Brisant – aber offen und ehrlich

Gerade erst auf Facebook entdeckt – der Beitrag lief bereits am 10. Mai  in der ARD-Sendung „Brisant“.

Ich finde die Sendung informativ und vor allem objektiv. Das Verfüttern von im Zoo getöteten überzähligen Tieren wie Antilopen, Hirschen, Rindern, Kaninchen oder anderen Nagetieren sollte kein Tabu sein. Dass die Tierrechtsorganisation Peta das anders sieht, ist bekannt. Ein Peta-Vertreter kommt in dem Beitrag auch zu Wort. Er kann mich aber nicht überzeugen. Für mich gibt es keine Alternative dazu, vom Aussterben bedrohte Arten wie zum Beispiel die im Film gezeigten Mendesantilopen in Zoos zu halten und im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP zu züchten. Wenn dann wegen der Haremsbildung zu viele männliche Nachkommen da sind – warum sollte man die ins Tierkrematorium karren und verbrennen oder auf einem Tierfriedhof verscharren, wenn sie gesund sind und als besonders hochwertiges Futter für die Raubtiere verwendet werden können?

Es freut mich, dass endlich auch eine Fernseh-Redaktion das ohne Emotionen zeigt und nicht wieder die üblichen Tierretter-Freibiergesichter vor die Kamera geholt hat, die – wie leider mehrmals in den letzten Jahren – wieder mal gegen den Nürnberger Tiergarten vom Leder ziehen. Ein Beitrag, der aufklärt und nicht aufhetzt!

 

68 Kommentare in “Brisant – aber offen und ehrlich

  1. Der Peta und ähnlichen Vereinen geht es doch nicht darum, was man mit Tierleichen macht, ob man sie verbrennt oder verfüttert, oder gar, das man „überzählige“ Tiere tötet.
    In Freiheit sterben pausenlos Tiere durch Tiere und werden gefressen!
    Komisch, das da keine Peta protestiert.

    In Wirklichkeit geht es solchen Organisationen nur darum Stimmung zu machen, Zoos und deren Mitarbeiter zu verleumden und „Ahnungslose“ aufzuhetzen. Um Zoos komplett zu verbieten, ist denen jedes Mittel, jedes Märchen und jeder Prozess recht.
    Um Tiere geht es denen schon lange nicht mehr, da sie am liebsten ihre Anvertrauten töten.
    Vermutlich verbrennen sie dann ihre Schützlinge. Aus ihrer Sicht ist das natürlich viel BESSER als sie zu verfüttern.
    Wenn also 2 Parteien (Zoos vs Peta) dasselbe tun -> Tiere töten, dann hat natürlich nur eine Partei immer Recht.

    http://www.focus.de/panorama/welt/sind-gezwungen-tiere-zu-toeten-peta-chef-rechtfertigt-die-ermordung-tausender-tiere_id_3431818.html

  2. DER REINE ZOO-WAHNSINN
    Würde auch nur Tierheim in Deutschland ungebremst Tierbabys züchten, diesen als süßem Kassenmagneten missbrauchen, den gesunden Nachwuchs als Überschuss deklarieren, anschließend töten, an andere Mitbewohner des Tierheimes verfüttern und dann noch von einem notwendigen Akt des Tierschutzes sprechen, es gebe einen riesigen deutschlandweiten Aufschrei. Dies wäre ein unglaublicher Skandal!
    Zoo-Gefangenschaften wollen genau diesen kranken Irrsinn jetzt für sich auf Dauer in Anspruch nehmen und als einen notwendigen Akt des Artenschutzes verkaufen. Sie wollen also weiterhin unkontrolliert Nachwuchs züchten, die süßen Tierbabys weiterhin als Kassenfüller ausbeuten, dann als Überschuss abstempeln, anschließend töten, verfüttern und sich dann sogar noch als ethisch motivierte Tier-und Artenschützer*innen bezeichnen.

  3. @EndZoo: „Kranker Irrsinn“ ist nicht das Verfüttern von überzähligen Zootiere an andere Zootiere. SONDERN:
    Kranker Irrsinn ist: statt dessen Tiere aus konventioneller Massentierhaltung zu verfüttern
    Kranker Irrsinn ist: Zu fordern, dass man bei Zootieren wichtige Verhaltensweisen, wie das Paarungs- und Aufzuchtverhalten verhindert und ihre Lebensqualität massiv einschränkt
    Kranker Irrsinn ist: Zu glauben, Zoos würden Jungtiere nur als Kassenmagneten missbrauchen
    Kranker Irrsinn ist: Der ganze Kommentar von EndZoo – Naturentfremdung und scheinheilige Emotionen, die zu einem „Skandal“ aufgeblasen werden.

  4. Da kommt ENDZoo wieder mit dem „Kassenmagneten“. Wenn dies wirklich funktionieren würde, dann ginge es den Zoos finanziell wirklich besser und würden keine Unterstützung brauchen.

    Alleine wieder die Wortwahl „missbrauen, Überschuss, kranker Irrsinn“ sagt doch schon viel über diese fundamentalistische Ideologie aus.

    Der Vergleich zu den Tierheimen passt nicht, da hier unterschiedliche Tiere und Aufgaben vorliegen.

  5. Frau Wolf, meiner Meinung nach machen Sie in Ihrem Beitrag einen Denkfehler.
    Sie schreiben:“Wenn dann wegen der Haremsbildung zu viele männliche Nachkommen da sind – warum sollte man die ins Tierkrematorium karren und verbrennen oder auf einem Tierfriedhof verscharren, wenn sie gesund sind und als besonders hochwertiges Futter für die Raubtiere verwendet werden können?“
    Ich finde, dass alleine die Tötung dieser einjährigen, männlichen Mendesantilope der Streitpunkt ist.

    Ich kritisiere Zoos nicht, weil sie Fleich oder sogar ganze Kadaver an ihre Raubtiere verfüttern. Ich kritisiere, dass hier eine einjährige vom Aussterben bedrohte Mendesantilope aufgrund ihres Geschlechtes getötet wurde. Das man dieses Tier nicht einfach in eine Tierkörperbeseitigung gibt versteht sich ja von selbst.
    Warum versucht man als Zoo nicht, der ja mit Arterhaltung und Artenschutz wirbt, diese Art in ihrem angestammten Lebensraum zu erhalten? Warum setzt man sich nicht für dafür ein, dass diese vom Aussterben bedrohte Tierart in der Wildbahn erhalten bleibt und wildert Tiere aus, die dem EEP nicht dienlich sind?
    Eine reine Arterhaltung nur für die Gefangenschaft kann doch nicht das Ziel sein?

  6. @georg
    Ihr Zitat: „Kranker Irrsinn“ ist nicht das Verfüttern von überzähligen Zootiere an andere Zootiere.“
    Kranker Irrsinn ist: statt dessen Tiere aus konventioneller Massentierhaltung zu verfüttern.“ Sie denken tatsächlich nicht weiter. Denn anstatt zukünftig „Tiere aus konventioneller Massentierhaltung zu verfüttern“ müssten Zoo-Gefangenschaften dann ihren zu deckenden Massen-Fleischbedarf selbst „züchten“. Damit wird die eine von ihnen verteufelte Massentierhaltung nur durch eine andere ersetzt.
    Oder wächst das Fleisch aus der Massentierhaltung später nur auf Bäumen?

    Ihr Zitat: „Kranker Irrsinn ist: Zu fordern, dass man bei Zootieren wichtige Verhaltensweisen, wie das Paarungs- und Aufzuchtverhalten verhindert und ihre Lebensqualität massiv einschränkt.“
    Wo steht, dass EndZOO nicht-menschlichen Tieren „wichtige Verhaltensweisen“ vorenthalten will? Wir fordern öffentlich das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. In Freiheit erhalten zukünftige Generationen ihr gesamtes Repertoire an natürlichen und artgerechten Verhaltensweisen. Mehr Forderung für wichtige Verhaltensweisen geht nicht. Und Sie vergessen, dass nicht Sie sondern nur wir z.B. fordern, dass Flamingos oder Pelikane nicht mehr weiter zur lebenslangen Flugunfähigkeit verstümmelt werden. Auch Fliegen ist eine „wichtige Verhaltensweise“!
    Deutlich lesbar ist, dass sie einem Lebewesen offenbar nur das Paarungs- und Aufzuchtverhalten zugestehen. Weiter so!

    Ihr Zitat: „Kranker Irrsinn ist: Zu glauben, Zoos würden Jungtiere nur als Kassenmagneten missbrauchen.“ Die Frühjahr-Facebookseiten der Zoo-Gefangenschaften und ihre niedlichen Tierbabyfotos sind Ihnen wohl durch ihre Rosa-Rote Brille entgangen.

    Kranker Irrsinn ist: Der ganze Kommentar von EndZoo – Naturentfremdung und scheinheilige Emotionen, die zu einem „Skandal“ aufgeblasen werden.
    Naturentfremdung ist ihre Vorstellung, dass Zooinsassen nur das Paarungs- und Aufzuchtverhalten ausleben müssten. Wir fordern für zukünftigen Generation ein Leben in Freiheit. Natürlicher geht es nicht.

  7. @Man
    Zitat: „Da kommt ENDZoo wieder mit dem „Kassenmagneten“. Wenn dies wirklich funktionieren würde, dann ginge es den Zoos finanziell wirklich besser und würden keine Unterstützung brauchen.“
    Zoo-Gefangenschaften sind auch dazu angehalten, die finanziellen Zuschüsse und die jährlichen Verluste und Zuschüsse so gering wie möglich zu halten. Warum sollen Kassenmagneten also nicht auch für die Höhe des Jahresabschlussgewinnes, für die Senkung der Verluste und Zuschüsse von Nutzen sein? Allein die Ausbeutung von Eisbär Knut hat es geschafft, der Berliner Zoo-Gefangenschaft kurzfristig zu einen Millionengewinn zu verhelfen. Warum sollte EndZOO also davon ausgehen, dass Kassenmagneten nur allein dafür da sind?

    Ihr Zitat: „Alleine wieder die Wortwahl „missbrauchen, Überschuss, kranker Irrsinn“ sagt doch schon viel über diese fundamentalistische Ideologie aus.“
    Nur weil Sie keine Argumente für die Begrifflichkeiten und Inhalte haben, macht es eine vernünftige Kritik nicht automatisch zu einer Ideologie. Es nutzt natürlich ihnen um eine Kritik zu kriminalisieren und zu diffamieren.

    Zitat: „Der Vergleich zu den Tierheimen passt nicht, da hier unterschiedliche Tiere und Aufgaben vorliegen.“
    Sie vergessen Grundsätzliches: In beiden Fällen liegen fühlende Lebewesen (nicht-menschliche Tiere) und ihre ethische Behandlung durch den Menschen vor. Würden Sie das „Nutzen“ und Töten von Menschen auch getrennt nach „unterschiedlichen Menschen“ und deren weltlichen „Aufgaben“ beurteilen? Sicherlich nicht! Das wäre in diesem Fall ja rassistisch.

  8. @Martin Siewert
    Frau Wolf geht auch nicht auf den Umstand ein, dass die spezielle Sozialstruktur der Mendesantilopen, die wenigen Gründertiere, der unausweichliche genetische Flaschenhals, die geringe genetische Vielfalt, die unausweichliche Inzucht und die wenigen europäischen Halter von Mendesantilopen das Erhaltungszuchtprogramm und damit den vermeintlichen Artenschutzgedanken zu einem unlösbaren Problem der Zoo-Gefangenschaften, das nun auch in der Tötung von „Überschusstieren“ seinen ungebremsten Lauf ins Desaster nimmt, macht. Jedes getötete gesunde Individuum, das durch die Tötung verloren geht, ist eigentlich ein wichtiger Bestandteil zum Erhalt der genetischen Vielfalt der Gesamtpopulation. Das ist für den Erhalt einer Art mehr als kontraproduktiv. Das gilt übrigens auch ähnlich für die in Nürnberg getöteten männlichen Przewalskipferde. Wenn man/frau bedenkt, dass die vor vielen Jahren „ausgewilderten“ Pferdchen sich noch immer nicht zu einer sich selbsterhaltenden Population gemausert haben.

  9. @ENDZoo

    Alleine Ihre Antworten zeigen doch schon, dass es sich bei Ihnen wirklich um eine Ideologie handelt. Das hat mit kriminalisieren oder diffamieren nichts zu tun. Besonders die Antwort auf dem Vergleich ist da sehr bezeichnend.

    Zeigen Sie mir doch einmal schlüssig und langfristig auf, wo Jungtiere einen dauernden Einfluss auf eine Bilanz eines Zoos hat, aber lassen Sie bitte den Einzelfall Knut weg, an dessen Hype Sie ja nicht gerade unbeteiligt waren.

    Ich gehe sogar bei den Tötungen von Tieren weiter. Es wäre sinnvoller, dass die Zoos und Tiergärten ihr Fleisch komplett selber züchten um von der Massentierhaltung unabhängig zu werden, denn das ist Irrsinn. Ich hoffe doch auch, dass die Tiere aus der Massentierhaltung für die Tiere in Zoos gesund waren. Es ist also vollkommen egal ob ein gesundes Tier aus der Massentierhaltung oder aus dem Zoo geschlachtet wird. Beide Tiere sind fühlende Wesen, selbst das Tier, dass diese verspeist.

  10. @Man
    Ihr Zitat: „Alleine Ihre Antworten zeigen doch schon, dass es sich bei Ihnen wirklich um eine Ideologie handelt. Das hat mit kriminalisieren oder diffamieren nichts zu tun. Besonders die Antwort auf dem Vergleich ist da sehr bezeichnend.“
    Sie meinen, ohne nur den Hauch einer Erklärung, es sei eine Ideologie. Aber das ist Kinderniveau. Denn nur Kinder können ohne Begründung behaupten: Du bist doof! Sie sind ja auch Kinder. Erwachsene sollten jedoch Behauptungen erklären können. Das hat übrigens etwas von echter Ideologie. Ohne Begründungen und Beweise behaupten.
    EndZOO behauptet nicht, dass „Kassenmagneten“ dauerhaften Einfluss auf Bilanzen haben. Wenn Kassenmagneten keinen Einfluss hätten, würden Zoo-Gefangenschaften nicht mit diesen werben. Doch sie tun es. So z.B. die Zoo-Gefangenschaft Wien die mit Plakaten in der ganzen Stadt für ihren Panda-Nachwuchs für einen Besuch wirbt. Münster mit Werbefahnen einst für seinen Nashornhandaufzucht. Und die vielen Taufen, Promipatenschaften und Pressetermine um Tiernachwuchs. Warum das alles, wenn Tierbabys KEINEN wesentlichen Einfluss hätten? Und nicht Herr Albrecht hat KNUTs-Hype augelöst sondern die mediale Flaschdarstellung seiner Auffassung.
    Und der jährliche riesige Fleischbedarf der Zoo-Gefangenschaften wird nach Beendung der Kooperation mit der Massentierhaltung nicht in einer anderen Massentierhaltung enden? Wächst das Fleisch in der Zoo-Gefangenschaft dann auf Bäumen? Wird dann nicht Überschuss zum Überschuss gezüchtet? Interessant das sie hier nicht weiter denken.
    Und bezeichnend ist auch, das wenn wir vom Umgang des Menschen zum nicht-menschlichen Tiere sprechen, sie vom Umgang eines nicht-menschlichen Tieres mit einem anderen nicht-menschlichen Tier ausweichen.
    Und da sie ja uns hier vehement widersprechen, muss es ja für sie nicht egal sein welches nicht-menschliche Tier jetzt zum Schlachttier degradiert wird.

  11. @ENDZoo

    Wenn Sie in Ihrem Erststatement von Kassenmagnet sprechen, dann wird es so verstanden, dass es dauerhaft gemeint ist. Sonst hätten Sie doch sicherlich eine Einschränkung gemacht. Wenn man seine Argumentation hauptsächlich auf ethische und moralische Aspekte bezieht, dann ist das Ideologie. Das Sie hier von Kinderniveau sprechen, spricht wieder dafür, denn man ist anderer Meinung, dies ist übrigens auch ein Zeichen von sektenhaftem Verhalten. Natürlich hat Frank Albrecht und PETA zu dem Haype begetragen, denn ohne die Gegendarstellungen in den Medien wäre der Hype schnell verschwunden.

    Natürlich benennen Sie die Zucht von Futtertieren auch als Massentierhaltung. Ich nicht, denn sie wäre bedarfsgerecht, aber sie wäre ehrlicher. Ich denke in diesem Fall wesentlich weiter wie sie. Ich will die Fortpflanzung der Tiere, weil das artgerecht ist. Ich will eine Selektion der Tiere, weil dadurch der Arterhalt gesichert werden kann. Ich will nicht so Schlagwörter von Artenschutz in der Wildnis und auswilderung als reiner Populismus, so wie Sie es kundtun, ohne selbst etwas zu tun. Die Bemerkung, das das Fleisch auf den Bäumen wächst ist bezeichnend für Ihren Diskusionsstil.

    Kein Wunder, dass Sie auf vielen Seiten in den Medien und den sozialen Netzwerken gesperrt .
    sind.

    Ja, ich spreche von Mensch und Tier und nicht von Ihren Pseudobegriffen. Es ist ein wesentlicher Unterschied. Dies mag mit Ihrer Ideologie nicht übereinstimmen, aber mit meiner. Mensch und Tier sind unterschiedlich und nicht auf einer Ebene vergleichbar. In Ihren Augen bin ich wahrscheinlich auch in diesem Sinne ein Rassist. Das habe ich mit vielen Milliarden Menschen gemeinsam.

  12. Den armen Katzen das Essen zu verweigern und sie lieber totzuspritzen, da muss ich weinen.
    Hauptsache für die Chefs der Vereine bleibt genug von den Spendengeldern übrig:(

  13. @Man
    Was Sie falsch verstehen, muss nicht automatisch das bedeuten was sie glauben verstanden zu haben.
    Und auch muss es automatisch keine Ideologie sein, weil eine Argumentation auf Ethik und Moral basiert. Und schon garnicht weil nur sie es so meinen. Auch hier sind wieder nicht gewillt die Ideologie zu erklären sondern maßen sich an sie nur als solche pauschal abzustempeln.
    Pauschale Unterstellungen sind auch keine „andere Meinung“ sondern nur sinnloses Daherreden ohne Inhalt. Und uns sektenhaftes Verhalten zu unterstellen zeigt, dass sie sogar die Bedeutung des Wortes Sekte ignorieren und für ihre Pauschale inhaltslose Diffamierung benutzen.
    Und ihre Ignoranz geht sogar hochgradig weiter. Herr Albrecht hat Gegendarstellungen und Richtigstellungen abgegeben.
    Bedarfsgerecht? Sie vergessen was allein nur ein Tiger pro Tag an Fleisch verzerrt. Das Fleisch aus der Massentierhaltung müssen zoo-Gefangenschaften dann ersetzen. Und wieder sehen Sie nur in der Fortpflanzung eine Artgerechtigkeit. Als wenn allein die Fortpflanzung der Sinn des Lebens eines fühlenden Lebewesen wäre.
    Jedes fühlende Lebewesen ist zu einem anderen fühlenden Lebewesen irgendwo unterschiedlich. Logik. Aber nicht gänzlich. In Bezug auf Interessen, Gefühlen, Bedürfnissen und Leiden und deren Berücksichtigung gibt es nur graduelle und keine prinzipiellen Unterschiede. Also auf einer Ebene vergleichbar. Für mich sind sie ein Speziesist. Und nur solche bezeichnen den Begriff „nicht-menschliche Tiere“ als Pseudobegriff. Es sei denn sie stellen die Interessen und Bedürfnisse zweier Menschen aufgrund der Rassenzugehörigkeit nicht auch auf gleiche Ebene. Dann wären sie natürlich auch ein Rassist. Wahrscheinlich ignorieren Sie sogar, dass der Mensch auch nur ein Tier ist.

  14. @Gertrud
    Nie hat EndZOO oder eine andere Tierrechtsorganisation behauptet oder gemeint, Katzen die Nahrung zu verweigern oder sie lieber Totzuspritzen. Warum verbreiten Sie solche Unwahrheiten?

  15. Muss ich mich mit einem unhöflichen Menschen, der andere Meinungen, nie akzeptiert unterhalten?
    Gut, das ich jetzt Dank Endzoo weis, das peta keine Haustiere tötet.

  16. @gertrud
    Wieder eine Unwahrheit. Denn wir von EndZOO akzeptieren andere Meinungen und sind höflich. Wir müssen Sie aber nicht gutheißen oder unkommentiert (Meinung) so stehen lassen. Und wir reden hier über das Töten von Zooinsassen und/ oder über so genannte Raubtiere. Das Thema war nicht der unethische PETA-Umgang mit so genannten Haustieren. Und zudem hat EndZOO nichts mit PETA zu tun. Anstatt zu Pauschalisieren sollten Sie also Differenzieren. Und wir haben auch nie behauptet, dass PETA keine Haustiere tötet.

  17. @EndZoo

    Ich kann jetzt gar nicht sagen, wo ich Sie Herr Albrecht, diffamiert haben soll, oder Ihre „Organisation“?

    Übrigens vertrete ich hier nur meine Meinung in einer offenen Diskussion. Es mag schon sein, dass dies für Sie sinnloses Daherreden ist, aber es ist meine Meinung, auch wenn es Ihnen nicht passen sollte.

    Natürlich sehe ich wie viel ein Tiger pro Tag an Fleisch verbraucht. Und? Das ist doch nur eine Frage der Größe der Zucht, oder nicht? Es ist doch Irrsinn Zootiere zum Abdecker zu bringen und die Zootiere mit Fleisch aus dem Schlachthof zu ernähren.

    Ja, für Sie bin ich ein Speziesist, na und? Wie ich schon geschrieben habe, sind für mich Menschen und Tiere unterschiedlich, haben eine andere Wertigkeit. Und nein, ich ignoriere nicht das der Mensch eigentlich auch nur ein Säugetier ist und nein, für mich sind die Menschen gleich, selbst die Menschen, die Tiere dem Menschen als gleichwertig ansehen.

    Wie Sie sehen ist eine Diskussion mit Ihnen nicht fruchtbar und damit auch sinnlos.

    @Gertrud

    PETA oder auch andere Tierrechtsorganisation haben m.W. tatsächlich nicht behauptet Katzen die Nahrung zu verweigern oder sie lieber totzuspritzen. PETA macht es einfach.

  18. Ist das Ihr Blog? Und sie entscheiden, ob ich mich mit ihnen unterhalten muss, oder ob ich über Raubtiere oder das Töten von Haustieren schreiben darf?

  19. @Gertrud
    Auch das ist ihre Freiheit: Außerhalb des eigentlichen Thema etwas zu schreiben. Unsere Freiheit ist es aber auch, Ihnen mitzuteilen das z.B. Klopapier nichts mit dem Thema Klöppeln zu tun hat. Ihre themenfremde Freiheit ist also weiterhin grenzenlos. Die Kritik der anderen daran und an Sie aber auch. Oder haben Sie etwas gegen andere Meinungen?

  20. @Man

    Auch wenn ich die Existenz von Zoos und Tiergärten als vollkommen überflüssig erachte, kommt man ja nicht umhinn, dass die derzeitigen Zootiere ernährt werden müssen. Und wenn dabei ein Tier, dass geboren wurde, um als Nahrung für Mensch oder Tier zu dienen oder aufgrund seines Alters, getötet werden muss, dann ist das traurig, aber durch das TierSchG abgedeckt und nicht zu ändern.

    Im vorliegenden Fall wurde jedoch eine völlig gesunde, einjährige Mendesantilope getötet, weil sie männlichen Geschlechts war. Zudem ist diese Antilopenart lt. IUCN als stark bedroht eingestuft. Ich finde, dass der uhrsächliche Tötungsgrund nicht in der Nahrungsbeschaffung für andere Zootiere liegt, sondern primär im Geschlecht der Antilope. Das zeigt doch schon, dass es für Mendesantilopen ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm gibt, also eine Zucht zur Erhaltung der Art. Die Tötung eines Tieres dieser Art, nur weil es ein falsches Geschlecht hat, weil man es an keinen anderen Zoo oder Tiergarten abgeben oder sonstwo unterbringen kann, kann doch nicht die Legitimation sein es umzubringen.

  21. @Martin Siewert

    Ist es nicht unerheblich ob ich eine Antilope oder ein Schwein töte um ein Fleischfresser im Zoo zu ernähren?

    Warum lassen wir nicht die Tiere ihre Jungtiere gebähren und das EEP entscheidet welches Jungtier für das EEP gebraucht wird und die anderen Tiere werden verfüttert. Pro Herde kann ich nur ein männliches Tier gebrauchen. Dies ist eine Tatsache und das nicht nur bei Antilopen. Wäre es für Sie besser, wenn das Tier in einem anderen Zoo untergebracht würde, dabei voll versorgt und einem anderen Tier im Rahmen des Artenschutzes Platz wegnimmt? Es werden männliche Küken getötet, weil sie nicht verwertbar sind, sie werden selektiert und teilweise verfüttert. Sie sind also auch nicht überflüssig. Überflüssig ist nur ein Tier das ich wegwerfe und durch ein anderes Tier ersetze. Ich sehe hier in diesem Fall auch eine vernünftige Verwertung für die Antilope.

  22. @Man
    Keiner hat behauptet, sie dürften hier nicht inhaltslos Daherreden. Und wir haben auch nicht geschrieben, dass es uns nicht passt. Wir haben ihnen lediglich mitgeteilt das ein inhaltsloses Daherreden aus unserer Sicht keine Meinung, sondern nur eine fragwürdige Pauschalisierung und Kinderniveau darstellt. Eine echte Meinung wird erklärt, begründet und erläutert. Das tun sie aber nicht, wenn Sie uns pauschal und ohne Begründung „Ideologie“ oder „Sektenhaftes“ unterstellen.

    Größe der Zucht gleich Größe des Fleischbedarf? Wollen Sie zukünftig z.B. mit nur drei Tigern eine ganze Unterart erhalten um „Schlachtiere“ in Zoo-Gefangenschaft außerhalb der Definition einer Massentierhaltung zu halten? Sie kennen schon die Individuenzahl die notwendig ist um nur eine Tierart zu erhalten? Und keiner kritisiert, dass z.B. durch Alterschwäche gestorbene Individuen nicht „verfüttert“ sondern durch einen Leichnam einer Kuh aus Massentierhaltung ersetzt wird.

    Und wieder tun sie es! Nur leere und nichts erklärende Wortfetzen hinwerfen. Diese Diskussion kann ja nicht fruchtbar und mit Sinn sein. Erklären Sie also doch einmal: „andere Wertigkeit“! Inhalt mach Sinn und trägt in einer Diskussion dann auch Früchte. Wer von den vier fühlenden Lebewesen ist wertloser, hat Mehrwert und warum: eine Frau, ein Kind mit 6 Jahren, ein Schimpansenbaby oder eine männliche Mendesantilope.

  23. @Frank Albrecht

    Kommen Sie sich nicht lächerlich vor? Was soll das mit den drei Tigern? Ja, ich kann sagen wie viele Tiere ich benötige um eine Unterart zu erhalten. Ich hoffe Sie auch. Übrigens geht es hier nicht um Tiere, die an Altersschwäche gestorben sind, sondern um gesunde, evtl. auch junge Tiere.

    Ich werfe hier leere Worthülsen hin? Naja, diese Art und Weise ist man ja von Ihnen gewohnt. Die Wertigkeit habe ich oben schon erklärt, da verliert eindeutig der Schimpanse und die Antilope.

  24. @Gertrud

    Nur ein kleiner Auszug aus der Wortwahl auf der Facebookseite von ENDZOO:

    – Ignoranten oder Doppelmoralisten,
    – Unrechts-Institution,
    – TierausbeuterInnen-Institution,
    – speziesistischen geistigen Unrat,
    – Dummgeschwätz,
    – Zoo-Lakaien,
    – Ersatzweihnachtsmann
    – bewusster Fehlinformation und Fehlbildung nicht mehr zu überbieten
    – Zoo-Verblödung bei einigen Zoo-Unrechtsbefürwortern
    – Zoo-Unrechtsbefürworter
    – ignoranten Zoo-Unrechtbefürwortern und Zoo-Bildungsopfern
    – Für die ganz verpeilten und Keller bewohnenden Bildungsopfer
    – Achtung Zoo-Bildungsopfer!
    – Das weiß man bei dieser Spezies leider noch nicht so ganz genau! Forscher haben deren Verhalten noch nicht ganz erkundet. Sie tendieren zwischen chronischer Sturheit, angeborener Trotzigkeit, übermittelter Unwissenheit oder einfach nur genetisch bedingte Ignoranz.
    – Tiermörder Fuhr und Tierausbeuter Encke
    – Ober-Religiot
    – sind sie die Zoo-Speziesisten oder bemitleidenswerten Zoo-Verdummungsopfer

    Man fragt sich offenbar erst gar nicht ob sich andere Menschen diffamiert oder beleidigt fühlen.

  25. @Man
    Es verliert … ist keine Erklärung. Warum verlieren die nicht-menschlichen Tiere? Wieder nur sinnloses Hinwerfen von Wortfetzen. In der Schule sagte der Lehrer immer: „Erklären Sie den Lösungsweg“. Sie wollen echt nicht erklären. Warum wohl?

    Größe Zucht gleich Größe Fleischbedarf! Drei gehaltene Tiger in Europa heißt vielleicht nur zehn Antilopen (Ersatz für Fleisch aus Massentierhaltung) pro Jahr züchten, Halten und Schlachten. Bei mehr als 1.000 in Europa gehaltene Tiger in Zoo-Gefangenschaft werden wohl zehn Antilopen als vollständiger Ersatz der Massentierhaltung nicht ausreichen. Und das sind nur die Tiger. Wir kommen bei allen Fleischfresser dann in den Bereich der verteufelten Massentierhaltung um den Zoofleischbedarf zu decken. Und die Haltung dieser jetzt Zooschlachttierhaltung nimmt noch mehr erheblichen Platz für die Zucht bedrohter Arten weg.
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  26. @Man

    Fall Sie es nicht verstanden haben: Platzmangel oder ein EEP stellt im Sinne des TierSchG keinen vernünftigen Tötungsgrund dar. Daher war die Tötung der Mendesantilope nach meiner Meinung rechtswidrig. Vielleicht befassen Sie einfach mal mit dem TierSchG. Die Antilope hätte meiner Meinung nach gar nicht erst getötet werden dürfen.

  27. @Brummbär
    Können Sie auch erklären, warum dies alles angebliche Beleidigungen und Diffamierungen sein sollen? Wohl kaum. Sonst hätten Sie und andere es schon längst getan. Sie lassen unsere Begriffserklärung hierzu bewusst weg. Deshalb sind sie ein Ignorant. Übrigens keine Beleidigung sondern eine Tatsachenbehauptung.

  28. @Frank Albrecht

    Um einmal Ihre Wortwahl zu nehmen, ich habe nicht geschrieben das dies Beleidigungen und Diffamierungen sind. Es besteht aber die Möglichkeit das sich Menschen durch diese Wortwahl beleidigt und diffamiert fühlen könnten. Sie fühlen sich doch auch ständig beleidigt und diffamiert, aber sehen das wohl anders.

  29. Achherrje. Jetzt bin ich auch schon gegen die Meinungsfreiheit?!
    Ich habe doch bloß geschrieben, das ich weinen muss, wenn Peta lieber Katzen totspritzt als ihnen eine klein Schale Futter zu reichen.
    Ich komme mit der Meinung anderer klar, sogar wenn z.B. Peta meint, alle Haustiere töten zu müssen. Die echte Handlung dagegen, lässt mich protestieren.
    Ich danke täglich Gott dafür, das Peta nicht die Meinung vertritt, Katzen müssen in Säcken geknüppelt werden, bis das Miauen aufhört. Oder sie bei Nacht und Nebel in den Fluss wirft mit Steinen an den Pfoten.
    Obwohl das noch mehr Spendengelder für die Bosse sparen könnte.

  30. @Martin Siewert

    Ob Platzmangel oder das EEP ein vernünftiger Grund ist, ist wohl noch ziemlich unklar. Bisher gibt es keine rechtliche Definition des Gesetzgebers und nur eine Entscheidung eines Gerichtes. Ich würde vorschlagen, dass Sie den Tiergarten Nürnberg verklagen und in diesem Fall eine rechtliche Klärung herbeirufen.

    Die Futterverwertung stellt einen vernünftigen Grund dar, also ist für mich die Tötung rechtens.

  31. @Man
    In Bezug der Hybrid-TigerTötung in Magdeburg sah das Gericht den von Perret angeführten Platzmangel auch nicht als vernünftigen Grund an.

  32. @Brummbär
    Wenn Sie meinen würden, dies seien keine Beleidigungen würde sie nie auf die Idee kommen, es könnten sich andere beleidigt fühlen. Und wir fühlen uns nicht nur diffamiert und beleidigt, sondern betrachten bestimmte Falschaussagen als Beleidigungen und Diffamierungen.

  33. @Frank Albrecht

    Stimmt. Deshalb habe ich auch geschrieben das es erst ein Urteil zu diesem Thema gibt. Es haben aber auch Gerichte entschieden das z.B. die Kükentötung wegen Nichtverwertbarkeit der Küken ein vernünftiger Grund ist. Deshalb habe ich geschrieben, das die Klärung noch nicht abgeschlossen ist.

  34. @Man
    Nein. Das Gericht hatte beim Urteil gegen Perret entschieden, dass u.a. auch ein angeblicher Platzmangel keinen vernünftigen Tötunggrund darstellt. Keinen Platz für eine männliche Mendesantilope zu finden, stellt also keinen vernünftigen Tötungsgrund dar. Warum soll es dann noch ein Urteil geben, wenn es diesbezüglich schon eine gerichtliche Beurteilung gab?
    Und im derzeitigen Kükenschredderurteil wurde nicht die Nichtverwertbarkeit als vernünftigen Grund gegen ein Verbot entschieden, sondern wegen der angeblichen Berufsfreiheit.

  35. Sachlich wurde alles von @Man bereits dargelegt. Danke dafür.

    Es zeigt sich wiedermal, dass man mit fanatischen „Tierrechtlern“ wie EndZoo alias Frank Albrecht nicht sachlich diskutieren kann.

    Diese stoische Selbstherrlichkeit und Arroganz erlebt man eigentlich nur noch bei fundamentalen Christen oder Islamisten. Auch wenn „Tierrechtler“ religiöse Dinge ablehnen: Ihre Ideologie basiert auf dem pseudoreligiösen Glauben, zu wissen, was Tiere, in diesem Fall Zootiere, wollen und was gut für sie ist. „Tierrechtler“ erheben sich dadurch selbst zu einer Art ethisch-moralischem Übermenschen, die mit missionarischem Eifer andere „überzeugen“ wollen – egal, ob ihre „Argumente“ vernünftig sind oder nicht.
    In Wirklichkeit geht es ihnen nicht um die Bedürfnisse der Tiere, genausowenig wie es fundamentalen Religiösen nicht um die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen geht, sondern es geht um ihre ganz eigenen persönliche Herrlichkeit.

  36. @ Frank Albrecht

    …….Nach übereinstimmender Sicht der Richter hat sich die beschuldigte Kükenbrüterei aus Senden nicht strafbar gemacht. Zwar sehe das Tierschutzgesetz eine Strafe vor, wenn Tiere ohne vernünftigen Grund getötet würden. Dem stehe aber die Tierschutzschlachtverordnung aus dem Jahr 2012 entgegen. Dieser Erlass regele die zulässigen Tötungsformen für Eintagsküken. Außerdem liegt nach Ansicht des Gerichts ein vernünftiger Grund für die Tötung vor…….

    Westfälische Nachrichten von heute.

    Bei den Tigern und der Antilope gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die Antilope wurde zum Futtertier. Warum gibt es eigentlich keine weiteren Urteile? Sind keine Anzeigen von Tierrechtsorganisationen gestellt worden? Warum nicht?

  37. @Man

    Naja, vielleicht sind ja bereits Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth eingegangen. Da der Fall noch sehr „frisch“ ist und die Bearbeitung in den staatlichen Organen immer etwas dauern, ist es doch völlig normal, dass Sie noch nichts davon wissen.

  38. @ georg

    Im persönlichen Erleben von Frank Albrecht kann ich ihre Einschätzung Satz für Satz bestätigen.

    @ Brummbär

    … ihre Auflistung vom persönlichen Beleidigen anders Denkender.
    Ich kenne Endzoo und deren Chef nicht anders.

    Dafür ist Frank Albrecht persönlich beleidigt, wenn man nachweist, das er nirgendwo ein Studienfach belegt hat, geschweige eine Abschluss vorweisen kann.
    Sein Leben besteht einzig darin, erfolgreichen Akademikern ihre Unwissenheit und Unfähigkeit zu belegen.
    Vermutlich ist er einfach nur neidisch, das es Menschen gibt, die Herausforderungen bestehen und oft sogar einen tollen Abschluss gemacht haben, Anerkennung ernten und dafür einen besseren Job bekommen als er selber.

  39. Ich finde die Arbeit von Endzoi so wichtig und würde wollen das so wie die deutsche Botschaft Pflicht ist in allen Ländern der Welt Endzoo in allen Hauptstädten Büros bekommt.
    Dann können sie sich um alle Tiere auf der Welt kümmern und das wäre so gut für uns.
    Ich würde das sofort sagen, wenn die Kanzlerin mich fragt und dann auf Facebook liken.
    Wenn ich meinen Freund nicht mehr habe, will ich nur noch einen neuen von Endzoo haben.

  40. @Man
    Sie hatten geschrieben, dass „Gerichte entschieden das z.B. die Kükentötung wegen Nichtverwertbarkeit der Küken ein vernünftiger Grund“ sei.
    Hierzu legen Sie als Beweis ein Zitat aus den Westfälischen Nachrichten vor. Jedoch steht dort überhaupt NICHT dass das Gericht es als zutreffend ansah, dass die „Nichtverwertbarkeit“ ein vernünftiger Grund sei. Im Artikel geht es um die rechtskonforme Tötungsform (hier Schreddern) nicht um den Grund der Tötung. Zitat: „Dieser Erlass regele die zulässigen Tötungsformen für Eintagsküken“.

  41. @bearjs112
    Es ist eine Lüge wenn sie behaupten, dass Herr Albrecht „persönlich beleidigt“ sei, wenn man/frau ihm „nachweist, dass er nirgendwo ein Studienfach belegt hat, geschweige einen Abschluss vorweisen kann.“ Herr Albrecht weiß selbst, was er studiert hat und was nicht. Er benötigt also keinen Nachweis was er studiert hat. Herr Albrecht kritisiert lediglich, dass Menschen wie Sie, EndZOO-Argumente, -Auffassungen oder –Meinungen nicht mit sachlichen Gegenargumenten oder Gegenbeweisen sondern allein nur mit der haltlosen Pauschalisierung einer fehlenden Ausbildung entgegnen.
    Auch ist es eine Lüge, dass Herrn Albrechts Leben einzig darin bestehe, „erfolgreichen Akademikern ihre Unwissenheit und Unfähigkeit zu belegen.“ Nie hat Herr Albrecht einem Akademiker als „unwissend“ und „unfähig“ bezeichnet. Ganz offensichtlich gehen Sie aber davon aus, dass Akademiker grundsätzlich Allwissend sind und vor lebenslanger Unfähigkeit immun sind.
    Und auch ist eine Lüge, Herrn Albrecht Neid anzudichten. Herr Albrecht hat in seinem eigenen bisherigen Leben selbst viele Herausforderungen bestanden, tolle Abschlüsse gemacht, Anerkennung geerntet und einen schönen Beruf ausgeübt.
    Hören Sie also endlich auf, weitere Lügen über Herrn Albrecht zu verbreiten.

  42. @Georg
    Interessant ist, dass Sie sich selbst nicht einmal ansatzweise die Mühe machen, überhaupt eine sachliche Diskussion hier zu beginnen und zu führen. Vielmehr unterstellen Sie uns pauschal der unsachlichen Diskussion. Auch bringen Sie nicht einmal Beweise für die vermeintliche Unsachlichkeit auf. Solch eine fragwürdige Einstellung passt viel eher zur Definition des Fanatismus.
    Ihre Lüge, dass EndZOOs Auffassungen auf „pseudoreligiösen Glauben“ basieren ist bereits ein Widerspruch zu ihrer eigenen Feststellung das Tierrechtler*innen eigentlich „religiöse Dinge“ ablehnen. Sie machen sich also extrem selbst lächerlich, wenn Sie „Glaubens-Bekenntnis“ mit „Glaubens-Ablehnung“ belegen wollen. Wäre wie feuer mit Feuer zu bekämpfen.
    Und gleichfalls lächerlich ist es uns vorzuwerfen, wir folgten nur einem Pseudoglauben und wüssten nur deshalb, „was Tiere wollen und was gut für sie ist.“ Nach dieser Pauschalisierung zufolge müssten eigentlich auch Zoo-Speziesist*innen nur einem „pseudoreligiösem Glauben“ folgen.
    Nochmals zur Richtigstellung. EndZOO sieht sich als ein Teil oder Teilnehmer der gesellschaftlichen Meinungsvielfalt und -bildung. Wir vertreten also EINE Meinung und keine Ideologie. Wir haben noch nie behauptet, die EndZOO-Meinung sei die einzig wahre und richtige. Ihre Unterstellung der „Selbstherrlichkeit und Arroganz“ ist also nur eine weitere Lüge.
    Auch eine Lüge ist, dass sich EndZOO als „ethisch-moralischen Übermenschen“ betrachtet. EndZOO vertritt lediglich die öffentliche Auffassung/ Meinung, dass unsere Moral-Formel (Behandle andere so, wie du behandelt werden willst) in Bezug auf den Umgang des Menschen mit nicht-menschlichen Tieren nicht ganz eingehalten wird und damit offensichtlich eine Doppelmoral darstellt. Ob diese Auffassung/ Argument richtig oder falsch, vernünftig oder unvernünftig ist, kann nur in einem langfristigen Diskurs geklärt werden. Und selbst wenn es keine Klärung gibt, trägt dieser Diskurs zur gesellschaftlichen Meinungsbildung bei. Da Sie sich diesem Diskurs vehement verweigern, sind Sie es eigentlich, der seine Meinung als einzig wahr ansieht und somit einzig totalitär vertritt.

    Hören Sie also auf weitere Lügen über EndZOO und ihre Mitglieder*innen zu verbreiten.

  43. @Frank Albrecht

    Diese Kommentarorgie sagt alles aus. Damit bestätigen Sie die meisten Vorurteile gegen Ihre Person.

  44. @Brummbär
    What? Über meine Person bestehen meistens Vorurteile!
    Na das ist mal eine dankenswerte Aussage:
    Was sind Vorurteile? (einige Internet-Aussagen):
    Sie haben nichts mit der Realität zu tun.
    Sind Wahrnehmungsfehler.
    Sie schaden dem sozialen Zusammenleben.
    Beruhen auf meist „nur Hörensagen“.
    Sind Schablonen der Pauschalisierung.
    Sind Übergeneralisierungen.
    Sind Stereotype.
    Gehen mit der Intoleranz und Voreingenommenheit einher.
    Vorurteile heißt auch, nur das zu hören und zu sehen, was ich man/frau will.

  45. Der letzte Satz trifft genau die Wahrnehmung des Frank Albrechts, wie ich ihn persönlich erlebt habe.
    Gute Selbstdiagnose 🙂

  46. @Frank Albrecht alias EndZoo:

    Ich muss doch nicht alle sachlichen Argumente wiederholen, die bereits von @Man und anderen gebracht wurden? Ich entziehe mich nicht der Diskussion, sondern lese amüsiert mit 🙂

    Kein „Tierrechtler“ der Welt hat jemals ein Tier, ob Zooschimpanse oder Zoodelphin, fragen können, ob dieser wirklich in Freiheit leben, geschweige denn Menschenrechte haben will. Tierrechtler GLAUBEN nur daran, dass die Tiere, in ihrem Fall Zootiere, dies gerne möchten, weil Tierrechtler daran GLAUBEN, dass dies der Natur der Tiere entspricht.

    Seit Homo erectus versucht aber ein „menschliches Tier“ sich dem unbarmherzigen Überlebenskampf der Natur zu entziehen und sich immer komfortabler auf diesem Planeten einzurichten. Sie selbst leben ja auch nicht mehr da draußen in der Wildnis, sondern in einem beheizten Haus mit Sanitäranlagen und Internet.

    Nur weil Tiere die mentalen und kognitiven Voraussetzungen nicht besitzen, um sich dem Überlebenskampf der Natur zu entziehen, heißt das nicht, dass Tiere diesen Komfort nicht auch schätzen würden!

    Für „Tierrechtler“ sind solche Gedanken spezifistische und anthropozentrische Blasphemie.
    Für alle anderen ist es nachvollziehbar.

    „Zoo-Speziesist*innen“ können anhand wissenschaftlicher Parameter feststellen, ob es ihren Zootieren gut geht und ob die Bedürfnisse ihrer Tiere ausreichend nachgekommen wird. Sie können oft sogar eine Beziehung zu ihren Tieren aufbauen, die ihnen verrät, ob es die Tiere komfortabel haben.
    „Zoo-Speziesist*innen“ kämen niemals auf die Idee „Freiheit“ für alle Tiere zu fordern – weil sie nicht wissen, ob ihre Tiere dies tatsächlich wollen und ob dies für das Überleben ihrer Tiere oder deren Art günstig wäre – angesichts der massiven Naturvernichtung ist auch das, außer für „Tierrechtler“, nachvollziehbar.

    Die Art und Weise, wie „Tierrechtler“ ihre Forderungen artikulieren, ihre eigene Sprache entwickeln und Schmähungen über uns „Ungläubige“ ausschütten, wie sie mit mitleiderregenden S/W-Fotos und schlichten Parolen Emotionen bei „Unentschlossenen“ schüren wollen, einerseits auf Meinungsfreiheit pochen, aber andere Meinungen sofort als Lüge abkanzeln – da sind schon sehr starke Paralellen zu fanatischen Religiösen.
    Außerdem: Natürlich muss so ein „Tierrechtler“ auch vegan leben – ähnlich wie ein echter Muslim halal oder ein Jude koscher leben muss.

    Die eigentlichen Bedürfnisse der Tiere, so wie sie die „Zoo-Speziesist*innen“ kennen, sind den „Tierrechtlern“ schlicht egal.

    Es geht ihnen nicht darum die Lebenssituation der Tiere zu verbessern, es geht ihnen darum die Tierwelt von der Menschenwelt zu trennen. Sie wollen eine Ghettoisierung der Welt, eine neue „Apartheid“ unterm Deckmantel des Antispezisismus: Ein Bereich der von Menschen bewohnt wird und ein Bereich, der von Tieren bewohnt wird. Dass dieses Tierreich natürlich auch nur vom Menschen toleriert, eingezäunt und überwacht sein wird – wer denkt denn schon an solche Details…..

  47. Der Magdeburger „Tigerfall“ hat neben persönlichen Tiefschlägen der „Täter“ auch etwas Gutes gehabt. Es wurde ein Diskussion zum Populationsmanagement in Zoos angestoßen, die vorher in Deutschland nie geführt worden ist. Auch als Ergebnis dieses juristischen wurde gerade das Verfüttern von sog. überzähligen Tieren in der Monographie „Individualschutz contra Arterhaltung“ detailliert abgewogen worden.
    Einen Auszug:
    „Kommt das Futtertier dagegen von einem kommerziellen Erzeuger, so liegen die Vorgaben für seine Haltung mehr oder wenig unter den Standards zoologischer Gärten. Machen es jedoch die besseren Lebensbedingungen für zooeigene Tiere erforderlich, ihnen zugleich einen höheren Lebensschutz zu gewähren und sollte deshalb eher zugekauft werden? Bei ganzheitlicher Betrachtung müßte das Fazit vielmehr lauten, dass ein artgerecht aufgezogenes, zooeigenes Individuum möglichst ein zoofremdes wegen dessen meist schlechterer Lebensqualität ersetzen und damit letztlich einsparen sollte, wenn ohnehin ein Futtertier benötigt wird. Würden alle Zoos nach dem Prinzip der „weniger belastenden Maßnahme“ handeln, ließe sich die Summe des Leidens deutlich vermindern. Somit fällt die Tierschutzbilanz der Verfütterung von Zootieren an Zootiere gerade unter dem pathozentrischen Aspekt positiv aus. Darüber hinaus genügt das Verfüttern überzähliger Zootiere dem Postulat der Nachhaltigkeit. Das Fleisch wird in seiner biologisch wertvollsten Form in den Nahrungskreislauf zurückgeführt und nicht wie bei gängiger Entsorgung zu Tiermehl oder anderen, energetisch weniger effektiven Produkten verarbeitet.

    Auch der sog. „Haupt- und Nebenzweck“ zur Haltung von Zootieren wird beleuchtet:
    „Aus juristischer Sicht wird aber noch ein weiterer Einwand gegen das Verfüttern von Zootieren vorgebracht. ORT (2010) gibt nämlich zu bedenken, dass als Rechtfertigung nur derjenige Zweck maßgeblich sein darf, der als Hauptzweck das Handeln steuert, sofern ein Eingriff mehrere Ziele verfolgt. Hiervon wäre auch das Euthanasieren überzähliger Jungtiere im Zoo betroffen, da sie erstrangig nicht als Futter gehalten und getötet werden, sondern wegen ihrer Überzähligkeit. Ob diese Aussage sich mit Absicht auf Jungtiere beschränkt, ist insoweit bedeutsam, weil anderenfalls Sportpferde, Milchkühe oder Legehennen bei Leistungsminderung an Gnadenhöfe zu vermitteln wären und nicht zur Fleischgewinnung geschlachtet werden dürfen. Ohnehin gibt es bei verschiedenen Nutztierrassen ausgewiesene Mehrzweckrassen.
    Das sporadische Schlachten und Verfüttern überzähliger Zootiere hat aber nun so gar nichts gemein mit den üblicher Weise genannten Beispielen systematischen Tötens mit zweifelhafter Rechtfertigung (sog. Herodes-Prämie für Kälber, Wettangeln oder Töten männlicher Eintagsküken von Legehybriden).
    Bei Zootieren juristisch zwischen Schau- und Futtertieren zu differenzieren und erstere von der Verfütterung sowie letztere von der Zurschaustellung auszuschließen, wie es bei alleiniger Ausrichtung nach dem Hauptzweck der Fall wäre, wird sich gerade unter dem Aspekt des pathozentrischen Tierschutzes schwerlich begründen lassen. Nicht nur bei Haustierrassen, auf deren Haltung sich einige Zoos inzwischen spezialisiert haben, sondern auch bei Wildtieren kann eine verantwortungsbewusste Doppelnutzung sinnvoll und vernünftig sein.“

    Eine konstruktive Auseinandersetzung mit diesem Themenkreis kann nur gelingen, wenn es einen grundsätzlichen Konsens gibt, dass Tiere in Zoos oder in der sog. „Zoogefangenschaft“ gehalten werden. Über das „wie“ kann vortrefflich gestritten werden, über die damit verbundenen Konsequenzen ebenfalls, aber mit EndZoo – wie der Name es schon sagt – wird dieses nicht gelingen.

  48. Herr Perret gibt leider keine Quelen an! Daher von mir hier mal ein Auszug aus der Begründung des OLG Sachsen-Anhalt zu der Begründung der rechtmäßigen Verurteilung der verantwortlichen Personen der Tötung von 3 Tigerbabys. Vielleicht sollte man noch sagen, dass wir in einem Rechtsstaat leben, und unsere Gesetze die oberste Regel sind und nicht irgendwelche selbstauferlegten Verhaltensregeln von Vereinigungen oder Verbänden.

    „a) Nirgendwo ist vorgesehen, im Zoo geborene Jungtiere, die nicht zur Erhaltung ihrer Art beitragen können, umzubringen. Weder die Richtlinie 1999/22/EG noch das deutsche Recht oder sonstige nationale oder internationale Regeln, auch nicht das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Sibirische Tiger, legitimieren vorbehaltlos das Töten der gesunden Nachkommen erbgenetisch missglückter Verpaarungen (vgl. auch BT-Drs.: 16/9742, S. 3 u. 5). Gemäß § 37 Abs. 2 BNatSchG bleiben die Vorschriften des Tierschutzes von denjenigen des Artenschutzes unberührt. Nach § 42 Abs. 3 Nr. 4 BNatSchG sind beim Betrieb eines Zoos die Vorschriften des Tierschutzes und des Artenschutzes gleichberechtigt zu beachten. Dies entspricht der Rechtslage zum Zeitpunkt der Tat (vgl. BR-Drs.: 278/09, S. 218). Auch § 39 Abs. 2 BNatSchG a.F. enthielt kein abgestuftes Verhältnis zwischen Tierschutz und Artenschutz. Neben den Vorschriften zum Artenschutz galten diejenigen des Tierschutzes uneingeschränkt, auch wenn § 52 Abs. 4 u. Abs. 5 NatSchG LSA a.F. den Tierschutz nicht ausdrücklich neben dem Artenschutz erwähnte.

    11
    Demnach gibt es keine oberste Prämisse der Erhaltungszucht und der Diversität. Beides sind nur Gesichtspunkte, die neben dem Interesse des Tieres an seiner Unversehrtheit Geltung beanspruchen und sich im Einzelfall durchsetzen können, wenn dies im Ergebnis einer Güter- und Interessenabwägung unausweichlich erscheint. Davon kann im Fall des Tigernachwuchses im … Zoo allerdings keine Rede sein.

    12
    b) Ob die Tötung eines Tieres vernünftig ist, hatten die Angeklagten mit Hilfe einer am Verhältnismäßigkeitsgrundsatz orientierten Güter- und Interessenabwägung zu ermitteln (BayObLGSt 1973, 183, 184; OLG Celle, Urteil vom 12. Oktober 1993, 2 Ss 147/93; OLG Koblenz NStZ-RR 2000, 155; KG NStZ 2010, 175; Pfohl, in: MünchKomm.-StGB, § 17 TierSchG Rdn. 40). Ein Grund zum Töten von Tieren ist dann vernünftig, wenn er als triftig, einsichtig und von einem schutzwürdigen Interesse getragen anzuerkennen ist, und wenn er unter den konkreten Umständen schwerer wiegt, als das Interesse des Tieres an seiner Unversehrtheit (BT-Drs. 16/9742, S. 4). Insoweit gab der Artenschutz im Mai 2008 keine das Lebensrecht der Tiger auch nur ansatzweise in Frage stellenden Gründe her.

    13
    Der Artenschutz und die biologische Vielfalt erfordern keine Euthanasie. Es wird schlimmstenfalls notwendig, zuchtungeeignete Tiere zu gegebener Zeit fortpflanzungsunfähig zu machen und sie nicht in ein Erhaltungszuchtprogramm aufzunehmen. Dies genügte, um einen brauchbaren Genpool zu gewährleisten.“

  49. Zitat:

    „Vielleicht sollte man noch sagen, dass wir in einem Rechtsstaat leben, und unsere Gesetze die oberste Regel sind und nicht irgendwelche selbstauferlegten Verhaltensregeln von Vereinigungen oder Verbänden.“

    Das erklärt wohl, warum WDSF und andere Vereinigungen pausenlos Zoos, ihre Mitarbeiter mit sinnfreien Anzeigen ala Steckdosen u.ä. überziehen und die Gerichte von wirklich wichtigen Dingen abhalten.
    Einfach mal Publicity abgreifen, Likes abkassieren und dabei bewusst riskieren, das echte Verbrecher ohne Verfahren davonkommen.
    Fix mal den Rechtsstaat überfordern und in den Medien den Märtyrer spielen.

  50. Natürlich steht das Recht auf der Unversehrtheit einer männlichen, 1-jährigen Antilope oder die Existenz einer Steckdose in einem öffentlichen Zoo höher als das Recht der Bürger dieses Landes –
    – Angeklagten einem fairen Prozess zuzuführen.
    Warum Menschen in der U-Haft einem zeitnahen, fairen Prozess ermöglichen, …
    … wenn man auch über Zootierhaltung oder die Tötung / Verfütterung von Zootieren streiten kann?
    Warum ist die Existenz einer Steckdose im Zoo Nürnberg ein Unding, wenn in jedem ICE bzw. IC kein Reisender genug von den Dinger bekommen kann?!
    Gibt es im ICE keine Kinder?
    Ist der Strom aus der ICE-Steckdose harmlos?
    Wenn man vom Öko-Bauern, mit Freilandhaltung, eine Kuh kauft – um sie im Zoo zu verfüttern – hätte sie dann weniger Recht aufs Leben, als 3 Tiger oder eine Giraffe (sogar wenn sie/er männlich wäre) im Zoo?
    Muss man sowas ernsthaft vor Gericht ausdiskutieren?
    Oder geht es hier ausschließlich um Einschaltquote, Likes und potenziellen Spendengeldern?
    – auf Kosten von Menschen – schuldig oder sogar unschuldig in U-Haft.

  51. @bearjs112

    Ihre Links und Ihre Kommentare Zeigen nur wieder, dass Sie an einer konstruktiven Diskussion zu diesem Thema nicht interessiert sind. Ich weiß beim besten Willen nicht, was Steckdosen, das WDSF oder Spendengelder mit dem TierSchG zu tun haben.
    Ich äußere mich hier ausschließlich als Privatperson, die die Tötung der Mendesantilope als nicht mit dem TierSchG vereinbar ansieht. Das OLG Sachsen-Anhalt hat zu einem ähnlichen Fall das Urteil des Landgerichts bestätigt. Dass dieses den Zoos und ihren Vertretern bzw. Befürwortern nicht gefällt, kann ich mir vorstellen. Vielleicht bestätigt ja ein anderes Gericht meine Ansicht.

  52. @bearjs112

    „und dabei bewusst riskieren, das echte Verbrecher ohne Verfahren davonkommen.“

    Herr Perret ist zum Glück nicht davongekommen, sondern wurde rechtskräftig verurteilt.
    Sehr schön zu dem Prozeß ist auch der Kommentar eines Rechtsanwalts aus Magdeburg, der da schreibt:
    „Ich war als Prozessbeobachter anwesend und begrüße dieses Urteil zum Schutz der Zootiere. Dr. P., der öffentlich erklärte, dass es sich hier um ein deutschland- und europaweit beachtetes Musterverfahren handelt, hat diesen Prozess verloren. Zoodirektoren in Deutschland und Europa haben mit diesem Urteil erfahren, dass sie mit einer Bestrafung rechnen müssen, wenn sie Zootiere im Rahmen eines „Populationsmanagements“ töten lassen, es sei denn, es handelt sich um die letzte Möglichkeit (ultima ratio). Das Urteil war im Strafmaß nach meiner Meinung fehlerhaft. Die Angeklagten erweckten nicht den Eindruck, die Fehlerhaftigkeit ihres Handelns einzusehen. Vielmehr rechtfertigten sie ihr Verhalten und vertraten die Überzeugung, jederzeit wieder so zu handeln.“

  53. @Martin Siewert
    Entschuldigen Sie, dass ich die komplette Quelle des Buches „Individualschutz Contra Arterhaltung“ nicht angegeben habe. Es gehört fast schon zu einem „Standardwerk“, wird in Tierschutz- und Tierethikkreisen zitiert, wenn es um das Populationsmanagement in Zoos geht und ich bin davon ausgegangen, dass es bekannt ist: „Individualschutz contra Arterhaltung“, Goetz Hildebrandt, Kai Perret, Klaus Eulenberger, Jörg Junhold, Jörg Luy (Autoren), 2012, Schüling, K (Verlag) 978-3-86523-213-7 (ISBN).
    Wie Sie sehen, bin ich Mitautor dieses Buches und habe mit den Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen eine Aufarbeitung des „Tigerfalls“ vorgenommen. Uns ging es auch darum, erstens zu reflektieren und zweitens Lösungswege aufzuzeigen, wie mit dem Fakt der sog. überzähligen Tiere auch über das Urteil hinaus umgegangen werden kann.
    Den Anwalt, den Sie aus Magdeburg zitieren, ist mir sehr wohl bekannt und ist Landesvors. der Tierschutzpartei. Dass er aus der reinen Individualtierschutz-Sicht dieses Urteil zu milde empfand, ist erklärbar. Jedoch ist dieses Zitat insofern falsch, das unsere/meine Worte damals nicht so geäußert worden sind. Daher ist immer zu prüfen, ob die Quellen solide sind. Wir haben bspw. nie gesagt, dass wir immer wieder so handeln würden (letzter Satz Ihres Zitats).
    Interessant an dem Buch ist, dass wir mit Prof. Dr. Jörg Luy, einen Tierethiker, im Autorenkreise hatten, der eine erweitere und andere Sichtweise in den Probemfall der überzähligen Tiere mit hineinbrachte. Seine Formulierung der Tierschutzbilanz bei überzähligen Tieren und der damit verbundenen Fütterung an andere Zootiere war nachdenkenswert sowie auch plausibel.
    Unsere Diskussion zu diesem Passus war mit der Grundvoraussetzung klar gekennzeichnet, dass die Haltung von Tieren im Zoo an sich akzeptiert werden muss, dass Tiere ihren wichtigen Funktionskreis der Fortpflanzung ausleben sollen/dürfen, dass sie Jungetieraufzucht „durchleben“ und „Praxis“ damit erfahren sollen, dass in Einzelfällen nicht vermittelbare (und in der Folge überzählige Tiere – eine aus meiner Sicht abwertende Bezeichnung) vorkommen und bei Nichtvermittlung dieser Tiere einer Verfütterung nach dem TschG ein „vernünftiger Grund“ ist.
    Sollte schon die erste Akzeptanz scheitern, die Haltung von Tieren im Zoo, dann können die folgenden Ansätze als null und nichtig erklärt werden, weil die Basis fehlt. Ihren Sichtweise, das die Tötung der Antilope gegen das TschG verstößt, scheitert deshalb schon, da Sie partout eine Position gegen Zoos einnehmen und sie abschaffen wollen, oder? Damit kämen Sie gar nicht in die weitere Argumentationskette. Das Töten zur Verfütterung ist sehr wohl vom TschG gedeckt, weil das Gesetz nicht zwischen schönen, niedlichen oder weniger hübschen Wirbeltieren unterscheidet. Der Haupt- und Nebengrund der Haltung, wie in dem oben angegebenen Buch beschrieben, ist juristisch ebenfalls nicht von Bedeutung. Die Verfütterung ist daher nach dem Gesetz erlaubt und rechtens.

  54. @ Kai Perret

    Sie leiten einen wunderbaren Zoo, der mir sehr gefällt.
    Im August geht es wieder nach Magdeburg.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute auf ihrem Weg.

  55. @Kai Perret
    Leider kann ich das Buch wirklich nicht, werde es aber nachholen mich mit dem Inhalt und der damit zusammenhängenden Argumentationkette beschäftigen. Schon die Autoren Kai Perret (Direktor im Zoo Magdeburg), Jörg Junhold (Direktor im Zoo Leipzig) und Klaus Eulenberger (Ex-Cheftierarzt im Leipziger Zoo) lassen erkennen, dass die Thematik nicht unbedingt von einer neutralen Sichtweise aufgearbeitet wird.
    Was meine Haltung zu der Einrichtung Zoo angeht, irren Sie leider.
    Ich lehne die jetzige Form von Zoos und Tiergärten ab. Sie sind aber meiner Meinung nach aus zwei Gründen nicht komplett überflüssig.
    1. Wenn es um die Unterstützung der Arterhaltung geht, indem bedrohte Arten in Gefangenschaft erhalten, gezüchtet und in ihrem natürlichen Lebensraum zur Unterstützung der natürlichen Population wieder ausgewildert werden, wie es in der Vergangenheit auch schon geschehen ist und der Lebensraum überhaupt noch vorhanden ist.
    2. Wenn es um die Bildung im Bezug auf Natur und Biodiversität geht. Es ist in meinen Augen erschreckend wie weit sich die Menschen gerade in Großstädten aber auch im ländlichen Bereich von der Natur entfremdet haben und die Auswirkungen ihres Konsums oder ihres Handelns nicht erkennen. Nach meiner Meinung kann diese Bildung nur zusammen mit unseren anderen Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen funktionieren.
    Für diese Aufgaben kann ich eine größere Unterstützung von Zoos und Tiergärten mit öffentlichen Mitteln nur befürworten. Das aktuelle Konzept hat aber in meinen Augen versagt, wenn man die aktuelle Anzahl der bedrohten Arten und die zunehmende Umweltverschmutzung sieht.

    Was das Zitat von Josef Fassl angeht, so haben Sie leider nicht erkannt, dass es sich hinsichtlich des Strafmaßes um die persönliche Meinung von Herrn Fassl geht. Es wurde nie behauptet, dass Sie geäußert haben wieder so zu handeln. Die literarische Aufarbeitung dieses Falls in dem o.a. Buch läßt aber erkennen, dass Herr Fassl mit seiner Meinung nicht ganz falsch liegt.

    Dass das Töten zur Verfütterung durch das TierSchG gedeckt ist, ist wie ich weiter oben schon geschrieben habe nicht mein Kritikpunkt. Vielmehr ist die Begründung für den Tötungsakt zu sehen. Wenn, wie im vorliegendem Fall, einzig und allein das Geschlecht des Tieres, oder wie bei den Tiegerbabys die Genetik zum Todesurteil für das betreffende Tier wird, ist es nach meiner Ansicht nicht mit dem TierSchG vereinbar. Sie geben mir doch sicherlich Recht, dass die Mendesantilope, wäre sie im Zuge des EEP für diese Tierart weiblich gewesen, heute noch am Leben wäre?

  56. @Martin Siewert
    Dass sich ein Autorenteam aus Zookreisen, aber eben auch aus einem Ethiker und Veterinär mit juristischem Hintergrund mit der Thematik des „Tigerfalls“ beschäftigt hat, zeugt nicht von vorbestimmter Eingleisigkeit aus Zoosicht, sondern von der Absicht, ein breites Bild zu zeichnen. Das Buch ist eine Reflexion auch der Betroffenen, eine Aufarbeitung des juristischen Dilemmas, welches heute immer noch nicht grundsätzlich gelöst ist, wenn wir die Diskussion in diesem Forum als Beispiel dafür nehmen. Das „nicht vermittelbare“ Tiere immer wieder auftreten, liegt in der Biologie des Tieres selbst, welches sich nicht nach menschlichen „Planvorgaben/wünschen“ fortpflanzt und dadurch jeder „Überfluss“ ausgeschlossen wird, sondern den Naturgesetzen folgend und durch die guten Bedingungen in Zoos sogar noch begünstigt werden.
    Da sie den Artenschutz als eine herausragende Aufgabe der Zoos oder der Gesellschaft ansprechen, ermutigt mich doch die Feststellung hier zu erwähnen,dass der Artenschutz gleichwertig im Artikel 20a unseres GG steht. Dieser Umstand wird (leider) immer wieder unter den Tisch gekehrt und in der Regel nur ausgeführt, dass alleine der Tierschutz Verfassungsrang hat.
    Es ist daher abzuwägen, welches Gut höher wiegt. Nehmen wir ein einheimisches Bespiel, die Hybridisierung des Wolfes mit dem Haushund. In diesem Fall wird die Verhinderung der Hybridisierung höher gewertet als das individuelle Recht auf Leben des Hybridens. Das Artenschutzziel wird in diesem Fall höher bewertet. Im übrigen ist dieses vom Bundesamt f. Naturschutz so festgelegt worden.
    Da Zoos auch in ihrem Sinne dem Artenschutz stärker verpflichtet sein sollen (und es zukünftig auch stärker müssen), wird aber hier doch mit zweierlei Maß gemessen, da Zoos eben nicht das „Wolfs-Vorgehen“ uneingeschränkt anwenden dürfen. Das hat der „Tigerfall“ deutlich gezeigt, dass dem Individuallschutz zum Zeitpunkt der Tötung ein höheres Gewicht gelegt wurde. Die Richter haben aber nicht ausgeschlossen, dass ein späterer Zeitpunkt der Tötung nicht doch „ein vernünftiger Grund“ nach dem TschG hätte sein können (bspw. dass im fortgeschrittenen Alter eine Vermittlung nicht möglich gewesen wäre).
    Bei der männlichen Mendesantilope könnte der Fall ähnlich gelagert sein, es sei denn, es ist heute schon deutlich absehbar, dass bei einem Tierbestand der Größe X, es 0 % Chance gibt, dass Tier entsprechend zu vermitteln. Die Kollegen hätten das Tier noch größer werden lassen können, bis es wirkliche Probleme in der Gruppe gegeben hätte, und es erst dann geschlachtet. Ein weibliches Tier hätte wohlmöglich weiter leben können. Die männliche Mendesantilope ist nicht alleine wegen ihres Geschlechtes ein „nicht vermittelbares“ Tier gewesen, sondern weil die Biologie oder die Evolution eine Lebensform begründet hat, die ein Zusammenleben erwachsener Männchen nicht vorsieht. In der Natur hätte das junge Männchen die Gruppe verlassen müssen und wäre zu einem sehr hohen Prozensatz Opfer eines Raubtieres geworden. Die Nachzeichnung solcher natürlichen Kreisläufe wird den Zoos jedoch leider noch zu selten zugebilligt.

  57. @Kai Perret
    Wie Sie ja aus dem Urteil gegen Sie und Ihre Mitarbeiter im Fall der getöteten Tigerjungen wissen, betrachtet die Rechtssprechung einen Platzmangel nicht als vernünftigen Grund für die Tötung eines Tieres.
    Sie selbst schreiben auch ganz richtig, dass Tiere sich bei der Fortpflanzung nicht an die menschlichen „Planvorgaben/wunsche“ halten. Folglich müssen Sie sich schon im Vorfeld mit der Frage auseinandersetzen, wie Sie Tiere, die nicht „gewollt“ sind, unterbringen, vermitteln oder die Geburten kontrollieren, anstatt sie einfach umzubringen und zu verfüttern.
    Wenn Sie jetzt entgegnen wollen, dass eine Geburtenkontrolle durch Medikamente, Sterilisation oder andere Formen nicht möglich ist, weil man den betreffenden Tieren grundlegende Verhaltensweisen wie Geburt und Aufzucht von Jungtieren nimmt, oder die medikamentöse Empfängnisverhütung zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann, empfehle ich Ihnen das Interview Ihres Kollegen Dag Encke, dass er im letzten Juni anläßlich der bevorstehenden Demonstration „Empty the Tanks“ den Nürnberger Nachrichten gegeben hat, und das auch in diesem Blog nachzulesen ist. Darin bestätigt Herr Encke, dass zwei Delfinweibchen seit nunmehr acht Jahren mit der „Pille“ behandelt werden. Mir kommt es fast so vor, als wenn das Argument der Geburt und Aufzucht immer aus dem Hut gezogen wird, um die Tötung von „überzähligen“ Tieren zu rechtfertigen, es aber keinesfalls konsequent umgesetzt wird.
    Ferner solten Sie sich auch fragen, ob nicht auch der Selbsterhaltungstrieb eines jeden Tieres, und damit der Wille am Leben zu bleiben,beweist, dass andere Verhaltensweisen diesem Trieb unterzuordnen sind und der Individualschutz Vorrang hat.
    Ihr Buch habe ich mir heute bestellt (nicht bei Amazon)! Ich möchte noch erwähnen, auch wenn Herr Luy an diesem Buch mitgearbeitet und sein Fazit letztendlich zugunsten der Interessen der Zoos ausfällt, kann das doch nicht gleichbedeutend damit sein, dass die Tötung eines Tieres damit rechtlich oder ethisch und moralisch richtig wäre.

    Den Hinweis von Ihnen auf den Artikel 20a GG verstehe ich allerdings nicht. Hat das OLG Naumburg nicht in seiner Begründung erwähnt, dass Sie durch die Tötung der Tiger den Arten- über den Tierschutz gestellt haben? Das Beispiel der Hybriden Wölfe kann ich aus zweierlei Sicht nicht gelten lassen: 1. Die Hybridisierung der Wölfe mit dem Haushund wird durch die geringe Populationsdichte des Wolfes in Deutschland erklärt. Bei einer ansteigenden Anzahl an Wölfen sinkt das Risiko der Hybridisierung. Das Bundesamt für Naturschutz hat in diesem Fall auch keinesfalls den Artenschutz über den Tierschutz gestellt. Es handelt sich dabei ferner um internationale Empfehlungen der IUCN und anderer Organisationen. 2. Die Hybridisierung des Wolfes findet unkontrolliert statt. Die Voraussetzungen der freien Natur mit den Gegebenheiten eines Zoos oder Tiergartens zu vermischen ist schlichtweg falsch.

    Den letzten Teil Ihres Beitrags ignoriere ich einfach mal, weil es reine Spekulation ist

  58. @ Herr Siewert

    Sie haben es richtig erwähnt. Es ist EIN Urteil, warten wir die anderen ab. Ich gehe davon aus, dass Sie den Tierpark Nürnberg in diesem speziellen Fall angezeigt haben.

    Übrigens wird in NRW die Tötung von Küken sogar aus wirtschaftlichen Gründen als vernünftigem Grund angesehen. Sie sehen, die Rechtsprechung ist bei Weitem nicht eindeutig.

  59. # Martin Siewert
    Beide Güter (Artenschutz und Tierschutz) sind als Staatsziel im GG 20a verankert und stehen gleichwertig nebeneinander. Bei dem Magdeburger Urteil ging es nicht um Platzmangel, sondern erstens um den Zeitpunkt der Tötung direkt nach der Geburt und zweitens aus juristischer Sicht, eine fehlerhafte Abwägung zwischen dem Artenschutzziel eine Hybridisierung zu vermeiden und dem Individualschutz des Tieres vorgenommen zu haben.
    Für dass OLG war entscheidend, dass wir zu vorschnell Fakten geschaffen haben, weil die Jungtiere durchaus 1 bis 2 Jahre bei der Katze hätten weiter leben können. Ob eine Tötung aus den selben Gründen zu einem späteren Zeitpunkt ein „vernünftiger Grund“ gewesen wäre, hat das Gericht nicht ausgeschlossen, aber auch nicht abschließend beantwortet.
    Bei der Hybridisierung ist es vollkommen unerheblich, warum und wie sie entsteht, sondern allein der Umstand, dass sie vorkommt ist Grund genug für das BfN, die Tiere alleine aus Gründen der Reinerbigkeit des Wolfes und der drohenden Verdrängung durch die Hybriden zu töten. Die Hybriden haben eine „Wettbewerbsvorteil“, weil sie eine höhere Reproduktionsrate haben.
    Wörtlich steht dazu im Skript des BfN:
    „Hybridisierungen zwischen Haus- und Wildtieren sind ein zunehmendes Problem im Artenschutz und können bis zum Erlöschen einzelner Populationen (GRIEG 1979, zitiert in TEMPLETON 1986; HUBBERT et al. 1992), sogar Arten führen (GOTELLI et al. 1994; SILLERO-ZUBIRI & MACDONALD 1997; VILA & WAYNE 1999)…….
    Aus Sicht des internationalen Artenschutzes gibt es gegenwärtig keinen Zweifel daran, dass Hybridisierungen zwischen Wölfen und Haushunden unerwünscht sind und unter allen Umständen vermieden werden sollten. Wenn es bereits zu Hybridisierungen gekommen ist, sollten alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um eine weitere Ausbreitung von Haushundgenen in der Wolfspopulation zu verhindern. Das bedeutet praktisch, die schnellstmögliche Entfernung der Hybriden aus der Natur ….
    Wird der Hybridverdacht von Experten bestätigt, sollte alles getan werden, um die Tiere aus der Natur zu entnehmen. Dies kann über letale Kontrolle (Abschuss) erfolgen,…..“
    Das Problem der Hybridisierung betrifft bspw. auch die europäische Wildkatze und verwilderte Hauskatze.
    Natürlich werden wir in Zoos alles daransetzen, Hybridisierung zu verhindern, aber auch durch die fortgeschrittenen Untersuchungstechniken sind diese heute besser feststellbar als vor Jahren. Die IUCN sagt auch hier klar, dass „The management of ex situ populations must minimise any deleterious effects of ex situ management, such as loss of genetic diversity, artificial selection, pathogen transfer and hybridisation, in the interest of maintaining the genetic integrity and viability of such material.“
    Da wir auch an verschiedenen Auswilderungsprojekten beteiligt sind, ist das Thema „Hybridisierung“ in Zoos sehr wohl mit der Natur auf einer Stufe zu betrachten. Dass heißt selbstverständlich nicht (!), alle Hybriden nun aus dem Bestand durch Tötung zu nehmen. Jedoch in Einzelfällen und Abwägung aller Punkte kann dieses aus Artenschutzsicht durchaus ein „vernünftiger Grund“ sein.

    Ihre Zeilen……
    „Folglich müssen Sie sich schon im Vorfeld mit der Frage auseinandersetzen, wie Sie Tiere, die nicht „gewollt“ sind, unterbringen, vermitteln oder die Geburten kontrollieren, anstatt sie einfach umzubringen und zu verfüttern.“ ….
    Sie vermitteln den Eindruck, dass wir im Zoo nur Tiere züchten, damit wir sie schlachten können. Genau das Gegenteil ist der Fall: 99 % der Nachzuchten können in verantwortungsvolle Haltung abgegeben werden.
    Ihre Anmerkung „Ferner solten Sie sich auch fragen, ob nicht auch der Selbsterhaltungstrieb eines jeden Tieres, und damit der Wille am Leben zu bleiben, ……“ habe ich mir insofern beantwortet, dass ich mich vehement dagegen wehre, auch im Sinne des Tierschutzes, zwischen dem konventionellen gehaltenen Rind und einer Antilope in ihrer Wertigkeit zu unterscheiden. Im Umkehrschluss habe ich daher kein „schlechteres“ Gewissen meine Löwen mit einer Antilope zu füttern. Warum hier immer noch zwischen Rind und Antilope als Futtertier unterschieden wird, kann ich nur auf emotionaler nachvollziehen. Das ist jedem zuzustehen, aber rechtlich und fachlich ist hier kein Unterschied begründbar.
    Schade, dass Sie meine „Spekulation“, die vielmehr eine Tatsache ist, ignorieren, denn sie ist Teil eines Abwägungsprozesses, der auch vom Tierschutzgesetz gefordert wird.

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