Wieder einmal unerträglicher Unsinn!

OrcaSo, das ist heute mein 1111. Beitrag in diesem Tierblog. Da wollte ich etwas ganz Besonderes schreiben. Nun kommt aber wieder einmal das Wal- und Delfinschutz-Forum, kurz WDSF, mit einer seiner unsäglichen „Pressemitteilungen“ über die Agentur ods daher und behauptet darin so hanebüchenen Unsinn, dass ich aktuell reagieren muss. Dass – wie inzwischen durch Medienberichte bekannt sein dürfte – SeaWorld die Zucht von Orcas einstellt, nimmt WDSF-Frontmann Jürgen Ortmüller zum Anlass, wieder mal den Tiergarten Nürnberg und den Duisburger Zoo wegen der Delfinhaltung und -nachzucht anzufgreifen. Neue Argumente hat er natürlich nicht, aber er agiert halt nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Wenn SeaWorld, einer der größten Betreiber von Aquarien und Delfinarien, keine Orcas mehr züchtet, setzt das die beiden genannten Zoos nämlich keineswegs „unter Zugzwang“, wie Ortmüller verbreitet. Die Gründe, die SeaWorld zu diesem Schritt bewogen haben, kann und will ich hier nicht analysieren. Ob man sich dort aber, wie Ortmüller meint, unbedingt „dem erheblichen“ Druck von Tierschützern gebeugt hat, wage ich zumindest zu bezweifeln. An die Meldung über Seaworld hängt Ortmüller den gebetsmühlenartig und schon gefühlte millionen Mal wiederholten Satz an: „Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) fordert seit Jahren auch die Beendigung der Delfinhaltung in den beiden deutschen Zoos in Nürnberg und Duisburg und der Orcahaltung im Loro Parque auf Teneriffa.“

Und dann kommt wieder die üblich volle Breitseite: „Ebenso wichtig ist, dass die Haltung und die weitgehend vergeblichen Nachzuchtbemühungen von Delfinen in den Zoos in Nürnberg und Duisburg nun umgehend beendet werden. Mit mehr als 100 frühzeitig verstorbenen Meeressäugern sind die beiden Zoos der größte Delfinfriedhof Europas.“ Die Fälle der toten Delfinbabys werden wie immer hochgespielt (und wahrscheinlich auch hochgerechnet). Außerdem wird mit keiner Silbe erwähnt, dass auch in freier Natur bei erstgebärenden Delfinmüttern die Rate der toten Jungtiere hoch ist. Unter den Teppich gekehrt wird natürlich auch die Tatsache, dass in Zoos und manchen Delfinarien die Tiere ein Alter erreichen, wie sie es „in Freiheit“ nie und nimmer tun. Dass vor allem in Duisburg eine sogar erfogreiche Nachzucht gelingt, bestreitet das WDSF sowieso.

Und dann bringt Ortmüller selbstverständlich – und ebenfalls zum gefühlt millionsten Mal – wieder den Baumangel an der Nürnberger Lagune aufs Tapet, für den der Tiergarten gar nichts kann. Außerdem fordert er, dass die Reparaturkosten, die für defekte Leitungen unterhalb des Delfinariums in Duisburg und das marode Hallendach benötigt wird, „besser für ein Projekt der Umsiedlung in Meeresbuchten verwendet werden“ sollte. Wieder tut er so, als könnte man die Tiere einfach so umsetzen. Das ist einfach falsch!

Es ist inhaltlich einfach nicht haltbar, was das WDSF hier wieder einmal an die Medien weitergibt. Am schlimmsten aber ist, dass wahrscheinlich eine Reihe meiner Kollegen diesen Quatsch ungefiltert weiterverbreitet.

Keine Angst vorm Bürgermeister!

vipraumneu
Nachdem mich nach obigem Blogbeitrag von vip über Facebook eine ganze Reihe von Kommentatoren darauf angesprochen hat, was bei uns in der NZ-Redaktion los sei, dass Blogger nun offenbar gegeneinander schreiben, will ich auf diesem Weg auf den Beitrag antworten:

Lieber vip,

ein Zyniker wie Du kann es sich offenbar nicht vorstellen, dass jemand von einer guten Sache überzeugt ist – so wie ich vom Nürnberger Tiergarten und von Zoos im allgemeinen. Ich stehe damit beileibe nicht allein da, das belegen die Millionen von Zoobesuchern, die allein in Deutschland jedes Jahr registriert werden.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand anderer Meinung ist und Zoos oder die Delfinhaltung ablehnt und dies öffentlich kundtut. Schließlich gilt bei uns Meinungsfreiheit. Aber die Mittel müssen fair bleiben. Mir vorzuwerfen, ich würde mich „harttun“, gegen gegen den Tiergarten anzuschreiben, weil „dessen oberster Chef der Bürgermeister ist, der wiederum in der Nürnberger SPD vorne mitmischt und auch auf etlichen anderen wichtigen Themen draufsitzt“, ist einfach lächerlich. Mich interessiert der Bürgermeister, dessen Namen Du nicht erwähnen willst, in diesem speziellen Fall – Entschuldigung, Herr Vogel! – einen Sch… Ich schreibe nicht für Herrn Vogel und die SPD, sondern über Ereignisse im Nürnberger Tiergarten – und zwar positive wie negative. Und so wird es auch künftig sein.

 

Tierquälerei statt olympischer Geist

Das Problem gab es schon bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine, jetzt folgt die widerliche Neuauflage zu Olympia in der Region Sotschi: Es werden wieder Massen von streunenden Hunden getötet. Angeblich will man die Olympia-Gäste vor Infektionen schützen, die von den verwahrlosten Tieren ausgehen könnten. Tierschützer melden sich jetzt zu Wort und wollen die Weltöffentlichkeit auf die Grausamkeiten aufmerksam machen. Sie registrieren eine deutliche Zunahme von Hunde-Tötungen.

Viele dieser Tiere haben die letzten Jahre auf den Baustellen der olympischen Spielstätten bei den Gastarbeitern gelebt, die nun wieder nach Hause gefahren sind; die Hunde sind das traurige Überbleibsel. Tierschützer beobachten besorgt, wie Hundefänger aktiv werden und die geschundenen Tiere vergiften oder erschießen. Mittlerweile gibt es Tier-Blogs, in denen Tierfreunde über entsetzliche Szenen berichten, die sich oft vor ihren Augen abspielen. Auch die unabhängige Internetzeitung „Kawkaski Usel“ (Kaukasischer Knoten) bringt Augenzeugenberichte darüber, wie brutal die Fänger gegen die Tiere vorgehen.

Die Behörden schieben ihre angebliche Sorge um die hygienischen Zustände als Begründung vor: Durch Hundebisse könnten gefährliche Infektionen und Krankheiten wie zum Beispiel Tollwut übertragen werden. Da die Straßenhunde ausgehungert sind, besteht natürlich eine erhöhte Gefahr, dass sie angreifen. Doch statt wie versprochen ein Tierheim zu bauen oder die Tiere sterilisieren zu lassen, hat sich der Bürgermeister für eine skrupellose „Säuberungsaktion“ und damit gegen die Tiere entschieden. Um das Morden zu vertuschen, werden die Hundefänger vor allem nachts losgeschickt, in der Hoffnung, dass sie dann weitgehend unbemerkt bleiben. Tierschützer fordern dringend eine Massensterilisierung anstelle der Massentötung. Sie versuchen im Internet über soziale Netzwerke die Hunde vor den Fängern zu bewahren und Familien zu finden, die Hunde bei sich aufnehmen. Doch gegen die staatliche Übermacht können sie nicht viel ausrichten.

Für mich ist das Ganze noch ein Grund mehr, diese olympischen Spiele weitmöglichst zu boykottieren. Schade für die Sportler, die alles für ihre Teilnahme an den Wettbewerben geben, dass sich die Länder der ehemaligen Sowjetunion sowohl menschen- als auch tierverachtend verhalten. Ich hoffe, dass wenigstens in den Medien bei uns angemessen auch über diese Tierquälerei berichtet wird, um die Öffentlichkeit aufzurütteln und gegen die Machtelite  in Russland aufzubringen.

Frei nach Marx: Opium für Delfine

YouTube Preview ImageDiese Meldung und das dazugehörige Video haben in dieser Woche Furore gemacht: Delfine, die „high“ sind, nachdem sie vorsichtig auf Kugelfischen herumgekaut haben und diese dann in der Gruppe herumgehen lassen wie ein Haschischpfeifchen. Der kleine Film dient als Werbung für eine neue Doku der BBC über die Meeressäuger und wurde prompt von Bloggern, Radio- und Fernsehsendern und in sozialen Netzwerken aufgegriffen. Die „kiffenden Delfine“ sorgten fast für so viel Aufsehen wie das Kokain, das bei Aldi zwischen Bananen gefunden wurde. Und dabei sind wir noch ein ganzes Stück vom 1. April entfernt, an dem so etwas normalerweise als Scherz die Runde macht.

Zurück zu den Großen Tümmlern. Wissenschaftler haben folgendes herausgefunden: Die Meeressäuger nutzen es aus, dass die Kugelfische ein Nervengift absondern, sobald sie angegriffen werden. Dieses Gift – in kleinen Dosen genossen – sorgt für einen Rauschzustand bei den Delfinen, den Fernsehkameras eindrucksvoll eingefangen haben. Die Tümmler ließen sich im Wasser herum- und, die Nase nach oben, an die Oberfläche hochtreiben und schienen dort von ihrem eigenen Spiegelbild fasziniert zu sein, beschrieb der britische Zoologe Rob Pilley diesen Zustand; Pilley ist einer der Produzenten der Doku-Serie.

Irre Geschichte, finde ich. Aber statt nur darüber zu schmunzeln und Witze zu reißen, sollte man vielleicht lieber mal überlegen, ob man dieses Phänomen nicht für die Zoohaltung von Delfinen nutzen könnte. Wenn die Großen Tümmler in Delfinarien – zum Beispiel im Zoo Duisburg oder im Tiergarten Nürnberg – so leiden, wie es Delfinariums-Gegner wie Peta, WDSF, die Grünen oder neuerdings auch die Piraten behaupten, dann könnte man den Tieren ab und zu doch ein paar Kugelfische spendieren – und schon würden sie ihr hartes Los nicht mehr – oder nur noch eingeschränkt – mitbekommen. Das wäre, analog zum „Opium des Volkes“, wie Karl Marx die Religion umschrieb, „Opium für Delfine“ –  und auf jeden Fall realistischer als Auswilderung.

Besucher an Katinkas Beinahe-"Ausbruch" schuld?

Vor drei Tagen habe ich hier über den Ausbruchsversuch(?)/ Fluchtversuch (?) /Freiheitsdrang (?) von Tigerin Katinka im Tiergarten Nürnberg geschrieben. Der Raubkatze wäre es fast gelungen, vom Wassergraben aus die Mauer des Freigeheges zu erklimmen, nachdem sie sich auf einem unter Wasser verlaufenden Rohr abgestützt hate. – Zu diesem Beitrag hat sich Stephan Koch in einem Kommentar folgendermaßen geäußert:

Ich finde es an der Stelle nicht richtig, immer von einem Ausbruchsversuch zu sprechen. Viel wahrscheinlicher – weil ich kaum nen Stück daneben stand am Sonnabend – ist, dass sie denjenigen, der sie zu triezen versuchte einen gehörigen Schrecken einjagen wollte…

Ich bin für die „Nürnberger Zeitung“ der Sache nachgegangen und habe mich bei Zoochef Dag Encke erkundigt, ob an dieser Beobachtung etwas dran sein könnte. Hier seine Antwort:

Tatsächlich wurde sowohl vom Revierleiter an verschiedenen Tagen als auch von einer Besucherin an besagtem Samstag beobachtet, dass sich Besucher einen Spaß daraus gemacht hatten, die Tigerin zu provozieren, sobald sie ins Wasser ging. In einem Fall schlug ein Besucher mit der flachen Hand an die Innenseite (Tierseite) der Mauer, um sie zu sich zu lotsen und nahm dann eine Plastikflasche. Ziel schien es zu sein, sie gezielt anzulocken, um einen Film und/oder Fotos davon zu machen. Die Plastikflaschen fielen dann ins Wasser, wo sie heute noch schwimmen. Ein Besucher hat seinen Rucksack als Lockmittel benutzt, um die Tigerin direkt an die Mauer zu locken, indem er ihn an der Mauerinnenseite hin- und herschwang. Der Revierleiter bestätigte, dass er schon einen Tag vor dem Vorfall Besucher gebeten hatte, ihr Verhalten einzustellen und auch Kinder, die ohne sichernde Elternhand auf der Mauer saßen, von dort hat entfernen lassen. Insgesamt ist es den Menschen wohl nicht bewusst, welche Gefahren von Großkatzen ausgehen können. Nichts von alledem aber kann entschuldigen, dass die Tigerin  höher hinauslangen konnte,  als wir es je für möglich erachtet hatten. Das besagte Rohr wurde Anfang der 80-er Jahre installiert, und seither war dies der erste kritische Vorfall, der uns bekannt geworden ist. Keine Entschuldigung, aber vielleicht eine Erklärung, warum die Gehegeumwehrung von uns als sicher eingestuft wurde.

Ich möchte es meinen Lesern überlassen, sich einen Reim auf die Geschichte zu machen. Vielleicht sollte man künftig lieber Zoobesucher in Gehege stecken anstelle der Tiere? Wäre vielleicht eine Lösung, oder?

Ein Wolf heult aus gutem Grund

Wenn man Wolf heißt, ist man nicht nur dazu prädestiniert, ein Tier-Blog zu betreiben. Man interessiert sich natürlich auch ganz besonders für Wölfe. Deshalb greife ich das Thema immer wieder gern auf. Zuletzt gab es allerdings einen traurigen Anlass dafür: den Tod der alten Wölfin Cora im Nürnberger Tiergarten, über den ich vor kurzem hier geschrieben habe.

Dazu passt mein heutiger Beitrag auch ganz gut. Er dreht sich um das Wolfsgeheul, das Menschen aus unerfindlichen Gründen seit Jahrhunderten fasziniert. Manch einer findet die wölfischen – oft auch nächtlichen – „Gesänge“ gruselig, andere versuchen, ihrer Bedeutung auf die Spur zu kommen. Tierforscher veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Studien darüber. So auch jetzt wieder: Im Wolfsforschungszentrum Wildpark Ernstbrunn bei Wien haben Wissenschaftler das Wolfsgeheul zweier Rudel untersucht. Und festgestellt: Verlässt ein Wolf seine Gemeinschaft, heulen die zurückbleibenden Tiere. Aus der Heul-Struktur kann man sogar heraushören, welche soziale Rolle der Wolf/die Wölfin  im Rudel innehatte.

Die Forscher gingen durch Messungen von Stresshormonen auch der Frage nach, ob Stress zum Heulen führen kann. Und sie berücksichtigten den Status der einzelnen Tiere im Rudel und beobachteten, welche Tiere andere als Partner bevorzugen. Das Ergebnis: Wölfe heulen nicht einfach drauflos. Sie heulen jedoch umso länger, je enger sie mit dem Tier verbunden waren, das die Gruppe gerade verlassen hat. Um ranghöhere Tiere wird länger geheult. Und: Der Level des Stresshormons Cortisol beeinflusst weder Länge noch Intensität des wölfischen Heulens. Wenn Wölfe heulen, tun sie das also nicht, weil sie unter Stress stehen. Sie heulen außerdem nicht, weil sie ihre Gefühle nicht unter Kontrolle haben. Ihr Heulen ist vielmehr Ausdruck für die stark ausgeprägte Sozialstruktur innerhalb des Rudels.

Ähnlich wie Menschen gehen Wölfe sehr enge Beziehungen ein, pflegen Freundschaften und leben in einem höchst differenzierten sozialen Gefüge. Je nachdem, wie die Beziehung zu dem Tier definiert ist, das die Gruppe verlässt, setzen Wölfe unterschiedliche Heul-Laute und -varianten ein. Die Forscher gehen sogar davon aus, dass Wölfe bewusst heulen, um weiter Kontakt mit dem Individuum zu halten, das aus dem Rudel herausgegangen ist. – Mir scheint, je mehr über Canis lupus geforscht wird, desto mehr Parallelen zwischen Wolf und Mensch tun sich auf! Als Mensch und Wolf werde ich da natürlich weiter dranbleiben.

Sie redete mit dem Vieh…

Die Greuther-Weiber – so heißt das Blog über die SpVgg Greuther Fürth aus weiblicher Sicht, in dem ich auch mitschreibe – waren in Italien im Urlaub. Am und im Lago di Bolsena gibt es natürlich nicht nur Fußballfans, sondern auch eine interessante Fauna und Flora. Wenn man ein Stück auf den See hinausschwimmt, kommt man zum Beispiel an eine Stelle, an der sehr schöne Wasserpflanzen vom Grund des vulkanischen Sees nach oben an die Wasseroberfläche wachsen. Keine ekligen Algen, sondern Pflanzen mit Stengeln und  Blättern, die dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht des sehr sauberen Gewässers zu bewahren. Da ich kein Pflanzenexperte bin, weiß ich leider nicht, um welche Gewächse es sich handelt.

Weiter draußen auf dem See habe ich bei einer meiner morgentlichen Schwimmtouren einen der ausschließlich im Bolsena-See lebenden Fische „getroffen“. Da ich zugegebenermaßen kein Fisch-Fachmann bin (wie Max Fischer, einer der Kommentar-Schreiber in meinem Blog, auch schon festgestellt hat), kann ich nicht sagen, was für ein Exemplar es war – Coregone, Tinca oder Ghiozzo. Jedenfalls sprang er in nur ganz geringem Abstand zu mir ein paarmal aus dem Wasser, drehte sich in der Luft um die eigene Achse und ließ sich dann wieder ins Wasser gleiten. Ein Aal, der auch im See vorkommt, war es jedenfalls nicht, das habe sogar ich als Laie erkannt.

Eines Nachmittags hatte ich auf dem See eine tierische Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde. Gerade noch hatte ich zum wiederholten Mal das Stadtbild des  mittelalterlichen Ortes Bolsena bewundert, der in flirrender Nachmittagshitze am anderen Ufer zu erkennen war. Gar nicht so leicht, sich davon loszureißen! Als ich trotzdem beschlossen hatte, zurückzuschwimmen und umdrehte, glaubte ich zunächst, eine Fata Morgana vor mir zu sehen: Mitten auf dem Wasser lag ein brauner Jagdhund auf einem Surfbrett und schaute mir in die Augen. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, dass auch sein Herrchen auf dem Brett saß und mit seinem Hund über den See paddelte – fast lautlos, weshalb ich die Beiden vorher nicht gehört hatte.

Leider gibt es von diesen Erlebnissen keine Fotos – von einem anderen am Seeufer dagegen schon. Ein Schwanenpaar hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Nachmittag fast zur selben Zeit und an derselben Stelle seinen Ausflug zu unterbrechen, eine kleine Pause am Strand einzulegen und sich zu putzen – immer nur wenige Meter von dem Platz entfernt, wo die Liege mit dem Greuther-Weiber-Handtuch stand. Vielleicht wollten sich die Zwei den Kleeblatt-Fans an schließen? Ich habe versucht, mit ihnen schon mal Kontakt in dieser Richtung aufzunehmen (siehe Foto oben, das leider an einem gewittrigen Tag entstand). Die Farbe des Schwanen-Federkleides passt ja grundsätzlich schon mal gut, ein grünes Accesoire sollte sich noch finden lassen. – In Anlehnung an Konrad Lorenz – und da wäre ich dann thematisch wieder bei meinem Tier-Blog – könnte man das Foto auch „Konrad Lorenz 2.0“ nennen, meint einer meiner Blogger-Kollegen. Stimmt, ausnahmsweise muss ich ihm (fast) Recht geben.