Die drei kleinen Schweinchen – ganz ohne Wolf!

Na, wenn die keinen Knuddel-Faktor haben: Minischweine bereichern ab sofort als neue Art den Kinderzoo des Tiergartens Nürnberg: ein Eber und zwei Sauen. Im Alter von sieben beziehungsweise fünf Monaten bringen sie gerade mal knapp Kilogramm auf die Waage. In Nürnberg sind sie schon im vergangenen Spätherbst eingetroffen. Zuerst mussten sie aber in die Quarantänestation, die sich außerhalb des Tiergartens – auf Gut Mittelbüg bei Schwaig – befindet. Jetzt durften die Schweinchen in den Haustierstall im Tiergarten umziehen. Oft werden diese Tiere als „Minipigs“ oder „Teacup pigs“ bezeichnet. Feste Rassestandards existieren bei diesen Tieren nicht. Die Neulinge im Tiergarten stammen von einer Privatzüchterin, es handelt sich um Forsthofer Minipigs. Die wurden zunächst aus afrikanischen und asiatischen Zwergwildschweinen gezüchtet, später kamen kleine weiße Laborschweine und kleine bunte Wiesenauer Minischweine in die Zucht mit hinein. Die Tiere haben eine Schulterhöhe von nur 30 Zentimetern und werden höchstens zwölf Kilo schwer. Es gibt sie in Rosa, Dunkelgrau und in gescheckter Ausgabe. Ich glaube, die Mini-Säue und -Eber werden ein echter Knüller im Kinderzoo, denn ich erinnere mich noch gut an den riesigen Hype um den Erfolgsfilm mit Schweinchen Babe. Und als „Wolf“ muss ich natürlich auch an „Fiedler“, „Pfeifer“ und „Schweinchen Schlau“ aus dem Walt-Disney-Film denken, in dem das alte englische Märchen leicht variiert wurde. Gefiel mir persönlich viel, viel besser als „Babe“!

Brisant – aber offen und ehrlich

Gerade erst auf Facebook entdeckt – der Beitrag lief bereits am 10. Mai  in der ARD-Sendung „Brisant“.

Ich finde die Sendung informativ und vor allem objektiv. Das Verfüttern von im Zoo getöteten überzähligen Tieren wie Antilopen, Hirschen, Rindern, Kaninchen oder anderen Nagetieren sollte kein Tabu sein. Dass die Tierrechtsorganisation Peta das anders sieht, ist bekannt. Ein Peta-Vertreter kommt in dem Beitrag auch zu Wort. Er kann mich aber nicht überzeugen. Für mich gibt es keine Alternative dazu, vom Aussterben bedrohte Arten wie zum Beispiel die im Film gezeigten Mendesantilopen in Zoos zu halten und im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP zu züchten. Wenn dann wegen der Haremsbildung zu viele männliche Nachkommen da sind – warum sollte man die ins Tierkrematorium karren und verbrennen oder auf einem Tierfriedhof verscharren, wenn sie gesund sind und als besonders hochwertiges Futter für die Raubtiere verwendet werden können?

Es freut mich, dass endlich auch eine Fernseh-Redaktion das ohne Emotionen zeigt und nicht wieder die üblichen Tierretter-Freibiergesichter vor die Kamera geholt hat, die – wie leider mehrmals in den letzten Jahren – wieder mal gegen den Nürnberger Tiergarten vom Leder ziehen. Ein Beitrag, der aufklärt und nicht aufhetzt!

 

Wie Marderhunde für Mode missbraucht werden

MarderhundHeute mal wieder ein Fernsehtipp: Am Freitag, 29. April, um 13.15 Uhr geht es bei der Sendung „Planet Wissen“ in der ARD um „Das blutige Geschäft mit dem Pelz“ – in diesem Fall um das Fell von Marderhunden. Deren Pelz verwenden Modemacher gern, um Mantelkragen aufzupeppen. Das ist leider wieder richtig „in“.

Die Sendung ist allerdings nur etwas für Leute mit starken Nerven. Der Tierschützer und Dokumentarfilmer Manfred Karremann hat für den Beitrag zum Beispiel gefilmt, wie Marderhunde auf einem Markt in China mit einer Metallstange erschlagen werden. Als ob diese Quälerei nicht schon genug wäre, ziehen die Händler den Tieren dann meist auch noch bei lebendigem Leib das Fell ab.

Manfred Karremann ist Gründer der Tierschutzorganisation „Animalnetwork“, die er im Jahr 1997 ins Leben gerufen hat, um Patenschaften für Tiere in Not zu vermitteln und Missstände aufzudecken. Er selbst ist Vegetarier. Im Lauf der letzten Jahre hat er 170 Tiere bei sich aufgenommen, die sonst getötet worden wären.

Löwen sterben leise

Löwe ZDFAls „König der Tiere“ gilt er seit langer Zeit. Doch wenn es schlimm kommt – und danach sieht es derzeit leider aus – werden wir uns ein anderes Tier als König suchen müssen. Denn noch nie stand es um den Bestand er Löwen so schlecht wie heute. Die niederschmetternden Ergebnisse eines internationalen Forscherteams, das in Afrika in Sachen Löwen unterwegs war, sind am kommenden Sonntag, 31. Januar, um 14.55 Uhr im ZDF zu sehen, in der „planet e.“-Dokumentation „Das leise Sterben der Löwen“.

Der deutsche Zoologe und Löwen-Forscher Philipp Henschel arbeitet bei der Wildkatzen-Schutzorganisation „Panthera“ mit. Nach seinen Angaben ist die Zahl der Löwen seit Mitte des letzten Jahrhunderts um rund 90 Prozent zurückgegangen, er geht von aktuell noch rund 20.000 wild lebenden Löwen aus. Experten schätzen außerdem, dass diese Tiere nur noch in etwa acht Prozent ihres einstigen Verbreitungsgebietes leben. Diese wirklich dramatische Entwicklung hat sich still und leise vollzogen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil in den großen afrikanischen Nationalparks Löwen immer noch leicht zu beobachten sind. Dieser Eindruck täuscht jedoch über die Realität hinweg: Außerhalb von Schutzgebieten geht der Bestand der Raubkatzen besorgniserregend zurück – und das hat verschiedene Ursachen:

  • Große Flächen werden in Acker- und Nutzland umgewandelt, weil die Bevölkerung ständig wächst. Dadurch werden Gebiete, in denen Löwen leben, zerschnitten. Es bleiben kleinere Gruppen übrig, in denen es zu Inzucht kommt.
  • Wenn noch genügend Lebensraum  vorhanden ist, finden Löwen oft nicht mehr ausreichend Nahrung. Denn Menschen sind auch Nahrungs-Konkurrenten der Löwen und jagen deren Beute zum Teil für den eigenen Kochtopf.
  • Rinder- und Ziegenherden in menschlicher Obhut fressen den wild lebenden Artgenossen das Futter weg. Deshalb reißen die Großkatzen immer wieder Nutztiere. Die Bauern töten dann manchmal Löwen aus Rache.

Die schwedische Löwenforscherin Ingela Jansson versucht, da gegenzusteuern und erforscht im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania, wie die Nachbarschaft von Löwen und Menschen sowie deren Vieh abläuft. Auch darüber berichtet  die Sendung „planet e.“

Hommage an Bernhard Grzimek

Wenige Wochen vor seinem 106. Geburtstag – geboren wurde er am 24. April 1909 – kehrt er ins Fernsehen zurück: der  große Bernhard Grzimek. Natürlich nicht er selbst, schließlich ist er schon 1987 gestorben. Grzimek ist in Person des Schauspielers Ulrich Tukur zu sehen (Foto unten). Die ARD drehte einen zweiteiligen Fernsehfilm über das Leben des berühmten Tierarztes, Frankfurter Zoodirektors und Tierfilmers Bernhard Grzimek. Ausgestrahlt wird das Werk auf einen Rutsch am Karfreitag, 3. April, ab 20.15 Uhr. Wer nach 165 Minuten noch immer nicht genug hat, kann sich danach noch eine halbstündige Doku über das Leben und Wirken von Grzimek reinziehen. Beide Sendungen tragen den schnörkellosen Titel „Grzimek“.
GrzimekVor sechs Jahren, zum 100. Geburtstag des großen Tierfreunds, habe ich ihn hier schon einmal gewürdigt. Sein Leben lang hat er sich unermüdlich für Tiere, Natur und Umwelt eingesetzt. Die Sendung „Ein Platz für Tiere“ – die mittlerweile Kult ist – hat ihn fast 30 Jahre lang direkt in die deutschen Wohnzimmer gebracht, immer zusammen mit einem lebendigen Tier, das bei seiner Moderation dabei sein durfte  – oder, aus heutiger Sicht, eher musste. „Ein Platz für Tiere“ startete in den 1950er Jahren, lief also in einer Zeit, als man noch nicht zwischen -zig Fernsehkanälen wählen konnte. Deshalb sah ihn praktisch jeder Zuschauer, der den Apparat an diesem Abend einschaltete.
Als Themen wie Tier-, Arten- und Naturschutz bei uns noch niemanden sonst interessierten, war Grzimek schon Vorkämpfer für die Erhaltung der natürlichen Lebensräume von Tieren, vor allem auf dem afrikanischen Kontinet. Er engagierte sich dort für die Einrichtung von Naturreservaten und setzte sich mit seinem Film „Serengeti darf nicht sterben“ selbst ein Denkmal: Als erste deutsche Produktion nach dem Zweiten Weltkrieg  wurde sie 1960 mit einem Oscar ausgezeichnet. Aber Grzimeks Freude darüber dürfte sich in Grenzen gehalten haben, denn ausgerechnet bei den Dreharbeiten zu diesem Werk kam sein Sohn Michael durch einen Flugzeugabsturz ums Leben; er wurde nicht einmal 25 Jahre alt. Ein weiterer schwerer Schicksalsschlag traf Grzimek, als sein Adoptivsohn Thmoas 1980 Selbstmord beging.
Die Drehbuchautoren mussten in Grzimeks Fall nicht allzu viel Phantasie mitbringen. Denn das Leben dieses Mannes war gespickt mit privaten Höhen und Tiefen und bietet so jede Menge Stoff für großes Kino, oder besser gesagt: für großes Fernsehen. Regisseur Roland Suso Richter und die Besetzung der Person Grzimeks mit Ulrich Tukur sowie seiner Frau Hilde mit Barbara Auer lassen auf einen packenden Fernsehabend hoffen!

Muss Kung Fu Panda nun hungern?

Mit Trickfilmen Träume wahr werden lassen – das konnte und kann wohl keiner so gut wie Walt Disney und seine vielen, vielen Zeichner. Immer wieder versuchten andere Studios, an diesen Riesenerfolg anzuknüpfen. Richtig geschafft hat es aber kaum ein Vertreter dieser Branche.

Zu den Möchtegern-Disneys gehört „Dreamworks Animation“, Hollywoods größtes unabhängiges Trickfilm-Studio. Dort wird jetzt für 500 Angestellte der vermeintlich schöne Traum zum Albtraum: Sie müssen gehen, weil ihr Arbeitgeber ungefähr 25 Prozent der Stellen streicht und das Unternehmen umstrukturiert.

Was diese Nachricht in einem Tier-Blog verloren hat, fragt sich nun vielleicht mancher Leser. Ganz einfach: Dieser Schritt hat auch für ein „Tier“ indirekte Folgen, nämlich für „Kung Fu Panda“. Er ist neben „Shrek“ einer der Superhelden bei „Dreamworks Animation“. Die neuen Firmenstrukturen ziehen ein Sparprogramm bei diesem Produzenten nach sich. Das heißt im Klartext, dass bis 2017 statt (wie bisher drei) nur noch zwei Zeichentrick-Streifen pro Jahr erscheinen. – Was soll da bloß aus dem armen Panda werden? Kriegt er künftig nur noch Dreiviertel-Portionen zu fressen?

An dieser Stelle möchte ich, weil es gerade so gut hierher passt, ein Gerücht aus der Welt schaffen: Bambus ist zwar die Lieblingsspeise von Großen Pandas, doch längst nicht alles, was sie zu sich nehmen. Sie fressen außerdem Pflanzen, beispielsweise Enzian, Schwertlilien, Krokus oder Bocksdorn. Wie man etwa bei „Wikipedia“ nachlesen kann, stimmt es ebenso wenig, dass diese Tiere reine Vegetarier sind. Sie lassen sich manchmal Raupen und kleine Wirbeltiere schmecken. – „Again what learnt“, würde ein bekannter fränkischer Ex-Fußballstar da wohl sagen.

Frei nach Marx: Opium für Delfine

YouTube Preview ImageDiese Meldung und das dazugehörige Video haben in dieser Woche Furore gemacht: Delfine, die „high“ sind, nachdem sie vorsichtig auf Kugelfischen herumgekaut haben und diese dann in der Gruppe herumgehen lassen wie ein Haschischpfeifchen. Der kleine Film dient als Werbung für eine neue Doku der BBC über die Meeressäuger und wurde prompt von Bloggern, Radio- und Fernsehsendern und in sozialen Netzwerken aufgegriffen. Die „kiffenden Delfine“ sorgten fast für so viel Aufsehen wie das Kokain, das bei Aldi zwischen Bananen gefunden wurde. Und dabei sind wir noch ein ganzes Stück vom 1. April entfernt, an dem so etwas normalerweise als Scherz die Runde macht.

Zurück zu den Großen Tümmlern. Wissenschaftler haben folgendes herausgefunden: Die Meeressäuger nutzen es aus, dass die Kugelfische ein Nervengift absondern, sobald sie angegriffen werden. Dieses Gift – in kleinen Dosen genossen – sorgt für einen Rauschzustand bei den Delfinen, den Fernsehkameras eindrucksvoll eingefangen haben. Die Tümmler ließen sich im Wasser herum- und, die Nase nach oben, an die Oberfläche hochtreiben und schienen dort von ihrem eigenen Spiegelbild fasziniert zu sein, beschrieb der britische Zoologe Rob Pilley diesen Zustand; Pilley ist einer der Produzenten der Doku-Serie.

Irre Geschichte, finde ich. Aber statt nur darüber zu schmunzeln und Witze zu reißen, sollte man vielleicht lieber mal überlegen, ob man dieses Phänomen nicht für die Zoohaltung von Delfinen nutzen könnte. Wenn die Großen Tümmler in Delfinarien – zum Beispiel im Zoo Duisburg oder im Tiergarten Nürnberg – so leiden, wie es Delfinariums-Gegner wie Peta, WDSF, die Grünen oder neuerdings auch die Piraten behaupten, dann könnte man den Tieren ab und zu doch ein paar Kugelfische spendieren – und schon würden sie ihr hartes Los nicht mehr – oder nur noch eingeschränkt – mitbekommen. Das wäre, analog zum „Opium des Volkes“, wie Karl Marx die Religion umschrieb, „Opium für Delfine“ –  und auf jeden Fall realistischer als Auswilderung.

Spannende Doku über Delfine

Spätestens seit „Flipper“ gehören Delfine zu den beliebtesten Tieren überhaupt. Doch darüber, wie sie in Freiheit leben, ist noch immer nicht sehr viel bekannt. Das liegt vor allem daran, dass es Tauchern im offenen Meer nur schwer möglich ist, die Tiere über längere Zeit zu beobachten.

Deshalb möchte ich meinen Lesern einen Film ans Herz legen, der am Dienstag, 28. Mai, um 19.30 Uhr auf ARTE zu sehen ist: „Adoptiert von Delfinen. Tümmler und ihre Familiengeheimnisse“.  Darin gibt der renommierte Unterwasserfilmer Ulf Marquardt Einblick in das Leben der Delfine. Er hat dafür mit der Schweizer Biologin Angela Ziltener und ihrem Tauchpartner Michael Stadermann zusammengearbeitet. Die beiden betreiben das Forschungsprojekt „Dolphin Watch – Natural Underwater Science“ in Hurghada (Ägypten).

Für den Film hat Ulf Marquardt die zwei Forscher acht Wochen lang bei ihren Tauchgängen in den Korallenriffen vor Hurghada begleitet und ihre Arbeit dokumentiert. Dabei kam es zu vielen überraschenden Begegnungen und Erfahrungen. Die Delfine gewöhnten sich schnell an die Taucher und hießen sie schon bald mit Begrüßungspfiffen willkommen. So entstanden packende Filmaufnahmen aus dem Alltag der Tümmler: Delfine beim Fressen oder Spielen, bei ihren Liebesspielen und bei Kämpfen mit einer fremden Delfingruppe. Im Gegensatz zu den meisten anderen im Fernsehen ausgestrahlten Dokus werden die Tiere in diesem Film nicht vermenschlicht. Es ist ein spannender Naturfilm, in dem Delfine den Zuschauern sehr nahe kommen.

Großer Tierschützer wird 90

Natur- und Umweltschutz – das war in den 1970er Jahren bei uns noch ein Fremdwort. Doch nicht für ihn: Horst Stern. Der berühmte TV-Journalist, Tierfilmer und Schriftsteller wird am Mittwoch, 24. Oktober, 90 Jahre alt.

Ich erinnere mich noch gut an seine Sendung „Sterns Stunde“, die in den 1970er Jahren in der ARD lief. Darin brachte er dem Publikum Haus- und Wildtiere auf neuartige Weise näher. Immer achtete er darauf, Tiere nicht zu vermenschlichen. Ähnlich wie bei Bernhard Grzimeks „Ein Platz für Tiere“ hing ich damals vor der Glotze und verpasste keine Folge der Serie.

Schon frühzeitig kritisierte Horst Stern scharf den gedankenlosen Eingriff des Menschen in die Natur und berichtete über die Zerstörung der Umwelt durch den Menschen. Er warnte früher als andere vor dem Waldsterben, prangerte beispielsweise den Ausbau des Main-Donau-Kanals an oder berichtete über Tiere in der Pharmaforschung.  Gerechtigkeit für Tiere und Umwelt hat er sich dabei stets auf die Fahnen geschrieben und damit – sowie mit seinen beeindruckenden Filmaufnahmen von Tieren – Millionen von Fernsehzuschauern begeistert. Weniger bekannt dürfte sein, dass er im Jahr 1975 einer der Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) war – unter anderem zusammen mit Bernhard Grzimek. Übrigens war Stern nicht von Haus aus Journalist, sondern gelernter Bankkaufmann.

Aus der aktuellen Fernsehberichterstattung hat Stern sich Mitte der 1980er Jahre ausgeklinkt. Aber er arbeitet als Schriftsteller weiter, der Bücher wie „Jagdnovelle“ , „Kopfliebe“ oder „Das Gewicht einer Feder“ schrieb. Er lebt jetzt in Passau und hat sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen (deshalb stammt obiges dpa-Foto auch aus dem Jahr 1997). Auch alle Interview-Wünsche anlässlich seines 90. Geburtstags hat er abgelehnt.

 

 

Tiere auf großer Wanderschaft

Ab und zu weise ich in meinem Blog auf Fernsehsendungen über Tiere hin, die mir lohnenswert scheinen. Heute ist es wieder mal so weit: Die ARD sendet ab 12. März um 20.15 Uhr an drei aufeinanderfolgenden Montagen die Dokureihe „Erlebnis Erde“.  Ein Kamerateam hat sich an die Fersen von Tieren geheftet, die weite Wanderungen auf sich nehmen, um zu überleben.

Ob Elefanten auf der Suche nach weit entfernten Wasserlöchern, Gabelböcke, die ihr Revier mit der Jahreszeit wechseln, Walrösser, die den Sommer über die arktischen Gewässer Russlands bevorzugen, oder Monarchfalter (siehe Foto), die ihre Reisen zwischen Nordamerika und Mexiko nach verschiedenen Generationen einteilen – diese Tiere und Tausende andere müssen regelmäßig riesige Entfernungen hinter sich bringen. Um sich zu paaren, in den Genuss eines anderen Klimas zu kommen oder reich gedeckte Futtertische vorzufinden.

In vielen Fällen ist es der Forschung noch nicht gelungen, die Hintergründe für diese gewaltigen Wanderbewegungen herauszufinden. So ist es meist noch unbekannt, wodurch und wie die Tiere auf ihrer Reise geleitet werden. David Hamlin ist mit der Kamera verschiedenen Tieren auf ihrer Wanderschaft gefolgt und liefert großartige Bilder von Tieren und Landschaften.