Tierheime brauchen mehr Unterstützung!

TierheimBerlinSie leisten unheimlich wertvolle Arbeit, wissen aber oft nicht, wie sie das alles bezahlen sollen und bewegen sich häufig am Rande des Existenzminimums: die Tierheime (das Foto zeigt das Katzenhaus des Tierheims Berlin). Oft können sie fehlende finanzielle Mittel nur durch Spenden ausgleichen. Trotz dieser Probleme setzen sich die Tierheime für in Not geratene Tiere ein und sorgen für eine artgerechte Pflege und Betreuung.

Deshalb fordert der Deutsche Tierschutzbund jetzt von den Kommunen eine angemessene finanzielle Unterstützung von Tierheimen. Schließlich, so heißt es zur Begründung, sei die Betreuung von herrenlosen Tieren eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden. Bisher werden den Tierheimen die hohen anfallenden Kosten nur sehr unzureichend erstattet. Der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, ist mit seiner Geduld am Ende und macht den Städten und Gemeinden schwere Vorwürfe: „Schuld sind die Kommunen, die sich ihrer Pflichtaufgabe nicht stellen, den karitativen Tierschutz als Ausputzer des eigenen Versagens benutzen und damit den praktischen Tierschutz in der Fläche ausbluten lassen“, schimpft er zurecht.

Ob er damit bei den Kommunen auf Gehör stößt, wage ich allerdings zu bezweifeln.

2 Kommentare in “Tierheime brauchen mehr Unterstützung!

  1. Stimmt, den Tierheimen vor Ort geht es schlecht. Es stimmt auch das die Kommunen mehr für die Unterbringung der Tiere in den örtlichen Tierheimen zahlen müssten, denn die Unterbringung ist eine kommunale Aufgabe.

    Das aber Herr Schröder wieder so auf den Putz haut, finde ich nicht so gut. Der Deutsche Tierschutzbund hat als Dachorganisation von über 600 selbstständigen Tierschutzvereinen auch eine Verantwortung und diese könnte er auch wahrnehmen. Geld hat er ja, der Deutsche Tierschutzbund.

    Im Jahr 2014 hatte er Einnahmen in der Höhe von 13.570.649,35€. Davon alleine 1.646.783,69€ aus der Vermögensverwaltung. Jeder sollte sich einmal ausrechnen wie viel der Deutsche Tierschutzbund, bei den Zinsen im Jahr 2014, auf der hohen Kante hat.

    Im Jahr 2014 hatte der Deutsche Tierschutzbund Ausgaben in der Höhe von 9.530.381,98€, davon alleine 4.276.217,93€ an Personalkosten in seinen Projekten und in der Verwaltung. In den sogenannten „Feuerwehrfonds“, der zur Unterstützung der angeschlossenen Tierheime dient, wurden gerade 1.432.806,73€ eingezahlt.

    Im Gesamtjahr 2014 hat also der Deutsche Tierschutzbund einen Gewinn gemacht von 4.040.267,37€. Im nächsten Jahr wird also der Gewinn aus der Vermögensverwaltung wieder steigen.

    Wäre es Herrn Schröder wirklich ernst mit seinem Anliegen, dann hätte er von seinem Gewinn mehr für die Tierheime herausrücken können. Er hätte auch mit seinem Vermögen die Tierheime unterstützen können.

    Ich kann nur jedem raten nicht dem Deutschen Tierschutzbund zu spenden, sondern sein Geld an das örtliche Tierheim zu geben, denn denen geht es wirklich dreckig.

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