Die Lagune soll endlich dicht gemacht werden

LaguneneuSeit vier Jahren gibt es Ärger um die Tatsache, dass nach der Eröffnung der Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten Salzwasser aus der neuen Anlage ausgetreten ist. Eichen im angrenzenden Wald am Schmausenbuck wurden dadurch geschädigt, und die Tiergartenleitung experimentierte mit verschiedenen Möglichkeiten, um den Wasseraustritt zu vermeiden. So wurde etwa der Wasserspiegel abgesenkt – doch das kann auf lange Sicht keine Lösung sein.

Eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Dienststellen der Stadt Nürnberg arbeitet seit Monaten an Planungen zu einer dauerhaften Abdichtung der Lagune, die man nun umsetzen will. Auch andere Baumängel, die seit der Eröffnung der Anlage aufgetreten sind, sollen im Zuge dessen behoben werden. Als Sanierungszeitraum werden die Jahre 2016 bis 2018 genannt. Denn bevor man mit dem Beheben der Mängel beginnen kann, muss auch noch das nichtöffentliche Delfinarium II wieder fit gemacht werden, weil es als Ausweichquartier für die Delfine dienen soll. Die Sanierung selbst soll Becken für Becken erfolgen, und der Lagunenbetrieb soll währenddessen möglichst weiterlaufen wie gewohnt.

Zeit wird´s, dass endlich was passiert, kann man da nur sagen. Denn der Zoo am Schmausenbuck sieht sich seit Jahren Vorwürfen ausgesetzt, für die er gar nichts kann: Baumängel gehören nicht in seine Verantwortlichkeit. Aber sie passen halt so schön ins Bild, wenn man der Delfinlagune ablehnend gegenübersteht.

4 Kommentare in “Die Lagune soll endlich dicht gemacht werden

  1. Da kann man wirklich nur hoffen, dass die verantwortlichen entweder gut versichert sind oder über ausreichend Mittel verfügen um den Spaß finanzieren zu können. Jedoch finde ich die Entscheidung, die Tiere auf jeden Fall im gewohnten Lebensraum behalten zu wollen SEHR lobenswert, da dies auch aus meinen Augen das kleinste Risiko darstellt.

    Nun darf und sollte, nein muss man hoffen, dass die ganze Sache dann auch schnell anfährt und die Sanierung beginnen kann…denn ne Quasi Auszeit bis 2018 ist schon heftig…gerade auch für das Bistro, dass sicher auch den einen oder anderen Nebeneffekt mitbekommen wird, wenn dort 2 Jahre saniert/gebaut wird.

  2. Die Schuld liegt eindeutig bei Planern und ausführenden Firmen. Das wollen die allseits bekannten Delfinarien-Hasser aber nicht sehen.

    Ich hoffe, dass die Sanierung einigermaßen reibungslos über die Bühne geht.

  3. Es kommt auch auf den Tiergarten an – es hätte Bauabschnitt für Bauabschnitt die Abnahme begleitet sein müssen

    Herr Hengl – Mitmenschen gleich als Delfinarien-Hasser zu wähnen ist doch wohl nur in ihrem Kopd stattfindend!

    Die Bürger müssen bezahlen – so einfach ist es – trennen Sie doch wieder die Lagune aus dem Eintrittspreis heraus – dann schauen wir – vielleicht kommen noch sehr viele „Delfinarien-Hasser“ hinzu. Entgegen den Prognosen aus dem Gutachten – wo ja mindestens 1,2 Millionen Menschen nunmehr den Tiergarten besuchen müßten –

    Anerkennen Sie, Herr Hengl, daß gerade der Tiergarten ein steuerfinanziertes Projekt ist

    Der Bildungsauftrag hat ja schon bei der Abnahme der Lagune nicht gegriffen – der Griff in den Geldbeutel wohl! Da waren doch richtige Experten am Werk!

    Arme Tiere – die das nun mit ausbaden müssen – vollkommen unschuldig am menschlichen Unverstand!

  4. Für mich klingt das wie ein Schildbürgerstreich.
    Offensichtlich setzt man jetzt in Nürnber auf Hoffnung und Glauben. Auch ein Herr Hengel kann nur noch hoffen, „dass die Sanierung einigermaßen reibungslos über die Bühne geht“, aber konkret sind bis jetzt ja nur die Rahmenbedingungen.
    Die Lagune wird in mehreren Schritten saniert und die Delfine sollen unter den Baumaßnahmen nicht leiden.
    Der Bürgermeister Christian Vogel gibt in einem Interview im BR zu, dass in der Vergangenheit viel zur Beseitigung der Mängel versucht wurde. Nichts hat geholfen!
    Und gerade jetzt glaubt man eine Lösung gefunden zu haben?
    Auch in dem Pressetext vom 28.07.2015 gibt es noch keine konkrete Lösung für die Baumängel. Dort heißt es:“Das Hochbauamt erteilte in enger Abstimmung mit dem Tiergarten den Auftrag an ein Münchner Fachbüro, einen wasserundurchlässigen Beckenrand sowie eine Rückführung des überschwappenden Salzwassers zu entwickeln.“
    Offensichtlich weiß ja noch gar keiner, noch nicht einmal das Münchner Fachbüro, ob und wie die Lagune abgedichtet werden soll, und was das Ganze am Ende Kostet.
    Vielleicht sollten die Beteiligten am Sonntag in die Kirche gehen und beten, dass das Ganze kein Fiasko wird.

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