Ein „Navi“ für den Tiergarten

Einfacher und sicherer zum gewünschten Ziel im Tiergarten Nürnberg: Eine neue Navigations-App  macht das jetzt möglich. Konzipiert ist dieses „Navi“ vor allem als Hilfe für Familien mit Kinderwagen, Besucher im Rollstuhl oder Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Fünf Jahre lang haben Mitarbeiter des Tiergartens, Vertreter der Freien Wohlfahrtspflege und Mitarbeiter des Engineering-Dienstleisters Bertrandt darüber getüftelt, die Idee einer solchen App umzusetzen (Foto: Roland Fengler).

Zielgruppe sind Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Familien mit Kinder- und Bollerwagen und Senioren. Nun können sie alle mit Hilfe der App bessere und einfachere Wege herausfinden, um im Tiergarten zu ihren Wunschzielen zu gelangen. Und zwar so, dass Barrieren wie Treppen, Steigungen oder andere Hindernisse auf der geplanten Wegstrecke umgangen werden können. Eine eigene Schnellnavigation erlaubt es, etwa barrierefreie Toiletten und Gastronomie direkt anzusteuern oder in Notfällen den nächsten Standort von Defibrillatoren ausfindig zu machen. Finanziert hat das Ganze der Verein der Tiergartenfreunde.

Die Navigations-App ist im Apples App-Store für iOS-Geräte sowie im Google Play Store für Android-Geräte zu finden.

1 Kommentar in “Ein „Navi“ für den Tiergarten

  1. Besucher, die den Tiergarten schon ein, zwei Mal besucht haben, dürften die Topologie auch ohne App gut genug kennen, aber für Gelegenheitsgäste ist die App sicher hilfreich. Und wer weiß schon, wo im Tiergarten Defibrillatoren hängen? Ich nicht. Ich würde mal vermuten, am Eingang und in den Gaststätten … und sehe im Plan, dass ich damit tw. falsch liege. Am Eingang ist einer, die anderen beiden hängen aber im Aquapark-Tunnel und im Tribünenbereich der Delfinlagune. Wieder was gelernt.

    Allerdings frage ich mich, ob es wirklich noch einer App mehr in dem „Zoo von Apps“ bedarf, die man heutzutage so haben sollte? Gerade das Thema eingeschränkte Mobilität oder erste Hilfe ist ja keineswegs auf den Tiergarten beschränkt – und ich möchte nicht eine App für jede Einrichtung. Meine Vision wäre da eher etwas analog zu Google Maps, das für alle Orte und Einrichtungen der Region oder gar Deutschlands verfügbar ist. Das würde auch Kosten und Entwicklungszeit sparen – schließlich muss man das Rad nicht überall neu erfinden.

    Trotzdem ein Lob an die Tiergartenfreunde, Entwickler und den Tiergarten, dass Sie Behinderte so besser unterstützen.

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