Botanische Führung durch den Tiergarten

Ein ungewohntes Foto für ein Tier-Blog, passend für eine ungewöhnliche Führung durch den Tiergarten Nürnberg: Bei der Tour mit der Umweltpädagogin und Landschaftsplanerin Bettina Frenzke am Sonntag, 19. Mai, um 10 Uhr geht es in erster Linie nicht um Tiere, sondern um Pflanzen. Bei der etwa zweistündigen botanischen Führung erklärt Bettina Frenzke den Teilnehmern, welche Futterpflanzen auf dem Zoogelände für die Vegetarier unter den Zootieren angebaut werden. Die Besucher erfahren, welche Pflanzen nicht nur eine schöne grüne Kulisse bilden, sondern auch als Futter für die dort lebenden Tiere dienen. Für die Zoobesucher wird die Faszination der Gehölze und Kräuter erlebbar, die für die Zootiere eine gesunde oder wohlschmeckende Beilage liefern.

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Frühlingsfest im Tiergarten

Am kommenden Sonntag steigt das diesjährige Frühlingsfest im Tiergarten Nürnberg. Dabei geht es diesmal laut Veranstaltungsmotto „künstlerisch“ zu. Der Nürnberger Tiergarten wurde am 5. Mai 1939 am Schmausenbuck eröffnet (der vorherige Alte Tiergarten befand sich im Luitpoldhain). Am 5. Mai kann der Zoo also auch sein 80-jähriges Bestehen feiern. Heute leben dort über 5000 Tiere aus mehr als 300 Arten. Der Tiergarten beherbergt aber auch viele Kunstwerke: Skulpturen, Mosaike oder Installationen, die als Kunst im öffentlichen Raum von verschiedenen Künstlern aus verschiedenen Zeiten überall auf dem Zoogelände zu finden sind.

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Ein Tag für Papageienfreunde

Am nächsten Samstag kommen Papageienfreunde im Tiergarten Nürnberg voll auf ihre Kosten: Dort findet von 9 bis 16 Uhr in der „Waldschänke“ der vierte Nürnberger Papageientag statt (Foto: Harald Hofmann). Die Veranstaltung ist für Papageienbesitzer gedacht, es geht dabei um Fragen der Papageienhaltung und des Trainings von Papageien, außerdem um die richtige Ernährung, das Fortpflanzungsverhalten dieser beliebten Vögel und um den Artenschutz. Das Ganze läuft in Form eines Seminars ab, für das noch Restplätze vorhanden sind. Die Kosten betragen inklusive Tiergarteneintritt 59 Euro. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, muss man sich anmelden; das ist hier möglich. Der Erlös der Veranstaltung fließt als Spende in Artenschutzprojekte

Rede und Antwort stehen an diesem Tag die Verhaltenstierärztin Daniela Zurr, René Wüst von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), Gerd Britsch von der Vogel- und Reptilienpraxis Karlsruhe, Jürgen Hirt, Mitarbeiter beim Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA), Fritz Karbe von der Exotenpraxis Nürnberg und Hermann Kempf von der Exotenpraxis Augsburg.

Achtung, Dackel!

Er ist ein Hund mit Charakter, um nicht zu sagen, mit Eigensinn, und er ordnet sich gar nicht gern unter: der Dackel (Foto: Horst Linke). München gilt – spätestens seit dort im Jahr 1972 die Olympischen Spiele ausgetragen wurden – als Dackel-Hochburg. War doch der „Waldi“ in Pop-Farben das Maskottchen der Spiele in der „Weltstadt mit Herz“. Doch die Beliebtheit des Kurzbeiners in der bayerischen Landeshauptstadt geht viel weiter zurück. Das zeigt nun die Ausstellung „Vorsicht! Dackel“ , die sich mit der Kulturgeschichte des Münchner Dackels beschäftigt. Sie läuft ab 1. März im „Valentin-Karlstadt-Musäum“ in München (bis 21. Mai). Zu sehen sind rund 150 Ausstellungsstücke: Karikaturen und Fotos, aber auch jede Menge Kuriositäten: beispielsweise ein Brotzeitmesser in Dackelform – und der eingangs erwähnte Olympia-„Waldi“ darf natürlich auch nicht fehlen.

Seine Entwicklung zur Kultfigur hat der Dackel der humoristischen Wochenzeitschrift „Fliegende Blätter“ zu verdanken, die der Verlag Braun und Schneider im Jahr 1845 zum ersten Mal herausgab. Auf vielen Karikaturen der Zeitschrift steht der humorige Dackel im Mittelpunkt. Am 17. März findet, quasi als Begleitprogramm zur Dackel-Ausstellung, eine Dackelparade statt: Sie soll am 17. März ab 14 Uhr am Deutschen Museum starten und zum „Musäum“ im Isartor führen. Erwartet wird eine stattliche Anzahl von Dackeln mit ihren Herrchen und Frauchen: Nach den Informationen der Ausstellungsmacher leben rund 600 Dackel in München.

„Wooferendum“ gegen den Brexit

Das finde ich mal wirklich originell: Mit einem „Wooferendum“ wollen Hundehalter mit ihren Tieren in London gegen den EU-Austritt des Landes demonstrieren. Unter dem Motto: „Brexit is a dog’s dinner“ (auf Deutsch etwa: Der Brexit ist ein Schlamassel) sollen die Hunde am kommenden Sonntag vor dem britischen Parlament eine Mahlzeit serviert bekommen. Die Organisatoren streben ein zweites Brexit-Referendum an. Die Hunde stehen nach ihren Vorstellungen für Millionen von Menschen in Großbritannien, denen gesagt wurde, dass ihre Stimme nicht zähle. Für die Demonstration soll auch ein Hunde-Pissoir mit Fotos der Brexit-Befürworter Nigel Farage und Boris Johnson aufgestellt werden. Die Vierbeiner werden also das tun, was wohl auch ihre Herrchen am allerliebsten täten: auf die beiden Politiker pissen.

Es ist nicht die erste Protestaktion dieser Art: Schon im Herbst letzten Jahres war eine beeindruckende Menge von Hundehaltern mit ihren Tieren in der Londoner Innenstadt auf die Straße gegangen (Foto: dpa). Gründer der „Wooferendum“-Initiative ist Daniel Elkan. Er und seine Mitstreiter befürchten, der für Ende März geplante Austritt Großbritanniens aus der EU könnte dazu führen, dass Tierärzte abwandern, außerdem könnten die Preise für Tierfutter steigen. Auch das Reisen mit Haustieren würde durch den Brexit schwieriger.

 

Wohin mit dem Mist?

Mistkäfer bei der „Arbeit“. Foto: dpa

Am 14. Februar ist nicht nur Valentinstag, sondern auch Tag des „Ideenforum Bionicum 2019“, das ein interessantes Programm bietet. „Wohin mit dem ganzen Mist?“, fragt zum Beispiel Dag Encke, Direktor des Tiergartens Nürnberg, in einem Vortrag um 15 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens. Dabei geht es um Mistkäfer in der Savanne – oder auch im Wüstenhaus des Tiergartens. Thematisch greift das Ideenforum Bionicum die aktuelle Sonderausstellung „Ganz schön eklig“ auf. Und Mist gehört ja bekanntlich zu den Dingen, die beim Menschen Ekel auslösen. Das Gefühl von Ekel wiederum zählt zu den stärksten Empfindungen, derer die Menschen fähig sind, und ist uns angeboren.

Beim Ideenforum gibt es drei wissenschaftliche Vorträge: Außer Dag Encke referiert Sebastian Lotzkat vom Naturkundemuseum Stuttgart über Blutegel und Schlangen (13 Uhr) und Olga Speck von der Uni Freiburg (Kompetenznetz Biomimetik) über Schönheit, die im Auge des Betrachters liegt (13.45 Uhr). Wenn Ihr Euch für das Ideenforum interessiert: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, aber man sollte sich anmelden unter www.bionicum.de

„Advent, Advent“ im Tiergarten

Sogar wenn´s stürmt und schneit wie auf diesem Foto (Foto: Tiergarten Nürnberg), ist die Vorweihnachtszeit im Tiergarten alle Jahre wieder etwas ganz Besonderes. Die  sogenannte Lebende Krippe, die Zoomitarbeiter und Zoobewohner gemeinsam zum Leben erwecken, hat in Nürnberg eine lange Tradition und ist schon zu einem Brauch geworden. Früher waren Maria mit „Jesuskind“ und Josef, Esel und Schafe mit Hirten im hinteren Teil des Geländes am Schmausenbuck zu finden. Seit ein paar Jahren brauchen die Besucher nicht mehr so weit zu laufen: Die Lebende Krippe findet man jetzt nämlich gleich hinter dem Haupteingang. Für festliche Stimmung sorgen dort ein großer Christbaum und ein Christkindlesmarkt im Miniformat. In ein paar wenigen Buden wechseln sich unterschiedliche Standbetreiber ab; sie bieten Kunsthandwerk, aber auch Glühwein oder Weihnachtsgebäck an.

Los geht es an diesem ersten Adventswochenende. Am Samstag, 1. Dezember (also morgen), werden die Lebende Krippe und der Adventsmarkt ab 11 Uhr eröffnet. Krippe und Buden können dann an allen vier Adventswochenenden samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr besucht werden. –  sogar am Heiligen Abend, an dem die Lebende Krippe noch bis 15 Uhr  zu bewundern ist.

Es gibt aber noch weitere typische Adventsveranstaltungen im Tiergarten. Der traditionelle Lichterzug mit Posaunenbegleitung startet diesmal am Samstag, 8. Dezember, um 16.30 Uhr am Haupteingang (Eintritt: vier Euro für Erwachsene, Kinder können kostenfrei teilnehmen. Am dritten Adventssonntag, 16. Dezember, feiert die Evangelische Auferstehungskirche Zabo mit ihrem Posaunenchor die „Waldweihnacht“; Treffpunkt ist um 16 Uhr am Haupteingang (freier Eintritt). Kinder können zum Lichterzug und zur „Waldweihnacht“ Laternen mitbringen. Taschenlampen müssen dagegen aus Rücksicht auf die Tiere zu Hause bleiben.

Culinartheater: „Ganz nach Wolfs Gusto“

Der Nürnberger Tiergarten ist nicht nur einer der schönsten Landschaftszoos, er gehört auch zu den Zoologischen Gärten mit einer richtig guten Gaststätte. Die „Waldschänke“ oben auf dem Schmausenbuck bietet qualitätvolle, teils fränkische, teils mediterran angehauchte Küche – weit mehr als übliche Zoo-Restaurant-Kost und natürlich alles „Bio“. Peter Noventa und seine Frau betreiben das urgemütliche, fränkische Fachwerk-Wirtshaus seit vielen Jahren. Peter Noventa ist aber mehr als ein hervorragender Gastronom, Wein- und Bierkenner. Der Nürnberger mit italienischen Wurzeln kennt sich außerdem bestens in der Kulturszene aus. Und er hat eine geniale Möglichkeit gefunden, Ess- und Trinkgenuss mit Kultur zu verbinden: Seit mittlerweile 22 Jahren macht er – immer an Freitag- oder Samstagabenden – sozusagen Theater ums Essen. Das nennt sich dann „Culinartheater“ (Foto: KH), bei dem Peter Noventa zeigt, dass er als Koch noch wesentlich mehr drauf hat als das, was er während des normalen Tiergartenbetriebs auf den Tisch bringt.

Die neueste Inszenierung, „Charme der Tiere“, ist ein äußerst amüsantes, schwungvolles Stück mit Musical-Charakter, das vor Kurzem Premiere feierte. Ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese Musikkomödie mitzuerleben (Foto: KH). Erstmals war auch Noventas Tochter – gelernte Kostümbildnerin – in eine Culinartheater-Aufführung involviert: Originell und ungewöhnlich, was sie da aus dem Hut gezaubert hat. Und während im Stück ein Gag den nächsten jagte, folgte im Menue ein umwerfendes Gericht dem anderen. Einer der beiden Hauptgänge scheint direkt für mich kreiert worden zu sein: „Ganz nach Wolfs Gusto“ entpuppte sich als ein Rippenstück vom Biorind; dazu kam unter anderem „Polenta al Tartufo“ auf den Teller. Mehr möchte ich über die raffinierte Speisenfolge nicht nicht verraten. Schließlich soll es für alle, die demnächst das Culinartheater besuchen wollen, noch die eine oder andere Überraschung geben (ich sage nur: Dessert-Buffet!).

Das irrwitzige Stück um ein verwöhntes Bioschwein, eine übereifrige Legehenne, einen obskuren Tierflüsterer und eine allzu menschliche Honigbiene – hinter oder besser: in der übrigens ein urkomischer Abschluss-Knüller steckt, –  wird am kommenden Samstag wieder aufgeführt, danach am 30. November, 7. und 15. Dezember. Genauere Informationen, auch über andere Stücke im Spielplan des Culinartheaters, gibt es hier.

Kürbissafari im Tiergarten

Heute mal wieder ein Veranstaltungstipp von mir. Der 31. Oktober und damit Halloween naht unaufhaltsam. Aus diesem Anlass bieten ja auch immer mehr Zoos spezielle Veranstaltungen an. Im Nürnberger Tiergarten gibt es aber keine Grusel-Party, sondern eine Kürbissafari. Sie steht unter dem Motto: „Such und schätz!“ Und das funktioniert so: Erst muss man im Tiergarten eine Kürbis-Pyramide finden, dann die Zahl der aufgetürmten Kürbisse schätzen.

Wer richtig liegt, nimmt an einer Verlosung teil. Es gibt Preise wie zum Beispiel Eintrittskarten in den Tiergarten zu gewinnen, auch Lebkuchendosen in Form einer Litfaßsäule und Lupenkarten werden verlost. – Das Foto entstand im Herbst vergangenen Jahres: Panzernashorndame Sofie lässt sich Kürbisse schmecken, die nach dem letztjährigen Kürbisfest an die Zootiere verfüttert wurden (Foto: Tiergarten Nürnberg).

Was summt und pikst denn da?

Ich habe sie als Kind geliebt, die Bücher, in denen ein Tier Hauptfigur war, wie etwa „Kater Mikesch“ von Josef Lada oder „Biene Maja“ von Waldemar Bonsel. Erstaunlicherweise haben es ja nicht nur die klassischen Kuscheltiere in die Kinder- und Jugendliteratur geschafft, sondern gerade auch Insekten, Käfer und Spinnen. Genau die stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung der Internationalen Jugendbibliothek in München, die ich meinen Lesern ans Herz legen möchte. Noch sind ja die Weihnachtsferien nicht zu Ende, so dass der eine oder andere vielleicht sowieso einen Abstecher dorthin macht. Die Schau mit dem Titel „Summende Staatenbauer und pikende Plagegeister“ läuft aber bis Oktober – es bleibt also noch jede Menge Zeit dafür.

Die Ausstellung dreht sich um Bienen und Fliegen, Käfer, Ameisen, Spinnen und Zecken in Kinder- und Jugendbüchern sowie in Sachbüchern. Das beginnt zum Beispiel bei den Maikäfern in Wilhelm Buschs „Max und Moritz“, geht über den „Maikäfer“, der im Kinderlied fliegen soll, bis zum Kinderbuch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ von Eric Carle (Foto: dpa) oder „Spyflugan Astrid“ von Maria Jönsson, dem schwedischen Bilderbuchpendantzu „Biene Maja“ oder den Roman „Käferkumpel“ von M.G Leonard.

In der Jahresausstellung wird außerdem krabbelndes Getier aus der Nonsensdichtung vorgestellt. Der Besucher kann täuschend echt aussehende Sachbuchillustrationen anschauen, und es geht um die Frage, wie Sechs- und Achtfüßler aufgrund ihrer Verhaltensweisen und Eigenschaften in der Fabel oder im modernen Kinderroman als Beispiel oder Symbol verwendet werden.

Weitere Infos zur Ausstellung in München (Öffnungszeiten etc.) findet Ihr hier.