Luxusanlage für Pippi Langstrumpfs Lieblingstiere

Und wieder gibt es Neuigkeiten über die Totenkopfäffchen im Nürnberger Tiergarten (hier zusammen mit Tierpfleger Ramón Göschel, Foto: Günter Distler). Viele Zoobesucher – vor allem Kinder – kennen diese kleinen Primaten hauptsächlich durch die Pippi Langstrumpf-Geschichten, in denen Pippis Affe „Herr Nilsson“ ja eine wichtige Rolle spielt. Darüber habe ich in meinem Blog schon ab und zu geschrieben, zuletzt hier.

Im Frühjahr waren die Totenkopfäffchen aus dem Ausweichquartier im Gut Mittelbüg in Schwaig in ihr angestammtes Gehege zurückgekehrt. Die Totenkopfäffchen-Anlage ist im Giraffenhaus untergebracht, die lustigen Zoobewohner können sich frei von der Anlage im Innern des Hauses in einen vorgebauten Wintergarten bewegen. Dort ist jetzt für Besucher ein überdachter Unterstand neu hinzugekommen, durch den man während der kalten Jshreszeit vor Regen und Wind geschützt ist. Und auch die bislang störende Spiegelung des verglasten Wintergartens gehört endlich auch der Vergangenheit an. – Die Äffchen können in der wärmeren Jahreszeit über eine Art Hängebrücke zu einer eigenen kleinen Insel mit einer riesigen Eiche gelangen, ein Ort den sie sehr genießen.

Auch zoologisch hat sich etwas verändert: Die Äffchen leben nun in einer WG mit Sumpfmeerschweinchen (Foto: Tiergarten Nürnberg). Diese Meerschweinchen (Cavia magna) sind die größten Vertreter der sechs wildlebenden Arten dieser Gattung und stammen ursprünglich aus Sumpfgebieten an der Atlantikküste Süd-Brasiliens. Die fünf Exemplare von „Cavia magna“ hat der Tiergarten von einem privaten Halter geschenkt bekommen.

Der Umbau für die Anlage der beiden Tierarten hat ungefähr 200.000 Euro geksotet – ohne die 1400 Arbeitsstunden der zooeigenen Handwerker und 650 Stunden der Landschaftsgestalter und Gärtner. Sie haben wieder mal in Eigenleistung sehr viel zu einem gut gelungenen Projekt im Tiergarten beigetragen. Und der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg hat den Umbau mit einem Zuschuss von 100.000 Euro überhaupt erst ermöglicht.