Keine Tiere aus dem Urlaub mitbringen!

Urlaubszeit – das ist auch die Zeit, in der jedes Jahr viele Menschen plötzlich ihre Tierliebe entdecken. Besonders in südlichen Ländern, wo Urlaubern Hunderte von Straßenhunden und streunenden Katzen über den Weg laufen. Aus Mitleid mit den Tieren würden sie sie am liebsten mit nach Hause nehmen. Doch das ist Tierliebe am falschen Ort. Tierschutzorganisationen raten, diesen Tieren lieber dort zu helfen, wo sie leben. Beispielsweise, indem sie mit einem geschwächten oder kranken Tier zum Tierarzt gehen oder Futter an Plätzen hinstellen, wo Einheimische Tiere füttern.

Wer unbedingt ein Tier aus dem Ausland mit nach Hause nehmen will, muss mit einigen Problemen rechnen. Aus EU-Mitgliedsstaaten benötigt man für die Einreise nach Deutschland einen gültigen EU-Heimtierpass. Voraussetzung ist eine Tollwutimpfung und ein Mikrochip. Dabei sind auch bestimmte Fristen zu berücksichtigen. Bei der Einreise aus nicht-europäischen Ländern gelten noch strengere Auflagen. Wer die nicht einhält, muss das Tier, dem er eigentlich etwas Gutes tun wollte, womöglich am Flughafen in Quarantäne zurücklassen, und zwar drei Monate lang. Für die Tiere ist das die reinste Qual, und für den, der sie mitgebracht hat, eine teure Angelegenheit, denn er muss für die Unterbringung aufkommen.

Man sollte es sich also lieber zweimal überlegen, bevor man solche Tiere mitnimmt. Schließlich gibt es zu Hause auch jede Menge Tiere, die Hilfe brauchen: Die Tierheime sind voll davon, und deren Mitarbeiter sind dankbar, wenn sie so viele ihrer Bewohner wie möglich an ein Herrchen oder Frauchen vermitteln können.

Proteste gegen die Hundetötungen

Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft hat die Ukraine ein immer größeres Imageproblem: Sie bekommt das Abschlachten von Straßenhunden weiterhin nicht in den Griff. Tierschützer laufen Sturm gegen die Massentötung, und es werden immer öfter Forderungen laut, dass das Fußballturnier in der Ukraine nicht stattfinden dürfe. Für den 31. März sind in ganz Europa Proteste gegen die Hundetötungen in der Ukraine geplant.

Nun will man von offizieller Seite offenbar zeigen, dass man gegen die privaten Doghunter, die Hunde töten, um ihre Vieretel „von Parasiten zu säubern“, durchaus vorgeht. In Kiew steht ein solcher Mann jetzt erstmals vor Gericht. Er soll für das Abschlachten von 30 Straßenhunden verantwortlich sein. Der Mann hat einen Komplizen, der – man kann es nicht fassen – Videoclips von den Tötungen ins Internet gestellt hat. Das führte schließlich dazu, dass die beiden gefasst wurden. Den beiden jungen Männern drohen nun Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Der Angeklagte hat bisher zugegeben, neun Tiere abgeschlachtet zu haben. Dabei hat er sie anscheinend mit Schraubenziehern und brennenden Zigaretten gequält. Er gibt an, bei seinem grausamen Vorgehen jeweils betrunken gewesen zu sein.

Die Doghunter haben untereinander Kontakt über das Internet. Dort verbreiten sie Tipps, wo sich Hunderudel gerade aufhalten und wie man sie am besten umbringen kann. Sie stellen  zum Teil auch Regeln auf, nach denen die ausgehungerten Tiere getötet werden sollen: Etwa, indem man ihnen vergiftete Köder direkt ins Maul reicht. Nach solchen Aktionen kursieren dann abstoßende Bilder beispielsweise von verbrannten Hunden.

Ob Gerichtsverfahren tatsächlich den erhofften Imagegewinn für das Land bringen können, bleibt zu bezweifeln. Dass die Fußball-EM aber in jedem Fall in der Ukraine durchgeführt wird, daran werden wohl leider auch die Proteste von Tierschützern nichts ändern.