Wahl-Werbung und Forschung mit Kuh

Ich finde ja die Niederländer in manchen Bereichen (natürlich nicht im Fußball!!!) sehr fortschrittlich. Dabei denke ich etwa an ihre Haltung gegenüber Homosexuellen, Drogen oder auch Abtreibung.

Nun beweisen unsere Nachbarn im Westen wieder einmal, dass sie uns oft einen Schritt voraus sind. Nicht nur, dass es in den Niederlanden eine „Partei für die Tiere“ gibt, die sich für einen respektvollen Umgang mit Tieren und der Natur stark macht – nein, die lässt sich auch noch eine originelle Werbung für die Parlamentswahl am 9. Juni einfallen: In der Nähe des Amsterdamer Flughafens wurde auf einem Kornfeld der schon von weitem erkennbare Kopf einer Kuh gesät, nebst dem Slogan: „Wähl´ jetzt die Partei für die Tiere“. Und das auf einer Fläche von 35 000 Quadratmetern, womit die Partei auch gleich einen Weltrekord im Guinness-Buch anstrebt.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100528-10-11833Das passt ganz gut zu einer zweiten Nachricht zum Thema Kuh: Ein Forscher aus Niedersachsen hat jetzt ein Computerprogramm zur Entschlüsselung der Kuh-Sprache entwickelt. Die ungefähr 700 „Muh“-Laute, die er in Kuhställen aufgenommen hat, lassen sich seiner Ansicht nach auf  zehn verschiedene Bedeutungen reduzieren. Die hat der Forscher gespeichert, und Bauern können das Blöken ihrer Kühe nun damit vergleichen und ihnen ihre Bedürfnisse leichter erfüllen – etwa Hunger, Durst, zu pralles Euter etc.

Also, wenn ich einer Partei für Tiere angehören würde, wäre mein nächster Schritt klar: Eine Beschwerde bei diesem Forscher, weil er Kühe für dumm verkauft und ihnen nicht mehr als zehn verschiedene Signale zutraut.

Nonja hat Tausende Fans auf Facebook

Sie heißt Nonja, ist 33 Jahre alt, hochintelligent und hat eine eigene Seite auf der Internetplattform Facebook. – Das ist doch nichts Besonderes, meinen Sie? – Doch, ist es schon, denn Nonja ist kein Mensch, sondern eine Orang-Utan-Dame. Sie lebt im  Wiener Tiergarten Schönbrunn. Früher hat sie schon von sich reden gemacht, weil sie Bilder malte. Nonja geht aber mit der Zeit, und so ist sie jetzt eben auch im Internet aktiv.  Und sie schießt tatsächlich selbst die Digitalfotos für das Webportal.

Dafür hat man ihr eine Digitalkamera konstruiert, die durch ein Kunststoffgehäuse geschützt ist, damit Nonja sie nicht kaputt machen kann. Und noch eine Besonderheit besitzt diese Kamera: Jedesmal, wenn Nonja ein Foto macht, gibt der Apparat über einen eingebauten Futterspender eine Rosine frei – als Belohnung für die Affendame und als Anreiz, dass sie weitere Fotos macht.

Auf den Fotos sind zum Beispiel Nonjas Artgenossen zu sehen, die mit ihr in der Anlage leben, die Klettergeräte im Gehege oder auch die neue Freianlage der Orang-Utans. Innerhalb weniger Tage hat Nonja bei Facebook Zigtausende Fans gefunden, und die Zahl steigt ständig weiter an. – Kein schlechter Werbegag für den Tiergarten Schönbrunn und den Kamerahersteller!

Ich will es meinen Blog-Lesern leicht machen: Hier klicken, dann ist man schon auf Nonjas Seite. Viel Spaß!

Ein Monster namens Max

Das hat gerade noch gefehlt: Englische Computerexperten haben ein neues „Haustier“ entworfen, eines das sozusagen aus den Lieblingszutaten der beliebtesten Haustiere zusammengesetzt ist.

Die Wissenschaftler sammelten bei 2000 Menschen Antworten auf die Fragen, was ihnen an ihrem Haustier am besten gefällt: etwa das weiche Fell oder die flauschigen Ohren. Dann kreierten sie mit Hilfe des Computers ein Wesen aus den beliebtesten Körperteilen der echten Haustiere. Und schufen dabei ein Fabelwesen, das für meine Begriffe eher einem Monster gleicht – eine absurde Mischung aus Hund, Katze, Kaninchen und Pferd und nannten die hässliche Gestalt dann Max. Eine Beleidigung für alle Tiere dieses Namens, die ich kenne – das nur nebenbei.

Noch gibt es so ein Wesen glücklicherweise nicht. Aber wer weiß, was im Zeitalter von Designerbabys noch so alles auf uns zukommt?