Tierheime brauchen mehr Unterstützung!

TierheimBerlinSie leisten unheimlich wertvolle Arbeit, wissen aber oft nicht, wie sie das alles bezahlen sollen und bewegen sich häufig am Rande des Existenzminimums: die Tierheime (das Foto zeigt das Katzenhaus des Tierheims Berlin). Oft können sie fehlende finanzielle Mittel nur durch Spenden ausgleichen. Trotz dieser Probleme setzen sich die Tierheime für in Not geratene Tiere ein und sorgen für eine artgerechte Pflege und Betreuung.

Deshalb fordert der Deutsche Tierschutzbund jetzt von den Kommunen eine angemessene finanzielle Unterstützung von Tierheimen. Schließlich, so heißt es zur Begründung, sei die Betreuung von herrenlosen Tieren eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden. Bisher werden den Tierheimen die hohen anfallenden Kosten nur sehr unzureichend erstattet. Der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, ist mit seiner Geduld am Ende und macht den Städten und Gemeinden schwere Vorwürfe: „Schuld sind die Kommunen, die sich ihrer Pflichtaufgabe nicht stellen, den karitativen Tierschutz als Ausputzer des eigenen Versagens benutzen und damit den praktischen Tierschutz in der Fläche ausbluten lassen“, schimpft er zurecht.

Ob er damit bei den Kommunen auf Gehör stößt, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Tierheim und Welpen brauchen Hilfe!

Jetzt, vor Weihnachten, müssten sich doch nicht nur die Herzen öffnen, sondern auch die Spendenbereitschaft erhöhen: Das Tierheim Nürnberg braucht dringend Hilfe!!!

217 Hundewelpen – unter anderem Rottweiler, Malteser und Chihuahuas -, 48 Zebrafinken und 20 Pantherschildkröten: Das war die traurige Bilanz einer Beschlagnahmung von zwei illegalen Tiertransporten vergangene Woche in Bad Reichenhall. Davon landeten 34 Welpen, alle Zebrafinken und Pantherschildkröten im Tierheim Nürnberg; die Tiere sollten zunächst wieder abgeschoben werden, durften dann aber doch bleiben. Die Schildkröten befinden sich inzwischen in der Reptilienauffangstation München.

Die Tierärzte stellten bei der Untersuchung der Welpen fest, dass die winzigen Hunde erst zwischen vier und acht Wochen alt sind und damit viel zu jung, um von der Mutter weggenommen zu werden. Bei einem Welpen hat ein Schnelltest eine Infektion mit Parvovirose ergeben. Nach den Erfahrungen von früheren Transporten sind weitere Parvovirosefälle wahrscheinlich, außerdem dürften die Tiere alle Darmparasiten haben. Inzwischen ist ein Malteser im Tierheim Nürnberg gestorben, ein American Staffordshire-Terrier befindet sich noch in der Tierklinik. Die anderen Welpen sind im Tierheim auf der Quarantäne-Station (Foto) und werden von Tierärzten geimpft, regelmäßig untersucht und behandelt.

Die Tiere sind vom Veterinäramt Bad Reichenhall beschlagnahmt und werden im Augenblick nicht vermittelt, es gibt deshalb auch keine Reservierungsmöglichkeit für die Welpen.

Man kann dem Tierheim auf verschiedene Weise helfen: mit Geld, aber auch durch Spenden von Pedigree Pal junior Nassfutter. Es gibt eine Spendenhotline und die Möglichkeit von Charity SMS: Die Nummer der Spendenhotline ist 0900/111 0 116 (5 Euro pro Anruf für das Tierheim, nur aus dem deutschen Festnetz), die Charity-SMS unter dem Kennwort „TIERHEIM“ gehen an die 81190.

Und hier das Spendenkonto: Tierschutzverein Nürnberg-Fürth, IBAN DE55760501010001120752, BIC SSKNDE77XXX.

Bald bessere Zeiten für Hundewelpen?

Manchmal sind gute persönliche Beziehungen unter Politikern durchaus segensreich: Die Nürnberger CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl und ihr früherer Kollege Christian Schmidt aus Fürth, der jetzt Bundesagrarminister ist, kennen sich seit Jahren gut. Dieses Verhältnis könnte nun Tieren zugutekommen – darüber berichte ich in meinem Blog natürlich gern. Schmidt hat heute das Tierheim Nürnberg und Dagmar Wöhrl in ihrer Funktion als Präsidentin des Tierschutzvereins Nürnberg-Fürth und Umgebung besucht. Sein Ziel ist es, etwas gegen die illegalen Welpentransporte zu unternehmen, die sich in letzter Zeit derart häufen, dass allein in der „Nürnberger Zeitung“ fast täglich etwas darüber zu lesen ist. Die Umstände bei den Fuhren sind so unglaublich tierquälerisch, dass manche Hunde sie nicht überleben. Erst vor kurzem hat der Zoll in Nürnberg einen Transport mit 76 Welpen entdeckt; drei von ihnen sind inzwischen eingegangen. Die Tierheime wissen schon gar nicht mehr, wie sie all die geschwächten Tiere wieder aufpäppeln sollen – von den immensen Kosten mal ganz abgesehen.

Tierschützer wünschen sich schon seit langem mehr Kontrollen und höhere Strafen gegen diese Transporte. Schmidt will sich nun dafür bei den Länderregierungen und beim Finanzministerium einsetzen. Die Dunkelziffer bei diesen Transporten ist sehr hoch. Bei den bisherigen Kontrollen werden die wenigsten entdeckt. Und weil solche Transporte lediglich als Ordnungswidrigkeiten gelten, liegen die Strafen nur zwischen 5000 und 25 000 Euro.

Vom 1. August an treten in Deutschland strengere Regeln auch für Welpentransporte in Kraft. Voraussetzung für den Verkauf von Tieren ist dann, dass sie mindestens drei Monate alt und gegen Tollwut geimpft sind, außerdem müssen sie einen Impfpass besitzen. Die Gewinne für die Händler sind im Vergleich zu den Strafen noch immer hoch: An einem einzigen Transport verdienen Tierhändler mehrere Zehntausend Euro, schätzen Tierschützer. Schmidt fordert nun, dass auch das Tierschutzgesetz verschärft werden muss, wenn die bestehenden Maßnahmen gegen illegale Transporte nicht genügen. – Vielleicht hat ja das Leiden von unzähligen Hundebabys tatsächlich bald ein Ende!

Schrecklich: Wenn der Hund zum Hamster mutiert

Endlich Sommerferien in Bayern! In diesen Tagen beginnt auch für viele Familien der langersehnte Urlaub. Wer ein Tier besitzt und verreisen will, hat jedoch möglicherweise ein Problem an der Backe. Tierpensionen sind oft schon lang im Voraus ausgebucht. Unter Verwandten oder Bekannten findet sich nicht so einfach jemand, der sich um einen Vierbeiner kümmert, der größer ist als ein Hamster oder ein Meerschweinchen. Und wer ist schon bereit, einen „Pflegekater“, der sonst an seinen Freigang gewöhnt ist, bei sich in der Wohnung aufzunehmen?
Der tierische Liebling der Familie wird plötzlich zur Last – eine Tatsache, die traurig enden kann: Pluto, Minnie & Co werden ausgesetzt. Für die Mitarbeiter von Tierheimen oder ähnlichen Tierschutzorganisationen ist der Beginn der Ferienzeit deshalb nicht unbedingt eine Freude, sondern der reinste Horror.
Diese Erfahrung macht auch Robert Derbeck immer wieder. Der Vorsitzende des Nürnberger Tierschutzvereins Noris hat ein paar sehr drastische Beispiele zusammengetragen. Die sind nicht in den vergangenen Tagen passiert, haben sich aber so, wie er sie schildert, in den letzten Jahren ereignet. Ich lasse den engagierten Tierschützer einfach mal mit seinen Worten erzählen:
„Mit Grauen erinnere ich mich an den Fall, wo Kinder in einem Müllcontainer einen großen Kleintierkäfig entdeckten, der entsorgt werden sollte. Bei näherer Betrachtung fanden sie in dem Meerschweinchenhaus noch zwei lebende Meerschweinchen. Nur durch diesen Zufall wurden die Tiere vor der Müllverbrennung gerettet.
In einem anderen Fall wurden Katzenbabys in einen verschlossenen Pappkarton gesteckt und mit Müll zugedeckt. Einem Hund, der die Welpen erschnüffelte, ist es zu verdanken, dass seine Halterin auf die ausgesetzten Tiere aufmerksam wurde.
Ganz schlimm war ein Fall im letzten Jahr, als ein Hundewelpe in einen Hamsterkäfig gesperrt und bei einem Parkplatz hinter einem Gebüsch versteckt wurde. Das Tierbaby wurde von einem aufmerksamen Tierfreund nur zufällig entdeckt.“
Das Aussetzen von Tieren ist zwar nach dem Tierschutzgesetz strafbar, aber das hat nur sehr selten Konsequenzen für den Halter. Meist lässt sich der Täter nicht ermitteln, oder man kann nicht beweisen, dass er das Tier vorsätzlich ausgesetzt hat. Im besten Fall wird das Ganze als Ordnungswidrigkeit mit einer geringen Geldstrafe geahndet. Eine Chip- und Registrierungspflicht besteht innerhalb von Deutschland noch nicht.

Justin Bieber: eine Affenliebe

Immer wieder hat sich Teeniestar Justin Bieber in der Öffentlichkeit, besonders vor Fotografen und laufenden Kameras, als besonders tierlieb präsentiert. Aber wie weit ist es wirklich her mit seiner Tierliebe? Diese Frage stellt sich jetzt in der Affäre um sein Kapuzineräffchen Mally (Foto).

Denn den kanadischen Popsänger scheint sein angeblich so heißgeliebtes Äffchen plötzlich nicht mehr zu interessieren. Über seine Anwälte ließ Bieber verlauten, dass er auf Mally verzichten will. Der Sänger holt seinen früheren Schützling jedenfalls nicht mehr aus dem Tierheim in München ab. Jetzt soll Mally in Deutschland bleiben und eine neue Heimat in einem Zoo mit einer bestehenden Kapuzineraffengruppe finden. Wo genau das sein wird, will man geheimhalten, um nicht zu viele Schaulustige anzulocken.

Falls jemand die Vorgeschichte in den Medien nicht mitbekommen hat: Der Superstar war Ende März in Begleitung von Mally in Deutschland eingereist, konnte aber nicht die erforderlichen Papiere für das Tier vorweisen. Deshalb beschlagnahmte der Zoll am Münchner Flughafen das Äffchen und brachte es ins Münchner Tierheim, wo Mally seitdem lebt. Als  die Papiere weiterhin nicht beigebracht wurden, schaltete sich auch das Bundesamt für Naturschutz in die Sache ein. So dürften nun Kosten in Höhe eines fünfstelligen Euro-Betrags für die Unterbringung von Mally und das Verfahren auf Justin Bieber zukommen. Zusätzlich muss der Star vielleicht auch mit juristischen Folgen rechnen.

 

Was können die Katzen dafür?

Wieder einmal sollen unschuldige Tiere büßen für Dinge, mit denen sie überhaupt nichts zu tun haben: Keiner fühlt sich für die beiden Katzen Heidi und Lilly der mutmaßlichen Rechtsterroristen Beate Zschäpe zuständig. Die beiden müssen nun um ihr Futter bangen.

Heidi und Lilly sind zwischen die Fronten des Bundeskriminalamts und des Tierheims Zwickau geraten. Das BKA weigert sich, für die beiden Katzen der inhaftierten Zschäpe aufzukommen, weil es weder Eigentümer noch Halter der Tiere sei.

Das Zwickauer Tierheim hatte Heidi und Lilly aufgenommen, als Zschäpe sich den Behörden stellte. Zunächst kam die sächsische Polizei für die Kosten von sechs Euro pro Tag auf. Seit 11. November soll das BKA die Rechnungen für die Tierheim-Unterbringung bezahlen. Das Tierheim kann die Katzen erst dann an neue Halter weitervermitteln, wenn das BKA mit der Rechtsterroristin die Eigentumsfrage geklärt hat. Bis das geklärt ist, soll das BKA zahlen – fordert zumindest das Tierheim. Das BKA dagegen ist der Auffassung, die Zahlungsplicht liege bei Zschäpe. Das Tierheim müsse sie dazu bewegen, die Katzen freizugeben.

Den Katzen dürfte es egal sein, wer für sie zahlt. Hauptsache, sie werden gut betreut und – hoffentlich! – bald an neue Besitzer vermittelt.

Hunde aus dem Supermarkt?

Viel Wirbel gibt es derzeit um einen Tier-Supermarkt in Duisburg. Seit kurzem werden dort auch Hunde verkauft, der Welpe zu Preisen zwischen 799 und 899 Euro. Proteste von Tierschützern und eine Demo von Tierschutzaktivisten von PETA vor der Tür sorgte zwar für Medieninteresse, aber mehr auch nicht.

Hunde aus dem Laden – das gab es bisher in Deutschland noch nie. Üblicherweise geht man hierzulande zum Züchter, wenn man sich einen „Freund fürs Leben“ anschaffen will. Dort kann man sich darauf verlassen, dass mit dem Tier alles stimmt. Der Züchter wiederum verwickelt den Interessenten in ausführliche Gespräche, um sicherzustellen, dass das Hundebaby auch zu einem guten Halter kommt. Zweite Möglichkeit: Man holt sich einen Hund aus dem Tierheim – oft, weil man Mitleid hat mit den Vierbeinern, die dort eng auf eng untergebracht sind, Herrchen oder Frauchen verloren oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Auch im Tierheim legt man viel Wert darauf, den künftigen Hundebesitzer auf Herz und Nieren zu prüfen, damit das Tier nicht vom Regen in die Traufe gerät.

Der wichtigste deutsche Tierhändlerverband ZZF hat es sich zumindest auf die Fahnen geschrieben, Hunde nicht wie Waren im Laden zu präsentieren. Man will vermeiden, dass Leute beim Einkaufsbummel – womöglich zusammen mit ihren Kindern –  einen süßen Welpen entdecken, den sie dann unbedingt haben wollen, für den aber schnell das Interesse erlischt, sobald der Neuigkeitswert dahin ist – ähnlich wie bei einem alten Spielzeug. Außerdem glauben die Tierhändler, ein Kaufhaus sei nicht der richtige Ort für einen jungen Hund, an dem er aufwachsen sollte, die Umgebung könne ihm vielmehr in seiner Entwicklung schaden. – Allerdings muss man sagen, dass es auch unter Hundezüchtern schwarze Schafe gibt, bei denen längst nicht alles so läuft wie oben beschrieben.

Der Duisburger Tiersupermarkt-Betreiber ist nicht mehr Mitglied beim ZZF und hält die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, für falsch. So hat er zum Beispiel vorgeführt, wie gut die Hundebabys es bei ihm hätten: Er hält sie in 35 Quadratmeter großen Boxen (das ist doppel so viel wie die gesetzlich vorgeschriebene Fläche). Er beschäftige außerdem Tierärzte und habe ausreichend Personal, um die Welpen den ganzen Tag zu betreuen. Seine Kunden lasse er auch ausführlich über die Bedingungen befragen, in denen sie leben, um eine gute Haltung für die Tiere zu sichern. Der Händler garantiert den Käufern sogar das Recht, die Hunde innerhalb eines Monats zurückzubringen, wenn sie einen Fehlkauf getätigt haben – es gibt allerdings nur die Hälfte des Kaufpreises zurück.

Hunde aus dem Supermarkt – ja oder nein? Ihre/Eure Meinung dazu würde mich interessieren.

 

 

Das war eine Fehlentscheidung, Herr Söder!

Es ist schon komisch: Irgendwann kommt jeder Politiker mal auf den Hund. Also, ich meine das jetzt im wörtlichen Sinne und beziehe mich nicht etwa auf aktuelle Ereignisse in Deutschland. Nein, ich meine es, wie ich es sage: Viele Politiker mögen Hunde – vielleicht weil die sich so gut herumkommandieren lassen, vielleicht weil sie treu sind und man sie nicht erst im Wahlkampf von sich überzeugen muss, vielleicht weil (fast) jedes Tier (fast) jeden Politiker sympathischer macht.

Ein solcher Hundeliebhaber ist auch Markus Söder, der sich vor seiner Berufung zum bayerischen Finanzminister selbst gern als „Lebensminister“ bezeichnet hat.  Zum Leben gehören Tiere ja irgendwie dazu, und wohl deshalb hält Söder sich privat einen Labrador. Doch damit nicht genug: Rechtzeitig vor Weihnachten hat er dieser Tage im Nürnberger Tierheim die Patenschaft für einen Cocker-Spaniel-Mischlingswelpen namens Wendy übernommen – kohlpechrabenschwarz, eben passend zur CSU. Künftig zahlt der Finanzminister 75 Euro pro Jahr für dieses sein Patentier, und spätestens wenn Wahlkampfzeiten ins Haus stehen, wird er wohl auch mal mit ihm Gassigehen, in öffentlichen Parks, dort, wo viele potenzielle Wähler ihn mit dem netten Hund sehen.

Im Tierheim posierte auch Söders Parteigenosse Marcus König – in Personalunion geschäftsführender Vorsitzender des Tierschutzvereins – mit einem Hundebaby vor den Kameras: mit der Französischen Bulldogge Pünktchen. Vorher hatte auch Söder das Hündchen mal halten dürfen (siehe Foto), aber es war für den Minister wohl nicht schwarz genug.

Mir persönlich gefällt Pünktchen aber viel besser als Wendy, weil ich Französische Bulldoggen einfach liebe – es sind meine zweitliebsten Hunde nach Jack-Russell-Terriern. Hätte sich Söder für Pünktchen als Patenkind entschieden – na ja, wer weiß, ob er damit künftig eine Stimme mehr bekommen hätte. So aber bleibt alles beim Alten.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, liebe Blogleser!

Rollentausch mit Dagmar Wöhrl

Als Bloggerin erlebt man Dinge, die man sonst im normalen Redaktionsalltag nie erleben würde. So hat sich die Tierfreundin und Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl, die auch Vorsitzende des Tierschutzvereins Nürnberg-Fürth und Umgebung ist, kürzlich via Twitter mit einem originellen Wunsch an mich gewandt: Sie wollte einen Interview-Termin mit mir ausmachen, um mich über mein Blog auszufragen. Das Interview wird in der nächsten Ausgabe der Zeitung des Tierschutzvereins abgedruckt, die Ende Juni erscheint.

Tja, hab´ ich mir gedacht, warum nicht? Ist doch mal interessant, so ein Rollentausch. Normalerweise muss ich mir Fragen ausdenken, nun muss das mal eine tun, die sonst oft selbst mehrere Interviews am Tag gibt – ob für Zeitungen oder fürs Fernsehen.

Und ich muss sagen: Es hat tatsächlich Spaß gemacht. Wir haben uns beide bestens amüsiert, und unser NZ-Fotograf Roland Fengler hat den denkwürdigen Termin gleich noch zum Video gemacht.

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Die Krise trifft auch die Tiere

Manche behaupten zwar, die „Krise“ gebe es gar nicht. Der Deutsche Tierschutzbund hat da andere Erkenntnisse, und zwar ziemlich traurige: Immer öfter geben Tierbesitzer ihre Hunde, Katzen und sonstigen Lieblinge im Tierheim ab und führen als Grund „finanzielle Not“ an.
Manche Tierheime platzen deshalb schon aus allen Nähten und müssen für bestimmte Tierarten – vor allem Katzen – einen Aufnahmestopp verhängen.
Ein anderer Ausweg für in Finanznot geratene Tierhalter sind die „Tiertafeln“, wo man kostenlos Futter und Zubehör wie Hundeleinen oder Fressnäpfe erhalten kann. Die Tiertafeln können aber nur bis zu einem gewissen Grad weiterhelfen.
Inzwischen gab es sogar Tierheime, die kurz vor der Insolvenz standen und nur durch Spendenaktionen vor der Schließung bewahrt wurden. Das Problem ist allerdings: Wegen der Finanzkrise geht auch die Spendenbereitschaft merklich zurück.

Es scheint wie ein Teufelskreis: Menschen, die in die Sozialhilfe abrutschen und finanziell vor dem Nichts stehen, binden sich in dieser Situation besonders an ein Tier. Würde man es ihnen wegnehmen oder sehen sie sich gezwungen, es ins Tierheim zu bringen, dann verlieren sie ihren letzten Halt. Viele dieser Tierhalter sind alleinstehend und betrachten ihr Tier als Familienersatz. Wie gesagt: ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint.