… Schaf zu sein dagegen sehr!

schafeSchafe haben es nicht leicht, ihr Ruf ist wirklich nicht der beste. „Dumm“ sind sie angeblich. Manche, nämlich die schwarzen, gelten als böse. Junge Schafe, also Lämmer, werden schon in der Bibel nicht nur als „unschuldig“ bezeichnet – was ja an sich noch nicht negativ wäre -, sondern auch als übermäßig „geduldig“ bzw. so duldsam, dass sie sogar ohne zu murren selbst  zur Schlachtbank gehen. Kaum jemand weiß, dass Schafe viel intelligenter sind als gemeinhin bekannt. Dazu habe ich übrigens einen interessanten Artikel der „Berliner Morgenpost“ gefunden.

Und nun: der vielzitierte Skandal um „Rosi“, das Schaf aus dem Nürnberger Tiergarten, das in ein Bordell entführt wurde, manche Medien das ganze Pfingstfest über in Atem hielt und jetzt wieder wohlbehalten zum Schmausenbuck zurückkehren durfte. Ich habe die Kollegen in der Mittagskonferenz selten so aufgekratzt erlebt wie heute, mit einigen ging die Fantasie richtig durch und führte zum Beispiel dazu. Morgen werden wir beim Zeitunglesen auch noch mal so richtig lachen können, bestimmt!

Wenig zu lachen hatten dagegen zwei Schafe im Kreis Heilbronn – sind sind nämlich tot. Wurden mir nichts, dir nichts über Nacht in einem Garten gefangen und getötet. Eines der beiden Tiere hat man geschlachtet, dabei jedoch nicht fachmännisch zerlegt; das Fleisch ist jedenfalls verschwunden. Das zweite Schaf ließen die Täter einfach tot liegen. Da könnte einem wirklich – Verzeihung! – das Kotzen kommen!

Die Schatten, die der G7-Gipfel redensartlich vorauswirft, sind für die gut 600 Schafe, die normalerweise beim Schloss Elmau weiden dürfen, auch sehr dunkel. Weil dort in der Umgebung jetzt überall Polizei ist, müssen sie im Stall bleiben. Ihre Besitzerin hat Angst, dass sie wegen der strengen Sicherheitsmaßnahmen nicht zu ihren Tieren durchgelassen würde, wenn es nötig wäre.

Zuguterletzt haben wir noch den Wolf, nach dem Menschen der größte Feind des Schafes. Erst vor ein paar Wochen war die Aufregung groß, weil eine solche „Bestie“ im Osten von München Schafe gerissen hat, und nun geht die Angst um – nicht unter den Schafen, aber unter den Bauern.

Wie gesagt, schwere Zeiten für Schafe, und das mitten im chinesischen Jahr des Schafes!