Vogelkinder im Tiergarten

Und wieder gibt es eine schöne Meldung aus dem Tiergarten Nürnberg: Bei den Sperbereulen und den Uralkäuzen, die auch Habichtskäuze genannt werden (Foto: Tiergarten Nürnberg), hat sich Nachwuchs eingestellt. Die Sperbereulen ziehen in diesem Jahr gleich sechs Jungvögel auf, die im April geschlüpft sind. Die Brutzeit beträgt etwa einen Monat, und die flauschigen Küken verlassen mit drei bis fünf Wochen das Nest. Die Elterntiere am Schmausenbuck stammen übrigens aus Rostock (das Weibchen) und aus Köln. Auch über den Zuchterfolg bei den Uralkäuzen freut man sich im Tiergarten. Die Käuze bringen es mit den beiden im April geschlüpften Jungen schon auf insgesamt 36 Nachkommen. Das Muttertier ist bereits 20 Jahre alt, der Vater der jungen Eulen 17 Jahre; er stammt aus dem Tierpark Berlin-Friedrichsfelde.

In freier Wildbahn werden die Sperbereulen im Schnitt nur acht Jahre alt. Deshalb müssen sie ihre Fortpflanzung jedes Jahr über möglichst viele Jungtiere  – bis zu 13 Eiern pro Gelege – sicherstellen. Die Uralkäuze erreichen auch in der Natur im Durchschnitt ein Höchstalter von 22 Jahren und können so im Laufe ihres Lebens eine Vielzahl an Bruten großziehen; sie legen aber nur ein bis sechs Eier ins Nest. Bei beiden Vogelarten überleben in der Natur durchschnittlich aber von jedem Elternpaar im Laufe seines Lebens nur zwei Jungtiere. Da sind die in Zoologischen Gärten lebenden Tiere natürlich im Vorteil.