Wo der Feldhamster zurückkehrt

Ich bin ganz vernarrt in diese Tiere – vielleicht, weil ich als Kind mehrere Goldhamster halten durfte. Feldhamster hingegen galten ja lange Zeit als Schädlinge und wurden bejagt oder mit Chemie unschädlich gemacht. So gründlich, dass diese Tierart heute auf der Roten Liste steht. Umso erfreulicher, dass es jetzt auf Feldern in der Nähe von Mannheim ein interessantes Projekt für Feldhamster gibt. Wissenschaftler versuchen dort 40 gezüchtete Hamster wieder anzusiedeln. Dafür haben Fachleute Löcher vorbereitet, in die sie mit Hilfe von Plastikrohren die Tiere hineinbugsieren. Mit Landwirten wurde vereinbart, dass die Hamster auf dem Gelände gute Lebensbedingungen haben sollen. Für die Nager wurde Luzerne angepflanzt, damit sie genügend Deckung, aber auch Nahrung finden. Ziel der Projekts ist es, eine tragfähige Population aufzubauen.

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Zeit ist das schönste Geschenk für Tiere

Die Vorweihnachtszeit bedeutet für viele Leute jede Menge Stress: Was soll man nur wieder schenken? Manche Menschen meinen ja sogar, ihre Tiere beschenken zu müssen. Aber Vorsicht: Nicht jedes Spielzeug für Tiere eignet sich wirklich, es werden sogar ausgesprochen gefährliche Dinge angeboten. Die Tierschutzvereine weisen jedes Jahr wieder darauf hin – leider mit wenig Erfolg.

Gefährlich sind zum Beispiel zu kleine Spielsachen, die von den Tieren im Eifer des Gefechts leicht verschluckt werden, oder die Innenteile von Quietschtieren: Wenn Hunde darauf kauen, zersplittern sie leicht und können dann zu Verletzungen führen. Jeder wirkliche Tierfreund verzichtet auch auf Laserpointer, die als Katzenspielzeug angepriesen werden. Die Katzen sollen den Lichtstrahl „jagen“. Wenn der Lichtstrahl auf das Auge trifft, kann es zu schweren Verbrennungen kommen – und zwar sowohl bei den Katzen als auch den Katzenhaltern!

Die Hände lassen sollte man auch von Kunststoff-Röhrensystemen für Hamster. Es besteht die Gefahr, dass die kleinen Nager darin stecken bleiben und im schlimmsten Fall sogar ersticken. Offene Laufräder mit Sprossen eignen sich ebenfalls nicht wirklich als Käfiginventar für kleine Haustiere. Oft haben sie einen zu kleinen Durchmesser, wodurch die Wirbelsäule der Tiere zu stark gekrümmt wird. Es kann auch leicht zu Verletzungen kommen, wenn Gliedmaßen oder der Schwanz in den Sprossen hängen bleiben. Tierschützer raten außerdem von Spiegeln oder Plastikvögeln für Wellensittiche ab: Beides ist kein Ersatz für einen Artgenossen, den ein Wellensittich unbedingt braucht.

Und bitte: Stark gewürzte Speisen oder Schokolade, die sich Menschen an Weihnachten gerne schmecken lassen, dürfen auf keinen Fall als „Leckerli“ an Tiere verfüttert werden. Das mag gut gemeint und eine vermeintliche Freude für die Tiere sein – führt aber meist nur zu Verdauungsstörungen und Magenverstimmungen.

Ich glaube, das schönste Weihnachtsgeschenk, das Tierhalter ihren Lieblingen machen können, ist, ihnen mehr Zeit zu schenken. Ausgiebig selbst mit der Katze spielen, statt ihr nur Spielzeug hinzuwerfen, oder sich beim Gassigehen wirklich mit dem Hund beschäftigen, statt diese Zeit nur zu langen Gesprächen am Mobiltelefon zu nutzen: Darüber freuen sich die Tiere wirklich!