Zoos bleiben ein Erfolgsmodell

Das werden Zoo-Gegner gar nicht gern hören: Im vergangenen Jahr gab es einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen in den Zoos, die im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) organisiert sind. Man kann also durchaus vom „Erfolgsmodell Zoo“ sprechen, denn der VdZ hat immerhin 71 Zoos als Mitglieder. Die meldeten für das Jahr 2018 insgesamt 43,6 Millionen Besucher, was ein Plus von über sechs Prozent im Vergleich zu 2017 (41,0 Millionen) bedeutet. Mit dem neuen Ergebnis wurde übrigens auch ein Fünf-Jahres-Rekord aufgestellt. Zu den guten Aussichten für das laufende Zoo-Jahr dürfte unter anderem das Berliner Eisbären-Baby beitragen, das in diesen Tagen auf den Namen Hertha – passend zum führenden Fußballverein in der Hauptstadt – getauft wurde (Foto: John McDougall, afp).

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Alpenschwein gehabt: acht Ferkel!

Da lohnt sich wirklich mal ein Blick von Nürnberg in die Schweiz, genauer gesagt in den Natur- und Tierpark Goldau (etwa 50 Kilometer von Zürich entfernt). Denn dort haben die beiden Schwarzen Alpenschweine Vreni und Gusti zum ersten Mal seit 40 Jahren für Nachwuchs dieser Art gesorgt (Foto: Fabrizio Vignali/Natur- und Tierpark Goldau/dpa). Sau Vreni hat im Februar gleich acht Junge geboren! Vreni und Gusti sind erst im Herbst vergangenen Jahres in den Tierpark gekommen, umso erfreulicher ist der schnelle Zuchterfolg.

Auch wenn die Rasse „Schwarze Alpenschweine“ heißt, sind nur drei der acht Ferkel von Vreni sind so schwarz wie ihre Eltern. Die übrigen fünf zeigen eine unterschiedliche Färbung: braun gestreift oder hell und mit dunklen Tupfen. Das Besondere an Schwarzen Alpenschweinen sind ihre im Vergleich zu anderen Schweinen langen Beine, die sie im hohen Gras der Bergweiden in den Schweizer Alpen natürlich gut gebrauchen können. Lange Zeit hielt man Schwarze Alpenschweine in der Schweiz für ausgestorben. Es ist nur einem Zufall zu verdanken, dass vor ein paar Jahren auf einem italienischen Lehr-Bauernhof Tiere dieser Rasse gehalten wurden und dort als solche erkannt wurden. Danach stieß man noch auf einige weitere Exemplare, so dass eine Zucht aufgebaut werden konnte. Und das nicht nur in Goldau, sondern auch auch an drei weiteren Orten in der Schweiz – ein wunderbarer Beitrag zur Artenvielfalt!