Glückwunsch, Feuersalamander!

Feuersalamander Zuletzt hatte man nur schlechte Nachrichten über ihn gehört. In Belgien und den Niederlanden hatte der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans, der vermutlich über den Tierhandel aus Asien nach Europa eingeschleppt wurde, zu einem Massensterben unter Feuersalamandern geführt. In Deutschland kommt der Erreger ebenfalls schon in Terrarien vor. Experten betrachten den Pilz auch als Gefahr für alle freilebenden Salamander in Deutschland.

Doch nun zur erfreulichen neuen Meldung: Der Feuersalamander ist zum „Lurch des Jahres 2016“ auserkoren worden. Diese Aktion hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Und ich finde: Der Feuersalamander ist wirklich ein besonderes Tier. Jedes einzelne Exemplar besitzt auf seiner schwarzen Haut ein einzigartiges Muster aus gelben bis orangefarbenen Streifen und Flecken. Das hat einen ganz pragmatischen Sinn: Es soll Fressfeinde warnen und abwehren. Der Name „Feuersalamander“ hat aber weniger mit der Färbung zu tun als vielmehr mit dem Aberglauben, dass diesem 14 bis 18 Zentimeter langen Lurch Feuer nichts anhaben könne und er mit seinem giftigen Hautsekret Glut löschen könnte.

Am häufigsten kommen Feuersalamander hierzulande in feuchten Laubmischwäldern der Mittelgebirge vor, wo es kühle Quellbäche und -tümpel gibt. Doch diese Lebensräume werden durch forstliche Nutzung immer seltener. Außerdem nimmt der Freizeitverkehr auf Waldwegen immer mehr zu. Die Wahl zum Lurch des Jahres soll auch dazu dienen, auf diese Gefahren aufmerksam zu machen; die Aktion wird deshalb von den Umweltverbänden BUND und Nabu unterstützt.

1 Kommentar in “Glückwunsch, Feuersalamander!

  1. Feuersalamander sind wirklich schöne Tiere. In Südtirol bei einer Wanderung habe ich vor zwei Jahren welche gesehen. Schade, dass nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch noch ein fieser Hautpilz die Bestände bedroht.

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