Sogar Kinder können Pate werden

Nach meinem letzten Beitrag über ein trauriges Ereignis im Nürnberger Tiergarten nun wieder eine erfreuliche Nachricht von dort: Vor 25 Jahren begann für den Zoo am Schmausenbuck die Geschichte der Tierpatenschaften; die hießen damals noch „Futterpatenschaften“. Der Aufruf in verschiedenen Medien – auch in der Nürnberger Zeitung – löste schnell eine große Resonanz bei Zootierfreunden aus. Und die Zahl der Menschen, die ihre Lieblinge auf diesem Weg unterstützen, steigt seit einem Vierteljahrhundert stetig (Foto: Manuel Mederer).

Inzwischen sind es mehr als 770 Paten, die sich auf diese Art und Weise engagieren. Sie haben dafür gesorgt, dass bisher über 1,7 Millionen Euro zusammenkamen. Mit dem Geld, das dadurch für Tierfutter eingespart wurde, konnten zum Beispiel das Mediterraneum sowie die Anlagen für Buntmarder, Erdmännchen und Fischkatzen teilfinanziert werden. Tierpatenschaften werden übrigens gern verschenkt, und zwar zu allen möglichen Anlässen wie etwa Geburtstag, Weihnachten, Taufe, Schulanfang oder Hochzeit. Rund um das Thema Tierpatenschaften kann man sich bei Zoo-Mitarbeiterin Monika Prell informieren, die diesen Bereich betreut. Entweder telefonisch unter 09 11/5 45 48 38, per Mail unter monika.prell@stadt.nuernberg.de oder man klickt einfach hier.

Monika Prell betont gegenüber allen Interessenten, dass sie nicht Paten eines einzelnen Tieres werden, sondern die Patenschaft für die jeweilige Art übernehmen – mit einer Summe ab 50 Euro im Jahr. Eine Verlängerung ist möglich, aber nicht Voraussetzung für dieses Engagement. Wer sich dazu entschließt, Tierpate zu werden, bekommt als Dankeschön eine Paten-Urkunde, einen namentlichen Eintrag auf der Paten-Tafel am Tiergarteneingang und eine Einladung zu einem Paten-Treffen. Tierpaten, die mit einem höheren Betrag einsteigen (ab 500 Euro), können sich obendrein über eine Familien-Jahreskarte freuen. Ganz großzügige Paten (ab 2500 Euro) werden auch auf einem individuellen Schild am Gehege „ihrer“ Paten-Tierart namentlich vermerkt. Auch kleine Tierfreunde zwischen fünf und 13 Jahren können schon Paten werden – im Rahmen einer sogenannten Taschengeld-Patenschaft  für 30 Euro im Jahr.

Welche Art ist die beliebteste unter den Zoobewohnern und rangiert damit an der Spitze bei den tierischen Patenkindern? Das wird Monika Prell oft gefragt. So einfach ist die Antwort aber nicht. Denn die „Hitliste“ der Lieblingstiere verändert sich von Zeit zu Zeit: Wenn etwa neue Gehege gebaut werden, oder wenn eine vorher nicht im Zoo vertretene Tierart am Schmausenbuck einzieht. So stürmten nach der Eröffnung der Erdmännchenanlage im Jahr 2013 die frechen Kobolde in Rekordzeit die Patenschafts-Charts des Tiergartens; derzeit sind 120 Erdmännchenfans Paten für diese kleinen Raubtiere.

2 Kommentare in “Sogar Kinder können Pate werden

  1. Eine wirklich tolle Aktion wie ich finde! Ich drücke die Daumen für viele weitere Patenschaften. Aktionen wie diese sollte es viel öfter geben!
    Gruß Michael

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