Nein, kein Baby von Herrn Nilsson!

TotenkopfbabyneuTotenkopfäffchen gehören zu den beliebtesten Zootieren überhaupt. Einfach alle finden sie niedlich – ob Groß oder Klein. Noch niedlicher sind die Babys dieser kleinen Affen. Der Nürnberger Tiergarten präsentiert zurzeit eines: Zwei Monate alt, und meist huckepack auf dem Rücken der Mama unterwegs. Unglaublich, dass der oder die Kleine bei den abenteuerlichen Sprüngen seiner Mutter niemals abstürzt. Manchmal macht er/sie sich auch schon zu eigenständigen Erkundungen durch das Gehege auf.

Totenkopfäffchen leben in Verbänden, in denen die Frauen das Sagen haben. Männer sind für sie nur während der Paarungszeit wichtig, sonst bleiben sie lieber unter sich und versorgen gemeinsam den Nachwuchs. In Nürnberg kann man das sehr schön beobachten: Nicht nur die Mutter kümmert sich um das Baby, sondern auch mehrere Tanten kommen ihm zu Hilfe, wenn es aus Unsicherheit mal zu pfeifen beginnt. Die männlichen Totenkopfäffchen im Nürnberger Tiergarten haben sich auf die Insel neben dem Gehege zurückgezogen – oder die Weibchen haben sie dorthin verbannt, ganz wie man es sehen will.
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Zootag im Nürnberger Tiergarten

So beliebt wie Fernsehserien über Zoos sind Veranstaltungen in Zoologischen Gärten, bei denen die Besucher selbst Gelegenheit haben,  einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das kann man im Nürnberger Tiergarten zweimal im Jahr: im Frühjahr und im Herbst. Die nächste Möglichkeit besteht am kommenden Sonntag, 18. Oktober, am „Zootag“. Das ist allerdings leider kein „Tag der offenen Tür“ – man muss ganz normal Eintritt zahlen.

Dafür gibt es auch ein Extra-Programm. Man kann das neue Pavianhaus besichtigen oder  Schlangen und Alpakas „hautnah“ erleben. Wer schon immer den Unterschied zwischen Kamel und Dromedar wissen wollte, erfährt ihn sozusagen am lebenden Objekt. Wer sich für die Delfin-Lagune interessiert, kann an Führungen über die riesige Baustelle teilnehmen. Im sonst nicht zugänglichen Betriebshof des Tiergartens erfährt man alles über den Speiseplan der Zootiere. Außerdem zeigt der Tierarzt dort, wie man mit einem Blasrohr schießt – und Besucher können das selbst ausprobieren. Mit dieser Methode bekommen manche Zootiere Spritzen (z.B. die Eisbären gegen Räudemilben) oder werden betäubt.

Nashornbaby3Wer das Panzernashorn-Baby Seto Paitala  noch nicht gesehen hat, kann das am Zootag auch gleich noch nachholen. Im Elefantenhaus, wo die Nashörner untergebracht sind, wird außerdem ein Film über die Geburt von Seto Paitala vorgeführt. Und dann gibt es noch jede Menge Infos über Tierschutz-Projekte, angefangen vom Jahr des Gorillas bis hin zu einem Schutzprojekt des Landauer Zoos für Humboldt-Pinguine.

Mehr Spaß für die Paviane

PavianeLange haben die Sphinx-Paviane im Nürnberger Tiergarten warten müssen, jetzt ist es endlich so weit: Sie haben einen neuen Stall bekommen. So schön die Außenanlage auf dem sogenannten Affenberg auch ist, haben sie die kleinen Affen doch nur in der wärmeren Jahreszeit genießen können. Im Winter oder bei sehr schlechtem Wetter musste sich die Gruppe, zu der 30 Tiere gehören, in einem engen, dunklen und feuchten Käfig im Innern des Affenbergs zusammendrängen – auf gerade einmal 12 Quadratmetern.

In ihrem neuen Zuhause haben die Paviane jetzt 100 Quadratmeter Platz. Die Räume lassen sich variabel abteilen, je nach Bedarf. Das kann zum Beispiel nötig sein, wenn sich Untergruppen bilden, Tiere getrennt oder medizinisch behandelt werden müssen. Es gibt außerdem Kletter- und Spielmöglichkeiten für die Paviane, und die Wände des neuen Stalls werden rundum von einer Wandheizung angenehm temperiert.

Während der zehn Monate Bauzeit waren die Paviane im tiergarteneigenen Gut Mittelbüg untergebracht. Dort hatten sie bereits mehr Platz, was sich positiv auf die kleinen Affen ausgewirkt hat: Sie sind bereits entspannter als vorher, können soziale Konflikte besser lösen und lassen die Pfleger näher an sich heran.

Der neue Stall bringt aber nicht nur Vorteile für die Tiere mit sich, auch die Zoobesucher haben Grund zur Freude. Sie können die Paviane jetzt aus nächster Nähe, nur durch eine große Scheibe von den Tieren getrennt, beobachten. Da sieht man genau, wie die Tiere sich gegenseitig lausen oder wie liebevoll sie ihren Nachwuchs versorgen. Die Paviane  haben übrigens immer freie Wahl, wo sie sich aufhalten möchten: Jederzeit können sie vom Stall nach draußen auf den Affenberg wechseln und umgekehrt. Das dürfte definitiv für mehr Spaß bei diesen Tieren sorgen.