Soll das investigativer Journalismus sein?

Diese Sendereihe arbeitet mit billigen Vorurteilen und erreicht damit ein Millionenpublikum: Mario Barth deckt auf“ (Foto: RTL). Bei der neuesten Ausgabe der RTL-Sendung geht es am 7. Oktober um 20.15 Uhr unter anderem um die Delfinlagune des Nürnberger Tiergartens. Im Vorfeld schlagen im Internet bereits seit ein paar Wochen die Wellen hoch: Auf Facebook werfen Delfinariums-Befürworter dem RTL-Team Voreingenommenheit und Beeinflussung durch das Wal- und Delfinschutz-Forum vor.

Der Comedian Barth will laut Angaben von RTL mit seinem Team aus prominenten „Spürhunden“ in seiner Show „Verschwendung und Behördenwahnsinn“ auf den Grund gehen. „Leider versickern viele Gelder immer noch in extrem kostspieligen Neu- oder Umbaumaßnahmen, die am Ende keiner wirklich will oder braucht“, heißt es auf der Homepage des Senders. Fälle von „grober Steuerverschwendung“ sollen in der Show angeprangert werden.

Wie dazu ein Beitrag über die Delfinlagune passt, frage ich mich ebenso wie die Delfinfreunde gegen die Delfinarenhasser – so heißt eine Gruppe bei Facebook. Denn die Lagune ist lediglich zu rund elf Prozent aus Steuergeldern finanziert. Den Löwenanteil der Gesamtkosten von 31 Millionen Euro (inklusive Manatihaus) finanziert der Tiergarten entsprechend einer Vereinbarung mit der Stadt Nürnberg über Zinstilgung über einen jährlichen Budgeteinbehalt von derzeit rund einer Million Euro. 7,7 Millionen Euro stammen aus Spenden, und 3,5 Millionen Euro kommen aus dem gesamtstädtischen Haushalt zur Deckung der angefallenen Mehrkosten. Es sind also bisher lediglich 3,5 Millionen Euro an Steuergeldern in die Lagune geflossen.

Die Recherchen und Interviews zur Sendung sind offenbar, um es vorsichtig zu formulieren, etwas einseitig verlaufen. Tiergartendirektor Dag Encke hat sie mir gegenüber als „sehr tendenziös“ bezeichnet. Er habe bei Fragen – zum Beispiel zu den Besucherzahlen nach Eröffnung der Lagune – nicht die Möglichkeit gehabt, in Fragen verpackte Behauptungen richtigzustellen. Als „Spürhündin“ im Fall Lagune hat Mario Barth Nina V. Heinemann losgeschickt. Die ist Hoteltesterin, Fitness- und Reiseexpertin und Fernsehmoderatorin. Sie ist außerdem Mitglied bei „Dolphin Care“, einem Projekt, das im November 2014 von ProWal und WDSF ins Leben gerufen wurde. Hinter dem WDSF  (Wal- und Delfinschutz-Forum) steckt Jürgen Ortmüller, von Beruf Steuerberater in Hagen. Im Namen des WDSF kämpft er seit Jahren gegen Delfinhaltung in Zoos und Delfinarien im allgemeinen. Zusammen mit der Organisation ProWal hat sich das WDSF mit „Dolphin Care“ zum Ziel gesetzt, ein Zentrum für verletzte Delfine und deren Wiederaussiedlung im Roten Meer in Ägypten einzurichten.

Auf Facebook existiert auch eine Gruppe namens „Dolphin Care“, bei der Nina V. Heinemann Mitglied ist. Sie hat sich zudem vor den Dreharbeiten in Nürnberg öffentlich gegen die Delfinhaltung ausgesprochen – und Ortmüller hat sich bereits vor Ausstrahlung der Sendung beim RTL-Team im Netz für den „tollen Dreh“ bedankt. Bei Facebook-Gruppen, die sich für Delfinarien einsetzen, werden seit einigen Wochen schon Vorwürfe erhoben, mit der neuesten Ausgabe von „Mario Barth“ werde eine Fernsehsendung von Delfinariumsgegnern als Forum missbraucht, um Stimmung gegen die Lagune zu machen.

Ich bin mal gespannt, was nun wirklich für ein Beitrag bei dem Ganzen herausgekommen ist, und werde mir die Sendung natürlich anschauen.

27 Kommentare in “Soll das investigativer Journalismus sein?

  1. Natürlich ist das KEIN Journalismus sondern Stimmungsmache übelster Art.
    Ich kann für Barth nur hoffen, dass er hinters Licht geführt wurde. Wenn er bei dieser „Aktion“ aber wissentlich mitmachen sollte, dann ist er nicht besser als die Urheber der Lügenkampagne!

  2. Dankeschön für den TV-Hinweis.
    Ich werde mir die Sendung auch anschauen.
    Ist die Delfin-Anlage veraltet / zu klein, laufen „Tierschutzsekten“ Amok.
    Wurde in die Gehege investiert, das Leben der Tiere deutlich verbessert, müssen die Leute ihre Strategie ändern, um Zoos in den Dreck zu ziehen. Nur wenn Zoo-Hasser alles ins Negative verkehren bekommen sie Aufmerksamkeit, Einschaltquote und die ersehnten Spenden.
    Würden diese „Organisationen“ dagegen anerkennen, das immer mehr das Wohl der Tiere eine Rolle spielt, würden die Leuten – diesen Sekten – nicht mehr ihre Kröten in den Klingelbeutel werfen.

  3. Endres, Neuhaus und Heinemann haben auf FB gepostet, dass Sie angeblich in Berlin seien. Endres hat zum Beweis (morlok-like seine Eintrittskarten gepostet). Heute (5.10.) wird die Sendugn angeblich in Berlin Adlerhorst aufgezeichnet. Werden Anreise, Eintritt und Hotel im Namen des Delfinschutz´ eigentlich von Spendengeldern bezahlt?

  4. Die ganze Hektik im Vorfeld dieser Sendung finde ich schon ein wenig grotesk. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller und nervenschonender, sich den Beitrag erst einmal anzusehen und danach zu beurteilen?

  5. Delfinarienbetreiber und deren Befürworter sind absolut realitätsfremd.
    Den Tieren geht es in den viel zu kleinen Becken eben nicht „sehr gut“.
    Sie müssen alberne und artenfremde „Kunststücke“ aufführen, um eine geifernde und empathielose Masse zu bespaßen.
    Ihre sehr empfindliche Haut wird verletzt, wenn sich sogenannte Delfintrainer an ihren Rückenflossen festhalten, oder sich auf deren Maulspitzen durch die Gegend schieben lassen.
    Bei Verweigerung droht Futterentzug.
    Ich empfehle Ihnen dringend mal den Dokumentarfilm „Die Bucht“ anzusehen.
    Dort erfahren Sie u.a. auch wo all das Elend seinen Hauptursprung hat.
    Nämlich vor der Küste von Taiji/Japan.
    Wer Delfinshows besucht fördert Tierqual!!!

  6. @ Herr Bogdan

    Ihre Beschreibung der Verhältnisse entbehrt jeder Grundlage.
    Offensichtlich stützen sie ihre These auf Propaganda-Videos und Hörensagen.
    Schulklassen oder Kindergartengruppen, die zuschauen, als Tierquäler zu bezeichnen, ist wirklich grotesk.
    Im Übrigen müssen diese Tiere gar nichts !
    Wenn man das Verhalten der Delfine über einen längeren Zeitraum beobachtet, kann man deutlich erkennen, dass die Shows eine Bereicherung des – zugegebenen monotonen – Alltags sind und von den Tieren mit Freude und Aufregung erwartet werden.

  7. @ Herr Bogdan. Sie haben absolut Recht mit Ihrer Äußerung. Wenn man das Verhalten der Delfine länger beobachtet, dann sieht jeder, warum sich die Delfine auf die Show freuen. Die Tiere erhalten über die meiste Zeit am Tag kein Spielzeug und ihnen ist totlangweilig. Sie können nie selbst was fressen, wenn sie Hunger haben und sie werden ständig voneinander getrennt. Das sieht jeder an den verschiedenen Becken und Schleusen. Wären die Delfine immer satt und hätten Abwechslung und wären auch immer beisammen, dann würden sie sich an dieser albernen Show überhaupt nicht beteiligen.

    @ Frau Wolf – Was ist für Sie eigentlich investigativer Journalismus?

    @ Frau Scharnicke – Ich teile Ihre Meinung uneingeschränkt!

  8. @ Frau Wolf. Na dann kann die Leserschaft ja mal gespannt darauf sein, wann von ihnen ein sachlich kritischer Bericht über die Delfinlagune erscheint. Frei von jeglicher Einflussnahme einer Interessengruppe, wie die Stadt Nürnberg!

  9. Wußte Herr Encke nicht, mit was für einer Krawallsendung er sich da einlässt? Er hätte doch keine Drehgenehmigung erteilen müssen.

    Im übrigen war die Entscheidung für die Lagune ein Schmarrn. Für das Geld hätte man besser ein zeitgemäßes Elefantenhaus bauen und die Verhältnisse für die anderen Tiere verbessern sollen. Dass der Tiergarten bei fortgesetzter Delfinhaltung zunehmend in die Kritik geraten wird, war absehbar.

  10. @Beko

    Glauben sie ernsthaft, wenn man statt der Delfin-Lagune ein Elefantenhaus gebaut hätte, das der Tiergarten dann Beifall bekommt?
    Zoo-Hassern geht es ums Prinzip, die lassen lieber Tierarten (zur Not auch alle auf der Welt) aussterben, als im Zoo zu halten.
    Daher ist auch ein konstruktives Gespräch mit diesen Sektenmitgliedern unmöglich.

  11. @bearjs – (Ihre Schreibe erinnert mich jedoch an den Delfinarien-Gegner-Hasser Rüdiger Hengl) – Natürlich hätte der Zoo Beifall bekommen, wenn er ein Elefantenhaus gebaut hätte. Gerade dann, wenn dort gar keine Elefanten untergebracht worden wären, die wie die früheren (asiatischen und afrikanischen) angekettet werden mussten!

    @ beko – als öffentliche und mit Steuergeld finanzierte Einrichtung sollte Herr Encke jedem TV-Sender Eintritt und eine Drehgenehmigung gewähren, wenn der Zoo nichts zu verheimlichen hat.

  12. Ihre literarischen Ergüsse zur späten Nachtstunde (2:06), Herr Bogdan Rene, bleiben mal dahin gestellt. Allerdings sollten Sie mit Ihren Intendierungen, der Nürnberger Zoo verübe Handlungen, die Verstöße gegen das Tierschutzgesetz intendieren, etwas weniger großzügig umgehen!

    Dass Ihnen Zoos im Allgemeinen und Delfintierhaltung im Besonderen nicht passt, kann ich nachvollziehen. Eine tendenziöse Pseudo-Doku mit instrumentalisierter „Investigatorin“ als Wahrheit letzter Schluss darzustellen tut dem Anliegen des Tierschutz auch keinen Gefallen.

    Finden Sie sich doch damit ab, dass sehr viele Menschen gerne in Zoos gehen und einige Wenige eben nicht. Dass Sie einer Minderheit angehören, muss Ihnen jetzt keinen Vorschub leisten unter dem Deckmäntelchen der „Lobby für Delfine“ Ihre Komplexe abzuarbeiten, indem Sie versuchen Zoos und deren Besucher als „Tierquäler“ bzw. deren Handlanger zu verleumden.

  13. Außerdem scheint Herr Ortmüller Frau Heinemann näher zu kennen. Am 14.8.2015 nachmittags gab es auf Heinemanns FB_Seite ein Foto, das 5 Männer und 2 Frauen zeigt, offenbar größtenteils Personen des Fernsehteams.

    Zwei Personen, nämlich die im Vordergrund, sind WDSF-Geschäftsführer Ortmüller und Spürhundin Heinemann.

    Heinemann trägt ein blaues Top und türkisfarbenen Shorts, Ortmüller eine beige Sommerhose und ein rot/blau/weiß längsgestreiftes Hemd. Das ist weiter noichts Besonderes. Besonders aber ist, dass Ortmüller seinen rechten Arm um die nackte rechte Schulter von Heinemann legt und das Bild mit „Well done“ kommentierte.

    Es liegt der Verdacht nahe, dass Sich Ortmüller und Heinmann offenbar näher kennen als Ortmüller jetzt zugeben will. Warum ist Ortmüller ausgerechnet am Drehtag des Fernsehteams in Nürnberg? Warum trifft sich Ortmüller nach dem Dreh mit dem Team? Warum kommentiert Ortmüller (was auch immer) mit den Worten „Well done“?

    Wenn das keine Mauschelei vermuten lässt, dann weiß ich nicht mehr, wo es noch Mauschelei gibt.

    Heinemann spricht sich öffentlich gegen Delfinarien aus, außerdem ist Heinemann Mitglied der FB-Gruppe Dolphin Care, einer Gruppe, in der Ortmüller maßgeblich Anteil hat. Ist da objektiver Journalismus überhaupt möglich?

    Für den Unbedarften könnte es also fast so aussehen, als ob die ganze Barth-Sache von einer ganz bestimmten Person „eingefädelt“ und gelenkt wurde.

  14. „Wie dazu ein Beitrag über die Delfinlagune passt, frage ich mich ebenso wie die Delfinfreunde gegen die Delfinarenhasser – so heißt eine Gruppe bei Facebook.“ – Warum funktioniert der Link der genannten Gruppe nicht? Gibt es eine solche Gruppe überhaupt? Wahre Delfinfreunde sind sicherlich nicht für Delfinarien, sondern lehnen solche Einrichtungen ab!

  15. „Es sind also bisher lediglich 3,5 Millionen Euro an Steuergeldern in die Lagune geflossen.“ Lediglich? Das ist schon ein Skandal! Hatte Zoo-Vize Helmut Mägdefrau zur Finanzierung der Delfin-Lagune nicht einmal anderes behauptet? Am 25.05.2010 hieß es von ihm persönlich: „Auch das Geld-Argument zieht für ihn nicht, da der Lagunenbau über Kredite finanziert werde, den Stadtsäckel nicht belaste.“

  16. Dass bereits 3,5 Mio. Euro Steuergelder zur Finanzierung der Kredite eingesetzt werden mussten, ist in der Tat sehr ärgerlich. Kritiker des Lagune-Projektes haben das vorhergesehen und mussten sich dafür als Spinner und Miesmacher beschimpfen lassen. Es wurde immer von allen Verantwortlichen versprochen, dass keine Steuergelder verwendet werden. Dieses Versprechen musste angesichts der nicht wie erwartet gestiegenen Besucherzahlen und dementsprechenden Einnahmen gebrochen werden. Das dürfte einer der Gründe für die Aufregung um diese Sendung sein. Mir wäre es auch lieber, wenn andere Sendeformate sich des Themas annnehmen würden. Wie fair und sachlich der Beitrag in der Barth-Sendung tatsächlich ausfällt, werden die Zuschauer morgen sehen.

  17. Hat jemand mal nachgedacht wieviel Delfine in Fischernetz ersticken. Wie soll Mob der als einer der drei ältesten Delfine der Welt gilt ausgewildert werden er würde schon einen Transport nicht überleben ist das dann Sinn der Sache oder tierfreundlich?

  18. Diversen Sendern sollte man nicht zu viel Vetrauen schenken. Ich habe drei Wochen Praktikum in der Lagune und dem Manatihaus gemacht. Beim Bau gibt es zwar diverse Mängel, aber den Tieren dort geht es gut und jeder der Augen im Kopf hat, wird das auch sehen. Deswegen geht den Delfinariengegnern auch die Luft aus und es wird sich an jeden Strohhalm geklammert, den man findet.

  19. Ob ich mir diesen Schmarrn ansehen werde, weiß ich nicht. Schon vorab ist zu erkennen, was davon zu halten ist. Mario Barth ist ein Comedian, das wird hier vollkommen vergessen und bei einer Sendung wie seiner, das auf auch noch auf RTL, erwarte ich nichts seriöses. Und auch Humor ist Geschmacksache. Wer auch immer Herr Orzmuller ist, ich hoffe für ihn, er nimmt nur Stellung als Steuerberater, der er ja wohl lt. Texten ist und stellt sich nicht als Delfinkenner hin, falls es um Falschbehauptungen bzgl. der Lagune geht, sonst wirds für ihn richtig peinlich. Wer Delfinariendelfine aus europ. Zoos im Roten Meer ÄGYPTENS auswildern will KANN sich nicht mit Delfinen auskennen. Und beschäftigt such weder mit Delfinen, noch mit drm Roten Meer in dem es jede Menge gravierende Probleme gibt u.a. durch Delfintourismus, der u.a. durch medienpräsente Delfinariengegner forciert wird.

  20. @Elke – Was hat das Ersticken von Delfinen im Meer mit der Steuerverschwendung in Nürnberg oder mit diesem Beitrag zu tun? Schon mal darüber nachgedacht, dass zehntausende Delfine für Delfinarien starben? Tausende heute noch in Gefangenschaft leben müssen? Niemand will, dass Moby ausgewildert wird. Das ist eine reine Unterstellung und Phantasie von ihnen! Aber wie wäre es, wenn man mal darüber nachdenkt die Zucht einzustellen, damit man sich nicht noch mehr Probleme schafft, falls man die Delfine eines Tages mal loswerden möchte oder gar muss?

    @ Maria – Wo steht, dass Herr Orzmuller Delfine aus europäischen Zoos im Roten Meer auswildern möchte?

  21. Habe über die anstehende Sendung nur gelesen und werde sie nicht sehen können. (Bin dann wieder im Ausland). Aber vor der Diskussion sollte man das gesehen haben? Und es ist, wie ich las, Comedy?
    Aber eine Idee für die Macher der Sendung, die , ausgehend von der Beschreibung, vom Format albern ist, einmal darüber zu recherchieren, wohin Spendengelder vieler vermeintlicher Tierschutzclubs fließen und was wirklich hinter angeblichen Ausgaben für irgendwelche z.B. Reisen stecken , um in anderen Ländern zu demonstrieren oder angebliche Aktionen auszuführen. Uns Spendern wird mangelndes Vertrauen unterstellt, wollen wir wissen, so wo das Geld hin fließt. Diesen Erfahrung machte ich vor ungefähr zwei Jahren mit einem der Vereine in Deutschland.
    Ein weiterer Kritiker, der auf Facebook-Seiten nach dem Verbleiben von Spenden fragte, wurde gegengefragt, ob er kein Vertrauen habe. Dann nach weiterer Diskussion wurde der Fragende schlicht entfernt. Seltenseltsame Methoden! Wenn ich heute auf Seiten des Internets und verteilten Flyern schon diese pauschalen Popularbehauptungen gegen Zoos lese, bin ich damit zuende. Jeder, der dem Aufruf derselben zum Boykott der Zoos NICHT folgt, erkennt, das der Boykottaufruf nur einem Zweck dient: die Leute sollen nicht mit eigenen Augen sehen, daß die Behauptungen nicht stimmen und sollen verhindert werden IM Zoo Fragen dazu stellen, denn dort gibt es Antworten, die nachprüfbar sind.

  22. @Mario:

    http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/aktuelle-aktionen
    Und:
    https://m.facebook.com/delfinarien/posts/1749712145255672
    Hier sehe ich, wie ich eben gegoogelt habe, (wollte mehr über diese beiden genannten Vereine und das geplante Delfinarium wissen) auch keine Hinweise auf echte Recherche, die zu solchen Plänen gehört. Jeder Tourist kann solche Fotos aufnehmen. Gab es Gespräche mit Fachpersonal? Z.B. mit Maya Zilber ? :
    http://walschutzaktionen.de/2523301/2757011.html#top
    Ferner: In den Delfinarien Deutschlands ist seit langen Jahren kein Neuzugang durch Wildfänge erfolgt und auch nicht notwendig. Kann aber jeder selbst recherchieren. Auch, dass es sich um eine andere Unterart handelt, als die Taiji-Delfine, Kenner sehen das mit bloßem Auge, andere blamieren sich durch das Verlangen teurer Gentests.
    Und ergänzend:
    Das Rote Meer hat eine andere Biologie als die anderen Meere, die Vielfalt allen Lebens dort ist ( noch) einzigartig. U.a. bedingt durch die gleichmäßigen Temperaturen, selbst in Tiefen bis zu 2000 m ist das Wasser warm.
    Viele Tierarten und Pflanzenarten dort sind endemisch.
    Auswilderungen: Zoos/Fachleute reden von Wiederansiedlung und meinen damit einen oft langwierigen Prozess unter Berücksichtigung vieler Faktoren
    –im Unterschied zu bekannten, medienwirksamen Kurzschlusshandlungs- Aktionen von Tierrechtlern– sollen die Tiere in freier Wildbahn schließlich auch leben und nicht durch unsachgemäße Auswilderung sterben, was leider nur Geldstrafen zur Folge hat und m. E. mit viel höheren Strafen geahndet werden sollte, da es zu wirklich katastrophalen Auswirkungen auf ganze Ökosysteme führen kann. Mit Tierschutz hat das nichts zu tun. nur mit menschlicher Arroganz und Geltungssucht nebst einem krankhaften Trieb, Recht zu behalten. Denn dies geht auf Kosten der Tiere, der Umwelt, bis in die weite Zukunft hinein!
    Genannte Delfinariendelfine passen als andere Unterart des Tümmlers nicht ins Rote Meer und DÜRFEN dort auch nicht „ausgewildert“ werden, es wäre strafbar! Tümmler ist nicht gleich Tümmler. Ob sich auswilderbare Delfine aus Delfinarien dort nicht sogar schädigend auf die dort lebenden Populationen auswirken, ist, wie oben gesagt, die große Frage, man muss es nun wirklich nicht ausprobieren. Die Folgen könnten fatal sein. Auswilderungen sind dort eben deshalb schlicht aus diesem Grund verboten!
    Ägypten hat ohnehin, neben Umweltproblemen derzeit weiß Gott ganz andere, hinreichend bekannte Probleme!
    Schon lange kämpft die HEPCA in Ägypten gegen die Schäden durch den Massen-Delfintourismus ( im Roten Meer leben zwei Delfin-Unterarten, Tursiops aduncus und der Spinner-Delfin), bekämpft die durch den Müll entstehenden Umweltschäden und die Schäden durch die Öl-Havarie 2010, die immer noch sichtbare Spuren im Meer erkennen lässt ( u.A.Korallensterben infolgedessen wie auch durch Ablagerung von Plastikmüll).
    Vom Abwasser, das täglich ungefiltert ins Rote Meer gelangt, dem wilden Angeln u.s.w. fange ich besser erst gar nicht an.
    . Kämen die Delfine aus europ. geschlossenen Delfinarien in diese fiktive/geplante Einrichtung, dümpelten sie dann in Ägypten in einem Delfinarium herum, wo sie sich nicht fortpflanzen dürften und unterstünden in Ägypten nicht einem Tierschutzgesetz, wie z.B. in Deutschland.
    Fachpersonal würde dort auch gebraucht. GUTES Fachpersonal jedoch arbeitet nicht ewig ehrenamtlich und kostet richtig Geld.
    Dennoch: Leute, die sich mit Delfinen in menschlicher Obhut auskennen und oft ehrenamtlich im Urlaub bei Rettungsaktionen u.a. helfen, sind sehr häufig Zoomitarbeiter. Aha?
    Da wäre guter Kontakt mit den Delfinarien gefordert, die Erfahrungen haben, aber die tritt man ja mit Füßen. Der Zug ist damit abgefahren! Auch würde durch das Gebahren gegen Zoos eine Mitgliedschaft z.B. in der WAZA sicher ausgeschlossen, womit viele wichtige Faktoren für das Betreiben einer solchen Einrichtung weg fielen.
    So befürchte ich sicher nicht alleine, würde das Projekt in Ägypten in der Form von diesen Leuten realisiert, entstünde bald ein Delfinfriedhof durch Delfinariengegner, schlimmer, als die schlimmsten Unterstellungen der Delfinariengegner gegen die u.A. weltweit besten Delfinarien, auch in good old Germany – wenn Spendengelder dafür in ausreichender Höhe zusammen kämen. Und bei dem Bau eines Delfinariums gehen Millionen drauf, ganz abgesehen von den entstehenden Kosten durch das Betreiben.
    Die Enttäuschung würde auf dem Fuße folgen, denn EINE Lüge über Delfinarien würde dann sehr schnell aufgedeckt: das ein Delfinarium reich machen kann. Es sei denn, man betreibt es mit der PeTa, die ja (*Ironie on) einen ausgezeichneten Ruf genießt. (*Ironie off) aber über ein großes Vermögen verfügt.

  23. @Marie
    Tut mir leid – aus technischen Gründen konnte der Kommentar erst jetzt veröffentlicht werden!

  24. Wirklich ein super Beitrag und gut recherchiert! Vielen Dank Mario Barth und Team! NICHTS davon war übertrieben oder falsch. Im Gegenteil, es war nur ein kurzer Ausschnitt aus dem Dilemma in deren Focus die Delfine stehen. Wer sich wirklich für sie interessiert (und nicht aus egoistischem Interesse) der weiß, wie falsch es ist, diese wunderbaren, intelligenten Tiere in karge, viel zu enge BetonBecken zu stecken, häufig mit Artgenossen, die sich nicht mögen, unter Reizarmut. Ganz abgesehen vom toten, häufig mit Medikamenten präparierten Fisch, den sie nur bekommen, wenn sie all die sinnlosen Kunststücke mitmachen, zur Unterhaltung ignoranter, empathieloser Menschen. Viele von ihnen weisen durch die Gefangenschaft Verhaltensstörungen auf. Auch in Nürnberg!
    Bitte kaufen Sie keine Tickets für Delfin Shows oder schwimmen mit Delfinen
    Informieren Sie sich bei WDSF, ProWal.
    Gute Dokumentationen: The Cove und Blackfish.

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