Demenz: Auch Tiere kann es treffen

Wer bisher dachte, Demenz sei eine Krankheit, die nur Menschen betrifft, der irrt. Auch bei Haustieren steigt mit zunehmendem Alter  das Demenz-Risiko. Besitzer merken das daran, dass ihre Lieblinge oft ein völlig verändertes Verhalten an den Tag legen. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass Hunde vertraute Personen nicht mehr erkennen, in die Wohnung machen oder den Weg durchs Treppenhaus nicht mehr finden.

Tierbesitzer, die so etwas bei ihrem Schützling beobachten, sollten mit ihm zum Tierarzt gehen und untersuchen lassen, ob organische Ursachen auszuschließen sind. Das rät jedenfalls der Verein Aktion Tier. Wenn dann ein Verdacht auf Demenz besteht, diagnostizieren Tierärzte in solchen Fällen meist eine kognitive Dysfunktion. Die gleicht im Krankheitsbild und auch im Verlauf der Alzheimer-Krankheit beim Menschen. Dass Katzen betroffen sein können, haben Forscher anhand von charakteristischen Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn schon vor einiger Zeit nachgewiesen. Solange das betroffene Tier am Leben ist, kann der Tierarzt die Diagnose nur auf Verdacht stellen, bzw. indem er andere Krankheiten ausschließt. Laut einer Studie des Bundesverbands für Tiergesundheit sind mehr als 20 Prozent der Hunde im Alter von mehr als neun Jahren und 68 Prozent der Hunde über 15 Jahren von Demenz betroffen.

Gegen Demenz bei Hunden und Katzen können durchblutungsfördernde Medikamente zumindest eine Verbesserung bewirken. Wichtig ist außerdem, dem Tier möglichst wenig Veränderungen zumuten. Denn die gewohnte Umgebung und routinierte Tagesabläufe unterstützen Hunde und Katzen dabei, sich zurechtzufinden.

Hilfe bei Untersuchung eines Delfinsterbens vor Brasilien

Da sieht man mal wieder, wie wichtig die Arbeit von Zoos sein kann: Die im Tiergarten Nürnberg ansässige Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha unterstützt finanziell ein Projekt zur Untersuchung eines der größten Delfinsterben, die Brasilien in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat. Seit November 2017 sind vor der Küste Rio de Janeiros 169 Sotalia-Delfine tot aufgefunden worden. Durch das Projekt der Organisation Instituto Boto Cinza können die toten Tiere geborgen werden, um die Todesursachen zu untersuchen, außerdem wird die Population in den kommenden Monaten überwacht. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der ums Leben gekommenen Sotalia-Delfine um einiges größer ist als die der tot aufgefundenen Tiere, denn ein großer Teil der Kadaver wird nicht angespült. Die meisten Tiere wurden in der Bucht von Sepetiba geborgen, eine Bucht, die durch Schiffsverkehr und Industrieabfälle besonders belastet ist.

Untersuchungen der Delfinkadaver haben ergeben, dass offenbar eine Virusinfektion der Grund für das Massensterben ist: Vom Morbillivirus, das auch für die Rinderpest verantwortlich ist, gibt es zwei Arten, die Meeressäugern gefährlich werden können. In den letzten 25 Jahren hat dieses Delfin-Morbillivirus schon einige Delfinpopulationen dezimiert. Delfinsterben, die durch dieses Virus verursacht wurden, kennt man bisher allerdings nur von der australischen Küste, der Ostküste der USA und dem Mittelmeer. Die Viruserkrankung wirkt sich bei Delfinen so aus, dass es zu Hautläsionen, Lungenentzündungen und Entzündungen des Gehirns kommt. Der gegenwärtige Massenausbruch des Virus vor Brasilien könnte bedeuten, dass bis zu 80 Prozent der gesamten Sotalia-Population in den nächsten Wochen sterben könnte. Dadurch wäre diese lokale Population des Sotalia-Delfins stark bedroht.

Habibu ist auf einem guten Weg

Über das Gorillaweibchen Habibu im Tiergarten Nürnberg habe ich hier schon geschrieben. Sie ist leider ein echtes Sorgenkind – aber so etwas kommt eben auch unter Zootieren vor. Nach monatelangen gesundheitlichen Problemen, wegen derer das Tier von seinen Artgenossen getrennt wurde, scheint nun aber das Schlimmste überstanden: Habibu konnte endlich wieder in die Gorillagruppe im Affenhaus zurückkehren. Dieser Erfolg ist nicht nur den Nürnberger Tierpflegern und Tierärzten zu verdanken – die Veterinäre haben Kollegen aus ganz Europa und auch Humanmediziner in diesem schwierigen Fall hinzugezogen.

Habibu wird im Juli neun Jahre alt und kam aus dem Zoo Zürich, wo sie auch geboren wurde, im September 2014 nach Nürnberg. Am Anfang sah alles gut aus: Sie integrierte sich schnell in ihrer neuen Gruppe. Doch mit einer Verletzung am Fuß, genauer gesagt: an der rechten Ferse, im Frühjahr 2015 nahm das Unglück seinen Lauf. Denn die Wunde heilte äußerst langsam. Außerdem bekam Habibu offenbar Kopfschmerzen und reagierte manchmal aggressiv gegenüber ihren Artgenossen. Weitere Verletzungen an der rechten Ferse machten die Sache nicht besser, vor allem, weil die Heilung einfach nicht vorankam.

So wurde Habibu in Narkose gelegt und gründlich untersucht – Diagnose: Pfeiffersches Drüsenfieber und Borreliose. Sorgen machte den Zoomitarbeitern auch, dass Habibus Körpergewicht von 56 auf 52,5 Kilogramm gesunken war. Also wurde Habibu zu weiteren medizinischen Behandlungen und aus Sicherheitsgründen von der Gruppe durch Gitter abgetrennt. Sie verlor immer noch weiter an Gewicht. Die Gorilladame machte aber zum Glück gut beim medizinischen Training mit und erholte sich – langsam, aber immerhin. Den Verdacht auf eine Autoimmunkrankheit als eventuell zusätzliche Ursache für die schlechte Wundheilung können die Tierärzte nicht ausschließen.

Inzwischen sind die Wunden weitgehend abgeheilt, Habibu ist etwas gewachsen und hat deutlich zugenommen; sie wiegt inzwischen 76,4 Kilo. Auch die Medikamente konnten abgesetzt werden. Als sie in die Gruppe zurückkehrte, wurde sie von den vier anderen Gorillas (Lena, Bianca, Louna und Fritz) freudig begrüßt. Da zeigte sich, wie gut die sozialen Strukturen in dieser Gruppe funktionieren: Es gab viele herzliche, ja fast schon zärtliche Körperkontakte. Nun muss man sehen, wie sich Habibu gesundheitlich weiterentwickelt. Ich hoffe, sie ist auf einem guten Weg!

Einfach nur Wahnsinns-Wut!

Geflügelhof13 000 Tiere werden getötet – einfach mal so auf Verdacht: Legehennen, Enten, Gäse und Puten in einem Geflügelbetrieb in Roding mussten dran glauben, weil der Verdacht (!!!) bestand, dass dort die Geflügelpest ausgebrochen sein könnte. Ja, drehen wir denn jetzt komplett durch?, dachte ich, als ich am Wochenende davon gehört habe. Bloggen wollte ich aber erst, wenn mehr über die Sache bekannt wird.

Heute lese ich, dass ich mit meiner Wut zumindest nicht allein bin. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Tötung des Geflügels jetzt auch kritisiert. Bei der Organisation spricht man von „Aktionismus“. Da kann ich nur beipflichten, denn eine Tötung sollte – wie der Tierschutzbund klarstellt – immer nur das letzte Mittel sein: dann nämlich, wenn eine Infektion mit einem gefährlichen Geflügelpest-Erreger nachgewiesen wurde. Im aktuellen Fall in der Oberpfalz ist allerdings noch gar nicht klar, ob es sich um ein für die Vögel gefährliches Influenzavirus oder um eine ungefährliche Form handelt.

„Wer so rasch Tötungen ohne klaren Befund anordnet, der handelt nach dem Prinzip: aus den Augen, aus dem Sinn“, hat der Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder erklärt. Mit dem Tierschutz sei ein solches Vorgehen nicht zu vereinbaren. Dem kann ich nur beipflichten. Ich finde aber auch, dass diejenigen zur Verantwortung gezogen werden müssten, die das Ganze angeordnet haben, wenn sich herausstellen sollte, dass die Massentötung dieser Tiere gar nicht nötig gewesen wäre. Allerdings vermute ich folgendes: In diesem Fall würde man es so hindrehen, dass kein richtig Verantwortlicher gefunden werden kann. Wetten, dass?
P.S.: Und jetzt auch noch diese aktutelle Meldung der Deutschen Presse-Agentur!

Nach dem Alarm auf einem Geflügelbetrieb im oberpfälzischen Roding hat das Landratsamt weitestgehend Entwarnung gegeben. Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass es sich bei dem festgestellten Erreger um eine niedrigpathogene – also nicht krank machende – Variante von H5N2 handele, teilte das Landratsamt am Montag mit. Weil aber auch bei dieser Variante der Vogelgrippe die Gefahr einer Weiterentwicklung zu einer für Vögel ansteckenden Krankheit bestehe, wurde die Tötung der rund 12 900 betroffenen Tiere nicht gestoppt.

Es wird immer schlimmer!

Wer kann das bezahlen?

Haustiere werden – ähnlich wie wir Menschen – immer älter. Doch damit steigt auch bei Hund, Katze & Co die Zahl der Alterserkrankungen; vor allem Krebs nimmt bei Tieren deutlich zu.

Bei den Behandlungsmöglichkeiten von Krebs profitieren unsere vierbeinigen Freunde aber immerhin von der Humanmedizin. Veterinäre wenden bei ihren Patienten zunehmend Methoden an, die bei Menschen erfolgreich sind – längst nicht mehr nur Tumor-Operationen, sondern vor allem auch Chemotherapie. Und da gibt es eine wirklich gute Nachricht: Tiere scheinen Chemotherapie besser zu vertragen als die meisten Menschen, sie erholen sich schneller davon und leiden nicht so stark unter Nebenwirkungen wie etwa Haarausfall. Deutsche Tiermediziner, die sich am Wochenende zu einem großen Kongress in Berlin getroffen haben, betonen, dass die Überlebenschancen bei Tieren, die an Krebs erkranken, deutlich gestiegen sind. Dazu haben auch die ständig verbesserten Möglichkeiten der Vorsorge beigetragen – auf obigem Foto wird zum Beispiel das Herz einer Katze mit Hilfe von Ultraschall untersucht.

Bei dem Kongress ging es außerdem um Krankheiten wie den Grauen und Grünen Star, die bei Tieren ebenfalls öfter vorkommen als früher. Veterinäre operieren mittlerweile sogar getrübte Linsen, damit ihre Patienten wieder besser sehen können. Eine weitere typische Alterserscheinung, die abgenutzte Hüfte, wird längst auch in der Tiermedizin durch ein künstliches Pendant ersetzt. In Zukunft sollen noch mehr künstliche Gelenke wie Ellbogen und Knie bei Tieren eingesetzt werden.

Tiere sind allerdings im Vergleich zu uns Menschen in einer Hinsicht benachteiligt: Sie sind immer Privatpatienten, das heißt, ihre Behandlung hängt von den finanziellen Möglichkeiten ihres Herrchens oder Frauchens ab. Für eine künstliche Hüfte bei Hunden etwa muss man bis zu 3000 Euro hinblättern – das kann sich längst nicht jeder Tierbesitzer leisten.

Verblüffende Geschäftsidee

Auf der Suche nach bizarren Geschichten aus der Welt der Tiere habe ich folgendes gefunden: In Bochum hat sich ein Mann mit einer verblüffenden Geschäftsidee selbstständig gemacht – er entwickelt und baut Rollwagen für Tiere, vor allem für Hunde, mit denen sogar manche gelähmten Tiere wieder laufen können.

Früher war der Geschäftsmann Orthopädietechniker für Menschen. Auf die Idee mit den Rollwagen für Tiere kam er, als sein eigener Hund fußlahm wurde. Er wollte das Tier auf keinen Fall einschläfern und suchte im Internet, ob es nicht irgendwelche Hilfsmittel für derartige Fälle gibt. Tatsächlich fand er eine Firma, die Rollwagen für Tiere anbot. Aber die saß in den USA, und die Lieferzeit für einen solchen Wagen hätte Wochen gedauert. Also tüftelte der Mann selbst einen Wagen für seinen Hund aus.

So unwahrscheinlich es klingt – die Sache klappte, der Hund konnte sich mit Hilfe des Wagens wieder fortbewegen. Der Erfolg sprach sich herum, so dass er schließlich seinen bisherigen Beruf aufgab und seine Geschäftsidee weiter ausbaute. Inzwischen hat er Kunden aus ganz Deutschland, aus dem benachbarten Ausland, und sogar in die Türkei und nach Rumänien verschickt er seine Produkte. Die Nachfrage ist so groß, dass er gar nicht alle Aufträge annehmen kann. Bei jedem einzelnen Rollwagen und den Geschirren, die den Hunden um den Brustkorb gelegt werden, handelt es sich um Einzelstücke, für die eine passgenaue Anfertigung nötig ist. Deshalb muss man für einen solchen Rollwagen ganz schön tief in die Tasche greifen: Bis zu 600 Euro kostet so ein Exemplar. Aber den Tierfreunden ist es die Sache anscheinend wert.

Trauriger Tod eines Elefantenbabys

Es hätte eine Weltpremiere werden sollen – doch daraus wurde nichts: Die Herzoperation, die der kleinen Elefantenkuh Lola aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn das Leben retten sollte, fand gar nicht erst statt. Lola starb schon vorher, noch während der Untersuchung im Computertomographen. Und das, obwohl sie zuletzt stabil genug gewirkt hatte, um sie überhaupt einem so schweren Eingriff zu unterziehen. – Der Tierpark Hellabrunn hat in der letzten Zeit kein Glück mit seinen Elefanten: Erst 2010 musste man einen kleinen Elefanten im Alter von nur einem halben Jahr einschläfern, weil er an einer stoffwechselbedingten Knochenerkrankung litt.

Und jetzt geht also ein weiteres trauriges Kapitel für den Zoo der bayerischen Landeshauptstadt zu Ende. Alle hatten gehofft, ein speziell für das Unternehmen Lola gebildetes Team aus Human- und Tiermedizinern könnte das drei Monate alte Elefantenkalb wieder gesund machen. Die zierliche Lola – für die meiner Meinung nach Sissi der passendere Name gewesen wäre – litt seit einiger Zeit unter Kurzatmigkeit und schien immer müde und schlapp zu sein. Zuerst hatten die Tierärzte auf eine Erkältung getippt, aber auch Antibiotika halfen nicht. Nach einer ganzen Reihe von Untersuchungen, die das schwächelnde Elefantenbaby über sich ergehen lassen musste, stellte man die Ursache für seinen schlechten Zustand fest: Lola war mit einem schweren Herzfehler geboren worden.

Nun sollten ihr Herzchirurgen, Kardiologen und Anästhesisten aus der Human- und Tiermedizin im Münchner Klinikum Großhadern helfen. Doch sie verloren den Wettlauf gegen die Zeit: Eine Lungenembolie des Elefantenmädchens machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Die allertraurigste Aufgabe mussten dann die Zoomitarbeiter erledigen: Sie haben die tote Lola in den Tierpark zurückgebracht, damit sich ihre Mutter und die anderen Tiere aus der Elefantenherde von ihr verabschieden konnten. Das ist bei dem ausgeprägten Sozialgefüge einer Elefantenherde ein wichtiges Ritual, das man den Dickhäutern auch in der Zoohaltung nicht nehmen darf.

 

 

Eine Milbe zerstört ganze Bienenvölker

Nach so vielen Neuigkeiten über die Eisbären in deutschen Zoos heute mal ein etwas weniger spektakuläres Tier-Thema: Es dreht sich um Bienen. Auf den ersten Blick mögen die nicht soooo interessant sein, aber sie spielen eine wichtige Rolle für eine ausgewogene Umwelt.

Immer wieder haben wir in den letzten Jahren am Ende des Winters regelrechte Horrormeldungen gehört, dass ein riesiger Anteil von Bienenvölkern in vielen Ländern die kalte Jahreszeit nicht überlebt hat. Von einem Drittel aller Bienen war schon die Rede – und das hätte bald schlimme Folgen für die Pflanzenwelt.

Jetzt wurde eine Langzeitstudie ausgewertet, die von 2004 bis 2009 lief und bei der über 1200 Bienenvölker beobachtet wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung relativieren die bisherigen Zahlen, so dass man einigermaßen beruhigt sein kann. Durchgeführt hat das „Deutsche Bienen-Monitoring“ die Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung.

Demnach sind die Verluste bei den Bienenvölkern um einiges geringer und liegen zwischen vier und 15 Prozent. Auch die Hauptursache für das Bienensterben hat man herausgefunden: Schuld ist vor allem eine Milbe namens Varroa destructor. Die ist auch schon als Bienenfeindin bekannt. Die Imker rücken dem zerstörerischen Vieh meist mit Ameisensäure zu Leibe. Aber diese Behandlung ist anscheinend nicht wirksam genug und reicht nicht aus, den Milbenbefall in einer ganzen Region richtig zu bekämpfen.

Die Untersuchung ergab außerdem, dass der Parasit Nosema und Pflanzenschutzmittel-Rückstände entgegen bisheriger Annahmen kaum einen Einfluss auf das Bienensterben haben. Außer der Milbe sind aber auch Infektionen mit bestimmten Viren für den Tod vieler Bienen verantwortlich. Außerdem konnte jetzt zum ersten Mal nachgewiesen werden, dass Bienenvölker mit einer jungen Königin größere Chancen haben, den Winter zu überleben, als Völker mit alten Königinnen. Ob das damit zusammenhängt, dass es bei jungen Königinnen eine größere Brut gibt, weiß man allerdings noch nicht.

Massensterben bei Fledermäusen

urn:newsml:dpa.com:20090101:100805-10-10589Nein, aus den Vereinigten Staaten kommen, was die Tierwelt anbelangt, derzeit keine guten Meldungen. Erst sterben alle möglichen Tierarten qualvoll an den Folgen der Ölpest am Golf von Mexiko. Nun geht es den Fledermäusen an den Kragen: Ein aggressiver Pilz hat schon mehr als eine Million von Tieren befallen und dahingerafft.

Dieser Pilz verbreitet sich offenbar rasend schnell nicht nur in den USA, sondern auch in West- und Südkanada. Er löst das „Weißnasen-Syndrom“ aus:  Kleine weiße Polster befallen Nase, Flügelmembranen und Ohren der Fledermäuse – und das gemeinerweise während ihres Winterschlafs. Die Fledermäuse wachen dadurch immer wieder auf und verhungern schließlich.
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Eisbärenhaltung in der Kritik

urn:newsml:dpa.com:20090101:100621-10-10421Das ist Wasser auf die Mühlen von „Peta“ (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren): Im Zoo von Wuppertal ist eine über 20 Jahre alte Eisbärin namens Jerka gestorben. Die Todesursache ist trotz Obduktion unklar. Man vermutet, dass eine Lebererkrankung zum Tod des Tieres geführt hat.

Unter einer Lebererkrankung hat möglicherweise auch Eisbär Lars kürzlich gelitten, der Vater des berühmten Knut. Er war im vergangenen Herbst aus dem Berliner Zoo nach Wuppertal umgezogen, um dort mit Jerka zusammen für Eisbären-Nachwuchs zu sorgen. Nach Angaben der Zooleitung geht es ihm mittlerweile wieder besser.

Nun hängen sich „Peta“-Vertreter an den Tod von Jerka, um wieder einmal gegen die Haltung von Eisbären in Zoos zu wettern. Es sei sehr merkwürdig, dass die Bärin in einem für Eisbären jungen Alter gestorben sei.  – Dass viele der in freier Natur lebenden Eisbären schon viel früher sterben, weil ihre Lebensbedingungen durch die Erderwärmung immer schlechter werden, darauf ging man seitens „Peta“ natürlich nicht ein.
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