Luxusanlage für Pippi Langstrumpfs Lieblingstiere

Und wieder gibt es Neuigkeiten über die Totenkopfäffchen im Nürnberger Tiergarten (hier zusammen mit Tierpfleger Ramón Göschel, Foto: Günter Distler). Viele Zoobesucher – vor allem Kinder – kennen diese kleinen Primaten hauptsächlich durch die Pippi Langstrumpf-Geschichten, in denen Pippis Affe „Herr Nilsson“ ja eine wichtige Rolle spielt. Darüber habe ich in meinem Blog schon ab und zu geschrieben, zuletzt hier.

Im Frühjahr waren die Totenkopfäffchen aus dem Ausweichquartier im Gut Mittelbüg in Schwaig in ihr angestammtes Gehege zurückgekehrt. Die Totenkopfäffchen-Anlage ist im Giraffenhaus untergebracht, die lustigen Zoobewohner können sich frei von der Anlage im Innern des Hauses in einen vorgebauten Wintergarten bewegen. Dort ist jetzt für Besucher ein überdachter Unterstand neu hinzugekommen, durch den man während der kalten Jshreszeit vor Regen und Wind geschützt ist. Und auch die bislang störende Spiegelung des verglasten Wintergartens gehört endlich auch der Vergangenheit an. – Die Äffchen können in der wärmeren Jahreszeit über eine Art Hängebrücke zu einer eigenen kleinen Insel mit einer riesigen Eiche gelangen, ein Ort den sie sehr genießen. weiter lesen

Weihnachten: voller Gefahren für Tiere!

urn:newsml:dpa.com:20090101:101214-99-03248Es ist wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür, und da möchte auch ich meinen Blog-Lesern ein schönes Fest wünschen und mich für ihr Interesse und die vielen Kommentare bedanken.

Für alle Haustiere wünsche ich mir, dass sie Weihnachten unbeschadet überstehen. Dass nicht gedankenlos süße Tierbabys an Kinder verschenkt werden und Hunde und Katzen, Hamster und Meerschweinchen schon bald nach den Feiertagen im Tierheim landen oder womöglich einfach ausgesetzt werden, weil sie doch mehr Zeit und Arbeit beanspruchen als vorher geglaubt.

Hoffentlich denken auch alle Tierhalter im Feiertagsstress daran, dass Weihnachten die eine oder andere Gefahr für ihre Schützlinge in sich birgt. Zum Beispiel Schokolade – die kann für Tiere leicht lebensgefährlich werden. Also bitte keine Leckereien achtlos herumliegen lassen! Vorsicht ist außerdem geboten, wenn es jemand mit seinem Tier gut meint und es einen Happen von der Weihnachtsgans oder vom Karpfen probieren lässt. Geflügelknochen und Fischgräten können Hunde und Katzen töten!

Leider ist auch das meiste weihnachtliche Dekorationsmaterial für Tiere schädlich. In Duftölen, Duftsprays, künstlichem Schnee, Lametta, Gold- und Silberfolien und Glaskugeln sind giftige Substanzen enthalten. Wenn ein Tier daran leckt, kann das schlimme Folgen haben. Tierbesitzer müssen außerdem daran denken, dass Pflanzen wie Misteln, Stechplamen oder die zum Fest in fast jedem Wohnzimmer stehenden Weihnachtssterne giftig sind.

Und noch etwas geht gar nicht, wenn man ein oder mehrere frei in der Wohnung herumlaufende Tiere besitzt: echte Kerzen auf dem Weihnachtsbaum. Hunde und Katzen verbrennen sich schon bei der kleinsten Berührung und setzen womöglich die ganze Wohnung in Brand, wenn sie eine Kerze umstoßen.

Falls Sie ein Meerschweinchen verschenken wollen…

urn:newsml:dpa.com:20090101:101202-99-04152Viele Kinder wünschen sich ein Haustier zu Weihnachten – ganz besonders beliebt sind Meerschweinchen. Die kleinen Nager sehen niedlich aus und sind nicht zu anspruchsvoll, was ihre Haltung betrifft.

Erstaunlich ist, wie viele verschiedene Töne Meerschweinchen von sich geben können – und jeder bedeutet etwas anderes. Die „Meerschweinchensprache“ wurde von Forschern zu einem Großteil schon entschlüsselt. Wer ein Meerscheinchen bei sich zu Hause hält, kann lernen, die wichtigsten Laute richtig zu interpretieren.

Da wäre zum Beispiel das Quieken (ähnlich wie bei einem Ferkel). Damit signalisieren die Tiere meist, dass sie hungrig sind. Oder ein leises Vor-sich-Hinmurmeln, das so ähnlich wie das Gurren einer Taube klingt und besonders oft zu hören ist, wenn man das Tierchen streichelt. Dieses Geräusch gibt ein Meerschweinchen von sich, wenn es ihm gutgeht. Hört sich das Geräusch in etwa wie Meckern an, heißt das: Ich mag das nicht. Aufgeregt oder ängstlich ist ein Meerschweinchen dagegen, wenn seine Laute ähnlich wie Vogelgezwitscher oder Grillenzirpen klingen. Mit einem Grunzen begrüßen sich Artgenossen untereinander. Erschrickt ein Meerschweinchen, dann gibt es meist gar keinen Ton von sich und erstarrt stattdessen.

Hier kann man mal ein bisschen in die Meerschweinchensprache reinhören.

Tja, und jetzt kommt die entscheidende Frage: Warum heißt das Meerschweinchen eigentlich Meerschweinchen? – Ganz sicher sind sich da selbst Experten nicht. Belegt ist allerdings, dass die Tiere vor etwa 400 Jahren von Südamerika nach Europa eingeführt wurden. Seefahrer brachten sie also auf Schiffen über das Meer zu uns. Damit ist der erste Teil des Namens erklärt. Für Teil zwei – „Schweinchen“ – gibt es eigentlich nur eine Vermutung: dass sie eben, wie oben beschrieben, manchmal wie Schweine quieken.