Eine klassische Win-win-Situation

Vergesellschaftung heißt das Zauberwort, das in Zoologischen Gärten seit einiger Zeit an Bedeutung gewinnt. Auch im Tiergarten Nürnberg werden immer mehr Tierarten mit anderen, aus ihrem natürlichen Lebensraum stammenden, gemeinsam in einem Gehege gehalten. Die Idee dahinter ist u.a. auch, dass die Besucher einen bessere Vorstellung davon bekommen, wie die Tiere in freier Wildbahn zusammenleben und sich gegenseitig im oft schwierigen Kampf ums Überleben sogar unterstützen können. Natürlich funktioniert das in Zoos nur mit Tierarten, die sich vertragen. Und natürlich ist eine Vergesellschaftung von Arten, bei denen die eine zum Beuteschema der anderen gehört, ausgeschlossen. Daher setzt es sich immer mehr durch, Tieren bei der Haltung in Menschenobhut zumindest einen Teil ihres ursprünglichen Lebensraums auch in den Zoologischen Gärten zu bieten. Von der Vergesellschaftung profitieren also einerseits die Tiere, weil diese Haltung für sie eine Bereicherung ihres Alltags darstellt, andererseits auch die Besucher.

Im Nürnberger Tiergarten teilen sich neuerdings die Panzernashörner ihre Anlage mit einer Hirschziegenantilope (Foto: Tiergarten Nürnberg). Ich finde, es ist für die Besucher ein beeindruckendes Bild, wenn sie diese sehr feingliedrige, zerbrechlich wirkende Antilopenart zwischen den beiden mächtigen Nashörnern Sofie und ihrem Sohn Sanjai beobachten können. weiter lesen

Kleine Pandas endlich für Besucher zu sehen

PandasEndlich: Die beiden Kleinen Pandas, die Ende Juni im Tiergarten Nürnberg das Licht der Welt erblickten, sind jetzt auch für die Zoobesucher zu sehen. Bisher waren sie meist noch in ihrer Wurfbox und machten nur selten mal einen kurzen Ausflug ins Außengehege.

Die zwei hatten es nicht leicht, denn im August starb ihre Mutter an einem akuten Herzversagen, so dass die Babys von Hand aufgezogen werden mussten. Das hat aber gut geklappt: Sie haben einiges an Gewicht zugelegt – von 600 Gramm auf jetzt rund zwei Kilo, wobei das Weibchen 350 Gramm mehr auf die Waage bringt. Die beiden werden weiterhin mit Spezialmilch und -brei versorgt.

Der Vater der beiden, der den schönen Namen Rex junior trägt – so war er im Parco Faunistico in Italien genannt worden -, lebt ebenfalls im Nürnberger Tiergarten. Er wurde im Jahr 2004 geboren und war von 2006 bis 2012 im Zoo von Rotterdam untergebracht. Die verstorbene Panda-Mutter Patna stammte aus Aalborg in Dänemark und kam 2011 nach Nürnberg; sie wurde nur fünf Jahre alt.

Den Panda-Babys geht es gut

Junge Kleine Pandabären auf dem Weg zum Futter

Nach der traurigen Nachricht vom Tod der Kleinen Pandabärin Patna im Nürnberger Tiergarten gibt es nun zum Glück auch eine gute Nachricht: Den beiden Ende Juni geborenen Babys von Patna von geht es gut. Seit dem Tod ihrer Mutter werden sie von Hand aufgezogen. Zweimal am Tag bekommen sie ein Fläschchen mit einer speziellen Milch, wie sie auch zur Hundeaufzucht verwendet wird. Und den einmal täglich angebotenen Milchbrei schlecken die Jungtiere schon selbst auf. Sie haben seit dem Verlust der Mutter sogar ihr Gewicht von je 600 Gramm auf jetzt 692 Gramm (Männchen) und 847 Gramm (Weibchen) steigern können. Und sie schauen auch schon immer wieder mal aus ihrer Wurfbox heraus. Wahrscheinlich wagen sie in ein paar Tagen ihren ersten Ausflug.

Inzwischen liegt das Obduktionsergebnis von Patna vor: Sie ist an einem akuten Herzversagen gestorben. Andere Erkrankungen oder Infekte wurden nicht nachgewiesen.

Tiger top, Panda tot

KatinkamitjungenEnde Januar habe ich hier noch über das „Liebesglück“ der beiden Tiger im Tiergarten Nürnberg geschrieben. Das war während der ersten Rolligkeit von Tigerin Katinka. Die damaligen Deckungsversuche von Samur waren dann letztlich doch nicht von Erfolg gekrönt. Aber bei der „zweiten Rolle“, wie die Tierpfleger sagen, hat es dann geklappt: Katinka wurde trächtig. Am 6. Juli hat sie ihre zwei Babys zur Welt gebracht – zwei Jungs, die von den Tierpflegern die Namen Aljoscha und Volodya bekommen haben.

Das Brüderpaar wurde jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, nachdem das Raubtierhaus in den letzten beiden Monaten geschlossen war, um Katinka mit ihrem Nachwuchs die nötige Ruhe zu gewähren. Die Kleinen haben mittlerweile schon ganz schön zugelegt und bringen schon 9,1 und 8,3 Kilo auf die Waage. Sie werden noch gesäugt, knabbern aber auch schon an Katinkas Fleischportionen mit herum. Geimpft wurden Aljoscha und Volodya ebenfalls schon, bei dieser Gelegenheit wurden sie auch mit Transpondern versehen.

Ab kommendem Montag, 7. September, dürfen die ersten Zoobesucher wieder ins Raubtierhaus: Vorerst täglich zwischen 10 und 11.30 Uhr lassen die Pfleger immer wieder kleinere Gruppen ins Raubtierhaus, um die Tigerin und ihre Babys nach und nach an Publikum zu gewöhnen. Wenn das klappt, soll das Haus so bald wie möglich wieder regulär geöffnet werden.

PatnaLeider wird das gedeihliche Heranwachsen der Tigerbabys vom Tod der Kleinen Panda-Dame Patna überschattet, die tot in ihrem Gehege gefunden wurde. Das ist vor allem auch deshalb tragisch, weil Patna hat zwei Junge hat, die erst vor zwei Monaten geboren wurden. Sie müssen nun von Hand aufgezogen und langsam auf feste Nahrung umgestellt werden. Woran Patna gestorben ist, bleibt vorerst ein Rätsel, denn noch am Tag vor ihrem Tod hat sich die fünf Jahre alte Katzenbärin ganz unauffällig verhalten. An ihrem Körper waren auch keine Verletzungen sichtbar. Per Obduktion will der Tiergarten nun hausfinden, was die Todesursache war. Schon einmal hatte es ja im Jahr 2009 im Tiergarten zwei tote Kleine Pandas gegeben. Damals kam es zu wilden Theorien, warum die Tiere von einem damals noch im selben Gehege lebenden Muntjak umgebracht wurden.

Eine tierische Sensation

Nein, das auf dem Foto ist kein Kleiner Panda. Obwohl eine gewisse Ähnlichkeit zu diesem possierlichen Tierchen – der unvergessene Bernhard Grzimek verwendete dieses Wort gern in seiner Kultsendung „Ein Platz für Tiere“ – vorhanden ist. (Zum Vergleich bitte hier klicken, zu einem Blog-Eintrag über Kleine Pandas im Tiergarten Nürnberg.) Auf diesem Bild sieht man dagegen eine Tierart, die gerade erst entdeckt wurde: ein Olinguito.

Während die Kleinen Pandas oder Katzenbären, wie man sie auch nennt, aus Asien stammen und zur Gattung der Ailurus gehören, lebt der Olinguito in den nördlichen Anden und gehört zu den Olingos oder Makibären (wissenschaftliche Bezeichnung: Bassaricyon). Der Katzenbär hat – wer zu meinem frühren Beitrag geklickt hat, konnte es sehen – spitze Ohren wie eine Katze (!), der Olinguito runde Ohren wie alle (Maki-)Bären.

Genug der biologischen Systematik – zurück zur Neuentdeckung! Die ist einerseits eine Sensation, weil seit 35 Jahren erstmals wieder in der westlichen Hemisphäre ein neues Raubtier wissenschaftlich erfasst werden konnte. Andererseits ist die Geschichte, wie es dazu kam, fast interessanter als das Tier an sich. Denn den Olinguito haben Forscher nicht etwa bei einer Expedition in die Nebelwälder der Anden auf einem Baum sitzend gefunden. Vielmehr brachten ein paar ausgestopfte Tiere die Forscher auf die richtige Spur.

Und das geschah so: Eine Gruppe von Wissenschaftlern vom Smithsonian´s National Museum of Natural History in Washington D.C. wollte wissen, wie viele Arten von Makibären (oder Olingos, wie wir eben gelernt haben) wo genau existieren. Um das herauszufinden, untersuchten sie zunächst eine Reihe von Museums-Ausstellungsstücken dieser Art. Dabei bemerkten sie, dass einige Exemplare kleiner waren und ein dichteres Fell hatten und einen anders geformten Schädel sowie nicht die gleichen Zähne besaßen wie die übrigen Exponate. Den alten Museumsunterlagen zufolge stammten diese Tiere aus den nördlichen Anden, und zwar aus einem Gebiet, das 1500 bis 2700 Meter hoch liegt – höher als der bisher bekannte Lebensraum der Makis. Daher veranlassten die Wissenschaftler eine genetische Untersuchung dieser ausgestopften Tiere. Dabei stellte sich heraus: Es handelt sich um eine noch nicht beschriebene neue Art.

So kam es dann doch noch zu einer Expedition, bei der die Forscher tatsächlich einigen Olinguitos in freier Wildbahn begegneten. Das sind kleine, quicklebendige Raubtiere, die allerdings nur nachts munter sind, kaum ihre Bäume verlassen und – wenn sie Nachwuchs haben – jeweils ein Junges aufziehen. Und eines verhält sich bei den Olinguitos leider nicht anders als bei allen anderen Neuentdeckungen von Tieren in der letzten Zeit: Kaum wissenschaftlich erfasst, werden sie schon wieder als gefährdet eingestuft. Im Fall der Makibären ist bereits fast die Hälfte (genauer: 42 Prozent) ihres Lebensraums, die Nebelwälder in den Anden, zerstört, sei es durch Umwandlung des Waldes in Ackerland oder in Siedlungsflächen.

Nun will man die Olinguitos zu „Botschaftern“ für die bedrohten Nebelwälder in Ecuador und Kolumbien ernennen, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit über die putzigen Tiere auf dieses ernste Thema zu lenken. – Wie viel so was tatsächlich bringt, hat man ja bei Knut und Flocke gesehen, die für die Erhaltung ihres Lebensraums in der Arktis werben sollten: So gut wie nichts, fürchte ich. Oder bin ich da schon wieder zu negativ?

Nachwuchs bei Buntmardern, Seelöwen, Kleinen Pandas

Nachwuchs im Tiergarten Nürnberg: Der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau verkündete in den vergangenen Tagen Zuchterfolge bei den Seelöwen, den Buntmardern und den Kleinen Pandas. Bei den Kleinen Pandas hat Patna, die seit 2011 in Nürnberg lebt (ihr Partner Rex junior kam 2012), zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Die sind aber noch schwer zu  beobachten, da sie vorerst in der Wurfhöhle bleiben und nur ab und zu von ihrer Mutter hinausgetragen werden. Die Qualität des Fotos von den Kleinen ist deshalb nicht so gut wie die der Fotos, die sonst in diesem Blog veröffentlicht werden.
Bei den Kalifornischen Seelöwen ist der Tiergarten traditionell sehr erfolgreich. Allerdings starben in den vergangenen Jahren die beiden langjährigen Haremsführer (so heißt das, weil ein Bulle in der Regel mit einer Gruppe von Weibchen zusammenlebt) Mike (2009) und Patrick (2011). Mike hatte zwölfmal, Patrick gar 37-mal für Nachwuchs gesorgt, beide lebten seit 1991 in der Anlage am Schmausenbuck. Mike wurde 19, Patrick  24 Jahre alt.
Der Generationswechsel ist geglückt: Patricks Sohn Scott sorgte dafür, dass nach nur einem Jahr Pause wieder kleine Kalifornische Seelöwen den Aqua-Park bevölkern. Ganja und Holly heißen die beiden Jungtiere. Zudem wurden Fred und Frieda geboren, die in der Lagune leben. Hier ist nicht ganz klar, ob Scott oder Salomon der Vater  ist. Scott soll trotz geglückter Vaterschaft Nürnberg verlassen. Er hat seine Mutter Ginger geschwängert, was bei Seelöwen auch in der freien Natur oft vorkommt – dennoch will der Tiergarten zu viel Inzucht vermeiden und lieber einen neuen Bullen von außerhalb holen. So wartet Scott auf seine Abreise, er wird an einen anderen Zoo vermittelt. Für die Jungtiere spielt das keine Rolle, denn die Väter haben mit der Aufzucht nichts zu tun.  Inklusive Scott und der Babys leben derzeit 17 Seelöwen in Nürnberg, neun im Aqua-Park, acht in der Lagune. „Oldie“ der Gruppe ist die bereits 27 Jahre alte Sally.
Während Scott sich also verabschiedet, darf Buntmarder-Papa Gorbi erstmals bei der Aufzucht der Jungen im Gehege bleiben. Der Tiergarten hält die Buntmarder auch deshalb, weil sie als  farbenprächtige Vertreter ihrer Tiergruppe gut geeignet sind, das schlechte Image der Marder hierzulande aufzubessern. Da bei den Buntmardern aus dem Freiland Einzelberichte von gemeinsamen Jagdzügen im Familienverband bekannt sind, hat sich der Tiergarten in diesem Jahr entschieden,  Gorbi während der Zeit der Aufzucht zusammen mit dem Nachwuchs im Gehege zu lassen. Zuvor war er  während dieser Zeit regelmäßig einzeln untergebracht. Laut Helmut Mägdefrau verhalten sich Gorbi und die Mutter der beiden Jungtiere, Alisa, wie erwartet vorbildlich. Inzwischen spielen sogar alle vier Buntmarder gemeinsam auf der Anlage.

 

WG komplett, Frauenquote erhöht

Die neue große Attraktion des Nürnberger Tiergartens ist natürlich die Lagune für Delfine und Seelöwen mit dem dazugehörenden Manatihaus. Seit Eröffnung der Anlage strömen die Besucher an Wochenenden und während der Schulferien in Scharen in den Zoo am Schmausenbuck. Trotzdem erreichen die Besucherzahlen nicht die Werte aus der Vergangenheit, als sich an Spitzentagen 16 000 bis 17 000 Menschen durch den Tiergarten drängten. Die Zooleitung kann aber bisher zufrieden sein mit dem großen Interesse, das der Lagune entgegengebracht wird – vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass vor der Eröfnung geunkt wurde, wegen der erhöhten Eintrittspreise würden die Besucherzahlen einbrechen.

Mittlerweile hat sich die größte Aufregung gelegt, und der Besucheransturm hält sich, seit das neue Schuljahr begonnen hat und die Urlaubszeit vorbei ist, in Grenzen. Zeit, anderen Zoobewohnern endlich wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen wie die Großen Tümmler. Da hätten wir zum Beispiel die Kleinen Pandabären, auch Katzenbären genannt. Kenner des Nürnberger Tiergartens werden sich erinnern, dass diese Tiere vor über drei Jahren auf rätselhafte Art zu Tode kamen. Ein Muntjak-Hirsch war ausgeflippt und hatte das Panda-Pärchen gemeuchelt.

Der Vorfall hatte dem Tiergarten wieder mal einige Kritik beschert: Geradezu unverantwortlich sei es, Muntjaks und Katzenbären in derselben Anlage zu halten! Aber auch in anderen Zoologischen Gärten leben beide Tierarten zusammen, und zwar einträchtig. Und deshalb hat man sich in Nürnberg nun doch entschlossen, die Wohngemeinschaft zu reaktivieren. Nach langer Suche innnerhalb des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) wurde  man in Aalborg fündig: Von dort stammt das junge Pandaweibchen, das jetzt im Tiergarten eingezogen ist. Den Winter über muss die Katzenbärin allein in ihrem neuen Zuhause ausharren, bevor sie im nächsten Frühjahr Gesellschaft von einem Panda-Männchen bekommt.

Damit die Kleinen Pandas künftig vor den Muntjaks sicher sind, wurde der Stall umgebaut: Die Pandas haben in allen Abteilen sozusagen eine exklusive zweite Etage zur Verfügung. Im Außengehege können sich die Katzenbären außerdem in zwei Unterschlupfhütten in den Bäumen zurückziehen. Die Besucher müssen allerdings – wie früher auch schon – etwas Geduld und Entdeckergeist mitbringen, wenn sie die Pandadame sehen wollen. Denn sie ist die meiste Zeit in den Bäumen unterwegs und versteckt sich gerne.

Die Waldrappe im Tiergarten verstecken sich zwar nicht, sie werden aber vom Publikum – leider! – meist links liegengelassen. Und das im wörtlichen Sinn: Diese in freier Natur fast ausgerottete Ibisart wird im Tiergarten nämlich in der großen Vogelvoliere links vor der Raubtier-Anlage gehalten. Da geht man schnell dran vorbei, zumal, wenn man mit Vögeln nicht so viel am Hut hat.

1971 begann man am Schmausenbuck mit der Zucht dieser Tiere. Jahrelang hat das gut geklappt – bis 2005. Seitdem ist kein einziger Waldrapp mehr geschlüpft. Woran das lag? Ganz einfach: In der Voliere gab es zu wenig Frauen. Das herauszufinden, war gar nicht so einfach: Das Geschlecht der einzelnen Vögel musste molekulargenetisch durch eine Untersuchung der Waldrapp-Federn bestimmt werden. Durch Vermittlung des EEP wurde die Nürnberger Waldrapp-Truppe jetzt altersmäßig aufgefrischt und die Frauenquote erhöht. Nun sollte es also wieder flutschen beim Waldrapp-Nachwuchs.

Kleine Pandas aus China nach Nürnberg?

Kleine Pandas haben in Zoos offenbar öfter Pech. Im Nürnberger Tiergarten kann man ein Lied davon singen – dort wurden die auch „Katzenbären“ genannten possierlichen Tiere bekanntlich von den Muntjas gemeuchelt.

Nun geht die Pechsträhne dieser Tierart weiter: Im Zoo von Taiyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi freute man sich vor ein paar Wochen über die Geburt von zwei Kleinen Pandabären. Und was geschah? Ihre Mutter hat sie nicht angenommen!

Doch dann kam das berühmte Glück im Unglück ins Spiel: Man fand eine Ersatzmutter für die zwei Babys in Gestalt einer Hündin, die gerade selbst Junge hat. Und seit die Kleinen von der Hundemutter auf einem Bauernhof aufgepäppelt werden, wachsen und gedeihen sie prächtig – ihre Körpergröße haben sie sogar schon verdoppelt!

Stellt sich nur noch die Frage, ob die Kleinen, wenn sie erst mal groß geworden sind, nicht vielleicht nach Nürnberg kommen könnten. Da wartet man seit der Muntjak-Tragödie ja immer noch vergeblich auf einen Ersatz für die getöteten Pandas. Aus der Ankündigung, im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms wieder Kleine Pandas nach Nürnberg zu bringen, ist bislang nichts geworden. Sehr zum Ärger für die Tiergarten-Besucher, die die schönen Tiere zu Recht vermissen.