Eisbären-Pech für den Berliner Tierpark

So hat sich Eisbär Wolodja im Berliner Tierpark Friedrichsfelde (Foto: dpa) das wohl kaum gewünscht: Fast elf Monate nach dem frühen Tod seines Söhnchens Fritz ist im Tierpark wieder ein Jungtier von ihm gestorben – knapp einen Monat nach der Geburt. Es hat zu wenig bei seiner Mutter Tonja getrunken. Tierpark-Direktor Andreas Knieriem – gerade noch zum „Berliner des Jahres 2017“ gekürt – hat das Eisbärenbaby, ein Weibchen, mit obduziert. Die Kleine ist an Dehydrierung gestorben. Ein Fehler der achtjährigen Eisbärenmutter ist bisher nicht erkennbar. Über die Überwachungskameras konnte man nicht erkennen, dass das Junge zu wenig trank. Der Tierpark Berlin hatte die Geburt des Eisbärenbabys am 7. Dezember 2017 bekannt gegeben. Die Begeisterung nach der Geburt war riesig, fast zehn Jahre nach dem Hype um Eisbär Knut und der Hysterie nach seinem Tod im Berliner Zoo im Westen der Stadt Berlin. Dort lebt er immerhin als Bronze-Plastik weiter.

Und schon kommt wieder die übliche Kritik an der Eisbärenhaltung in Zoos, diesmal vom Berliner Tierschutzverein. Dass mehr als 60 Prozent der Eisbärenbabys in deutschen Zoos in den vergangenen Jahren nur wenige Wochen alt geworden seien, spreche nicht für eine artgerechte Haltung. Diese Meinung halte ich für falsch, wie hier schon mal ausführlich dargelegt. Ich bin schon gespannt, wann Peta auf den Zug aufspringen wird – die brauchen halt immer ein wenig länger. Tierpark-Direktor Knieriem jedenfalls sieht weder Fehler bei der Haltung noch Anzeichen dafür, dass Tonja und ihr Partner Wolodja – mit acht und sechs Jahren beide im besten Alter – genetisch nicht miteinander harmonieren könnten. Deshalb sollen sie sich auch wieder paaren dürfen.

Wozu braucht Knuts Mutter eine Ethik-Kommission?

ARCHIV - Der kondensierende Atem der Eisbärin Tosca ist am 29.01.2011 im Zoologischen Garten in Berlin bei strahlendem Sonnenschein zu sehen. Foto: Kay Nietfeld/dpa (zu dpa "Mutter von Eisbär Knut soll eingeschläfert werden" vom 23.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++Tosca (siehe Foto), die Mutter des berühmten Eisbären Knut, ist eingeschläfert worden. Für diese Entscheidung wurde zum ersten Mal im Berliner Zoo eine Ethik-Kommission einberufen, bestehend aus Tierärzten, Tierschutzbeauftragten, Kuratoren und Pflegern. Diese Kommission hatte die Entscheidung, die fast 30 Jahre alte Eisbärin einzuschläfern, in den letzten Tagen getroffen. Tosca war mittlerweile blind, taub und hatte keinen Geruchssinn mehr. So konnte sie nicht einmal mehr selbstständig ihr Futter finden. Deshalb wollte man der Eisbären-Seniorin unnötiges Leid ersparen.

Eine Entscheidung, die in einem Zoo eigentlich zum Alltag gehört. Gut, Eisbären sind besondere – auch umstrittene – Zootiere, aber das mit der Ethik-Kommission halte ich doch für reichlich übertrieben. Warum muss man das so hoch hängen? Ist doch klar, dass Tierärzte, Pfleger und Direktion in so einem Fall gemeinsam beraten, was das Beste für das Tier ist – und entsprechend handelt man dann.

Der Medien-Hype um Toscas Sohn Knut mag die Zooleitung dazu bewogen haben, mit der Ethik-Kommission an die Medien zu gehen. Auch die Kritik am früheren Zoodirektor, der mit seinen oft herzlos wirkenden Statements über seine Zootiere und über Zoos im Allgemeinen ein schlechtes Bild abgab. Aber eine Ethik-Kommission für Tiere ist in meinen Augen zu viel der Ehre. Und ich bin wirklich eine große Tierfreundin!

Tosca soll nun in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht werden, wo Pathologen den Grund ihrer Krankheit untersuchen sollen.  Da frage ich mich auch: Was soll schon der Grund gewesen sein – Tosca war einfach altersschwach! In freier Wildbahn werden Eisbärenweibchen 25 bis 30 Jahre, also hatte sie ein stolzes Alter erreicht. Tosca wurde 1986 in Kanada geboren, gehörte später zum Staatszirkus der DDR und kam 1998 in den Berliner Zoo. Dort lebt jetzt nur noch eine Eisbärin, ebenfalls eine „alte Dame“: die 30-jährige Katjuscha. Da Eisbären Einzelgänger sind, kann sie ihren Lebensabend gut allein im Zoo verbringen – vielleicht sogar besser, als wenn es manchmal zu Streit zwischen den Tieren kommt. Das war in der Vergangenheit manchmal der Fall gewesen.

Knut ist seit vergangenem Jahr übrigens auch wieder in Berlin: Im Naturkundemuseum in der Invalidenstraße kann man ihn als Präparat bewundern.

Eisbärenbabys, wohin man schaut!

Eisbaer_AquaPark_BuglHugo_2014-05-28_12-02-43_1407Gestern, am 27. Februar, war „Welt-Eisbär-Tag“ beziehungsweise „International Polar BearDay“. Dieser Tag soll seit 2004 unter anderem auf die Folgen der globalen Klimaerwärmung aufmerksam machen – und damit auf die Zerstörung des Lebensraums der Eisbären in der Arktis. Wird die Erderwärmung nicht aufgehalten, dürfte der Eisbär in nicht allzu ferner Zukunft aussterben. Die Zoologischen Gärten argumentieren, dass sie gerade deshalb diese größten Landraubtiere der Welt halten und züchten müssten. Tierrechtsaktivisten wie Peta fordern ein Ende der Eisbärenhaltung in Zoos, weil sie nicht artgercht sei, und nähmen das Aussterben der Tierart in Kauf, wenn deren Überleben in der Natur nicht mehr möglich ist. Dieses Streitthema hat sich in den vergangenen Jahren fast so sehr hochgeschaukelt wie der Streit um die Delfinhaltung.

Derzeit werden in 58 europäischen Zoos Eisbären gehalten, allein in Deutschland und Österreich präsentieren 14 Zoologische Gärten ihren Besuchern Polarbären. Die süßen Babys der weißen Riesen sollen als Botschafter einer bedrohten Tierart fungieren und den Menschen vermitteln, wie man den Klimawandel zumindest bremsen könnte und was jeder Einzelne dazu beitragen kann. Auch Flocke, die 2007 im Tiergarten Nürnberg das Licht der Welt erblickte, hatte einst diese Aufgabe. Als ihr „Pate“ trat Achim Steiner auf, Direktor des Umweltschutzprogramms der Vereinten Nationen. (Für den berühmten Berliner Eisbären Knut hatte ein Jahr zuvor der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Patenschaft übernommen.) Doch die Tiergartenbesucher waren weniger an der Klimabotschafterin Flocke interessiert als am niedlichen, knuddeligen weißen Fell-Knäuel Flocke.

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Knut hat kein Glück mit den Frauen

urn:newsml:dpa.com:20090101:101019-10-11439Auch ein Eisbärenleben kann ganz schön hart sein. Das sieht man am Beispiel von Eisbär Knut im Berliner Zoo, der in seinem erst vier Jahre währenden Leben schon einiges wegstecken musste. Das begann schon kurz nach der Geburt, als seine Mutter Tosca ihn verstieß. Kaum hatte sich Knut an seinen menschlichen Elternersatz in Person von Tierpfleger Thomas Dörflein gewöhnt, erlitt der einen Herzinfarkt und starb. Später musste Knut bei seiner ersten Begegnung mit einem weiblichen Eisbären, es war Gianna aus München, eine schallende Ohrfeige einstecken.

Und jetzt wird er auch noch von den drei Eisbärdamen, mit denen er seit einiger Zeit das Gehege teilen muss, gemobbt. Seine eigene Mutter Tosca (24 Jahre alt) gehört zu diesem „Trio infernal“, außerdem die gleichaltrige Katjuscha und die 21-jährige Nancy. Sie führen immer wieder Attacken gegen den jungen Bären. Mal brüllen sie ihn laut an, mal beißen sie ihn – wenn auch nicht lebensbedrohlich, aber doch so, dass Knut es durch sein dickes Fell hindurch spürt. Der Ärmste scheint schon komplett eingeschüchtert und zieht sich oft auf einen schmalen Felsen oder in den – bei den Damen weniger begehrten – unteren Bereich des Geheges zurück, um seine Ruhe zu haben. Er kann sich einfach nicht gegenüber den drei kräftigen Bärinnen durchsetzen. Trotz der vielen kleinen Raufereien im Gehege spekuliert die Zooleitung immer noch darauf, dass Knut der neue Zuchtbulle in Berlin werden soll.

Doch zumindest im Augenblick ist Knut noch längst nicht so weit, um diese Aufgabe übernehmen zu können. Er müsste vor allem an Gewicht zulegen. Mit seinen 270 Kilo, die er jetzt auf die Waage bringt, ist er der weiblichen Übermacht nicht gewachsen. Und er interessiert sich auch viel stärker für die menschlichen Besucher als für seine Artgenossinnen. Möglicherweise sind ihm die drei auch zu alt. Das haben anscheinend auch Knuts Betreuer schon überlegt. Sie suchen jetzt in ganz Europa nach einer jüngeren Gespielin für Knut. Von Flocke war bislang nicht die Rede. Trotzdem darf man gespannt sein, wie es mit Knut und seinem schwierigen Verhältnis zu den Frauen weitergeht.

Christkind bringt Knut ins Fernsehen

urn:newsml:dpa.com:20090101:091218-10-11009Für alle, die sich das Warten aufs Christkind am Heiligen Abend kurzweiliger gestalten wollen, habe ich einen Fernseh-Tipp: In der ARD wird um 12.05 Uhr der eineinhalb Stunden lange Film „Knut und seine Freunde“ ausgestrahlt.  Im Kino war der Streifen zwar ein Flop. Doch als Unterhaltungsfilm im Fernsehen dürfte er viele Zuschauer erfreuen.

Regisseur Michael Johnson erzählt nicht nur das Schicksal von Knut und seinem Pfleger Thomas Dörflein, an dem Millionen von Menschen auf der ganzen Welt so großen Anteil genommen haben. Auch Knuts Freunde treten im Film auf: Masha und Pasha – wie Knut von ihrer Mutter verlassen -, müssen sich in den einsamen Schnee- und Eiswüsten Weißrusslands durchschlagen. Mit von der Partie sind auch die Eisbärenkinder Lasse, Linn und Kunik mit ihrer Mutter Maidu.

In dem Film nimmt nicht jedes Tierschicksal ein gutes Ende. Und auch in der Wirklichkeit gab es zumindest für Thomas Dörflein, den Ersatzvater von Knut,  kein Happy-End: Er ist bekanntlich im September 2008 an Herzversagen gestorben, hat aber die Kinopremiere des Films im März 2008 noch erlebt und fand den Streifen „ganz großartig“.

Nun, da der Film im Fernsehen läuft,  können wir uns ja eine eigene Meinung darüber bilden. Um ungeduldige Kinder davon abzuhalten, die Weihnachtsvorbereitungen am Heiligen Abend zu stören, taugt der Film mit Sicherheit allemal.

Flocke hat Geburtstag!

Flocke_091209_2Happy Birthday, Flocke!!

Das Eisbären-Mädchen im Nürnberger Tiergarten wird heute, am 11. Dezember, zwei Jahre alt. Die Tiergartenleitung will auch in diesem Jahr kein Brimborium um Flockes Geburtstag machen. Ich finde das o.k. Es ist einfach nicht angemessen, Zootiere so zu vermenschlichen, dass man ihren Geburtstag feiert. Und der Wirbel um Flocke hat sich ja auch längst gelegt.

Ganz anders läuft es nach wie vor im Berliner Zoo. Da wurde vor einigen Tagen – genauer: am 5. Dezember – Eisbär Knut drei Jahre alt. Dieses Ereignis wurde mediengerecht inszeniert: Hunderte von Zoobesuchern standen vor Knuts Gehege und jubelten, als der Eisbär seine „Geburtstagstorte“ überreicht bekam: Einen mit Obst und Gemüse gefüllten Eisblock, wie ihn Flocke, aber auch Rasputin oder Vera in Nürnberg als Leckerbissen zwischendurch auch immer wieder mal bekommen – allerdings steckten bei Knut noch drei Fische als „Geburtstagskerzen“ obendrauf. Außerdem gab es für Knut ein Brot, das in Form einer Drei gebacken war, und einen Jutesack, auf den eine Drei gestickt war, mit dem Knut übermütig umhertollte. Die Feier wurde musikalisch vom Fanclub „Knut forever“ abgerundet: Der schmetterte ein Geburtstagsständchen.

Eine Eisbombe gibt es in Nürnberg für Flocke an ihrem zweiten Geburtstag vielleicht auch, aber die wird dann einfach im Rahmen der täglichen Fütterung der Eisbären ins Wasserbecken geworfen. Bestimmt denken alle Tiergarten-Mitarbeiter an diesem Tag auch mehr als sonst an die Zeit zurück, als Flocke ein kleines hilfloses weißes Fellbündel war und den Nürnberger Tiergarten in der ganzen Welt berühmt gemacht hat.

Inzwischen ist im Aquapark des Tiergartens längst wieder Normalität eingekehrt. Die Besucher freuen sich an Flocke und ihrem Spielgefährten Rasputin, aber ebenso auch an Flockes Mutter Vera. Es gibt zum Glück keinen solchen Trubel wie um Knut. Außerdem müssen wir uns langsam an den Gedanken gewöhnen, dass Flocke zusammen mit Rasputin Nürnberg bald in Richtung Südfrankreich verlässt- ich habe es hier ja schon berichtet.

In der Lokalredaktion der NZ haben uns einige Briefe von Leuten erreicht, die überhaupt nicht verstehen, dass die Tiergartenleitung Flocke an einen anderen Zoo abgibt. Sie haben Flocke und auch Rasputin einfach zu sehr ins Herz geschlossen. Allerdings war bei Rasputin von Anfang an klar, dass er nur vorübergehend in Nürnberg untergebracht wird, um Flocke Gesellschaft zu leisten, damit sie gemeinsam mit einem Artgenossen aufwachsen kann. Bei Flocke hat die Zoodirektion immer betont,  sie werde unter Umständen nicht immer am Schmausenbuck bleiben. Nachdem sie sich jetzt mit Rasputin so gut versteht, wäre es sicher viel schlimmer für sie, wenn nur Rasputin nach Antibes ginge und sie allein zurückbliebe.

Also wünschen wir Flocke lieber, dass aus den beiden Spielgefährten Flocke und Rasputin eines Tages ein Eisbären-Paar wird, das selbst niedliche Eisbären-Babys bekommt. Und wir wünschen Flockes Mutter Vera, dass beim nächsten Mal alles klappt, wenn sie wieder Nachwuchs hat. Dann wäre für uns Besucher der Verlust von Flocke gleich viel leichter zu verschmerzen.

Bären-Drama: Für manche ein gefundenes Fressen

Es war tatsächlich ein grausames Ereignis, das sich am vergangenen Wochenende im Zoo von Stralsund abspielte: Der Syrische Braunbär Balou griff aus heiterem Himmel seine Artgenossin Klara an, die mit ihm gemeinsam ein Gehege bewohnte. Vor den Augen der Zoobesucher ließ der Bären-Mann nicht mehr von ihr ab, bis sie völlig entkräftet zusammenbrach und starb.

Zooleitung und Tierpfleger stehen vor einem Rätsel und sind schockiert. Man hatte noch versucht, Balou mit Knallkörpern und Feuerlöschern von Klara abzulenken – doch vergeblich.

Der zehnjährige Balou und die neunjährige Klara lebten seit etwa einem Jahr in Stralsund zusammen. Er stammt aus der Schweiz, sie erblickte das Licht der Welt in Gotha. In Stralsund waren sie langsam aneinander gewöhnt worden und sollten für Nachwuchs sorgen.  Syrische Braunbären gehören zu den bedrohten Tierarten. Klara war zu Beginn sehr zurückhaltend und nervös gegenüber dem sehr selbstbewussten Balou gewesen. Nachdem die beiden  im Frühjahr schon einmal für einige Zeit voneinander getrennt wurden, schien Klara aber entspannter zu sein. Seitdem war man zuversichtlich, dass die beiden ein harmonierendes Bären-Paar würden.

Wie gesagt – ein schrecklicher Vorfall. Für manche Medien aber auch ein gefundenes Fressen. Die BZ spekuliert jetzt zum Beispiel, ob etwas Ähnliches auch passieren könnte, wenn demnächst Eisbär Knut und seine neue Gefährtin Gianna gemeinsam ins Eisbärengehege dürfen. „Kann Knut gefährlich für Gianna werden?“, lautet die BZ-Schlagzeile. Die Antwort sei mal dahingestellt. Eines aber dürfte sicher sein: Die Zeitung verkauft sich gut mit solchen unseriösen Spekulationen.

Berlin wird Eisbären-Hauptstadt

Den Bären hat Berlin ja bereits im Stadtwappen, Hauptstadt ist es auch schon. Nun aber wird Berlin – zumindest vorübergehend – zur Eisbären-Hauptstadt. Denn nicht nur die Eisbärin Gianna soll von München nach Berlin umziehen und Knuts Gefährtin werden. Nein, auch ihre Artgenossen Yoghi und Lisa aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn treten demnächst die Reise nach Berlin an. Denn in München wird die Eisbären-Anlage umgebaut, und während der Bauarbeiten müssen die Tiere in einem anderen Zoo untergebracht werden.

Yoghi und Lisa – sie ist übrigens die Großmutter von Knut (der auf dem nebenstehenden Foto zu sehen ist) – finden für die Bauzeit eine Bleibe im Tierpark Friedrichsfelde im früheren Ostteil Berlins. Dort lebt bereits ein Eisbären-Paar.

Der  Zoologische Garten im früheren Westberlin hat im Augenblick vier erwachsene Eisbären zu bieten: Lars, den Vater von Knut, und drei weibliche Bären. Außerdem natürlich den Publikumsliebling Knut, der nun Gianna als Gefährtin bekommt.

Macht also demnächst summa summarum zehn Eisbären im gesamten Berlin, so viele wie noch niemals zuvor.

"Latin Lover" für Eisbär Knut?

Na endlich: Der Berliner Eisbärstar Knut soll nicht länger allein sein. Zwar machen der Berliner Zoo und der Müncher Tierpark Hellabrunn noch ein großes Geheimnis darum, aber es scheint festzustehen, dass eine knapp drei Jahre alte Eisbärin namens „Gianna“ aus München – hier im Bild zu sehen – Gefährtin von Knut werden soll.

Hintergrund ist offenbar, dass ab September im Tierpark Hellabrunn das Eisbärengehege umgebaut werden muss und deshalb ein Ausweichquartier für Gianna gesucht wird.  Gianna lebte in letzter Zeit mit der Eisbären-Dame Lisa zusammen, nachdem sie sich mit dem männlichen Eisbären Yoghi einfach nicht verstanden hatte.

Gianna wurde im November 2006 im Zoo von Pistoia (Italien) geboren. Ihren Namen hat sie nach der italienischen Sängerin Gianna Nannini erhalten. – Bekommt Knut also nun die weibliche Version eines „Latin Lover“?

Knut: "Ich bin ein Berliner!"

Nach langem Gezerre ist der Streit um den Berliner Eisbärstar Knut nun vor Gericht  zu Ende gegangen. Es gab folgende Einigung: Der Berliner Zoo zahlt 430 000 Euro an den Zoo Neumünster für die Abtretung der Besitzrechte an Knut, und zwar in drei Raten – sofort 350 000 Euro, zwei weitere Raten von 40 000 Euro folgen in den Jahren 2010 und 2011. Dafür kann Knut jetzt ab sofort mit Fug und Recht von sich sagen: „Ich bin ein Berliner!“

Der Zoo Neumünster hatte Knut für sich reklamiert, weil er Knuts Vater Lars einst den Berlinern zum Decken von Knuts Mutter Tosca ausgeliehen hatte. Mit den jetzigen Urteil sind alle möglichen Ansprüche im Zusammenhang mit dem Eisbärstar abgegeolten. Laut Gericht muss der Berliner Zoo die Kollegen in Schleswig-Holstein  außerdem stets über Knuts Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Ursprünglich hatten die Berliner nicht mehr als 350 000 Euro zahlen wollen, Neumünster hatte eigentlich auf 700 000 Euro beharrt.