Bei Feueralarm: weiterbeten!

FruchtfliegeMitten im November – eigentlich ein Trauermonat – habe ich eine Meldung gefunden, die ich im ersten Augenblick für einen Aprilscherz hielt. Aber bei genauerem Hinschauen stellte sie sich als wahre Geschichte heraus, als eine Tiergeschichte. Und weil sie in einem ehrwürdigen Gotteshaus spielt, passt sie doch auch gut zum Monat Novamber.

Hauptpersonen sind Vertreter eines ganz unspektakulären Tierart, nämlich Fruchtfliegen. Diese winzigen Lebewesen haben es in den letzten Wochen tatsächlich geschafft, achtmal einen Feueralarm im Dom zu Altenberg im Bergischen Land auszulösen. Bevorzugte Tatzeit: der frühe Abend.

Der Pfarrer hat eine Erklärung für dieses verblüffende Phänomen: Die Tierchen leben direkt neben den Feuermeldern am Holztragewerk des Domgewölbes, fliegen immer wieder dort hinein – und schon geht der Feueralarm los.

Die Feuerwehr ist nicht nur einmal  angerückt, sondern bisher jedesmal. Die Wehrmänner schaffen sich dann immer über den Hintereingang Zugang zum Kirchengebäude. Die Gottesdienstbesucher kriegen offenbar von dem Ganzen kaum etwas mit. Wer die Chose bezahlt, war allerdings nicht in Erfahrung zu bringen. Ebenso wenig eine Antwort, um welche Art von Fruchtfliegen es sich handelt: die Drosophilidae (Taufliegen, auch als Obst- oder Essigfliegen bekannt), mit der als biologisches Forschungsobjekt berühmt gewordenen Drosophila melanogaster (auf obigem Foto zu sehen), oder Tephritidae (die man auch als Bohrfliegen bezeichnet).

Vielleicht weiß ja einer meiner – oft hochspezialisierten – Leser die Lösung. Und wenn nicht: Für mich gehört diese Tiergeschichte auf jeden Fall schon jetzt zu den originellsten dieses Jahres!

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