Australier schon wieder beim Tieretöten

WildpferdeIn diesem Blog habe ich mich schon öfter über die Australier aufgeregt, die, was die Tötung von Tieren angeht, unglaublich schnell bei der Sache sind. Jetzt ist es wieder mal so weit. Die australischen Behörden schieben die Schuld für schwere Umweltschäden in einer Region südwestlich von Sydney den dort lebenden rund 6000 Wildpferden – „Brumbies“ genannt – in die Schuhe. Die Herde soll deshalb „drastisch reduziert werden“, wie es im Amtsdeutsch (respektive im Behörden-Englisch 😉 ) heißt. Gemeint ist: Hunderte von Tieren sollen abgeknallt werden.

Mit dieser Ankündigung hat man natürlich die Tierfreunde auf den Plan gerufen. Der Vorsitzende der Organisation „Rettet die Brumbies“ durfte seinem Unmut in der Zeitung „Sydney Morning Herald“ freien Lauf lassen. Er appelliert an die Verantwortlichen, diese Tiere zu schützen und artgerecht zu behandeln, weil sie in dieser Region zur Kultur gehören. Sogar als „Ikonen“ hat er sie bezeichnet.

Aber die Regierung des Bundesstaates New South Wales will im
Kosciuszko-Nationalpark in 20 Jahren höchstens noch 600 Wildpferde
dulden. Angeblich zerstören die Brumbies die alpine Landschaft. Als Gegenmaßnahmen wollen die Behörden Wildpferde einfangen, umsiedeln, Maßnahmen zur Geburtenkontrolle ergreifen, Zäune errichten – aber auch Tiere erschießen. Die Regierung hat nun die Öffentlichkeit um Stellungnahmen dazu gebeten. Aber eines wage ich hier mal zu prophezeien: Die Stellungnahme von Tierschützern wird kaum berücksichtigt werden.

Die Vorfahren der in Australien lebenden Wildpferde – man geht von einer Zahl von bis zu einer Million aus! – wurden einst von den weißen Siedlern auf den fünften Kontinent gebracht. Und nun ist es wie beim Kampf gegen die wilden Kamele vor einiger Zeit in Down Under: Erst bringt der Mensch die Tiere dorthin, und wenn sie sich dann stärker vermehren als erwünscht, bringt sie der Mensch eben mal kurz um die Ecke. Sind ja bloß Tiere! Ich weiß gar nicht, wie die Leute dort drauf sind!

3 Kommentare in “Australier schon wieder beim Tieretöten

  1. Es ist wirklich gemein so schöne Tiere zu töten oder wider einzufangen. Warum sollten sie die Natur zerstören. Der Mensch greift dauernd in die Natur ein und verursacht weitaus grössere Schäden.

  2. Das stimmt!
    Nur das Schäden vom Menschen verursacht, meistens mit dem Hinweis auf Arbeitsplätze hingenommen werden.
    Das Dollarzeichen regiert die Welt, die Gedanken der Elite (Politik und Wirtschaft) kreisen nur um den Quartalsabschluss und der Dividende.

  3. Ich frage mich in solchen Fällen immer, woher die Menschen sich das Recht nehmen, darüber zu bestimmen, wieviele Tiere leben dürfen und wieviele sterben müssen. Der Mensch hat dieses Recht nicht!
    Im vorliegenden Fall ist es geradezu krotesk zu behaupten, die Anzahl der Tiere sei zu groß und sie würden die Natur zerstören. Im rieisgen Australien!!!

    Der einzige der je Natur zerstört hat und auch bis zum bitteren Ende zerstören wird ist der so genannte Homo Sapiens!

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