Ein Leben ohne Mops…

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, hat Loriot einmal gesagt. Nach diesem Motto leben immer mehr Menschen – der Mops ist zum Mode-Hund avanciert. Wohl auch deshalb sorgt das Schicksal von Mops-Dame Edda aus Ahlen in diesen Tagen für internationale Schlagzeilen – eine schier unglaubliche Geschichte!

Die etwa eineinhalbjährige Edda wurde gepfändet, weil ihre Besitzer hohe Schulden bei der Stadt haben. Ein Mitarbeiter der Kommune wollte den Hund dann über seinen privaten Ebay-Account für 750 Euro verkaufen: als gesunden Mops inklusive Stammbaum. Auf diesem Weg erfuhr auch Eddas Züchterin, dass die Mops-Dame verhökert werden sollte. Doch die erkannte die Hündin wegen ihrer Augenerkrankung auf dem Foto wieder. Sie hat angeblich dem städtischen Mitarbeiter 500 Euro für Edda geboten, aber der soll 2000 Euro verlangt haben. Gekauft hat den Hund schließlich eine Frau aus der Nähe von Wuppertal. Sie will die Stadt Ahlen jetzt wegen arglistiger Täuschung verklagen, sie möchte auch den Kaufpreis zurück und verlangt eine Kostenerstattung für die Behandlung der Mops-Dame. Denn die Hündin – die von ihrem neuen Frauchen Wilma genannt wird – musste sich mehreren teuren Augen-Operationen unterziehen.

Der Stadtkämmerer von Ahlen sagt laut Medienberichten, dass die Stadt etwas weniger als die auf Ebay angegebenen 750 Euro Verhandlungsbasis für den Hund bekommen habe. Das Geld sei in die Stadtkasse geflossen. Er beharrt außerdem darauf, dass die Pfändung der Mops-Dame völlig legal gewesen sei. Die Stadt Ahlen hat ihrerseits eine Versicherung und einen Anwalt eingeschaltet, die prüfen sollen, ob das Tier zum Zeitpunkt des Verkaufs krank war und ob Regressansprüche bestehen. Auch der Frage, ob Edda zu einem günstigeren Preis hätte behandelt werden können, geht die Kommune nach.

Meiner Meinung nach völlig zu Recht lehnen Tierschützer den Handel mit Tieren über Internet-Plattformen ab, weil auf diese Weise Lebewesen zu Waren degradiert werden. Was die Pfändung von Edda angeht, sind Juristen der Ansicht, dass so etwas bei wertvollen Tieren rechtlich zwar möglich sei. Doch in diesem Fall habe die Stadt Ahlen unverhältnismäßig gehandelt, weil es um einen Hund gehe, der einer Familie mit Kinder gehöre. Ich denke auch, dass in diesem Fall mit Kanonen auf Spatzen geschossen wurde.

Oscar für Tiere – nein danke!

Dass Jack-Russell-Terrier meine Lieblingshunde sind, habe ich ja in meinem Blog schon verraten, etwa hier. Deshalb werde ich natürlich auf jeden Fall in den Film „The Artist“ gehen, in dem Jack Russell Uggie mitspielt. Uggie ist allerdings ein Rauhhaar-Jack-Russell, ich persönlich ziehe Glatthaar-Jacks vor. Aber egal.

Der knapp zehnjährige Uggie stammt aus dem Tierheim. Dort hat ihn sein Trainer vor Jahren rausgeholt und Erstaunliches mit dem nur acht Kilo schweren Hündchen zustandegebracht. Bei den französischen Filmfestspielen in Cannes hat Uggie sogar schon den „Palm-Dog Award“ bekommen, eine tierische Auszeichnung, die sich auf die in Cannes verliehene „Goldene Palme“ bezieht.

Nachdem „The Artist“ bereits bei den diesjährigen „Golden Globes“ abgesahnt hat und die als richtungsweisend für die „Oscars“ gelten, gibt es nun eine Kampagne in der Internet-Gemeinde: Uggie soll einen Oscar kriegen für seine tolle schauspielerische Leistung, auch wenn er „nur“ ein Tier ist. Oscars für Tiere aber sind – zumindest bislang – noch undenkbar. Deshalb kämpft nun die Bewegung „Consider Uggie“ dafür, dass sich das ändert.

In den USA gibt es zwar (fast) nichts, was es nicht gibt. Also halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass der Tier-Oscar doch noch eingeführt wird. Aber – bei aller Tierliebe – halte ich das für Humbug. Meiner Meinung nach reicht es völlig aus, wenn Uggie demnächst das „Goldene Halsband“ gewinnt, einen von der Zeitung „Dog News Daily“ gestifteten Preis, für den Uggie bereits nominiert ist. Die Entscheidung darüber fällt 13 Tage vor der Oscar-Verleihung, die am 26. Februar über die Bühne geht. Mal sehen, was sich die Uggie-Fans bis dahin noch so einfallen lassen.

Nonja hat Tausende Fans auf Facebook

Sie heißt Nonja, ist 33 Jahre alt, hochintelligent und hat eine eigene Seite auf der Internetplattform Facebook. – Das ist doch nichts Besonderes, meinen Sie? – Doch, ist es schon, denn Nonja ist kein Mensch, sondern eine Orang-Utan-Dame. Sie lebt im  Wiener Tiergarten Schönbrunn. Früher hat sie schon von sich reden gemacht, weil sie Bilder malte. Nonja geht aber mit der Zeit, und so ist sie jetzt eben auch im Internet aktiv.  Und sie schießt tatsächlich selbst die Digitalfotos für das Webportal.

Dafür hat man ihr eine Digitalkamera konstruiert, die durch ein Kunststoffgehäuse geschützt ist, damit Nonja sie nicht kaputt machen kann. Und noch eine Besonderheit besitzt diese Kamera: Jedesmal, wenn Nonja ein Foto macht, gibt der Apparat über einen eingebauten Futterspender eine Rosine frei – als Belohnung für die Affendame und als Anreiz, dass sie weitere Fotos macht.

Auf den Fotos sind zum Beispiel Nonjas Artgenossen zu sehen, die mit ihr in der Anlage leben, die Klettergeräte im Gehege oder auch die neue Freianlage der Orang-Utans. Innerhalb weniger Tage hat Nonja bei Facebook Zigtausende Fans gefunden, und die Zahl steigt ständig weiter an. – Kein schlechter Werbegag für den Tiergarten Schönbrunn und den Kamerahersteller!

Ich will es meinen Blog-Lesern leicht machen: Hier klicken, dann ist man schon auf Nonjas Seite. Viel Spaß!