Und das Tiergarten-Jahr geht gut weiter!

In einem Kommentar von „heidi_z“ ist die freudige Botschaft ja schon zu lesen, und ich widme ihr selbstverständlich einen eigenen Blog-Beitrag: Im Nürnberger Tiergarten wurde ein männliches Panzernashornbaby geboren. Diese Tierart ist in freier Wildbahn bedroht – umso wichtiger ist dieser Nachzucht-Erfolg in einem Zoo.

In diesem Fall kann man wirklich sagen, was lange währt, wird endlich gut. Denn die Tragzeit hat immerhin 481 Tage lang gedauert. Dafür ging bei der Geburt alles sehr schnell, und das, obwohl die Mutter Sofie zum ersten Mal ein Jungtier zur Welt brachte. Schon 20 Minuten nach dem Platzen der Fruchtblase war das 60 Kilogramm schwere Kalb geboren, und nach fünf Stunden hat es zum ersten Mal getrunken. Die Mutter kümmert sich vorbildlich um ihren Nachwuchs. Der Kleine wurde auf den Namen Sanjai getauft, weil das Hauptverbreitungsgebiet der Panzernashörner in Indien liegt. „Sanjai“ bedeutet „Der Siegreiche“ – ein Name, der in Indien sehr beliebt ist.

Zwischen Sofie (elf Jahre alt), die im September 2015 im Tausch mit Seto Paitala aus dem britischen West Midland Safari Park nach Nürnberg kam, und dem jetzt 28-jährigen Nashornbullen Ropen ging es nach einer kurzen Kennenlern-Phase schnell zur Sache. Gleich die erste Paarung war offenbar erfolgreich. Weil Sofie für eine Erstgebärende erstaunlich ruhig und entspannt ist, können Tiergartenbesucher mit ein wenig Glück Mutter und Kind im Dickhäuterhaus oder, wenn es draußen warm genug ist, auch in der Außenanlage bewundern.

7 Kommentare in “Und das Tiergarten-Jahr geht gut weiter!

  1. Es ist großartig, dass Sofie als Erstgebärende so ruhig und gelassen ist, das Bild ist allerliebst.
    Ich gratuliere dem Tiergarten, den Pflegern, der stolzen Mama und dem kleinen Sanjai wünsche ich ein gesundes, langes Leben!
    Ich hab mich riesig über die Nachricht gefreut; ein schöner Beitrag zum Thema Artenschutz!

  2. Wie ROPEN das nur geschafft hat mit den schmerzenden Hinterfüße zu stellen und SOFIE zu begatten ist mir bis heute ein Rätsel.
    Ach ja, nachts um 1.00 haben das die Tierpfleger ja dokumentiert.
    Na wenn da mal nicht der Mensch eine Zwischenrolle gespielt hat.

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