere in unserem Auftrag an dem Ast, auf dem nicht nur wir, sondern auch die Tiere sitzen.
    Zoos, das zeigen etliche negative Nachrichten, ändern daran kaum bis gar nichts.

  18. @Cornelia

    Wenn man die Tierrechtler als Fundamentalisten betrachtet, und das sind sie, dann stimmt die Aussage von Zoofreund. Schwarz – weiß – Denken haben beide gemeinsam. Eine andere Meinung wird nicht akzeptiert. Gegner werden bekämpft. Alles Gemeinsamkeiten.

    Eine Wagenburgmentalität ist bestimmt nicht förderlich für eine vernünftige Diskussion, aber ist dies auch erwünscht? Man braucht sich doch nur einmal die Seiten von PETA, WDSF, ENDZoo, Tiergarten Nürnberg?-Nein Danke und die weiteren Plagiate anzuschauen. Ist dort eine Diskussion möglich? Nein, jede andere Meinung wird gnadenlos gelöscht und blockiert. ENDZoo geht sogar so weit, dass auch Kommentare gelöscht werden, die nicht zum jeweiligen Thema passen.

    Ich glaube schon, dass Michael die Zahlen kennt und ich glaube auch das sich die Zoos nicht nur auf den Artenschutz beschränken sollte, sondern auch Tiere zeigt, die in unseren Breiten nicht bekannt sind. Dies hat auch mit Bildung zu tun.

    Die Zoos haben vielleicht nur wenige Tiere gerettet, aber wie viele haben die Tierrechtler gerettet? EndZoo? Null, obwohl es eine Artenschutzorganisation ist. Wo ist der Einsatz von ENDZoo im Artenschutz? Wieviel Geld hat PETA von den Millionen in den Artenschutz gesteckt? Null. Wieviel der Deutsche Tierschutzbund von den Millionen Spenden? Nein, die bringen das Geld lieber auf die Bank.

    Es ist vollkommen richtig das die Menschen mehr für ihre Umwelt tun sollen, aber sollen nicht die Organisationen, die ständig danach schreien als gutes Beispiel vorangehen?

  19. Warum besucht „man“ Zoos, Funparks, Marineparks, SeaWorld usw.?
    Weil „man“ einen schönen Tag haben will, einfach mal abschalten und entspannen will!

    Menschen, die im Alltagstrott drin sind, hinterfragen Tierhaltung nicht – nicht die Zootierhaltung, nicht die Nutztierhaltung/Pelztierhaltung und auch nicht die Haustierhaltung mit Kaninchen/Vogel im Käfig!

    Kein nichtmenschliches Tier sollte heutzutage noch als Unschuldiger lebenslang im Knast sitzen müssen, nur weil man sich gerne mal einen Delfin, Gorilla, Elefanten, Löwen aus der Nähe betrachten möchte!

    All die vielen Millionen Euros, die die Zoos in den Um-/Ausbau von Anlagen stecken, wären in echtem Naturschutz – Rettung der letzten Habitate und Schutz vor Wilderern – wesentlich besser investiert.

    Whalewatching und Touristen in die letzten Refugien unserer Wildtiere sollten verboten werden!
    Jeder IMAX-Film oder 3D-Show oder Vision Nemo bzw. das neue Walmuseum in Reykjavik informieren besser über die Lebensweise und die Lebensräume!

    Keine Zoobesuche mehr um das Tierleid noch zu verlängern!
    Zootiere in Schutzgebiete bringen, wie es sie für Menschenaffen, Raubkatzen, Bären, Elefanten schon gibt!

    Die nichtmenschlichen Tiere möchten endlich in Ruhe gelassen werden!

  20. Danke Brummbär, dass Sie sich um meine Psyche Sorgen machen.

    Übrigens – schöner Schlusssatz, den Sie geschrieben haben:

    … und beglückwünsche die Tierrechtler für ihre gelungene Arbeit

  21. Fundamentalistisch wären von der Definition her auch Zoos. Endzoo jedoch mit islamistischen oder nationalistischen Fundamentalisten in Verbindung zu bringen hat nur den Zweck diese bewusst zu kriminalisieren. Und das mit dem einzigen Hintergrund der Diffamierung. Das so etwas von der Bloggerin hier geduldet wird, halte ich für rechtlich sehr bedenklich. Und wenn es um Kritik an Endzoo geht, dann tauchen auch immer wieder dieselben leeren Schubladen auf, die gern geöffnet werden. Da wird Herrn Albrecht jedes Wissen und Kenntnis abgesprochen. Er sei kein Biologe oder Tierarzt. Dabei sind die, die ihm diesen Vorwurf machen selbst keine Biologen oder Tierärzte. Da haben wir die Einmannshow eines tanzenden Kolerikers, den eisbärigen Frührentner, die ebenso Einmannshow eines kaufmännischen Eselflüsterer, die akrobatische Lehrerin und etliche Mistkratzer. Da wird der Vorwurf der Löschung und Blockierung von denen erhoben, die selbst den Finger nicht mehr von der Löschtaste lassen können. Da wird EndZOO Untätigkeit im Artenschutz vorgeworfen und nicht einmal im Traum selbst daran gedacht, seinen eigenen Beitrag auch nur offen zu legen. Ich habe diese feige Form des Denunziantentums schon immer gehasst. Ich bin bekennende Zoofreundin und wurde dennoch von angeblichen Zoofreunden wegen meiner Kritik an Zoos gelöscht oder gesperrt. Das sagt einiges über Kritikfähigkeit dieser Menschen aus. Und auch wenn ich die Meinung der Tierrechtler nie hundertprozentig teilen werde, sind sie mir jedoch mittlerweile viel lieber als so mancher feige und verlogene Zoofreund. Sie nennen wenigsten ihren vollen Namen. Sie stehen ehrlich und mit Rückgrat dazu, was sie tun oder sagen. Das zeigt mir deutlich wer die wahre Größe besitzt. Und wenn es das ist, was die Zoowelt als Sperrspitze seiner Unterstützerinnen hervorbringen kann, dann braucht sich Herr Albrecht keine Sorgen um echten und fetten Gegenwind zu machen. Es gibt nämlich noch keinen.

  22. „Endzoo (bzw. laut „Brummbär“ alle Tierrechtler) jedoch mit islamistischen oder nationalistischen Fundamentalisten in Verbindung zu bringen hat nur den Zweck diese bewusst zu kriminalisieren. Und das mit dem einzigen Hintergrund der Diffamierung. Das so etwas von der Bloggerin hier geduldet wird, halte ich für rechtlich sehr bedenklich.“ Das sehe ich genauso wie Frau Schürer. Leider nicht das erste Mal, dass grenzwertige oder gar übergriffige Vergleiche von Seiten der Zoofans hier unbeanstandet stehen bleiben.

  23. Bei dem Arten-und Naturschutz durch Zoos gibt es doch sowieso ein großes Missverständnis. Zoos können gar nicht den Anspruch haben viele Tiere durch Auswilderung bzw. Nachzucht zu erhalten. Die Auswilderung einer Tierart hat aber weit mehr Effekte als nur für diese Art, denn logischerweise muss dafür ein geeigneter Lebensraum zur Verfügung stehen, der gleichzeitig ein Zuhause für etliche „unbeliebte“ Tiere wie Käfer, Schnecken oder Frösche ist. Insofern könnte man fast sagen, dass die Auswilderung einer Tierart mehr als nur eine rettet.
    Aber worauf ich hinaus will ist, dass Zoos vielmehr Arten- und Naturschutz durch indirekte Maßnahmen betreiben:
    1. Unterstützen Zoos in-situ-Projekte finanziell. Die jährlichen Spendenmengen der weltweiten Zoos betragen rund 350 Mio. US-Dollar (da stelle ich mir an diese Stelle auch die Frage, warum diese Zahl nie Beachtung bei den Zoogegnern findet und leider auch viel zu selten von Seiten der Zoos). Der Vorteil ist, dass Zoos kleinere Projekte unterstützen können, die von großen Organisationen nicht ganz so gut beachtet werden (können), und man damit einen richtigen Unterschied machen kann. Als Beispiel nehme ich seit einiger Zeit gerne das vom Zoo Augsburg unterstützte Nashornprojekt. EndZOO hat sich damals über die angeblich zu geringen Spendenmengen lustig gemacht, hat aber leider nicht beachtet, dass die paar 10.000 Euro dort viel erreichen, da es dort vormals an den einfachsten Dingen wie eine richtige Ausstattung für die Ranger gemangelt hat. Mittlerweile wächst die noch kleine Population an Breitmaulnashörnern dort sehr gut und geschützt. Langfristig kann man so eine weitere Freilandpopulation heranzüchten…
    2. Unterstützen Zoos diese Projekte auch personell, z.B. um Tierpfleger in Auffangstationen auszubilden oder wie im Fall der Sabah-Nashörner auf Borneo durch den Leipziger Zoo Hilfe bei künstlicher Befruchtung zu leisten.
    3. Können Erkenntnisse, die nur in Zoos gewonnen werden können, z.B. das Paarungsverhalten einer bestimmten Tierart oder die Kommunikation bestimmter Tiere, auf Freilandprojekte übertragen werden, um diese dann dort zum Schutz im Lebensraum einzusetzen.
    4. Informieren Zoos über die Bedrohung bestimmter Tiere und können damit indirekt das Verhalten normaler Bürger beeinflussen. In diesem Bereich kann man sicherlich noch einiges verbessern, aber eine deutliche Verbesserung ist wie in anderen Bereichen Zoologischer Gärten schon zu erkennen.

    Ich für meinen Teil muss auch sagen, dass ich sehr viel in Zoos gelernt habe. Mein krassestes Erlebnis – wenn man das so sagen darf – war wohl der erste Besuch im Leipziger Gondwanaland. Dort wurde mir das erste Mal richtig bewusst wie schön und schützenswert Regenwälder wirklich sind und bei der Bootsfahrt war ich ungelogen fast den Tränen nah, weil die Botschaft so unglaublich gut rübergebracht wurde. Keine Doku hatte das bei mir vorher hingekriegt, auch wenn mir das Problem schon vorher bekannt war, aber wie gesagt der richtige entscheidende Schub kam erst in einem Zoo.

  24. Ergänzung:
    Um die Frage des Blogeintrages zu beantworten: ich muss ehrlich sagen, dass ich die Aargumentationsgänge dieser Organisation und weiterer nicht wirklich verstehe und auch teilweise echt zu radikal finde. Mich stört zudem, dass viel zu wenig echte Verbesserungsvorschläge gemacht werden.
    Sonst unterstütze ich aber als kritischer Zoobesucher sinnvolle und echte Kritik und versuche selbst auch sinnvolle Verbesserungsvorschläge zu liefern.
    Sonst muss ich aber auch Frau Schürer zustimmen: So mancher Zoobefürworter ist auch mir zu extrem und mich nervt es , dass manchmal in jedem zweiten Satz gegen die Gegenseite ausgekeilt werden muss. Da gleiche gilt aber auch für einige der Zoogegnerschaft.

  25. Ich habe, im Gegensatz wohl zum Gros der Zoobefürworter auf dieser Seite, den zur Rede stehenden Vortragsabend in Nürnberg besucht. Herrn Albrechts Ausführungen waren höchst sachkundig. Ausgerechnet ihm, der sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Zoowesen befasst, diesbezügliche Fachkompetenz abzusprechen, ist nun wirklich absurd: es gibt hierzulande kaum jemanden, der sich auf diesem Gebiet so gut auskennt wie er. Seine Studien, etwa zur Eisbärenhaltung in deutschen Zoos, sind von wissenschaftlicher Seite her einwandfrei. Von einschlägiger Fachkompetenz der Herren Heidt, Jörres, Neumann etc., die sich in diffamatorischer Manier über Frank Albrecht erheben, ist mir hingegen nichts bekannt.

  26. Das sie unter ihren richtigen Namen schreiben finde ich gut Frau Schürer, ich hoffe das stimmt auch so. Ich glaube nicht das Zoofreund ENDZoo kriminalisieren wollte, wieso auch. ENDZoo nutzt das Recht der freien Meinungsäußerung. Zoofreund macht das auch.

    Sie scheinen sie ja sehr gut bei ENDZoo und seinen Gegnern auszukennen wenn sie die Ktitiker so gut beschreiben können. Das lässt auf eine enge Verbindung zu ENDZoo und Frank Albrecht schließen.

    Nein, ich jedenfalls spreche Herrn Albrecht nicht jegliches Wissen ab. Er ist sicherlich ein echter Tierrechtsexperte, ich bezweifele aber das er auch ein echter „Zooexperte“ ist. Selbst seine Besuche in den Zoos- und Tiergärten Deutschland machen aus ihm noch keinen Experten, denn dafür sind sie zu kurz. Es ist schon ein Unterschied, ob man mal vor dem Gehege steht, oder ständig im Gehege bei den Tieren ist. Selbst bei dem Studium von Zuchtbüchern oder sonstigen Studien kann man das Wissen über die Tiere nicht so erlernen als wenn man mit den Tieren ständig zusammen ist. Ich frage mich trotzdem immer noch welchen Beitrag ENDZoo zum Artenschutz beigetragen hat?

    Ich schreibe hier nicht unter meinem richtigen Namen will dies auch nicht vorgesehen ist. Dieses Recht nehme ich mir einfach heraus. Das hat mit Feigheit und Verlogenheit nichts zu tun und mit Rückgrad erst Recht nicht. Warum Sie auf bestimmten Seiten geblockt wurden? Das sind wahrscheinlich die gleichen Gründe warum man auf den Seiten der Tierrechtler geblockt werden. Ich finde es gut, dass Sie so für Herrn Albrecht einspringen. Das zeigt Loyalität. Sie sind immer da wenn es nötig ist. Es gibt übrigens auch viele Beispiele dafür das Blogger zwar mit einem Namen schreiben, der aber nicht der eigene und ursprüngliche ist. Nur einmal so als Bemerkung

  27. Brummbär schreibt: „Es ist schon ein Unterschied, ob man mal vor dem Gehege steht, oder ständig im Gehege bei den Tieren ist. Selbst bei dem Studium von Zuchtbüchern oder sonstigen Studien kann man das Wissen über die Tiere nicht so erlernen als wenn man mit den Tieren ständig zusammen ist.“

    Tja, auch Landwirte und Haustierhalter sind „ständig mit den Tieren zusammen“, selbst Stierkämpfer, Hunderennenbegeisterte und Pudelfriseusen. Haben die deshalb höhere Tierkenntnis? Oder gar ein ausgeprägteres ethisches Empfinden? Nein. Abgesehen davon sind Zootierpfleger keineswegs „ständig mit den Tieren zusammen“. Die meiste Zeit des Tages sind sie mit Käfigreinigung und Futterherrichten zugange, dazwischen wird auf- und zu- und weg- und umgesperrt. Auch die Zootierärzte haben kaum Kontakt zu den Tieren, dazu sind es viel zu viele aus viel zu vielen Arten. Und am allerwenigsten Kontakt zu den Tieren haben die Zoomanager und -direktoren. Wo also soll beim Zoopersonal die tierfachliche Kompetenz herkommen? Und jetzt erzählen Sie mir nichts von der 3jährigen „Zootierpflegerausbildung“, die ist allenfalls als billige Arbeitskraftbeschaffungsmaßnahme für die Zoos zu sehen.

  28. Auf die folgende Frage und den polemischen Versuch , die Antwort zu beeinflussen möchte ich eingehen:
    „Was halten Sie von diesem Verein? Sind Sie der Meinung, ein kleines Häuflein überengagierter Tierrechtler soll es in der Hand haben dürfen, Zoos und Tiergärten dichtzumachen? Der teils äußerst verquasten Argumentation der Vereinsmitglieder stehen schließlich Millionen von Zoobesuchern gegenüber, die sich am unmittelbaren Kontakt mit den Tieren erfreuen.“
    Das klare Formulierungen als verquast von jemand empfunden werden, der mühselige und überkommene Argumente für eine Scheinwelt bemüht , ist schon auffällig.
    Aber dann wird es ziemlich peinlich, denn was beweist es schon, wenn Millionen Zoobesucher nach Auffassung der Artikelschreiberin anderer Meinung sind als das „Häuflein überengagierter Tierrechtler “ ?
    Hatten wir nicht in der Geschichte des öfteren Umwälzungen , die ausgehend von wenigen Personen die übrige menschliche Zivilisation beeinflussten. Mir ist kein Fall bekannt , wo das umgekehrt gelaufen wäre und Millionen eher desinteressierter , gering engagierter Menschen eine Kulturverbesserung ausgelöst hätten.
    Wir können doch gerade in diesem Land in eine Epoche vor ca. 80 Jahren zurückblicken , wo es besser gewesen wäre, Millionen hätten sich einem „Häufchen Kritiker “ angeschlossen.
    Aber das sich Zoobesucher an den gefangenen Tieren erfreuen, kann nicht Rechtfertigung sein, diese dafür auszunutzen. Hingegen zeigt dieses unreflektierte Erfreuen doch einen Mangel an Wissen und Einfühlungsvermögen. Weshalb sollte also ein defizitäres Denksystem ein Recht auf dessen Umsetzung auf kosten anderer Lebensformen haben ?
    Was halte ich also von einem Verein , der das tradiert und weiterfordert ?
    Nichts , denn er ist nicht nur unlogisch und ausschließlich selbstgerecht, sondern er vermittelt auch der nachwachsenden Generation falsche , weil egoistische Werte . Für die Tiere als Gattung ist ein Zoo nichts anderes als die Weiterführung der missachtenden Tiersammlungen des 16.und 17.Jh.

  29. Stimmt Pegasus. So wie du es schreibst ist es schon richtig, ständig sind sie sicherlich nicht mit den Tieren zusammen, aber die dreijährige Zootierpflegerausbildung als billige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu bezeichnen ist schon etwas hart und sicherlich nicht ernst gemeint. Selbst beim Käfigreinigen oder der Futterzubereitung erfährt man etwas über die zu betreuenden Tiere. Selbst der Tierarzt und sogar die Direktoren bekommen fachtierliche Kompetenz in ihren Tätigkeiten. Beide bekommen durch ihr Studium die Grundlagen und durch ihre Arbeit die Erfahrung. Ihnen die Kompetenz komplett abzusprechen ist ein Unding und spiegelt nicht die Realität wieder.
    Du wirst mir aber bestimmt Recht geben das die Ausbildung und die ständige Anwesenheit im Zoo zur Qualifikation beiträgt. Einhundert Zoobesuche vor einem Gehege werden da nicht Gleichwertig sein. Selbst wenn für jeden Besuch zwei Tage gerechnet werden, sind es nur 200 Tage. Dazu kommt das sich ein Tierpfleger um wenige Tierarten kümmern muss, aber Herr Albrecht „Experte“ für alle Tiere ist. Da ist eine Ausbildung zum Tierpfleger schon einmal eine Grundlage,

  30. @JonLynx

    Ohne auf den Rest Ihres Kommentares eingehen zu wollen: Welche Dokumentationen haben Sie denn vor dem Besuch des Gondwanalands geschaut?? Berliner Schnauzen und Leipziger Allerlei?

    Wenn Sie solch ein Erlebnis brauchten, um auf die dramatische Sitauation Ex-Situ aufmerksam zu werden, dann weiß ich nicht, bei allem Respekt, ob ich lachen oder lieber Mitleid haben soll.

    Wenn die z. Teil erschütternden Dokumentationen über die Regenwälder, die abgeholzt werden und die menschlichen und nichtmenschlichen Opfer, die in diesen Dokumentationen Erwähnung finden und ein Gesicht und eine Stimme bekommen nicht, keine Regung oder keinen Schub hervorbringen, dann scheint die Gesellschaft doch schon recht abgestumpft zu sein.
    Wenn die Menschheit ein paar Meter Hollywood-Regenwald benötigt, um zu einem Umdenken zu gelangen, dann ist der Ast wohl schon halb durchgesägt, auf dem wir sitzen…

    Ach, eine Frage hätte ich doch noch. Können Sie Ihre Aussage über die Spendensumme von 350 Millionen/Jahr mit einem Link oder ähnliches beweisen? Danke.

  31. Hilft man denn hungernden Kinder auch nur, wenn man echt und live gesehen hat?
    oder genügen da die Berichte und Nachrichten..
    sorry JonLynx… wenn ich das schon lese: mir wurde erst durch einen Zoobesuch sprich Gondwanaland so richtig bewusst, dass die Regenwälder schützenswert sind!
    In welcher Welt leben Sie denn? Überall wird darüber gesprochen, dass die Gletscher und das Eis der Arktis so rapide schnell schmilzt wie nie zuvor. Dass die Meere immer mehr vermüllen und leergefischt werden. Dass jeden Tag Flächen von der Größe einiger Fußballfelder im Regenwald gerodet werden, dass der Lebensraum der Orang-Utans und Berggorillas immer kleiner wird, weil wir Menschen den Hals nicht voll genug kriegen.. einfach mal den Zoobetrieb aus einer anderen Sichtweise betrachten: nämlich den zwischen den Gitterstäben durch nach draußen! Dass man das noch lang und breit erklären muss, ist schon traurig genug. Jedes Kind sieht, wie sehr sich Tiere im Zoo langweilen! Nur verbohrte Zoo-Fotografen und Möchtegern-Wissenschaftler mit Betonhüpferseiten finden Zoos toll.

    Ich, meine Familie und Bekannten brauchen jedenfalls keinen Zoobesuch, um zu wissen, dass viel zu viel Geld in diese Pseudo-Wissenschaftlichen Anlagen gesteckt wird, die von den Städten bezuschusst werden müssen und doch ziemlich klein werden, wenn man mal etwas genauer hinterfragt.. dann ist man sehr schnell bei Ausdrücken wie „radikale Tierschützer“ – „militanter Tierschutz“ – Einmann-Verein etc.

    Es wird bald die Zeit kommen, da wird man kein Geld mehr haben, um Zoos zu finanzieren, dann erledigt sich das Problem von alleine. Dann nämlich, wenn die Meeresspiegel steigen und die Unwetter immer häufiger werden. Wer die Nachrichten sieht weißt, dass diese Zeit schon begonnen hat.

  32. @Tuemmler/Manolita:
    Moment! Vielleicht habe ich mich auch blöd ausgedrückt, aber ich schrieb, dass mir die Probleme schon vorher bewusst waren. Wie Sie auch richtig sagen, Manolita, es ist wohl nahezu unmöglich, so etwas nicht mehr mitzukriegen, egal, ob mit oder ohne Zoos. Und @Tuemmler ich habe nie gesagt, die Dokus hätten nichts bei mir bewirkt, im Gegenteil, ich finde Dokumentationen wirklich wichtig und ich persönlich mag einige wirklich sehr. Außerdem schrieb ich, dass mir das Problem schon vor Gondwanaland bewusst war und ich, sofern es halt als normaler Konsument und Schüler (so einer bin ich noch 😉 ) möglich ist, gejandelt habe, heißt: Weitesgehender Verzicht auf Palmölprodukte und kein Kauf von Tropenholz etc.
    Aber, keine Ahnung, Gondwanaland war und ist einfach prägender für mich, vermutlich, wegen dieser multimedialen Bootsfahrt und einfach durch das Ansprechen aller Sinne. Vielleicht lag es auch daran, dass ich da quasi noch ein Kind war.
    Wie gesagt: Ich spreche Dokus, die auch bei mir viel bewirken, keinerlei Nutzen ab, halte Zoos aber für eine andere, da gerade für Kinder interessanter, Möglichkeit, auf die heutigen Probleme aufmerksam zu machen.

    Ich verstehe auch nicht warum Sie beidr da so zynisch werden, so.klingt es zumindest aus Ihren Kommentaren heraus. Ich akzeptiere im Übrigen Ihre Anti-Zoo-Haltung, meine Pro-Zoo-Haltung sollten Sie aber auch akzeptieren.
    Weiterhin, @Manolita, sind mir die Probleme, die es noch in unseren Zoos gibt, bewusst und wie ich schrieb, bin ich kritisch, das heißt ich stimme auch nivht mit allem, was Zoos tun über ein und Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber ich kann auch noch Empathie empfinden. Dennoch versuche ich halt, so wie es halt als Laie möglich ist, die Sicht der Tiere nicht aus einer zu menschlichen Sichtweise zu sehen. „Freiheit“, „Glücklichsein“ etc. sind ja z.B. vor allem menschliche Begriffe, die die Tiere möglicherweise ganz anders sehen. Und, wer weiß, vielleicht sehen Tiere ihr Gehege auch nicht als „Gefängnis“ an, sondern – und es spricht viel dafür – als Revier. Diese Frage werden wir wohl nie klären können.
    Aber heutzutage sind die Bedürfnisse der Tiere sehr gut bekannt und im Zoo kann man die physischen heutzutage meines Erachtens ziemlich gut erfüllen.

    @Tuemmler:
    Da Sie nach einer Quelle gefragt haben: http://www.waza.org/en/site/conservation/conservation-potential
    (darunter steht auch der Litetaturhinweis, in dem die Erhebung genach wurde)

  33. @JonLynx,

    Zum Zeitpunkt ihrer Bootsfahrt durch Regenwald-Hollywood scheinen Sie ja noch sehr jung gewesen zu sein und im zarten Kindesalter schon Dokumentationen zu schauen, die die dramatische Situation Ex-Situ behandeln, das hat schon fast ein Lob verdient. Als normales Kind schaut man doch in der Regel eher seichte Dokus, sofern Fernsehen erlaubt, oder tümmelt sich bei Facebook, Schüler-VZ etc.

    Als Schüler sind Sie sicher vor dem Kauf von Tropenholz noch weit entfernt und wenn sie sich bereits als Schüler schon entschieden haben, Produkte ohne Palmöl zu kaufen, dann ist das natürlich positiv zu bewerten. Sicher wohnen Sie als Schüler noch bei Ihren Eltern, die hoffentlich ebenfalls auf solche Produkte ausweichen.

    Die im Link angegebenen 350 Millionen Euro sind allerdings keine gesicherten Zahlen.
    Die deutschen Zoos geben i.d.R. keine Fakten bzw. Zahlen über die tatsächlichen Spendensummen heraus. Wahrscheinlich aus gutem Grund.
    Zum Vergleich ein paar Zahlen, die mir bekannt sind: Laut Greenpeace (Magazin 4/2013) verwenden nur die Zoos in Münster und Landau ca. 5 bzw. 3 Prozent ihrer Einnahmen für Projekte vor Ort. Leipzig nur 1 %, von den restlichen Zoos (darunter auch der Tiergarten Nürnberg) weiß man offenbar nichts und man schätzt ebenfalls ca. 1 % Spendenbereitschaft.
    Über die Werbeetats der einzelnen Zoos ist überhaupt nichts bekannt. Die zoologischen Einrichtungen werden hier aus gutem Grund keine Einsicht gewähren – es wäre ja auch zu peinlich, wenn man mehr für Werbung ausgibt als für den Schutz der Habitate vor Ort.

    Wenn ich nur das Beispiel Nürnberg kurz streife. Da wurde ein Aquapark für 31 Millionen Euro gebaut. Dagegen steht 1 Million Euro an Spendengelder für die im TG ansässige Artenschutzgesellschaft. Die Summe von 1 Million Euro wurde innerhalb von 20 (!!) Jahren zusammen gesammelt. Die 31 Millionen waren innert kürzester Zeit auf den Kopf geklopft.

    Bei 10 weiteren Zoos in diesem Betrags-Umfang für Baumaßnahmen und Subventionen sind wir schon bei 310 Millionen angekommen. Es gibt aber weitaus mehr als nur 10 oder 11 Zoos weltweit.
    Wenn man mal die Gesamtausgaben und Verpflichtungen der Zoos (Gehälter, Verpflegung der Tiere, Tierarztkosten, Energiekosten, Wasseraufbereitung etc. etc.) gegenüber stellen würde, wären die 350 Mille nicht mal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Falls diese Summe denn der Realität entspricht.

  34. Es ist in der Tat so, dass die Zoos diesbezüglich kaum Daten rausgeben. Das ist ein Punkt von mMn sinnvoller Kritik: mehr Transparenz wäre wirklich gut.
    Was genau wurde denn bei Studie an Einnahmen genommen? Die über Eintritte oder wurden auch normale Spenden, die in der Regel sofort in das Projekt fließen, berechnet? Bei Leipzig wundere ich mich wirklich (wenn die Zahlen stimmen). Mir ist nämlich bekannt, dass die Einnahmen aus der Bootsfahrt (1€ pro Erwachsener, 0,50 € pro Kind) vollständig in das Sabah-Nashorn-Projekt fließen. Und es sind locker mehrere Hundert Leute, die damit täglich fahren.

    Solange es keine Gegenbeweise gibt, gehe ich davon aus, dass die 350 Mio. zumindest tendenzmäßig stimmen.

    Zum Rest Ihres Textes zitiere ich enfach mal aus Sheridans Buch, das ich allerdings auf Englisch besitze (ich hoffe, das stellt kein Problem für Sie dar 😉 ):
    „All zoos are under financial pressures, particularly following the 2008-9 global finacial crisis, and it would be unrealistic to expect zoos to prioritise expenditure on in-situ conservation over the day-to-day running and improvement of their own zoos.“
    Heißt: Die Ausgaben für den Betrieb und bessere Haltungsbedingungen sind zu hoch, als dass deutlich mehr für in-situ-Projekte ausgegeben werden könnte. Es ist zudem so, dass Zoos auch in der Regel verpflichtet sind, sozialverträgliche Entritrspreise zu halten (was ja auch gut ist), gleichzeitig werden aber fast überall die Subventionen der Städte auf 0 zurückgefahren. Im Vergleich dazu kosten andere Kulturenrichtungen wie Theater den Städten und Kommunen deutlich mehr, zudem gibt es tlw. deutlich höhere Eintrittspreise.

    Ich frage Sie: Wer garantiert, dass ohne Zoos das eingesparte Geld wirklich für mehr in-situ-Projekte ausgegeben werden, wenn die Städte tlw. noch nicht mal bereit sind, für bessere finanzielle Unterstützungen und damit für bessere Haltungsbedngungen zu sorgen?

  35. @Tuemmler
    Sie schmeißen einiges völlig durcheinander, z.B. Zoos, die unter städtischer Regie stehen (wie der Tiergarten Nürnberg) und andere, die etwa als AG organisiert sind oder private geführt werden. Das zum einen.
    Dann: Eigene Werbeetats haben zumindest die meisten städtischen Zoos gar nicht. So etwas können sich fast nur private Einrichtungen leisten, die aber auch ganz anders – nämlich wirklich wirtschaftlich – arbeiten müssen.
    Aber am peinlichsten finde ich, dass Sie als „Tümmler“ 😉 nicht mal den Unterschied zwischen dem Aquapark und der Lagune im Tiergarten Nürnberg kennen. Der Aquapark ist oben bei der Waldschänke, er umfasst das Revier der Eisbären, Pinguine, Seelöwen und Seehunde. Die Lagune besteht dagegen aus Delfinarium, Delfinlagune und Manatihaus.
    Weiter: YaquPacha ist ein eigener Verein zur Hilfe für im Wasser lebende Säugetiere, der zwar im Tiergarten seinen Sitz hat, aber von dort aus mit internationalen Organisationen zusammenarbeitet – und zwar vor allem dort, wo Tiere wie Delfine, Seekühe etc. in der Natur leben und bedroht ssind.
    Der Tiergarten erhält die meisten Spenden vom Verein der Tiergartenfreunde, die über Jahrzehnte viele Millionen zum Bau neuer Gehege und Anlagen beigesteuert haben.
    Mein Fazit: Wenn alle ihre Aussagen so falsch sind wie die über den Tiergarten Nürnberg – was ich allerdings nicht nachprüfen werde und aus zeitlichen Gründen auch gar nicht kann -, dann möchte ich in Ihrem Fall nur eines raten: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

  36. Seit Tagen grübele ich über den Begriff „nichtmenschliches Tier“ nach. Nun habe ich gedacht, es könnte die Millionenfrage bei Günter Jauch sein:
    Frage: Was versteht man unter einem „nichtmenschlichen Tier“?
    A: Einen Problembär
    B: Ein Zwitterwesen
    C: Verzärteltes Haustier
    D: Nähe der Menschen suchende „Wildtiere“

    Außerdem: Hat das „nichtmenschliche Tier“ nun eine Seele oder nicht? Die „Krone der Schöpfung“ tut sich unendlich schwer, mit Mitgeschöpfen angemessen und liebevoll umzugehen.
    Auch EndZOO und wie die Tierschützer alle heißen,haben irgendwo ein bißchen recht, denn es kann keine artgerechte Tierhaltung geben, aber was bedeutet Freiheit für alle? Ein weites Feld, im wahrsten Sinne.

  37. @Ursula Tannert: Ihr post ist nur halb so gewitzt, wie Sie meinen (witzig ist er schon gar nicht).

    Der Mensch gehört der Säugetierordnung der Primaten an, der Unterordnung der Trockennasenaffen und der Teilordnung der Altweltaffen. Wissenschaftlich korrekt benannt ist er hominider Altwelttrockennasenaffe, also menschliches Tier. Nicht-menschliche Tiere sind alle anderen Tiere: Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, Wirbellose… So einfach ist das mit der Semantik.

  38. @uwo: Auch wenn Ihr Kommentar nicht an mich, sondern an „Tümmler“ gerichtet ist, möchte ich ein paar Sätze dazu sagen:

    Der Tiergarten finanziert sich sowohl aus Spenden als auch aus einem jährlichen städtischen Etat, den er als plafonierte Dienststelle eigenständig verwaltet. Da der Tiergarten die Kredite für die „Delfinlagune“ nicht wie vorgesehen abzahlen kann, hat die Stadt inzwischen 3,5 Mio. € übernommen. Abgesehen davon, dass die Stadt in jedem Fall für die Schulden ihrer eigenen Dienststelle aufkommen muss.

    Es mag sein, dass der Tiergarten keinen eigenen oder nur einen kleinen Werbeetat hat. Dann stellt sich allerdings die Frage, aus welchen (städtischen?) Töpfen z. B. die großräumigen Dauer- Plakatierungsaktionen bezahlt werden. Wer einen Blick auf die Preisliste der Stadtreklame wirft, sieht, was für hohe Kosten da entstehen. Aber vielleicht gibt es für den Tiergarten ja im Unterschied zu anderen Kunden Sonderkonditionen? Das habe ich hier übrigens schon einmal im Zusammenhang mit der von PETA geplanten Plakat-Aktion, für die PETA einen Preisnachlass haben wollte, gefragt, aber von Ihnen keine Antwort erhalten.

    Sie haben natürlich Recht, dass „Aquapark“ und „Lagune“ sind zwei unterschiedliche Anlagen sind. Warum die Verwechslung oder Vermischung von Begriffen jemanden disqualifiziert, erschließt sich mir allerdings nicht.

    Der Zahlenvergleich – Ausgaben von 31 Mio. € für die Gesamtanlage „Delfinlagune“ und 1 Mio. Spenden in 20 Jahren für Yaqu Pacha ist in der Tat beeindruckend und zeigt, wo die Prioritäten liegen. Was und wieviel die Organisation damit konkret gemacht hat, ist schwer einzuschätzen. Die veröffentlichten Jahresberichte, die ich gefunden habe, fand ich nicht wirklich erhellend und auch die Auskünfte, die erst nach mehrmaliger Nachfrage im Zusammenhang mit einem Benefizkonzert an der „Delfinlagune“ vom Tiergarten gegeben wurden, blieben recht vage. Dass eine Artenschutzorganisation, die u .a. Aufklärungsarbeit in den Heimatländern der Tiere betreibt – was ich gut und wichtig finde – ein Konzert inmitten der Tiergehege veranstaltet, stellt in meinen Augen einen eklatanten Widerspruch zu den eigenen Ansprüchen dar.

    Wirklich befremdlich finde ich Ihre Aufforderung: „…..dann möchte ich in Ihrem Fall nur eines raten: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“ Das Thema dieses ganzen Beitrags ist nicht der Gehegeplan im Tiergarten Nürnberg, sondern Kritik an der Institution Zoo. Dass Ihnen Zookritiker und Tierrechtler nicht gerade nahe stehen, ist ja hinlänglich bekannt. Aber so lebhaft und interessant wie zu diesem Beitrag wurde in Ihrem Blog schon lange nicht mehr diskutiert. Dazu haben die kritischen Stimmen wesentlich beigetragen.

  39. @Claudia
    Ob er sich wirklich so gut wie wenige Andere in diesem Land im Zoowesen auskennt, das wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Man kann nun nicht wirklich sagen, dass diese Studie zur Eisbärenhaltung in deutschen Zoos eine wissenschaftliche Studie ist. Was hat sie für die Forschung denn neues gebracht. Es war eine Zusammenstellung von anderen Quellen, die mit einer eigenen Interpretation versehen war. Diese Interpretationen waren darüber hinaus sehr subjektiv. Also höchstens eine Recherchearbeit.

    Warum sollte Ihnen auch etwas von mir bekannt sein? Ich habe ja nichts wissenschaftliches veröffentlicht. Dafür habe ich auch nicht die Qualifikation, denn ich habe weder Tiermedizin oder Biologie mit dem Schwerpunkt Zoologie studiert. Ich kann also höchstens meine eigene Meinung wiedergeben. Ich bezeichne ich aber auch nicht als Experte, obwohl ich ein gewisses Wissen habe.

    Anders sieht das bei Frank Albrecht aus. Er bezeichnet sich als Zooexperte. Dies setzt umfangreiches Wissen voraus. Darüber hinaus ist er im Gegensatz zu mir eine Person des öffentlichen Lebens (als Vorsitzender einer Organisation, egal wie klein die auch ist). Mit diesem „Titel“ suggeriert etwas, was nicht vorhanden ist. Mit diesem Titel kritisiert er die Zoos, z.B. mit „vermeintlich wissenschaftlich geführter Zoo“. Dies suggeriert bei Leser, dass er eine höherwertige Ausbildung hat wie die Mitarbeiter der Zoos.

    Es ist also schon ein Unterschied ob man sich als Vorsitzender einer Organisation oder als Privatmann äußert. Ich setzte auch bei Tierrechtsvereinen, auch nicht in Nürnberg, nicht das Fach- oder Expertenwissen voraus wie bei einem Zooexperten, der als Experte umfassend über die Biologie, Tiermedizin und Haltung von hunderten Tieren auskennen will.

  40. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch ergänzen, dass natürlich auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern zur Finanzierung des Tiergartens beitragen.

  41. Frau Wolf,
    wo sie es gerade ansprechen. Der Aquapark, das ist der Ort, wo die unter stereotypen leidenen Eisbären ihr Dasein fristen müssen. Der Ort, an dem Flöckchen im zarten Kindesalter bereits Stereotypen gezeigt hat. Der Ort, wo der Wassergraben des öfteren verdreckt ist. Der Ort, wo Eisbären ihren Nachwuchs anstatt in einer Eishöhle in einer im 70erJahre Stil gekachelten Behausung ihren Nachwuchs bekommen müssen. Ja, der Aquapark. Ein echtes ‚Aushängeschild‘ für den Tiergarten.
    Der Ort, in dem Gregor und Aleut geboren wurden, um anschließen in einem Betonloch in Warschau zu landen.
    Ja. Der Aquapark ist nicht die Lagune.
    Die Lagune ist ein Betonbecken ohne jeglichen Anreiz für die Delfine. Die Lagune ist der Ort, wo Feuerwehrschläuche Wasserpflanzen vorgaukeln sollen. Die Lagune ist der Ort, der 31 Millionen Euro gekostet hat. Und der Werbung für Yachu Pacha macht, die dann in 20 Jahren 1 Million Euro an Spenden gesammelt haben. Die beiden Summen sprechen in meinen Augen für sich.

    Ja, Frau Wolf, die Lagune ist nicht der Aquapark. Beide beherbergen Tiere, die unter Bedingungen leben müssen, die ihnen ein artgerechtes Leben verweigern.

    Frau Wolf, eigentlich müssten Sie doch froh sein über jede Beteiligung an ihrem Blog, der oft genug ebenso reizlos ist, wie die Tiergefängnisse der Eisbären und Delfine.

    Ansonsten schließe ich mich den Worten von Cornelia an 🙂

  42. Gut gekontert Tuemmler!

    Danke für die Erklärung zum Begriff „… nicht menschliche Tiere“ Herr Abrecht.

  43. Sollte hier jemand die Meinung sein, das mit und über ENDZoo sachlich diskutiert werden kann, dem emfehle ich die neuste Pressemeldung von ENDZoo zum Tod von Knut zu lesen:

    ….Nach Meinung der Tierschützer habe die entwürdigende Zurschaustellung, die Gefangenschaft und die Popularität von Eisbär KNUT auch dazu beigetragen, das falsche, verlogene und naturentfremdende Missverhältnis zwischen Mensch und Tier in Zoo-Gefangenschaft zu demaskieren……

    ……“Vor Knuts Geburt pfiff die Öffentlichkeit und die Medien immer wieder das gleiche verlogene Lied der Zoos……Zoos sind Institutionen des Unrechts. Sie sind an Ineffektivität und Verschwendung nicht zu überbieten“, so ZOO-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht. „…..
    …..Denn jedes Individuum hat Persönlichkeitsrechte, die noch immer mit den Füßen getreten werden. Wir von EndZOO senden an alle Zoo-Direktoren und deren Handlanger der Tierausbeutung erneut die Aufforderung: Beendet endlich dieses unsägliche Unrecht an nicht-menschlichen Tieren!“…….

    Wie ist da noch eine sachliche Diskussion möglich? Hier gebe ich Zoofreund Recht. Das ist fundamentalistisch und radikal. Wer so etwas in die Öffentlichkeit bringt will nicht diskutieren.

  44. Auch hier wieder der Versuch zu diskreditieren:
    „Sollte hier jemand die Meinung sein, das mit und über ENDZoo sachlich diskutiert werden kann, dem emfehle ich die neuste Pressemeldung von ENDZoo zum Tod von Knut zu lesen:“ und so polemisch weiter :“ Wie ist da noch eine sachliche Diskussion möglich? Hier gebe ich Zoofreund Recht. Das ist fundamentalistisch und radikal. Wer so etwas in die Öffentlichkeit bringt will nicht diskutieren.“
    Vielleicht hilft die Begriffsklärung von Wikipedia:
    „Im weiteren Sinne stellt sich der Fundamentalismus gegen die Moderne und fordert eine Rückbesinnung auf die Wurzeln einer bestimmten Religion oder Ideologie, welche notfalls mit radikalen und teilweise intoleranten Mitteln durchgesetzt werden soll “
    Diese Definition trifft doch eher das Vorgehen von Zoofreunden aber keinesfalls das ihrer Kritiker. Die im Übrigen auch nicht primär an einer Diskussion ( bzw. mit dem was leider häufig von Prozoo Seite darunter verstanden und betrieben wird ) mit Zoofreunden , sondern eher an Aufklärung interessiert sind.

  45. @Lebewesen
    Ich will keinen diskreditieren. Ich habe einen Auszug aus einer Pressemeldung von heute gepostet. Diese Pressemeldung spricht für sich.

    Das steht auch im gleichen Wikipediaeintrag:
    Fundamentalismus (von lateinisch fundamentum ‚Unterbau‘, ‚Grund‘, ‚Fundament‘) ist eine Überzeugung oder eine Geisteshaltung einer sozialen Bewegung, die ihre Interpretation einer inhaltlichen Grundlage (Fundament) als einzig wahr annimmt. Fundamentalismus wird durch eine stark polarisierte Auslegung einer Letztbegründung umgesetzt.

  46. Interessant ist ja, dass „Tuemmler“ meine Frage, wie ein effizienteres Einsetzen von Spenden für in-situ-Projekte ohne Zoos möglich sei, nicht beantwortet hat, sondern scheinbar ignoriert hat…

    @Tuemmler:
    „Der Ort, wo Eisbären ihren Nachwuchs anstatt in einer Eishöhle in einer im 70erJahre Stil gekachelten Behausung ihren Nachwuchs bekommen müssen. “
    Frage: Was ist daran so schlimm? Sie scheint ja ihren Zweck zu erfüllen. Denn Eisbärenmütter bringen ihren Nachwuchs nur in Sicherheit zur Welt.
    Klar, ein Zoo kann nie die Natur kopieren, aber warum sollte es für einen Eisbären schlecht sind in einer gekachelten Wurfhöhle statt in einer Eishöhle zu werfen?

    @Cornelia:
    „Dass eine Artenschutzorganisation, die u .a. Aufklärungsarbeit in den Heimatländern der Tiere betreibt – was ich gut und wichtig finde – ein Konzert inmitten der Tiergehege veranstaltet, stellt in meinen Augen einen eklatanten Widerspruch zu den eigenen Ansprüchen dar.“
    Warum? Ich vermute sie sehen darin eine Störung der Tiere, aber wie können Sie das bewerten?

  47. Die Erläuterung von nicht-menschlichem Tier von ENDZoo

    Sehr oft wird unsere Sprache dazu benutzt, “Andere” zu erniedrigen, zu entwürdigen oder zu beleidigen. So benutzen noch heute Menschen das Wort „Nigger“, um Menschen mit einer „anderen“ Hautfarbe nicht nur zu beschimpfen, sondern um auch ihr Dasein in einer Gesellschaft absichtlich herabzustufen (Rassismus). Auch Frauen werden noch immer aufgrund ihres „anderen“ Geschlechtes, mit Worten wie “Luder“ oder “Mieze” beschimpft und erniedrigt (Sexismus). TierrechtlerInnen sehen daher auch in der Bezeichnung einer Spezies als „Tier“, ebenfalls eine Verunglimpfung und Herabwürdigung dieser Spezies (Speziesismus). Da Menschen auch „nur“ Säugetiere sind, ist die Bezeichnung „nicht-menschliche Tiere“ ihrer mehr als würdig, vor allem notwendig und längst überfällig.

    Aus Sicht von extremen (nicht von allen) Tierrechtlern mag dies vollkommen richtig sein, aber das ist mehr als weltfremd. Dann sehe ich eine Bezeichnung wie Speziesist auch als Beleidigung.

  48. @Tuemmler
    In Anlehnung an Heike M.Meyer muss ich leider sagen: Schlecht gekontert, Tuemmler!
    Denn Sie gehen gar nicht darauf ein, dass Sie hier völlig falsche Informationen weitergegeben haben und nehmen diese zurück oder korrigieren sie, Statt dessen kommen nur zum x-ten Mal mit dem Gejammere über die armen, armen Eisbären.
    Souverän wäre es gewesen, Ihren Fehler zuzugeben. So etwas kann jedem passieren, aber dann bitte nicht davon ablenken und unsachlich werden!
    Aber es ist leider so, wie einige Kommentatoren hier schon festgestellt haben: Manche Leute wollen gar nicht sachlich argumentieren und sich mit anderen Meinungen kritisch oder ernsthaft auseinandersetzen.
    Wie die Antwort auf den Kommentar von Ursula Tannert zeigt, haben manche auch überhaupt keinen Humor – denn den besitzt nur der, der auch über sich selbst lachen kann. 😉
    Dass die Diskussion zu meinem Blogbeitrag eine beachtliche Qualität aufweist, bestreite ich nicht – ich freue mich sogar darüber. Das liegt aber nicht unbedingt an Kommentaren wie denen von „Tuemmler“.

  49. Ach, Frau Wolf,

    dass Sie es nun nötig haben, auf eine persönliche Schiene abzudriften, mir mit Vorhaltungen und Zynismus (welchen unser anwesender Schöler bei Tierrechtlern kritisiert) zu begegnen, zeichnet nicht nur Sie sondern auch Ihresgleichen aus 🙂

    An unseren ‚ca. 15jährigen Schöler‘ JonLynx (Bootsfahrt als Kind, Gondwanaland existiert seit 2011, also gehe ich von diesem Alter aus.):

    Warum stellen Sie Ihre Fragen nicht an die Verantwortlichen? Warum meinen Sie, dass gerade die Tier- und Naturschutzorganisationen die Probleme lösen sollen, die andere verursacht haben?
    Sind Sie der Meinung, die Indios in den Regenwäldern sollen die Probleme lösen, die die Palmölindustrie verursacht hat?
    Das wäre doch mal eine schöne Diskussion für den nächsten Biologieunterricht…. sofern die Angabe des Schülertums denn der Wahrheit entsprechen…!

    Ich wünsche den Damen und Herren und dem ‚Schüler‘ noch einen angenehmen Aufenthalt in diesem Tiergartentreuen Blog 🙂

  50. Ach Herr oder Frau Tümmler!

    Sie werfen Frau Wolf vor ins persönliche abzudriften und bezeichnen die Redakteurin als „Ihresgleichen“ . Dazu grenzen Sie den „Schöler“ auf Grund seines vermeintlichen Alters als Diskussionsteilnehmer aus. Wenn das nicht auch persönlich ist und abdriftet, dann weiß ich nicht.

    Natürlich wäre es gut wenn die Menschen, die Probleme verursacht haben, diese auch wieder lösen würde. Sind aber nicht die Tier- und Naturschutzorganisationen gegründet worden um bei der Lösung zu helfen? Welche Existenzberechtigung haben Greenpeace, BUND, WDSF und SeaShepard denn sonst? Das ist doch die Existenzberechtigung und die Grundlage für Milliardenspenden in den letzten Jahrzehnten. Wenn die Welt gut und gerecht wäre, dann brauchten wir keine Tier- und Naturschutzorganisationen. Die Welt ist aber nicht gut.

    Schade um diesen Beitrag, ist das bei „Ihresgleichen“ so üblich?

  51. Joerres schreibt: „Man kann nun nicht wirklich sagen, dass diese Studie zur Eisbärenhaltung in deutschen Zoos eine wissenschaftliche Studie ist. Was hat sie für die Forschung denn neues gebracht. Es war eine Zusammenstellung von anderen Quellen, die mit einer eigenen Interpretation versehen war. Diese Interpretationen waren darüber hinaus sehr subjektiv. Also höchstens eine Recherchearbeit.“

    Frage: wie wollen Sie als Nicht-Wissenschaftler die Wissenschaftlichkeit einer Arbeit beurteilen? Grundsätzlich geht das, wie ja auch ein Nicht-Wissenschaftler wissenschaftlich korrekt arbeiten kann (wie das Albrecht in seiner Eisbärenstudie getran hat). Aber: anhand welcher Kriterien beurteilen Sie Albrechts Arbeit als nicht-wissenschaftlich? Kleiner Tipp: Schon mal was vom Begriff Metaanalyse gehört? (Falls nicht, googeln Sie ihn einfach.)

    Und bevor Sie mich fragen: ja, ich verfüge über ein abgeschlossenes akademisches Studium und kann eine wissenschaftlich korrekte Arbeit als solche erkennen.

  52. @Tuemmler:
    Mal abgesehen davon, dass Sie ja selbst persönlich werden, wenn Sie dauernd wiederholen müssen, dass ich Schüler bin und damit indirekt schon diskredierend wirken wie Manfred Müller ja schon schrieb, schrieb ich nie, dass Tierrechtler im Allgemeinen zynisch sind. Dieser Satz war an Sie und „Manolita“ gerichtet.
    Ich werde da jetzt aber nicht weiter ausholen, denn eigentlich wollte ich eine sachliche Diskussion mit einem Zoogegner führen, zumal ich ja selbst in gewissen Maßen bzw. machmal Kritiker bin. Die ganze Zoo-Thematik hat halt Vor- und Nachteile und es geht darum, Pro und Kontra sachlich abzuwägen, weshalb ich beide Seiten (also extreme Pro-Ansicht und extreme Kontra-Ansicht) nicht für eine gute Basis halte, irgendwelche Verbesserungen für die Tiere und den Arten- und Naturschutz zu erhalten.

    Zum Thema Natur- und Tierschutzorganisationen schließe ich mich Herrn Müller an.
    Zur mit Verlaub irgendwie blöden Frage mit den Indios: Natürlich nicht! Den Indios wird genauso wie etlichen Tier- und Pflanzenarten ein Lebensraum genommen. Für die Zerstörung können sie von allen Menschen wohl am allerwenigsten.

    „Warum stellen Sie Ihre Fragen nicht an die Verantwortlichen?“
    Welche Verantwortlichen meinen Sie?
    Jedenfalls würde es die Diskussion schon weiterbringen, wenn Sie tatsächlich eine Art Vorschlag hätten. Denn zu sagen, das und das ist „ineffizient“, also schaffen wir es ab, denn ohne diese wird es besser funktioniren, ist einfacher zu sagen als das wie. Dabei ist letzteres das Wichtigere.

  53. @Claudia Lesen Sie mal. Ich habe mich eindeutig auf dieses Thema bezogen

    ……Warum sollte Ihnen auch etwas von mir bekannt sein? Ich habe ja nichts wissenschaftliches veröffentlicht. Dafür habe ich auch nicht die Qualifikation, denn ich habe weder Tiermedizin oder Biologie mit dem Schwerpunkt Zoologie studiert. ….

    Sie wollen mir jetzt mitteilen, dass dies eine Metaanalyse sein? Ja, ich kann eine wissenschaftliche Studie von einer Recherche unterscheiden. Fragen Sie einmal bei den Zoologen und Tiermediziner rund was sie von dieser Recherche halten.

  54. @G.Joerres:

    Nein, Sie haben sich keineswegs nur auf sich selbst bezogen, vielmehr haben sich diffamatorisch über Albrechts Eisbärenstudie ausgelassen, die Sie, obwohl Ihnen dazu die Qualifikation fehlt, als nicht-wissenschaftlich abqualifiziert haben.

    Ihr O-Ton: „Man kann nun nicht wirklich sagen, dass diese Studie zur Eisbärenhaltung in deutschen Zoos eine wissenschaftliche Studie ist. Was hat sie für die Forschung denn neues gebracht. Es war eine Zusammenstellung von anderen Quellen, die mit einer eigenen Interpretation versehen war. Diese Interpretationen waren darüber hinaus sehr subjektiv. Also höchstens eine Recherchearbeit.“

    Was andere Zoologen oder Tiermediziner von Albrechts Arbeit halten, ist mit Blick auf Ihre unqualifizierte Abqualifikation (=Diffamierung) dieser Arbeit unerheblich.

    ps: Im Grunde ist mir das völlig egal, wie Sie Albrechts Studie bewerten oder ob Sie sie überhaupt gelesen haben. Sie brauchen also nicht mehr zu antworten.

  55. @ Claudia

    Von einschlägiger Fachkompetenz der Herren Heidt, Jörres, Neumann etc., die sich in diffamatorischer Manier über Frank Albrecht erheben, ist mir hingegen nichts bekannt.

    Das war der Auszug von Ihnen auf den ich mich mit folgender Antwort bezogen habe:

    …Warum sollte Ihnen auch etwas von mir bekannt sein? Ich habe ja nichts wissenschaftliches veröffentlicht. Dafür habe ich auch nicht die Qualifikation, denn ich habe weder Tiermedizin oder Biologie mit dem Schwerpunkt Zoologie studiert. ….

    Sie meinen also ich bin auf Grund der oben gemachten Aussage nicht in der Lage eine wissenschaftlich Studie zu beurteilen. Zumal ich gerade die Themen auf das Thema in diesem Blog eingegrenzt habe. Einem Handwerker, der nichts studiert hat, nichts im Zusammenhang mit Zoos gelernt hat, außer ein paar Zoobesuche, dem trauen Sie eine wissenschaftliche Studie zum Thema Eisbären zu?

    Ja, ich habe diese Studie zu einer Recherche herabqualifiziert, aber doch nicht diffamiert. Ist jede andere Meinung sofort eine Diffamierung? Oh, ha!!! Und ja, ich habe diese Arbeit gelesen und ausgewertet.

    Da Sie mich hier und jetzt selbst diffamiert und herabqualifiziert haben, erlaube ich mir trotzdem eine Antwort zu geben, aber ich glaube eine weitere Diskussion mit Ihnen zu diesem Thema hat keinen Zweck mehr. Ihre Antwort hat mit einer vernünftigen Diskussion zum Thema nichts mehr zu tun.

  56. Ich erinnere mich noch genau an die vielen tollen Stunden, die meine Eltern mit mir im Tierpark Berlin Friedrichsfelde verbracht haben. Solche Nachmittage waren immer etwas Besonderes. Ich liebte diese Ausflüge!

    Dennoch stellte ich mir jedesmal, spätestens im Raubtierhaus die Frage: Geht es den Tieren hier gutl? Haben sie genügend Platz? Werden sie hier gut behandelt?

    Zoos sind was Tolles! Nur selten äußerst sich mal jemand negativ über unsere „Tierverwahrungsanstalten“. Das mag mit unseren Kindheitserinnerungen zusammenhängen oder mit der Tatsache, dass uns das einfach so beigebracht wurde. Ähnlich wie bei unserem Fleischkonsum. Wir sollen nicht töten, weder Mensch noch Tier.. naja fürs Schnitzel schon. Außerdem töten da ja nicht wir, sondern andere. Wir kaufen nur das Fleisch, dass eh schon im Supermarkt liegt. Sauber verpackt. – zurück zum Thema!

    Wer gibt uns Menschen eigentlich das Recht Tiere einzusperren?

    Zoos argumentieren hier gerne mit: 1. dem Artenschutz 2. der Forschung und 3. dem Bildungsauftrag

    1. – der Artenschutz

    Tiere brauchen Schutz! Wir müssen versuchen die Artenvielfalt in ihrer natürlichen Umgebung zu erhalten. Wer gibt uns aber das Recht Tiere, mit dem Argument ihre Art zu erhalten, in einen Käfig mit Hof zu sperren, solange bis sich unter Umständen eine Möglichkeit zur Auswilderung bietet.

    Biologe und Umweltpädagoge Rainer Borcherding stellte 2008 fest: „[…] täglich sterben etwa 100 Tierarten aus. Heute, morgen, und übermorgen wieder. Alle Erhaltungszuchten der Welt zusammen beschützen derzeit etwa 500 Arten von Wirbeltieren vor dem Aussterben – 1 Prozent aller Wirbeltiere. Gemessen an der Gesamtzahl der verschwindenden Arten, ist die Erhaltungszucht freilich nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein.“ Außerdem müssten, wenn das Arguement der Erhaltungszucht stimmen soll, Zoos fast ausschließlich gefährdete Arten halten, was aber bekanntlich nicht der Fall ist. „Nachhaltige Beiträge zum Erhalt der Biodiversität leisten nur Projekte zum Schutz tropischer Wälder und anderer Naturlandschaften. Jede Aktivität, die von der Notwendigkeit des Biotopschutzes ablenkt, ist kontraproduktiv.“ so Borcherding weiter. Was hätten wir schon erreichen können wenn das „öffentliche“ Geld, dass momentan in die Zoos fließt in solche Projekte geflossen wäre.

    Darüber hinaus verhindern Zoos die natürliche Auslese einer Art. Hier werden auch die Schwachen „durchgebracht“. Oft wird diese Aufzucht noch öffentlichkeitswirksam iszeniert. Das ist der genetische Weg vom Wild- zum Haustier. Tiere in Gefangenschaft entfernen sich genetisch und im Verhalten mit jeder Generation von dem, was sie als Wildtier waren.

    Die meisten Tiere verbringen ihr gesamtes Leben in Gefangenschaft. Wenn Menschen ohne Grund eingesperrt werden schreit die Gesellschaft nach Gerechtigekeit? Haben Tiere dieses Recht nicht? „Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, sondern Leben inmitten von Leben, das auch leben will.“ A. Schweitzer

    2. – die Forschung

    Forscher preisen an, wieviel sie von den in Zoos lebenden Tieren gelernt haben. Die Frage ist nur, inwiefern verhalten sich die Tiere in Zoos genauso wie in der Natur? Wer wirklich etwas über die Tiere und ihr natürliches Verhalten erfahren möchte sollte sie in ihrem natürlichen Umfeld beobachten. Wer das Verhalten der Menschen erforscht, forscht ja schließlich auch nicht in Gefängnissen. Es sei denn er möchte mehr über das Verhalten in Gefangenschaft erfahren. Genau das passiert in Zoos. Wissenschaftler versuchen heraus zu finden, wie man mehr Tiere in Gefangenschaft züchtet oder wie sie sich länger und öfter fortpflanzen. Ich verzichte gerne auf jedes Wissen über Tiere, deren Forschung auf eingesperrte Tiere beruht.

    3. – der Bildungsauftrag

    Nicht jeder kann sich eine Reise in ferne Länder leisten. Zoos werben damit, genau diesen Menschen und vor allem den Kindern etwas beizubringen. Dadurch soll die Empathie gegenüber den Tieren gestärkt werden. Was bringen denn Zoos den Kindern bei? Das Tiere auf uns angewiesen sind? Das wir Menschen das Recht haben mit Tieren zu machen was wir wollen? Das Eisbären gar keine Eisberge und keine Kälte brauchen, sondern auch in Zoos ganz gut zurecht kommen?Prima! Damit wäre ja dann in diesem Bezug auch das „Erderwärmungsproblem“ gelöst! Fragen wir doch mal ein achtjähriges Kind, dass gerade aus dem Zoo spaziert was es denn gelernt hat…. Wer seinen Kindern etwas über Tiere beibringen möchte kann sich an zahlreichen Fachbüchern bedienen und dieses Wissen an die Kinder weitergeben. Es gibt auch sehr gute Dokumentationen. 94% aller Deutschen besuchen mindestens einmal im Leben einen Zoo. Würde sich nur ein Drittel davon mehr um Natur- und Artenschutz kümmern sähe die Welt wohl schon ganz anders aus.

    Machen wir uns nichts vor. Zoos dienen uns zur Belustigung. Tiere sind aber nicht zur Unterhaltung da!

    „Solange sich die Abschaffung der Institution Zoo als Ganzes nicht durchsetzten lässt, wäre zumindest ein konsequentes Ende der Raub- und Wandertierhaltung eine tierethische Pflicht.“ schrieb Nadine McNeil auf der Webseite der GRÜNEN JUGEND. Besser hätt ich es nicht sagen können!

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