Rentieren geht es an den Kragen

Ich suche ja immer nach einem besonders schönen Tierfoto für meinen Weihnachts-Blogbeitrag. Im vergangenen Jahr hatte ich dieses Bild gefunden. Rentiere passen halt einfach gut zu Weihnachten. Auch obiges Foto mit diesen arktischen Hirschen (Foto: Britta Pedersen/dpa) sieht wieder wunderbar aus. Doch der schöne Schein trügt. Denn zumindest in Russland ist der Bestand der Rentiere durch Wilderei bedroht. Da schlägt jetzt die Tierschutzorganisation WWF Alarm. Auf der Taimyr-Halbinsel in Sibirien, die ans Polarmeer grenzt, soll sich die Anzahl der Tiere von rund 800.000 im Jahr 2000 auf aktuell 400.000 halbiert haben. Laut WWF Deutschland werden Rentiere dort wegen ihrer Geweihe und Zungen gewildert. Die Organisation schätzt, dass jährlich rund 100.000 Rentiere auf der Taimyr-Halbinsel niedergemetzelt werden. WWF-Mitarbeiter machen vor Ort immer wieder grausige Entdeckungen: Sie finden wahre Schlachtfelder mit getöteten Rentieren.

Die zermahlenen Geweihe finden hauptsächlich Abnehmer in China, wo sie für traditionelle Medizin verwendet werden. Offenbar reicht denen das pulverisierte Nashorn nicht mehr aus, nachdem die Strafen für gewilderte Nashörner verschärft wurden. In Sibirien kommt es bekanntermaßen häufig zu Wilderei. Der WWF fordert deshalb mehr Überwachung und höhere Strafen. Wenn die illegale Jagd nicht bald eingedämmt wird, werden Bilder mit riesigen Rentierherden in Nordsibirien bald der Vergangenheit angehören.

Hoffen wir mal – Weihnachten steht schließlich vor der Tür -, dass das nicht passiert! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch ein schönes Fest und ein paar entspannte Tage!

Mali sagt: Frohe Weihnachten!

Lange habe ich gesucht, um ein weihnachtliches Tierfoto zu finden, das mir gefällt. Nun habe ich es endlich! Nicht zu kitschig, trotzdem irgendwie richtig stimmungsvoll. Dieses weiße Rentier heißt Mali und lebt mit acht anderen Rentieren in Rheinland-Pfalz bei privaten Haltern. Normalerweise hat es Auslauf in einem 6000 Quadratmeter großen Gehege. Aber manchmal dürfen die Tiere auch in den Garten oder sogar ins Haus  – und wenn es nur ist, um an einem „Weihnachtsgeschenk“ zu schnuppern.

Ich wünsche meinen Blog-Lesern ein tierisch schönes Fest. Und nicht vergessen: In den sogenannten Rauhnächten nach Weihnachten können Tiere sprechen. Diese Gelegenheit sollte man auf keinen Fall versäumen!

Warum Rudolf eine so rote Nase hat

Wissenschaftler gelten ja gemeinhin als eher langweilig – Humor scheint zumindest nicht ihre hervorstechendste Eigenschaft zu sein. Umso erstaunlicher ist es, dass sich nun Forscher aus Norwegen und den Niederlanden in einem Artikel in der britischen medizinischen Fachzeitschrift „British Medical Journal“ mit der Frage beschäftigt haben, warum Rudolf, das Rentier des Weihnachtsmanns, eine so intensiv rot leuchtende Nase hat.

Das Geheimnis des berühmten roten Riechorgans wurde darin endlich gelüftet. Dafür haben die Wissenschaftler die Blutäderchen an Nasen von fünf gesunden Menschen, einem Patienten mit einem gutartigen Geschwür an der Nase und die Nasen von zwei Rentieren mit Hilfe eines Mikroskops verglichen. Das Ergebnis: Die Nasen von Rentieren weisen ein Viertel mehr Blutäderchen auf als die von Menschen. Das heißt aber auch, dass die Rentier-Nasen sehr viel mehr rote Blutkörperchen besitzen; daher die rote Färbung. Die Forscher haben diese Aussage sogar belegt: durch Infrarot-Aufnahmen von einem Rentier, das sich vorher körperlich verausgabt hatte – ähnlich wie Rudolf, wenn er besonders viele Geschenke für den Weihnachtsmann auf dem Schlitten durch die Lüfte ziehen muss.

Auch die weite Flugstrecke, die Rudolf vor Weihnachten zurückzulegen hat, wurde für den Beitrag untersucht. Dabei kamen Physiker zu dem Ergebnis, dass Rudolf Geschenke in hundert Millionen von Haushalten bringen muss. Dafür müsste er ganz schön schnell unterwegs sein, nämlich mit einer Geschwindigkeit von 1000 Kilometern pro Sekunde!

Spätestens an dieser Stelle dürfte jeder gemerkt haben, dass der Beitrag in der Weihnachtsausgabe der Zeitschrift nicht ganz ernst gemeint ist, denn bei diesem rasanten Tempo würde der Schlitten samt Geschenken, Weihnachtsmann und Rudolf durch die Luftreibung pulverisiert. Ich finde es aber trotzdem amüsant und sympathisch, dass eine so renommierte Zeitschrift zu Weihnachten auch einmal einen Bericht veröffentlicht, der mit einem kleinen Augenzwinkern verfasst wurde.

In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern fröhliche Weihnachten!

Weihnachtsschmuck aus Rentier-Kot

Der Miller-Park-Zoo in Bloomington im US-Staat Illinois kann nicht mit so berühmten Tier-Stars aufwarten wie etwa der Berliner Zoo mit Knut oder der Nürnberger Tiergarten mit Flocke. Aber er versteht es doch, von sich Reden zu machen – durch eine ganz besondere Art von Einfallsreichtum.

Im Zoo kam man nämlich auf die Idee, aus Rentier-Kot Weihnachtsschmuck zu herzustellen. Die beiden Rentiere namens Ealu und Rika liefern tagtäglich das Rohmaterial dafür, und Zoo-Mitarbeiter werden dann kreativ: Sie trocknen den Kot, lackieren und bemalen ihn oder verarbeiten ihn mit Glitter. Die Zoobesucher können die Kugeln schließlich für fünf Dollar pro Stück kaufen und bekommen sogar ein Echtheits-Zertifikat mit dazu.

Ob so was nur in Amerika funktioniert? Es käme auf den Versuch an, denke ich.