Tierisch gute Idee der Frankfurter Polizei

PolizeigiraffeBei all dem derzeitigen Gerede über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen und den Überlegungen, wie sie realisierbar wären, lässt diese Pressemitteilung der Frankfurter Polizei aufhorchen – einfach weil sie zeigt, dass man sich auch bei der aktuellen miesepetrigen Stimmung den Humor bewahren kann. Hier die Nachricht: Die Polizei in Frankfurt testet ab heute Giraffen für die Videoübertragung bei Großveranstaltungen. Das bietet sich in einer Stadt mit einem Traditions-Zoo wie dem Frankfurter eigentlich geradezu an – aber man muss doch erst mal drauf kommen!

Die erste Polizei-Giraffe – sie heißt Horst – ist ab heute  im Dienst. Künftig soll sie bei allen Großveranstaltungen – das sind in Frankfurt immerhin um die 1500 pro Jahr – zum Einsatz kommen, um ihre wesentlich kürzer geratenen menschlichen Polizeikollegen bei der Arbeit zu unterstützen. Durch ihren langen Hals ist die Giraffe geradezu prädestiniert für diese Aufgabe – sie hat ja von Natur aus den Überblick. Die Tiere bekommen bei ihrer Arbeit ein eigens für sie konstruiertes Kopf-Kamera-Geschirr. Über diese Vorrichtung werden die Bilder dann direkt in die Einsatzzentrale der Polizei übertragen.

„Es war ein langer Weg, bis wir die Giraffe in Dienst stellen konnten“, erzählt Giraffen-Führer POK Meerheim. Als erfahrener Hundeführer war es aus seiner Sicht nur logisch, dass die Polizei weiter in der Tierwelt nach geeigneter Unterstützung sucht, teilt die Frankfurter Polizei mit.

Ich finde die Idee gut – aber ich sehe es schon kommen, dass sich da wieder die altbekannten „Tierschützer“ dranhängen werden, weil Tierarbeit nicht mit den Tierschutzgesetzen vereinbar sei.

6 Kommentare in “Tierisch gute Idee der Frankfurter Polizei

  1. Eben habe ich erfahren: Um potentielle Gewalttäter kampfunfähig zu machen sollen auch Stechmücken- und Hornissen-Schwärme eingesetzt werden.

  2. Großartig 🙂

    Ich hätte da noch eine weitere Idee – die Brieftaube.
    Klingt zunächst bizarr, ist aber leider Alltag bei der Polizei …

    http://www.morgenpost.de/berlin/article207311173/Die-Berliner-Polizei-steckt-tief-im-Funkloch.html

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/warum-nrw-polizisten-manchmal-in-einem-funkloch-verschwinden-id11622059.html

    Vermutlich würden 25 Brieftauben im Kofferraum eines Streifenwagens mehr Netzqualität bedeuten als der digitale Polizeifunk heute.

  3. Es ist zwar nicht mehr der 1. April, aber ich hätte auch noch einen Vorschlag. Vera, die Eisbärmama im Tiergarten Nürnberg, hat wiederholt bewiesen, dass sie über einen außerordentlich guten Geruchssinn verfügt. Man könnte sie durchaus als Polizeihund einsetzen, wobei durch ihre Größe eine zusätzliche Einschüchterung gewährleistet wäre.
    Das Problem ist nur: wer macht den Eisbärführer und wo bekommt man das passende Halsband her?

    Ach ja, Dr. Encke und die Eisbärpfleger wären wahrscheinlich auch not amused ….

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