Nala erobert die Besucherherzen

Große Freude im Tiergarten Nürnberg: Dort wurde nach fast einem halben Jahrhundert endlich wieder ein Kamel geboren. Am 26. April hat die zwölfjährige Stute Akiba ein weibliches Fohlen zur Welt gebracht (Foto: Eduard Weigert). Die Tierpfleger haben sich auf den Namen Nala geeinigt. Das Stutfohlen entwickelt sich sehr gut. In der vergangenen Woche hat Nala über drei Kilo zugelegt und bringt jetzt gut 33 Kilogramm auf die Waage. Bis sie vollständig ausgewachsen ist, dauert es mindestens vier Jahre. Bis dahin müssen sich auch ihre Höcker noch richtig entwickeln.

Die Kamelhaltung hat in Nürnberg Tradition: Schon im alten Tiergarten im Luitpoldhain wurden in den 1920er Jahren Trampeltiere gezüchtet. Beim Umzug im Mai 1939 an den Schmausenbuck zogen zwei Stuten mit um. Im neuen Tiergarten gab es 1948 erstmals wieder Nachwuchs und zuletzt 1971. Danach wurde die Zucht eingestellt, denn bei Kamelen und Kulanen, die auf der asiatischen Steppenanlage im Tiergarten zusammenleben, vertragen sich die Hengste nicht. Und weil diese Wildesel stark bedroht sind, hat man bei ihnen gezüchtet und bei den Trampeltieren nicht – schließlich sind die ja als Haustiere weit verbreitet.

Nun gelang die Trampeltier-Zucht ohne eigenen Nürnberger Hengst mit Hilfe des Chemnitzer Zoos. Im Januar 2018 wurden die beiden Nürnberger Kamelstuten zur Verpaarung nach Chemnitz gebracht, nur zwei Monate später kehrten sie nach Nürnberg zurück. Bei einer Untersuchung von Hormonwerten im Blut zeigte sich, dass eine Stute trächtig war.

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