Endlich haben die Qualen ein Ende

Das ist mal ein Riesenerfolg für Tierschützer und passt wunderbar zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April: Durch jahrelange Proteste haben Tierschützer es geschafft, dass das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen seine Versuche an Affen endgültig eingestellt hat.  Einem als Pfleger arbeitenden Tierschützer war es gelungen, die Affenversuche und die Haltung der Tiere im Herbst 2014 heimlich zu filmen. Dadurch kamen Aufnahmen ans Licht, die zum Beispiel Affen mit Gehirnimplantaten zeigen. Eines der Tiere ist mit blutverschmiertem Kopf zu sehen, einem anderen Affen läuft Spucke oder Erbrochenes aus dem Mund. Gegen die unhaltbaren Zustände hatten Tierschützer immer wieder Demonstrationen und Mahnwachen veranstaltet. Ein Durchhaltevermögen, das sich wirklich gelohnt hat!

6 Kommentare in “Endlich haben die Qualen ein Ende

  1. Dem unbekannten Tierschützer gehört mein Respekt und Dank! Die Bilder habe ich Gott sei Dank nicht gesehen, allein die Nennung der „Versuche“ treibt mir einen Schauer über den Rücken. Hoffentlich schließen sich andere Einrichtungen, die Tierversuche noch für nötig halten, dem Vorbild des MPI an! Das wäre ein großer Wunsch!

  2. Unlängst ging es um Straßennamen und deren Umbenennung, wegen zweifelhaften Namensgebungen. Hier hätten wir doch einen Kandidaten, nach dem man eine Straße benennen könnte und ein Denkmal setzen gleich dazu. Vielen Dank dem unbekannten Tierschützer. Er ist ein Held. Je älter ich werde, um so weniger kann ich das Leid der Tiere ertragen. Sie haben die gleichen Rechte wie wir. Was bilden wir uns eigentlich ein? Wenn man es genau nimmt, sind wir nicht die Krönung der Schöpfung, sondern der einzige wirkliche Schädling ihrer.

  3. Ich möchte dazu jedem folgende beiden verlinkten Statements ans Herz legen:

    http://tuebingen.mpg.de/kybernetik-neuigkeiten-2/detail/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=680&tx_ttnews%5BbackPid%5D=179&cHash=4f5ae5907d21afeccbdf143d647a9471

    https://www.mpg.de/9209981/Primatenforschung

    Ein Auszug: „So ist es Forschern der EPFL in Lausanne gelungen, mittels eines Hirnchips die Bewegungsfähigkeit bei einem gelähmten Primaten wieder herzustellen.“
    Natürlich hatte dieser Primat einen Chip im Gehirn!

    Unnötiges Tierleiden ist schrecklich.
    Unreflektierte Pauschalisierungen unwissender Menschen aber leider auch.

  4. Vielen Dank für die Aufklärung.
    Und warum war der Primat gelähmt? (doch nicht etwa nach irgendwelcher Versuche, oder gar nur zum Zwecke der Versuche)
    Vielleicht sollte man Krankheit und Tod mal wieder als Teil des Lebens betrachten und nicht nach dem ewigen Leben trachten auf Kosten von gequälten Tieren.
    Würden wir Menschenversuche auch so toll finden? So nach dem Motto: was zählt schon das Leben Einiger gegen das von Tausenden?
    Wer sagt, dass wir die Auserwählten sind und uns so einfach über alles stellen dürfen und hier machen dürfen, was wir wollen. Übrigens auch auf Kosten vieler, vieler ausgebeuteter und entrechteter Menschen. Aber die hättens ja sowieso nicht besser. Stimmts?

  5. @Gabriele Perez
    Da bin ich ganz auf Ihrer Seite!Es ist unfaßbar, was Menschen alles einfällt um Tiere zu quälen.Ich habe kürzlich einen Fikm über Elefanten in Thailand gesehen, die gefügig gemacht werden um Touristen spazieren zu tragen. Einfach unglaublich.

  6. Ich stimme vollkommen zu, dass die Versuche vermutlich äußerst grausam sind – und ich könnte mir auch durchaus vorstellen, dass im Sinne der Forschung solche Krankheitsbilder erst hervorgerufen werden.

    Die Frage dabei ist also eine Grundsätzliche:
    Sollte man Grundlagenforschung mit Tieren zum Wohle des Menschen betreiben?

    Wir wären heute nicht dem medizinischen Stand bzgl. so vieler Krankheiten – Krebs, Alzheimer, Aids, Leukämie usw. usw. – wenn es keine Tierversuche gäbe.
    Sollte ich jemals an Krebs erkranken, werde ich froh sein über die Fortschritte der modernen Medizin.
    Und ich bin mir fast sicher, Sie ebenso.

Kommentarfunktion geschlossen.