Glückwunsch an den Vater der Tigerente!

JanoschTiger, Bär und Tigerente: Sie gehören zu meinen größten tierischen Stars. Ihr „Vater“, der Illustrator und Autor Janosch, feiert heute, am 11. März, seinen 85. Geburtstag. Auch wenn sich mein Blog normalerweise um Tiere dreht, möchte ich auch von hier aus herzlich gratulieren, denn ein Mensch, der Tiere so genial zeichnet und versteht wie er, hat auch in einem Tier-Blog einen Ehrenplatz verdient.

Eigentlich heißt Janosch ja gar nicht Janosch, sondern Horst Eckert. Er ließ sich von seinem Verleger zu diesem Pseudonym überreden. Der 1931 in Oberschlesien geborene spätere Künstler hatte eine richtig harte Kindheit und fing schon mit 13 Jahren eine Lehre als Schmied an. Nachdem er 1946 mit seinen Eltern nach Westdeutschland geflohen war, arbeitete er im Raum Oldenburg in mehreren  Textilfabriken und besuchte dann eine Textilfachschule in Krefeld. 1953 schrieb er sich für ein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in München ein. Doch dort attestierte man ihm mangelnde Begabung, und so verließ er die Akademie nach wenigen Semestern.

Aber er machte als freischaffender Künstler weiter und schrieb ab 1956 für Zeitungen. 1960 erschien dann sein erstes Kinderbuch, in den 70er Jahren folgte ein Titel dem anderen. Für mich ist er im Bilderbuch-Bereich einer der Originellsten. Wer mein Blog kennt, weiß, warum: Weil in Janoschs Büchern fast immer Tiere die Hauptrollen spielen. Außer den schon genannten – Tiger, Bär und Tigerente – auch Figuren wie Emil Grünbär, Günter Kastenfrosch oder Tante Gans. Ich kann gar nicht sagen, welches meine Lieblingsfigur ist, ich liebe sie einfach alle!

Justin Bieber: eine Affenliebe

Immer wieder hat sich Teeniestar Justin Bieber in der Öffentlichkeit, besonders vor Fotografen und laufenden Kameras, als besonders tierlieb präsentiert. Aber wie weit ist es wirklich her mit seiner Tierliebe? Diese Frage stellt sich jetzt in der Affäre um sein Kapuzineräffchen Mally (Foto).

Denn den kanadischen Popsänger scheint sein angeblich so heißgeliebtes Äffchen plötzlich nicht mehr zu interessieren. Über seine Anwälte ließ Bieber verlauten, dass er auf Mally verzichten will. Der Sänger holt seinen früheren Schützling jedenfalls nicht mehr aus dem Tierheim in München ab. Jetzt soll Mally in Deutschland bleiben und eine neue Heimat in einem Zoo mit einer bestehenden Kapuzineraffengruppe finden. Wo genau das sein wird, will man geheimhalten, um nicht zu viele Schaulustige anzulocken.

Falls jemand die Vorgeschichte in den Medien nicht mitbekommen hat: Der Superstar war Ende März in Begleitung von Mally in Deutschland eingereist, konnte aber nicht die erforderlichen Papiere für das Tier vorweisen. Deshalb beschlagnahmte der Zoll am Münchner Flughafen das Äffchen und brachte es ins Münchner Tierheim, wo Mally seitdem lebt. Als  die Papiere weiterhin nicht beigebracht wurden, schaltete sich auch das Bundesamt für Naturschutz in die Sache ein. So dürften nun Kosten in Höhe eines fünfstelligen Euro-Betrags für die Unterbringung von Mally und das Verfahren auf Justin Bieber zukommen. Zusätzlich muss der Star vielleicht auch mit juristischen Folgen rechnen.

 

Großer Tierschützer wird 90

Natur- und Umweltschutz – das war in den 1970er Jahren bei uns noch ein Fremdwort. Doch nicht für ihn: Horst Stern. Der berühmte TV-Journalist, Tierfilmer und Schriftsteller wird am Mittwoch, 24. Oktober, 90 Jahre alt.

Ich erinnere mich noch gut an seine Sendung „Sterns Stunde“, die in den 1970er Jahren in der ARD lief. Darin brachte er dem Publikum Haus- und Wildtiere auf neuartige Weise näher. Immer achtete er darauf, Tiere nicht zu vermenschlichen. Ähnlich wie bei Bernhard Grzimeks „Ein Platz für Tiere“ hing ich damals vor der Glotze und verpasste keine Folge der Serie.

Schon frühzeitig kritisierte Horst Stern scharf den gedankenlosen Eingriff des Menschen in die Natur und berichtete über die Zerstörung der Umwelt durch den Menschen. Er warnte früher als andere vor dem Waldsterben, prangerte beispielsweise den Ausbau des Main-Donau-Kanals an oder berichtete über Tiere in der Pharmaforschung.  Gerechtigkeit für Tiere und Umwelt hat er sich dabei stets auf die Fahnen geschrieben und damit – sowie mit seinen beeindruckenden Filmaufnahmen von Tieren – Millionen von Fernsehzuschauern begeistert. Weniger bekannt dürfte sein, dass er im Jahr 1975 einer der Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) war – unter anderem zusammen mit Bernhard Grzimek. Übrigens war Stern nicht von Haus aus Journalist, sondern gelernter Bankkaufmann.

Aus der aktuellen Fernsehberichterstattung hat Stern sich Mitte der 1980er Jahre ausgeklinkt. Aber er arbeitet als Schriftsteller weiter, der Bücher wie „Jagdnovelle“ , „Kopfliebe“ oder „Das Gewicht einer Feder“ schrieb. Er lebt jetzt in Passau und hat sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen (deshalb stammt obiges dpa-Foto auch aus dem Jahr 1997). Auch alle Interview-Wünsche anlässlich seines 90. Geburtstags hat er abgelehnt.

 

 

Hat Ric O´Barry den "Bambi" verdient?

Die diesjährige „Bambi“-Verleihung dürfte in die Mediengeschichte eingehen: Nicht nur die Verleihung des Medienpreises an den Rapper Bushido ist mehr als fragwürdig und hat bekanntlich Proteste ausgelöst. Nein, auch dass der Preis in der Kategorie „Unsere Erde“ an Richard O´Barry für sein Engagement als Delfinschützer geht, kann man durchaus kritisch hinterfragen.

Für viele Tierschutz-Aktivisten ist O´Barry eine Art Heiliger, allerdings einer, der sich vom Saulus zum Paulus gewandelt hat. Schließlich arbeitete er einst als Delfintrainer bei der Fernsehserie „Flipper“. Gut, er hat das später bedauert; man sollte ihm das also nicht sein Leben lang immer wieder aufs Brot schmieren. Und keiner kann wohl O´Barrys Verdienst vom Tisch wischen, das er sich durch den Film „Die Bucht“ erworben hat: So wurden Millionen von Menschen auf das sinnlose Abschlachten von Delfinen in der Bucht von Taiji aufmerksam und protestierten dagegen – wenn auch leider (noch?) nicht mit großem Erfolg.

Doch O´Barry schlägt auch manchmal über die Stränge. „Auswilderung“ lautet das Zauberwort, das er in Sachen Delfinhaltung gebetsmühlenartig wiederholt und als Allheilmittel betrachtet. Dass Auswilderung aber oft gar nicht möglich ist, hat er selbst schon schmerzhaft erfahren müssen. Bei publikumswirksam inszenierten Befreiungsaktionen hat er Tieren nämlich schon schwer geschadet.

Ein Beispiel gefällig? O.k.: 1996 konnten zwei zuvor in menschlicher Obhut gehaltene Delfine wenige Tage nach ihrer  „Befreiung“ vor der Küste Floridas durch den prominenten Tierrechtler gerade noch rechtzeitig gerettet werden; sie waren schwer verletzt und stark unterernährt, weil niemand sie auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet hatte. Das hatte schwerwiegende Konsequenzen: O´Barry und seine Organisation wurden wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz im Meer lebender Säugetiere und wegen Tierquälerei zur Höchststrafe von 40 000 Dollar verurteilt. Damit nicht genug: Wegen unsachgemäßer und illegaler Auswilderung bekam er eine zweite Strafe aufgebrummt: 19 500 Dollar. Und auch das von O´Barry mit ins Leben gerufene „Sugarloaf Dolphin Sanctuary“ hat man geschlossen und die Delfine beschlagnahmt. Die Behörden konnten u.a. nachweisen, dass die Tiere nicht ausreichend von Veterinären versorgt wurden.

 

Mit Cleo durch Deutschland

Ab und zu schreibe ich in meinem Blog über Bücher, die sich mit Tieren oder Natur im allgemeinen beschäftigen. Nachdem Andreas Kieling als Dokumentarfilmer vor allem durch seine Sendungen „Terra X“ im ZDF einem großen deutschen Publikum bekannt ist, stelle ich – obwohl ich es nicht hundertprozentig empfehlen kann – sein neuestes Buch vor: „Ein deutscher Wandersommer“ heißt es, ist bei Malik erschienen und kostet 22,95 Euro.

Diesmal ließ sich der „Bärenmann“ auf ein vergleichsweise harmloses Abenteuer ein: einen Fußmarsch entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Andreas Kieling, der zehn Jahre lang mit den Grizzlys in Alaska lebte, begab sich einen Sommer lang auf Wanderschaft, gemeinsam mit seiner Hündin Cleo. 1400 Kilometer legte er zu Fuß zurück, vom Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechische Republik bis an die Ostsee. Im ZDF hat er die Tour bereits unter dem Titel „Mitten im wilden Deutschland“ dokumentiert. Nun hat er auch diese Expedition wieder bei Malik in Buchform nachgeschoben.

Doch wie immer, wenn etwas zur Routine wird, ist Vorsicht geboten. Vermintes Land drohte Kieling nicht nur im Wortsinn auf dem ehemaligen Todesstreifen, sondern auch beim Niederschreiben seiner Erlebnisse. Was im Film frisch, direkt und uneitel daherkommt, wirkt in Schriftform schnell lapidar, platt und abgegriffen: „Ich fühlte mich in meinem Element, wie ein richtiger Fallschirmjäger, der auf feindlichem Gebiet abgesprungen war und die Lage sondierte. Nichtsdestotrotz war ich total aufgeregt.“ Oder: „Damit war das Eis gebrochen, und es sprudelte nur so aus der schönen Försterin heraus.“ Leider finden sich in dem 300 Seiten umfassenden Tagebuch einer Deutschland-Wanderung außer stilistischen Schwächen auch grammatikalische: „Manche (gemeint sind Orchideen) senden Duftstoffe aus, die dem Sexuallockstoff eines bestimmten Insekts täuschend ähnlich riechen.“ Ein weiteres Beispiel: „Also bin ich in meiner Sommer-Mittelmeer-Tauchmontur in den See.“ Kieling lässt außerdem Nandus „ausbüchsen“ – was möglicherweise an seiner Begeisterung für die Jagd liegt, über deren Nutzen er den Leser auf viel zu vielen Seiten aufklärt.

Ein guter Lektor hätte manch peinliche Stelle ausmerzen können und müssen, etwa diese: „Ich stand zwischen Baum und Borke, wie der Forstmann sagen würde.“ Oder: „An großen Tischen saßen richtige Kerle, das, was der Bayer ,gstandne Mannsbilder’ nennen würde.“ Dabei scheint Kieling zu allem Unglück auch noch der kleine – aber feine! – Unterschied zwischen Bayern und Franken unbekannt zu sein.

Aber genug des Meckerns. Der mit dem Bären tanzte habe im Sommer 2010 seine bisher emotionalste Reise angetreten, heißt es im Klappentext. Das merkt man dem Buch von der ersten bis zur letzten Seite an; so engagiert hat der Weltenbummler bislang kaum geschrieben. Kein Wunder, schließlich war er mit 16 Jahren aus der DDR geflohen und hat diese Flucht nun noch einmal an Ort und Stelle nachvollziehen können. Auch wenn dieses Kapitel sehr ausführlich geraten ist, empfindet man es in keinem Augenblick als langatmig.

Und wie immer bei Kieling lernt der Leser in einem einzigen Buch mehr über Tiere und Pflanzen als in einem ganzen Schuljahr im Biologieunterricht. Wussten Sie zum Beispiel, dass Hasenbabys die erste Zeit nach der Geburt keinerlei Witterung abgeben und damit selbst für Jagdhunde nicht aufzuspüren sind? Oder dass der Raubwürger, ein drosselgroßer Singvogel, seine Beute auf einen Dornbusch spießt? Dass Deutschland das waldreichste Land in Europa ist?

Wenn Sie mehr über Flussperlmuscheln in der Regnitz, Mufflons in Ostthüringen, Birkhähne in Hessen, Luchse im Harz, Uhus im Eichsfeld oder Seeadler auf dem Schalsee erfahren möchten, dann begleiten Sie Andreas Kieling quer – nein, längs! – durch Deutschland! 

Reichster Hund der Welt tot

Kaum zu glauben, aber wahr: Die reichste Hundedame der Welt ist tot, das Schoßhündchen der New Yorker Immobilienkönigin Leona Helmsley (das Foto zeigt sie im Jahr 1992), das zwei Millionen Dollar von seinem exzentrischen Frauchen geerbt hatte. 12 Jahre alt wurde die Hündin, sie war bereits blind und nach mehreren Krankheiten schon sehr schwach. Leona Helmsley hatte das weiße Malteser-Hündchen „Trouble“ genannt. Das Tier war ähnlich unbeliebt wie seine Besitzerin, die 2007 im Alter von 87 Jahren gestorben war.

In ihrem Testament hatte Helmsley verfügt, dass Trouble aus dem insgesamt vier Milliarden Dollar schweren Erbe 12 Millionen Dollar bekommen sollte. Die Sache landete vor Gericht, und Trouble wurden am Ende nur zwei Millionen Dollar zugesprochen. Mit dem Geld sollte der luxuriöse Lebensstil des Hundes finanziert werden. Trouble brauchte immerhin 60 000 Dollar im Jahr für ihren Hundepfleger, 8000 Dollar für die Fellpflege und 100 000 Dollar für ihren persönlichen Schutz. Denn das Tier hatte nach seiner Erbschaft viele Drohungen bekommen, die von Entführung bis zu Mord reichten.

Nachdem sich der Bruder von Leona Helmsley nach deren Tod geweigert hatte, sich um Trouble zu kümmern, wurde das Schoßhündchen im Privatjet nach Florida geflogen. Dort lebte es bis zu seinem Tod in einem Luxushotel, das zum Helmsley-Imperium gehört. Der Geschäftsführer des Hotels nahm Trouble unter seine Fittiche.

Nach dem Tod von Leona Helmsley wurde gemeldet, dass der Hund später im Mausoleum der Familie Helmsley neben seinem ehemaligen Frauchen einen Ehrenplatz erhalten sollte.