Keine Angst vorm Bürgermeister!

vipraumneu
Nachdem mich nach obigem Blogbeitrag von vip über Facebook eine ganze Reihe von Kommentatoren darauf angesprochen hat, was bei uns in der NZ-Redaktion los sei, dass Blogger nun offenbar gegeneinander schreiben, will ich auf diesem Weg auf den Beitrag antworten:

Lieber vip,

ein Zyniker wie Du kann es sich offenbar nicht vorstellen, dass jemand von einer guten Sache überzeugt ist – so wie ich vom Nürnberger Tiergarten und von Zoos im allgemeinen. Ich stehe damit beileibe nicht allein da, das belegen die Millionen von Zoobesuchern, die allein in Deutschland jedes Jahr registriert werden.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand anderer Meinung ist und Zoos oder die Delfinhaltung ablehnt und dies öffentlich kundtut. Schließlich gilt bei uns Meinungsfreiheit. Aber die Mittel müssen fair bleiben. Mir vorzuwerfen, ich würde mich „harttun“, gegen gegen den Tiergarten anzuschreiben, weil „dessen oberster Chef der Bürgermeister ist, der wiederum in der Nürnberger SPD vorne mitmischt und auch auf etlichen anderen wichtigen Themen draufsitzt“, ist einfach lächerlich. Mich interessiert der Bürgermeister, dessen Namen Du nicht erwähnen willst, in diesem speziellen Fall – Entschuldigung, Herr Vogel! – einen Sch… Ich schreibe nicht für Herrn Vogel und die SPD, sondern über Ereignisse im Nürnberger Tiergarten – und zwar positive wie negative. Und so wird es auch künftig sein.

 

7 Kommentare in “Keine Angst vorm Bürgermeister!

  1. Meinungsfreiheit ist an der Ecke ja schön und gut, Meinungsfreiheit bedeutet aber auch, dass man auch Alternativen aufzeigen können muss. Wer sich nur hinstellt und über irgendwas herzieht, der bedient damit vielleicht eine kleine Sparte von Extremen, die fröhlich applaudieren…nur: Die Probleme löst es nicht und Alternativen werden so auch nicht erzeugt.

    Zwar wurde dann Meinung kund getan, jedoch dann auch meiner Meinung nach selten dämlich, denn zu Ende wurde ganz offensichtlich nicht gedacht und das widerrum ist traurig.

  2. Da bin ich aber froh, dass noch Meinungsfreiheit herrscht. Eine Anmerkung möchte ich mir aber doch erlauben. Schon vor Jahren hat Peter Sloterdiijk den mittlerweile eh nur noch selten benutzten Zyniker-Vorwurf folgendermaßen differenziert:

    „Der Zyniker steht in der sozialen Hierachie `oben´, auf der Seite der Herrschenden und der herrschenden Kultur, der Kyniker provoziert ihn von unten, spielt gegen die Vormacht der Zyniker eine anarchische Gegenmacht aus, führt ein Dasein im Widerstand, im Gelächter, in der Verweigerung, in der Berufung auf die ganze Natur und das volle Leben.“

    Wobei man „ganze Natur“ und „volles Leben“ auch unseren Delfinen angedeihen lassen sollte – vor allem wenn man „an eine gute Sache glaubt“.

  3. Herr Koch (ich vermute, Sie sind das?),

    dass passt offensichtlich nicht in die heile Zoowelt, dass sich jemand dem Tiergarten gegenüber kritisch äußert.
    Da wird dann auch einmal eine TIERfreundin von Ihnen (vorausgesetzt Herr Koch ist richtig) als psychisch krank beschimpt, nur weil sie sich für die Tiere interessiert und nicht explizit für den Tiergarten. Ich wundere mich daher, dass ausgerechnet Sie davon schreiben, dass hier jemand über etwas hierzieht ?

    VIP drücke ich die Daumen, dass er sich seinen unabhängigen Journalismus bewahrt!

  4. Liebe Frau Wolf,
    mit Ihrem „Wildwestromatik“-Artikel NZ-Ausgabe vom 29. Juli 2015 haben Sie wieder einmal „den Vogel abgeschossen“.
    Vielen lieben Dank!

    Ist es eigentlich üblich, dass man neben einem Artikel auch noch einen Kommentar von sich setzt?
    Der von Peter Viebig wäre ideal gewesen. 😉

    Übrigens gibt es viele, viele Besucher die ganz und gar nicht begeistert vom Tiergarten sind.
    … oder eben nicht mehr, so wie ich

  5. Liebe Frau Meyer,
    offenbar sind Sie keine Zeitungsleserin, sonst wüssten Sie, dass Kommentare zum Artikel von ein und demselben Autor das Übliche sind. Und noch etwas: Ich von mir aus hätte in diesem Fall gar keinen Kommetar geschrieben – aber mein Vorgesetzter wollte es so.

  6. Verehrte Frau Meyer,
    „Übrigens gibt es viele, viele Besucher die ganz und gar nicht begeistert vom Tiergarten sind.
    … oder eben nicht mehr, so wie ich“.
    Dann seien Sie doch bitte so konsequent und bleiben dieser Einrichtung fern!

  7. Hallo Frau Meyer. Warum gehen Sie dann noch hin? Offensichtlich nur noch um Tierrechtler und Zoogegner mit „Informationen“ zu füttern. Irgendwann muss Ihnen der Tiergarten ziemlich auf die Füße getreten haben.

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